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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2023

angenehm und unterhaltsam

Mr Wrong Number
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„Das ist mit Abstand die seltsamste Unterhaltung meines Lebens.“
(Mr. Wrong Number zu Olivia in Mr. Wrong Number)

Worum geht’s?

Olivia war schon immer ein Pechvogel. Doch als sie die Liebesbriefe ...

„Das ist mit Abstand die seltsamste Unterhaltung meines Lebens.“
(Mr. Wrong Number zu Olivia in Mr. Wrong Number)

Worum geht’s?

Olivia war schon immer ein Pechvogel. Doch als sie die Liebesbriefe ihres Exfreundes verbrennt und dabei ein ganzes Gebäude abfackelt, sitzt sie richtig in der Klemme. Liv muss bei ihrem Bruder einziehen, der mit dem Schrecken ihrer Kindheit zusammenwohnt, seinem besten Freund Colin. Inzwischen ein erfolgreicher Geschäftsmann ist Colin noch arroganter als früher, aber leider auch richtig heiß. Ablenkung von ihrem Gefühlschaos findet Olivia durch die SMS eines Unbekannten, die versehentlich auf ihrem Handy landen. Die sexy Nachrichten von Mr Wrong Number lassen ihre Knie weich werden. Und auch Mr Wrong Number findet die gewitzte Unbekannte unwiderstehlich. Bis er begreift, dass sie die kleine, nervige Schwester seines Mitbewohners ist …
Mr. Wrong Number ist ein Einzelband und in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch wird durch Olivia und Colin in der Ich-Perspektive erzählt. Das Buch beinhaltet sexuellen Content.

Meine Meinung

Irgendwann vor nicht allzu langer Zeit habe ich Romcoms für mich entdeckt. Kurios eigentlich, wenn man bedenkt, dass ich ein absoluter Fan von Herzschmerz, komplexen Charakteren und viel Tiefe bin. Vielleicht ist das aber auch gerade der Grund, wieso mich Romcom – als Gegensatz und „Erholung“ – derart begeistern können. Als ich sah, dass bei Goldmann nun direkt eine ganze Reihe von Romcoms erscheint, war ich entsprechend hyped und all in.

Die Geschichte von Colin und Olivia ist eigentlich recht einfach erzählt. Fehlgeleitete Nachrichten, aus denen sich eine Unterhaltung entwickelt. Zwangsweise zusammenwohnen, nachdem die sehr tollpatschige Olivia ihre Wohnung abgefackelt hat und nun in die WG ihres Bruders zieht. Enemies to Lovers in Reallife, Unknown Identity Romance in den Chats. Olivia ist aufgeweckte, quirlige Person kann von Anfang an überzeugen, wenngleich viele Leute sie wahrscheinlich als anstrengend, übertrieben und kindisch ansehen würden. Aber ich fand, dass es gepasst hat und die Autorin Olivias Charakter sehr konsequent umgesetzt hat. Colin hingegen ist der typische Spießer—Goodguy, komplett durchorganisiert und analytisch. Umso interessanter, dass er in den Chats doch teilweise ganz anders wirkt. Von Anfang an ist aber entsprechend klar, dass es hier knallen wird, denn die beiden sind so krasse Gegensätze. Das sorgt für viel Humor in der Geschichte, man ist definitiv viel am Lachen, am Schmunzeln und ganz vielleicht möchte man die Charaktere manchmal auch ganz hart schütteln. Der leichte Schreibstil der Autorin, voller Witz und lebhafter Beschreibungen, lässt einen wirklich nur so durch das Buch fliegen.

Mr. Wrong Number ist nun kein Buch, was ich als Jahreshighlight betiteln würde, ganz sicher nicht. Dafür ist dann vieles doch eher holprig und oberflächlich. Aber das ist in Ordnung, weil es der Anspruch der Autorin an das Buch ist: Eine spritzig-witzige Geschichte ohne doppelten Boden, mit einer enorm tollpatschigen Protagonistin, die viele Fettnäpfchen und jede Menge Stolpersteine im Leben mitnimmt. Colin findet doch recht fix heraus, wer sich hinter den Chats versteckt, was ihn vor einige innere Kämpfe stellt. Aber die Geschichte lehrt einfach wahnsinnig gut, wie Vorurteile und der falsche Zeitpunkt das Bild von einer Person beeinflussen kann. In Kombination mit den sehr plastisch gestalteten Familien von Colin und Olivia entsteht ein nettes Gesamtbild, aus dem man so einiges mitnehmen kann.

