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Veröffentlicht am 14.11.2025

überraschend gute Fortsetzung mit viel Handlung

Iron Flame – Flammengeküsst
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Nachdem ich Band 1 der Reihe "verschlungen" habe, lag dieses Buch eine Weile in meinem Regal. Ich lese wirklich gern, aber "dicke" Bücher schrecken mich immer etwas ab. Auch grob durchgelesen Rezensionen ...

Nachdem ich Band 1 der Reihe "verschlungen" habe, lag dieses Buch eine Weile in meinem Regal. Ich lese wirklich gern, aber "dicke" Bücher schrecken mich immer etwas ab. Auch grob durchgelesen Rezensionen haben mir die Lust am Lesen etwas genommen. Doch nun habe ich die Motivation zum Lesen gefunden und muss am Ende sagen: Ich bin positiv überrascht.

Violet Sorrengail steht vor vielen neuen Herausforderungen. Xaden hat seine Ausbildung bestanden und wird an einen weit entfernten Außenposten versetzt. Ihr Leben besteht von nun an aus Besuchen am Posten und ihrer weiteren Ausbildung - und das, obwohl Xaden ihr Vertrauen zutiefst missbraucht hat. Ein neuer Akademieleiter hat es dabei auf sie abgesehen. Doch nicht nur das, sie beteiligt sich auch zunehmend am Widerstand. Veneni sind im Begriff anzugreifen. Schaffen Violet und Xaden es, dem Kampf gemeinsam entgegenzutreten?

Als aller erstes muss ich eingestehen: Es passiert wahnsinnig viel, sogar so viel, dass ich gar nicht mehr alles einordnen kann. Dadurch wird es auf keiner Seite langweilig. Es ist auch nicht langatmig, aber rückblickend frage ich mich, ob wirklich all das in einem Buch passiert ist. Wie schon geschrieben, bin ich positiv von der Handlung überrascht worden. Ich hatte Angst, dass es ein Hin und Her zwischen Violet und Xaden geben wird (sie liebt ihn, sie ist enttäuscht und wendet sich ab, dann liebt sie ihn wieder, dann ist sie wieder enttäuscht, usw.). Das kam doch nicht in dem Maße vor, wie ich gedacht habe - was ich als sehr positiv hervorheben will. Ansatzweise war das da, aber in einem erträglichen Rahmen. Das Einzige, was mich ehrlich gestört hat, war die geringe Selbstbeherrschung und Inkonsequenz, selten stand sie zu ihren Entscheidungen in Bezug auf Xaden.

Es gefällt mir gut, dass der erste Teil des Buchs in der Akademie spielt. Das hat Vibes vom ersten Teil. Etwas schade fand ich es dann, als die Handlung verlegt wurde. Für mich hätte die Geschichte noch länger in Basgiath spielen können.

Alle Charaktere wurden wieder toll beschrieben, sie haben mehr Tiefe bekommen und sich auch ein Stück weiterentwickelt. Violet wird immer mutiger und selbstbestimmter (außer es geht um Xaden). Auch finde ich es klasse, dass es viele neue Charaktere gibt. Dennoch sind die alten Figuren noch dabei.

Das Ende war für mich sehr unerwartet. Ich habe es gelesen und dachte mir nur "och, nö". Die Wendung war absolut nicht meins. Ich habe mir viel überlegt, wie das Buch ausgehen wird, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Um ehrlich zu sein, hat mir das sehr die Freude auf Band 3 genommen. Dennoch werde ich mir, wenn ich die Motivation für so ein dickes Buch mal wieder finde, den nächsten Teil "vornehmen".

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Psychothriller zum Mitfiebern

Der Augensammler
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Unwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.

Der ...

Unwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.

