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Veröffentlicht am 21.07.2025

Eine innere Reise mit viel Tiefe, aber teilweise zu verworren

Der Klang von Licht
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"Jedes Scheitern ist möglicherweise das Ende von etwas Falschem und der Anfang von etwas Richtigem."

Der Klang von Licht - vom Verschwinden und Sich-Finden ist ein Roman über die innere Reise und Sinnfindung. ...

"Jedes Scheitern ist möglicherweise das Ende von etwas Falschem und der Anfang von etwas Richtigem."

Der Klang von Licht - vom Verschwinden und Sich-Finden ist ein Roman über die innere Reise und Sinnfindung. Clara Maria Bagus bringt verschiedene fiktive Personen zusammen, die mehr oder weniger durch das Schicksal miteinander verbunden sind. Anfang lernt man zwei namenlose Frauen kennen, die tiefgreifende Entscheidungen treffen. Später lernt man Jean-Pierre und Juliette als für mich Hauptfiguren sowie weitere Nebenfiguren, u.a. Hermes und Elodie kennen. Alle haben ein mehr oder weniger trauriges Erlebnis erfahren und versuchen damit umzugehen und zu sich selbst zu finden. Vieles aus der Vergangenheit ist verdeckt und kommt im Laufe der Handlung Stück für Stück in den Vordergrund. Auch der Tod kommt als Protagonist vor und hat eine andere Sichtweise, er wird sogar teilweise als "Retter" dargestellt, was für mich ganz neu, aber nicht weniger schön war.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch zu Beginn nicht gefesselt hat. Es war recht verwirrend durch die "namenlosen" Anfänge. Ich hatte Schwierigkeiten alles zu verstehen und in Zusammenhang zu bringen. Daher habe ich das Buch auch für einige Zeit beiseite gelegt. So fiel mir der Wiedereinstieg etwas schwerer. Auch die vielen Persönlichkeiten haben dazu beigetragen. Einmal wieder drin, habe ich dann recht zügig weitergelesen. Für mich wurde zunehmend alles verständlicher und auch die Personen wurden greifbarer.

Geschrieben wird aus der Erzählperspektive, wodurch eine gewisse Distanz entstand. Das finde ich aber recht passend zu der Handlung, da auch der Tod "übergeordnet" auf die Personen geschaut hat. Es war als würde man, wie der Tod, "nur" zuschauen und die Handlung verfolgen.

Allgemein war die Handlung sehr tiefgründig geschrieben mit sehr bedeutungsschweren Aussagen. Ich habe mir das ein oder andere Zitat mitgeschrieben. Das ganze Buch regt zum Nachdenken an.

Ich finde es erfrischend, dass mit dem Thema Suizid so offen umgegangen wird und sowohl die negativen, als auch die positiven Seiten beleuchtet werden. Vor allem, dass die Personen aus diesem Kreis wieder heraustreten konnten war sehr schön zu lesen. Allgemein wurde sehr offen mit negativen Lebensereignissen umgegangen, wie diese die Menschen kaputt gemacht haben und welche (positiven und negativen) Konsequenzen es gab.

Vor allem Jean-Pierre hat einen großen Teil der Handlung eingenommen. Über ihn habe ich am meisten erfahren und er hat für mich die größte Entwicklung gehabt: vom Macho-Arzt zum bodenständigen Mann, der weiß, was ihm wichtig ist und der für andere da ist, ohne sich zu profilieren. Seine Entwicklung war für mich auch nachvollziehbar, wobei ich das "tragische Ereignis" nicht ganz nachvollziehen konnte. Juliette, als für mich zweite Protagonistin, war für mich am Anfang sehr verworren und ich konnte sie ewig nicht in die Handlung einordnen. Sie wurde von der grauen Maus, deren Leben nur an ihr vorbeizieht, zu einer etwas selbstständigeren jungen Frau, die das Leben zu schätzen weiß. Dieser Wandel war für mich auch nicht ganz nachvollziehbar. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mir ein Teil der Handlung fehlte (was aber nicht so war).

Besonders das Ende war für mich viel zu überstürzt und teilweise etwas zu kitschig. Die Verhaltensweisen haben für mich teilweise keinen Sinn ergeben. Am Ende hat sich aber alles zusammengefügt und es blieben keine Fragen offen (und ich hatte viele im Verlauf der Handlung).

Fazit: Das Buch regt zum Nachdenken an und ich empfehle die schönsten Zitate herauszuschreiben.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Romantasy mit viel Inhalt und Spannung

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
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Das erste Buch der Black Bird Academy Reihe von Stelle Tack hat mich gefesselt, ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Leaf Young hat viel Pech, sie trauert nicht nur ihrem Ex-Freund hinterher, sondern ...

Das erste Buch der Black Bird Academy Reihe von Stelle Tack hat mich gefesselt, ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Leaf Young hat viel Pech, sie trauert nicht nur ihrem Ex-Freund hinterher, sondern lernt auch noch einen verführerischen Dämon kennen. Dieser will von ihr Besitz ergreifen, doch leider konnten Exorzisten dazwischengehen. Nun muss Leaf mit dem Dämon ihren Körper teilen. Ist das nicht noch alles, muss sie auch noch gegen die Exorzisten bestehen.