Die Liebesgeschichte ist ganz süß, man sollte jedoch nicht zu viel erwarten. Die Geschichte entwickelt sich in einem soliden Tempo, die Charaktere entwickeln sich auch ein wenig, aber nicht übermäßig. Man konnte doch recht nachvollziehbar die Funken zwischen Colin und Olivia sehen und auch das Hin und Her, die Gefühlsachterbahn, waren passend und glaubhaft eingebaut. Für mich war das Buch insgesamt relativ rund, ich hatte keine großen Erwartungen und hab mich doch recht begeistert in das Buch ziehen lassen.

Mein Fazit

Mr. Wrong Numer ist eine lockere Romcom, perfekt für einen entspannten Nachmittag, wenn man einfach den Kopf ausschalten möchte und ein bisschen lachen und schmachten mag. Colin und Olivia sind gegensätzliche, aber gute Charaktere. Wer allerdings nicht so der Fan von einer vielleicht etwas nervigen, aufgekratzten Protagonistin ist, wird keine Freude mit Olivia haben.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 04.05.2023

informativ und umfassend

Skincare
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Was ist das?

Caroline Hirons ist bereits seit Jahren als Hautpflegeexpertin und Ikone auf dem Feld der Aufklärung hinsichtlich Hautpflege und Inhaltsstoffen. Mit „Skincare – Alles, was wir über Hautpflege ...

Was ist das?

Caroline Hirons ist bereits seit Jahren als Hautpflegeexpertin und Ikone auf dem Feld der Aufklärung hinsichtlich Hautpflege und Inhaltsstoffen. Mit „Skincare – Alles, was wir über Hautpflege wissen müssen“ hat sie ihre Expertise und das Beste aus ihrem Online-Blog auch in die analoge Form für die ganze Welt zusammengefasst. Das Buch befasst sich mit der Frage, wie man die Bedürfnisse seiner Haut erkennt, die richtigen Produkte findet und sich eine gute Routine aufbaut. Bei diesem deutschen Titel handelt es sich um die Übersetzung der überarbeiteten Ausgabe „Skincare – The new edit“.

Wie sieht es aus?

Bei dem Buch handelt es sich um eine flexible Ausgabe mit einem stabilen Einband. Das Buch hat fast das A4-Format und ist etwa 2cm dick. Der Einband ist im knalligen Gelb mit weiß und schwarz gehalten, was dem Original entspricht. Im Innenbereich ist die Gestaltung sehr clean und übersichtlich. Die verschiedenen Abschnitte sind farblich unterschiedlich gestaltet, alle Farben sind aber sehr angenehm für das Auge. Es wird mit diversen Infokästen, Hervorhebungen und Abschnitten gearbeitet. Zudem sind zahlreiche Produktabbildungen enthalten. Die Seiten sind aus dickem, beschichtetem Papier und machen einen sehr hochwertigen Eindruck.

Was erwartet einen?

Mit „Skincare“ möchte die Autorin ihr geballtes Wissen als Buch zusammenfassen. Zwar gibt es ihre Inhalte online zuhauf und natürlich kostenlos, das Buch soll aber eine Art Hautpflegebibel sein, die alle relevanten Informationen zusammenfasst. Inhaltlich werden die Grundlagen besprochen (wie anfangen, welche Pflege für welche Altersstufe, wie erkennt man die Probleme der Haut und worauf kann dies hindeuten) und dann Lösungen angeboten. So erklärt die Autorin, wie man eine Routine aufbaut, wie diese innerhalb der Routine variieren kann, welche verschiedenen Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen es gibt, worauf man achten muss und sollte und bespricht aber auch, wie das Leben die Hautpflege und die Routine aus der Bahn werfen kann. Hierbei werden nicht nur tatsächliche Empfehlungen ausgesprochen, sondern auch viele wissenschaftliche Ansätze diskutiert.