Der ehemalige Polizeipsychologe Alexander Zorbach untersucht als Journalist eine Frauenmord und Kindesentführung. Der "Augensammler" tötet die Mütter und gibt den Vätern und Ermittlern einen Zeitrahmen, um die Kinder lebend zu finden. Läuft die Zeit ab, sind die Kinder tot. Alexander Zorbach erhält vom Augensammler mehr Aufmerksamkeit und zieht in den den Strudel des grausamen Spiels. Unterstützung erhält er von der mysteriösen Blinden, Alina und seinem Praktikanten Frank. Können Sie die Hinweise deuten und die Kinder retten? Eine aufregende und packende Jagd besteht.

Ich habe bisher wenige Bücher von Fitzek gelesen/gehört, bin aber begeistert. Auch dieses Buch hat mir wieder gezeigt, dass er Psychothriller "kann". Es ist beeindruckend und gleichzeitig heftig, welche Grausamkeiten und detaillierten Beschreibungen Taten er in die Handlung einbaut. Allein und im Dunkeln kann ich diese Bücher nur stückchenhaft lesen.

Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend. Immer wieder passiert etwas Neues, oft auch Unerwartetes. Es ist sehr interessant, dass die Kapitelzählung rückwärts ist, sodass mit Kapitel "0" geendet wird. Das hat für mich den Wettlauf gegen die Zeit noch mehr verdeutlicht. Auch sind die Kapitel sehr kurz, was ich persönlich ganz angenehm finde. Teilweise gibt es zwischen den Kapiteln einen recht großen Sprung - besonders in entscheidenden, spannenden Momenten. Die Handlung innerhalb des Sprungs wird in den nachfolgenden Kapitel jedoch gut beschrieben, sodass für mich keine Fragen offen geblieben sind.

Alexander Zorbach als Figur hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein gebrochener Mann und man bekommt einen Einblick in seine Vergangenheit. Seine Handlungen sind logisch nachvollziehbar, dennoch habe ich mit ihm mitgelitten. Auch Alina als Figur fand ich gut, wobei sie auch am Ende noch mysteriös wirkte. Über sie habe ich wenig erfahren, viele Fragenzeichen sind noch in meinem Kopf.

Da ich Band 3 kenne und dort viel auf die Handlung der ersten beiden Bücher verwiesen wurde, wusste ich leider im groben, was passiert und vor allem, wie die Geschichte ausgeht. Vielleicht deshalb, war das Ende für mich sehr offensichtlich und wenig überraschend. Trotzdem war es sehr packend.

Das Ende an sich mit dem Brief war ok, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man noch mehr im Dunkeln gelassen werden würde. Das große Geheimnis ist gelüftet, jetzt ist klar, mit dem Alexander Zorbach es in Band 2 und 3 zu tun hat (wusste ich leider auch schon). Auch musste ich bei der Rettung überlegen, wie realistisch das denn ist (meiner Meinung nach weniger).

Fazit: Der Psychothriller hat die Einordnung in dieses Genre auf jeden Fall verdient. Ich bin immer noch fasziniert, was sich Sebastian Fitzek hier ausgedacht und aufgeschrieben hat.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Märchen in der Realität - spannend und ein bisschen romantisch

Ever & After. Der schlafende Prinz
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Durch Zufall bin ich auf dieses Buch von Stella Tack gestoßen und war gleich gefesselt. Gelesen von Pia-Rhona Saxe bin ich schnell in die Handlung eingetaucht. Ihre Stimme ist sehr angenehm und jeder Charakter ...

Durch Zufall bin ich auf dieses Buch von Stella Tack gestoßen und war gleich gefesselt. Gelesen von Pia-Rhona Saxe bin ich schnell in die Handlung eingetaucht. Ihre Stimme ist sehr angenehm und jeder Charakter bekommt von ihr einen kleinen, eigenen Touch.

Doch um was geht es denn? Rain White steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Der Tradition nach muss sie den schlafenden Prinzen küssen, denn alle Nachkommen der einstigen Märchenfiguren waren auf die Erweckung und damit zurückkehrende Macht. Eigentlich will Rain ein normales Leben fernab von Tradition, möglicher Magie und Zauberei. Ihre beste Freundin Holly und ihr Cousin Avery unterstützen sie dabei. Auch ihr Schwarm Edward ist mit dabei. Bis dann doch das Schlimmste eintritt: der Prinz erwacht und stürzt alle in Chaos. 7 Prüfungen müssen absolviert werden und dann taucht noch der überaus attraktive Cole auf. Wird Rain alle Prüfungen bestehen können?