Die Story ist wirklich toll. In eine neue Welt einzutauchen ist immer toll. Es gefällt mir, dass nicht alles erklärt wird, sondern einiges im Lauf der Handlung klar wird. Bei vielen Dingen habe ich noch ein Fragezeichen im Kopf und ich hoffe, dass es in den nächsten Büchern aufgeklärt wird. Dadurch bleibt die Spannung da.

Da alles aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, finde ich alles sehr nachvollziehbar. Leafs Unglauben und Panik wird für mich ganz deutlich. Das macht es authentisch. Ich mag es sehr, dass Leaf "Selbstgespräche" mit Lore führt, sie sind witzig und neckend.

Leaf als Hauptfigur ist mir sehr sympathisch. Sie versucht in einer ihr unbekannten Welt klarzukommen und zeigt dennoch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein. Eingeführt wurden ebenfalls Falco, Crain und Zero. Falco ist mir tatsächlich weniger sympathisch. Seine beschriebene Art und Weise holt mich nicht ab, er wirkte sehr kalt. Auch die sich entwickelnden Gefühle zwischen Leaf und Falco haben mir dabei nicht geholfen. Crain und Zero werden als Nebenfiguren weniger betrachtet, aber dennoch kriege ich viele Infos über die beiden. Beide finde ich als sehr sympathisch dargestellt.

Im ersten Buch passiert wahnsinnig viel. Es macht Spaß und ist spannend zu lesen, was Leaf alles passiert und wie sie eine Beziehung zu Lore entwickelt. Ist der Dämon vielleicht doch nicht so schlecht?

Fazit: Das Buch ist ein super Start für die Reihe. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

heftiger Thriller - aber nicht ganz fesselnd

Love Letters to a Serial Killer
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Tasha Coryells Buch umfasst Hannahs Liebe zu einem möglichen Serienkiller. Mehrere Frauen wurden getötet und Hannah versucht gemeinsam mit anderen in einem Onlineforum den Mörder zu finden. Schnell wird ...

Tasha Coryells Buch umfasst Hannahs Liebe zu einem möglichen Serienkiller. Mehrere Frauen wurden getötet und Hannah versucht gemeinsam mit anderen in einem Onlineforum den Mörder zu finden. Schnell wird William verdächtigt, ein attraktiver Mann. Hannah ist hin und weg, schreibt ihm und er schreibt zurück.

Ich muss gestehen, dass ich von dem Thema fasziniert war. Ein Buch mit diesem Inhalt habe ich noch nicht gelesen, umso spannender fand ich es. Es war sehr interessant mitzuverfolgen, wie die Hauptfigur ihr langweiliges Leben zunehmend hinter sich gelassen hat und in eine ungewissen Zukunft ging, mal etwas gewagt hat. Das Hadern, ob es das Richtig ist, fand ich sehr authentisch. Es war interessant zu sehen, wie wenig begeistert ihr Umfeld war und dass sie fremde Mitstreiterinnen gefunden hat.

Da das gesamte Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, konnte ich die Verhaltensweisen gut mitverfolgen. Das hat die Handlung noch drastischer dargestellt. Ich fand es super, dass nicht nur der Briefkontakt Teil der Geschichte war, sondern auch die Gerichtsverhandlung und Hannahs weitere Aufklärungsversuche. So konnte eine gewisse Spannung aufrechterhalten werden.

Ich fand die Fixierung auf den Mörder und das "In den Himmel loben" sehr drastisch, kann mir aber gut vorstellen, dass es wirklich so vorkommen kann. Die Frage, die sich mir zunehmend gestellt hat: Nicht nur William ist psychisch "krank", vielleicht ist Hannah es in irgendeiner Form auch? Diese Ansicht hat sich besonders am Ende verstärkt.

Das Ende war für mich heftig. Hannah war für mich dann auch absolut nicht mehr sympathisch, sondern einfach nur abgedreht, was ich denke, aber so gewollt war. Die Gedanken der Hauptfigur waren für mich viel zu weit weg und es wirkte auf mich realitätsfern - das so gar keine Konsequenzen stattfinden ist doch schräg.

Als Fazit muss ich sagen, dass es ein Buch für Zwischendurch ist. Es hat mich nicht richtig gefesselt, aber wenn ich es in die Hand genommen habe, dann habe ich auch länger gelesen.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Romantasy mit viel Handlung

Black Bird Academy - Fürchte das Licht
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Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich mit etwas Zeit dazwischen das zweite Buch der Black Bird Academy gelesen. Stella Tacks Hauptfigur Leaf hat viel um die Ohren. Lore ist weg und er fehlt ihr ...

Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich mit etwas Zeit dazwischen das zweite Buch der Black Bird Academy gelesen. Stella Tacks Hauptfigur Leaf hat viel um die Ohren. Lore ist weg und er fehlt ihr innerlich. Wären da nicht Falco, Crain und Zero, die sie beschützen. Doch alle anderen Exorzisten trauen ihr nicht und dann muss sie auch noch an dem Wettkampf der besten Dämonenjäger teilnehmen. Wäre das nicht schon schlimm genug, regt sich der Dämon in ihr. Schafft sie es, sie selbst zu bleiben und ihre Lieben zu beschützen?