Mein Fazit

Ich hatte mich auf die deutsche Ausgabe von „Skincare“ wirklich sehr gefreut, da ich lange um die englische Ausgabe herumgeschlichen bin. Dass es sich hierbei jetzt sogar um das überarbeitete „New edit“ handelt, hat mich noch mehr gefreut. Das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt. Ich bin bereits seit vielen Jahren im Skincare-Game und habe von anfänglich „keine Ahnung und einfach alles mal probieren“ mittlerweile doch einige Fortschritte erzielen können. Trotzdem fand ich das Buch sehr interessant, sehr durchdacht und ich konnte noch vieles neues dazulernen. Ich habe bereits 2, 3 vergleichbare Bücher gelesen und hier eher das Gefühl gehabt, ungewollt belehrt zu werden. Das ist bei der Autorin hier nicht der Fall. Sie hat eine sehr persönliche, sympathische Ansprache und man hat einfach das Gefühl, mit einer guten Freundin zu plaudern, die einem Tipps gibt. Die Autorin räumt mit vielen Mythen auf, gibt praktische und einfache Tipps, aber macht auch klar, was wirklich überflüssig oder sogar gefährlich ist. Musthave für Skincare-Fans und solche, die es werden wollen.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, was mir freundlicherweise von dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 04.05.2023

ein schöner Auftakt

Jetzt sind wir echt (Jetzt-Trilogie, Band 1)
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„Einige Dinge fallen eben auseinander, damit man sie hinterher noch schöner zusammenkleben kann.“
(Aus einem Youtube-Video in Jetzt sind wir echt)

Worum geht’s?

Berlin. Zwei Jahre zuvor: Bei einem ...

„Einige Dinge fallen eben auseinander, damit man sie hinterher noch schöner zusammenkleben kann.“
(Aus einem Youtube-Video in Jetzt sind wir echt)

Worum geht’s?

Berlin. Zwei Jahre zuvor: Bei einem Schreibworkshop lernt Lucy Gregor kennen, der sich mit jedem seiner Worte in ihr Herz schreibt. Bis sie nach dem Sommer kein einziges Wort mehr von ihm hört. Köln. Jetzt: Plötzlich steht Gregor wieder vor ihr. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass er für seinen Master nach Köln gezogen ist, muss Lucy sich ausgerechnet mit ihm die Moderation des Hochschulpodcasts teilen. Mit ihm und seinen Worten voller Erinnerungen, mit Herzklopfen und Bauchkribbeln. Und dazwischen die eine große Frage: Wieso ist Gregor wirklich zurückgekommen?

Jetzt sind wir echt ist Band 1 der Jetzt-Reihe. Die Geschichte ist in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt und sowohl Gregor als ach Lucy führen durch die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist wortgewandt und poetisch. Im Buch ist sexueller Content sowie möglicher Trigger enthalten.

Meine Meinung

Es gibt Bücher, auf die wartet man. Sehnsüchtig und sehr doll. Dieses Buch gehörte dazu. Denn ich habe von der Autorin alle Titel, die sie bisher herausgebracht hat, gelesen. Und die meisten auch sehr geliebt. Denn die Autorin hat einen sehr besonderen, sehr außergewöhnlichen Schreibstil. Es ist meistens gar nicht so sehr die Geschichte, auf die ich mich freue, sondern eben der Schreibstil. Und die Art, wie sie ihren Charakteren Leben einhaucht. Das hat sie auch bei Lucy und Gregor getan. Aber irgendwas war dieses Mal anders. Denn so sehr ich das Buch lieben wollte, irgendetwas fehlte.