Die Handlung ist mal erfrischend anders. Ich finde es interessant, wie die Autorin Märchen in die heutige Zeit gebracht hat. Es war spannend, ich habe mitgefiebert und natürlich gab es auch einiges an Liebe - genau meins.

Rain White als Nachfahrin von Schneewittchen hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie ist eine liebenswürdige und willensstarke junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen will. Das finde ich sehr schön. Etwas weniger hat mir gefallen, dass sie zu Edward steht, obwohl er sie im wohl wichtigsten Moment hintergangen hat.
Alle anderen Charaktere sind auch sehr gut beschrieben. Im Verlauf der Handlung kommen mehrere Personen hinzu. Besonders Cole hat mir gut gefallen. Durch seine zurückhaltende und liebenswerte Art ist er mein Lieblingscharakter. Ich finde es erfrischend zu lesen, wie wenig er von der Welt kennt und wie sehr er sich über kleine Dinge freut. Auch die anbahnende Beziehung zwischen Rain und Cole gefällt mir. Natürlich muss eine Lovestory heutzutage auch eine dritte Person enthalten. Ich bin allerdings Team Cole.

Die Handlung ist durchgehend spannend. Es gibt einige Plot-Twists, allerdings sind für mich nicht alle immer ganz nachvollziehbar. Da bin ich dann noch ab und an aus der Handlung etwas herausgekommen und musste erst wieder zurückfinden. Dennoch ist es spannend und es passiert wahnsinnig viel. Das Ende war super. Es war für mich erwartbar, aber das fand ich gar nicht schlimm.

Ich freue mich schon auf Band 2.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

eine Frau stellt sich ihren Dämonen - wenig nachvollziehbar

Dem Sturm entgegen
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Gehypt von einem anderen Buch der Autorin habe ich das Hörbuch "Dem Sturm entgegen" von Cecelia Ahern gehört. Gelesen wurde es von Sandrine Mittelstädt, die eine sehr angenehme Stimme hat - passend zur ...

Gehypt von einem anderen Buch der Autorin habe ich das Hörbuch "Dem Sturm entgegen" von Cecelia Ahern gehört. Gelesen wurde es von Sandrine Mittelstädt, die eine sehr angenehme Stimme hat - passend zur Handlung.

Enyas Leben steht Kopf: Sie ist unglücklich in ihrer Ehe, hat als Ärztin viel zu tun, steht kurz vor ihrem 47. Geburtstag (älter ist ihre Mutter nicht geworden) und kommt dann mitten in der Nacht zu einem Unfall dazu. Gerade so kann sie das Leben eines Jungen retten, ein Klassenkamerad ihres Sohnes. Alles wird ihr zu viel und sie begibt sich als Landärztin aufs Land. Dort versucht sie alles zu verarbeiten, wird jedoch von Personen und Erinnerungen heimgesucht. Ist wirklich alles so harmlos, wie es zu Beginn scheint? Wer ist für den Unfall verantwortlich? Alle geraten ins Kreuzfeuer. Wen kann Enya beschützen?

Wie gewöhnlich für Cecelia Ahern, ist alles aus der Erzählperspektive geschrieben. Dadurch ist immer eine gewisse Distanz da. Die Gefühle und Emotionen werden beschrieben, sind für mich aber nicht ganz spürbar. Eine Abschnitte waren aus der Vergangenheiten, Situationen die Enya oder ihre Mutter erlebt haben. Das war

Enya als Charakter gefällt mir überhaupt nicht. Zu Beginn konnte ich noch Sympathie für sie aufbringen, aber besonders am Ende war ich perplex. Diese Verhaltensweisen hätte ich ihr so, wie sie vorher beschrieben war, nicht zugetraut. Für mich gab es hier auch einen Logikfehler in der Handlung. Enya wird als wenig selbstbewusst und fast schon krankhaft altruistisch dargestellt. Sie versucht zu helfen, ihren Sohn und andere zu schützen, bleibt dabei aber nicht konsequent. Sie wirkt klein, lässt sich beeinflussen und kann kaum für sich einstehen. Gegen Ende wird auch noch vermittelt, dass sie skrupellos und berechnend sei. Irgendwie ergibt das keinen Sinn.