Ich muss gestehen, dass zwischen dem Lesen des ersten und zweiten Bandes ein paar Wochen vergangen sind. Ich hatte Probleme wieder einzukommen und irgendwie hat mich das zweite Buch nicht ganz so sehr gepackt, wie das erste. Ich habe die Dialoge und die sich aufbauende Beziehung zwischen Leaf und Lore im ersten Band geliebt. In diesem Teil kommt Lore nur sehr selten vor und wenn dann meistens allein. Das fand ich etwas schade.

Ich finde es super, dass aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben wird. Durch die jeweiligen Ich-Perspektiven fiel es mir leicht, in die Handlung einzutauchen und alles nachzuvollziehen.

Den Charakter Leaf mag ich sehr. Sie hat immer noch nicht alles verstanden, versucht sich aber gegen alles zu wappnen und nicht aufzugeben. Ich finde die Spitzen gut, die sie in manchen Gesprächen gibt. Außer gegenüber Lore finde ich ihre Verhaltensweisen schwierig. Falco, als bedeutende Nebenfigur, ist mir nach wie vor nicht so recht sympathisch. Ich mag es nicht, wie sich seine Geschichte entwickelt, vor allem als Personen aus seiner Vergangenheit auftauchen. Für mich verhält er sich egoistisch und kalt.
Zero und Crain habe ich ins Herz geschlossen und fand es super, dass sie einen so großen Stellenwert in der Geschichte haben. Alle Figuren konnte ich im zweiten Buch noch besser kennenlernen. Dennoch gibt es für mich noch viele Fragen, die schon seit dem ersten Buch bestehen. Geklärt wurde davon keine. Allerdings sind Fragen beantwortet wurden, die sich im Laufe des Buches gestellt haben.

In den über 600 Seiten passiert wahnsinnig viel, es ist nie langweilig oder langatmig geschrieben. Von Anfang bis Ende ist es spannend und natürlich ist das Ende offen. Band 3 ich komme.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

seichte Fantasyliebe

A Fragile Enchantment
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"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen ...

"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen in den Stoff einnähen und dadurch Gefühle bei anderen hervorrufen. In dem ihr bisher fremden Königreich findet sie schnell Anschluss - vor allem in der Königsfamilie. Der Prinz und Bräutigam Kit hat sie besonders im Auge und eine zunehmend tiefe Verbindungen entsteht. Ist das Liebe? Wird er dennoch die vorbestimmte Prinzessin heiraten oder gesteht er sich die Gefühle für Niamh ein?

Auch wenn es hier die Auswahl nicht gibt, muss ich wieder angeben, dass ich das Hörbuch gehört habe. Aileen Wrozyna hat eine sehr angenehme Stimme, die ganz wunderbar zur Handlung passt. Ich habe ihr sehr gern zugehört.

Niamh ist ein sehr interessanter Charakter. Ich finde es toll, wie auf- und abgeklärt sie ist. Sie hinterfragt und gibt Contra, sogar beim Prinzregenten. Das ist in den wenigsten Büchern so und sehr erfrischend. Sie lässt sich von niemanden unterkriegen und verunsichern. Es ist etwas schade, dass die Handlung aus der Erzählperspektive geschrieben ist, da so die Gefühle und Gedanken nicht ganz so gut ausgedrückt werden konnten.
Kit ist ein eher grimmiger und wortkarger Charakter. Sein langsames Öffnen Niamh gegenüber war schön zu hören. Das machte ihn für mich Stück für Stück sympathischer und es war schön, mehr über ihn zu erfahren. Die Dialoge zwischen Niamh und Kit waren schön, aber mir fehlte die Romantik.

Es ist wahnsinnig viel passiert und teilweise auch in einer für mich enormen Schnelligkeit. Besonders am Ende konnte ich nicht mehr richtig folgen. Manche Kapitel musste ich dann zweimal anhören, da ich zwischendurch den Faden verloren hatte. Allgemein habe ich mir die Handlung viel romantischer und "verbotener" vorgestellt. Das war meiner Meinung nach, doch recht seicht und schnell war klar, wie es um die Gefühle der beiden steht und in welche Richtung es geht. Keine verbotenen Treffen, keine heimlichen Küsse - das war schade.

Die Idee mit der Klatschpresse (ähnlich wie bei Bridgerton) war eine schöne Idee, aber auch da hat mir etwas gefehlt. Der anonyme Autor wurde gefunden und dann war (nach einem mehr oder wenigen kleinen Ausraster) alles wieder in Ordnung. Mir fehlte da irgendwie der Mehrwert.

Interessant fand ich auch, dass es keine richtigen Bösewichte gab. Alle, die etwas gegen die Verbindung hatten, konnten gut abgeholt und umgestimmt werden. Das war auf die eine Art schön, auf die andere hat das aber etwas die Spannung genommen.

Fazit: Das Buch war eine schöne, leichte Liebesgeschichte, aber es fehlte das gewisse Etwas.

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