In die Geschichte habe ich nach einigen Startschwierigkeiten ganz gut reingefunden. Man erfährt am Anfang kurz, wie Gregor und Lucy sich kennengelernt haben, aber es dauert ein wenig, bis man sich einen Reim daraus machen kann, was passiert ist. Der Großteil der Geschichte spielt dann im „Jetzt“ und verläuft hier chronologisch, es gibt aber einige Rückblicke ins Damals. Im Jetzt begleitet der Leser zum Großteil Lucy, erfährt über ihr Leben an der Hochschule und auch außerhalb. Sie hat einen Blog mit ihren Freundinnen, was immer wieder Thema ist. Die Autorin bringt hier sehr viele sozialkritische Themen ein, was mir gut gefallen hat und auch in meinen Augen sehr gepasst hat. So geht es um Hasskommentare im Netz, um das teilweise schamlose Bewerten anderer Leute sowohl online als auch offline, um die weibliche Selbstbestimmung. Lucy betreibt auch eine Kategorie als eine Art Kummerkasten, was gelegentlich vorkommt. Von Anfang an empfand ich Lucy als sehr angenehmen Charakter, der Ecken und Kanten hat, aber gut ausbalanciert ist. Sie hat ihre Vorstellungen, ihre Erwartungen, ist aber auch kritikfähig und offen für andere Meinungen. Das Buch besteht sehr viel aus wortgewaltigen, poetischen und komplexen Gedanken von Lucy. Das ist eine Stärke der Autorin, die viele Leute aber nicht so sehr mögen. Es ist, als würden die Gedanken ungefiltert herauspurzeln, sich wie Efeu durch das Buch schlängeln. Manche Gedankengänge enden abrupt, andere kommen immer wieder. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen und ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, wieso ich immer wieder zu den Büchern der Autorin zurückkehre. Man kann sehr viel aus dem Buch mitnehmen, in poetischer Hinsicht, für das eigene Mindset aber auch im Hinblick auf gewisse kritische Aspekte.

Im Kern der Geschichte geht es um Lucy und Gregor, die sich nach Jahren wiedersehen. Sie haben sich damals in einem Sommercamp kennengelernt und jetzt ist es ausgerechnet Gregor, der plötzlich in Köln auftaucht und Lucy den Podcast wegschnappt, auf den sie solange hingearbeitet hat und der ihr Karrieresprungbrett sein sollte. Ich muss gestehen, dass diese ganze Geschichte um den Podcast, die Recherchearbeiten und auch das Jubiläum an der Uni mich irgendwie nicht überzeugen konnte. So kommen am Ende auch Enthüllungen, die ich mir schon gedacht habe und die dafür sorgen, dass sich Gregor und Lucy überwerfen. Aber wieso eigentlich? Das wirkte mir zu konstruiert. Während die beiden zusammenarbeiten, entwickelt sich eine Second Chance Romance, die ganz solide gelungen ist, aber jetzt auch nicht mein Jahreshighlight darstellt. Ich mag, dass die Charaktere, die Probleme und die Zweifel und Sorgen so echt und realistisch sind, nothing too crazy, aber irgendwie auch aus dem Leben gegriffen. Aber gleichzeitig wolle die Chemie zwischen Gregor und Lucy als Liebespaar für mich nicht nachvollziehbar sein. Es ist generell so, dass ich ab etwa der Hälfte das Gefühl hatte, dass die Autorin nicht mehr wusste, was sie machen möchte, wie sie diese Beziehung auf- und ausbauen mag, was ich in ihren anderen Büchern bisher nicht so wahrgenommen habe. Das führt dazu, dass mir die zweite Hälfte ehrlich gesagt zu „spicelastig“ war und zu wenig für die Gefühle getan hat. Ich will nicht sagen, dass das Buch mich hier verloren hat, weil das nicht stimmen würde. Aber ich war von der Geschichte bis zum ersten Intim-Werden der beiden deutlich mehr begeistert als danach. Ich habe danach wirklich das Gefühl gehabt, dass der Faden verloren wurde und alles ein wenig rumeiert. Geblieben bin ich dennoch bis zum Ende, wenngleich auch nicht mehr mit der gleichen Begeisterung, die mich durch die erste Hälfte getragen hat.

Mein Fazit

Jetzt sind wir echt kann mit einer besonderen Art zu Schreiben überzeugen, die Charaktere wirken echt und greifbar. Die Liebesgeschichte kann mich nur bedingt überzeugen, das Drumherum ist sozialkritisch geprägt und man kann viel entdecken und erleben. Es ist ein guter Auftakt mit einigen Schwächen und Luft nach oben, aber ein Auftakt, der insgesamt durchaus überzeugen kann.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 04.05.2023

schöne Fortsetzung

Lore Olympus - Teil 3
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Was ist das?