Die Handlung war zu Beginn sehr spannend. Durch den Unfall und das stückweise Aufdecken der Geschehnisse hatte ich viel Spaß daran, zuzuhören. Auch Zwischendurch kam immer wieder Spannung auf, besonders durch verschiedene Nebenfiguren. Das konnte aber nicht durchgehend bestehen bleiben. Ich bin dann doch öfters abgeschweift.

Das Ende war überraschend, aber nicht positiv gemeint. Wie schon weiter oben beschrieben, wurde Enyas Charakter (meiner Meinung nach) einmal komplett über den Haufen geworfen. Es wirkte alles so kurz, überstürzt und planlos geschrieben. Erst dachte ich noch, dass Erinnerungen lange verdeckt wurden. Der Eindruck wurde dann aber wieder negiert und ich stehe mit vielen Fragezeichen über dem Kopf da.

Fazit: Für mich das schwächste Buch von Cecelia Ahern.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Ein bisschen von sich in der Welt lassen - gefühlvoll und ergreifend

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~

Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und ...

~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~

Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und den P.S. Ich liebe dich-Briefen in der Hand hatte, war ich skeptisch. Zweite Bände sind, meiner Erfahrung nach, meistens nicht so gut. Doch ich wurde eines besseren belehrt.

Ein paar Jahre nach dem Tod von Gerry hat Holly sich ein neues Leben aufgebaut: ein neuer Job, eine neue Liebe - doch irgendwie tritt sie immer noch auf der Stelle. Gerry ist noch überall, loslassen kann sie ihn nicht. So geschieht es, dass sie im Podcast ihrer Schwester von den Briefen erzählt. Ehe sie sich versieht, entsteht ein "P.S. Ich liebe dich"-Club. Menschen mit tödlichen Erkrankungen wollen ihren Liebsten etwas hinterlassen und Holly soll ihnen dabei helfen. Aufopferungsvoll steht sie allen bei, geht doch Höhen und Tiefen. Kann sie der Belastung standhalten und alle so unterstützen, wie sie es benötigen?

Die Thematisierung tödlicher Krankheiten und den Umgang mit Tod und Verlust hat die Autorin auch hier wieder sehr gefühlvoll und ergreifend beschrieben. so erscheint es manchmal als etwas ganz Normales. Ich finde es toll, dass ganz unterschiedlich beschrieben wird, wie Menschen damit umgehen. Der Schmerz über die in Zukunft verpassten Momente ist wirklich greifbar.

Holly als Protagonistin gefällt mir gut, sie ist menschlich und sehr angenehm. Manchmal fehlt mir etwas mehr Selbstbewusstsein, aber ich denke, genau so soll es sein. Sie kämpft sich weiter ins Leben zurück, ein Prozess, der lange dauert. Auch alle anderen Charaktere sind mit viel Tiefe, Hintergrundinformationen und Emotionen beschrieben. Ich finde es klasse, dass die Liebesgeschichte zwischen Holly und Gabriel nicht im Vordergrund steht. Gabriel war mir irgendwie nicht sympathisch.

Das Buch las sich allgemein sehr gut, auch weil die Kapitel recht kurz sind. Es war durchgehend spannend. Ich glaube, das lag auch daran, da jedes Clubmitglied nur begrenzt Zeit hatte. Ich habe förmlich mit gefiebert, ob es alle schaffe.

Der Epilog hat mir im Vergleich zum Rest des Buches überhaupt nicht gefallen. Ich fand ihn sinnlos und vollkommen unnötig. Dadurch hat das Buch für mich etwas den Zauber verloren.

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