In Olympus und der gesamten Unterwelt gibt es nur noch ein Thema: Hades und Persephone. Und dass die junge Göttin des Frühlings im Rahmen ihres Stipendiums ein Praktikum bei Underworld Corp ...

Was ist das?

In Olympus und der gesamten Unterwelt gibt es nur noch ein Thema: Hades und Persephone. Und dass die junge Göttin des Frühlings im Rahmen ihres Stipendiums ein Praktikum bei Underworld Corp antritt und dabei mehr Zeit denn je mit dem König der Unterwelt verbringt, macht die Sache nicht besser! Um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, schwören die beiden sich, ihre Gefühle füreinander zu ignorieren sowie Berufliches und Privatleben strikt zu trennen - doch die Anziehungskraft zwischen ihnen ist stärker als ihr selbst auferlegtes Verbot. Weil das Schicksal seine ganz eigenen Pläne mit ihnen hat ...

„Lore Olympus – Teil 3“ ist der dritte Teil der Lore Olympus-Reihe, bei dem der LYX-Verlag den weltbekannten Webtoon als Buch herausbringt. Das Buch enthält die Episoden 50 bis 75. Inhaltlich setzt die Geschichte direkt nach dem Ende von Band 2 an. Entsprechend sind Vorkenntnisse zwingend nötig, es ist eine fortlaufende Geschichte. Das Buch ist auch nicht in sich geschlossen, es wird noch weitere Bände geben.

Wie sieht es aus?

Bei dem Buch handelt es sich um eine Hardcover-Ausgabe, die etwas größer als das A5-Format ist. Das Buch ist etwa 2,5cm hoch. Sowohl das Cover als auch der komplette Inhalt sind im Farbdruck gestaltet. Es handelt sich um eine Graphic Novel, also um eine gezeichnete Bilder-Geschichte mit Text. Die Seiten des Buches bestehen aus hochwertigem, dickem Papier und sind beschichtet. Die Bilder sind kontrastreich und farbintensiv.

Was erwartet einen?

Es geht weiter mit der Geschichte um Hades und Persephone. Überall stehen Stolpersteine und Hindernisse bereit, die ihre Beziehungsentwicklung beeinflussen. Es kommen zahlreiche neue Charaktere vor und auch jede Menge Figuren, die man wiedersehen darf. Im Fokus stehen natürlich Hades und Persephone, vor allem bei ihr merkt man die stete Entwicklung von naiver Unschuld zu einer willensstarken Frau immer mehr. Hades entwickelt sich nicht ganz so viel, aber man sieht mehr Facetten von ihm. Ich habe mich von dem Buch sehr unterhalten gefühlt, wenngleich ich das Gefühl hatte, dass es dieses Mal nicht so spannend war wie die Vorgänger, dafür aber auf einer gewissen Art mitreißender und witziger. Es ist ein Buch, in dem man sich etwas verlieren kann, tatsächlich aber auch storytechnisch. Es sind sehr viele Charaktere und durch den wenigen Text geht es natürlich auch viel darum, die Bilder zu betrachten und für sich auszuwerten. Ich bin allerdings noch relativ neu auf dem Gebiet der Graphic Novels. Ich lasse mich aber gern von Lore Olympus verzaubern, weil es für mich eine gute Mischung aus moderner, etwas andere Interpretation der weltbekannten Geschichte um Hades und Persephone ist. Die Autorin vermischt gegenwärtige Themen (so ist etwa toxische Beziehung ein Thema) mit der verrückten Welt der Götter, aber gleichzeitig fühlt sich die Geschichte einfach so normal an. Das ist eine Kunst und vor allem zeigt es die hohe Kreativität der Autorin. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die weiteren Bände.

Mein Fazit

Auch Lore Olympus Teil 3 kann wieder sehr überzeugen, wenngleich die Geschichte nicht ganz so actionreich ist und man bei der Vielzahl der Charaktere ein wenig die Übersicht verliert. Aber die Geschichte von Hades und Persephone entwickelt sich gut weiter, es hat mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Zeichnungen sind wirklich cool.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, was mir freundlicherweise von dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 04.05.2023

unterhaltsame Fortsetzung

Proof of Faith
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„Auch wenn du jemals fallen solltest, werde ich da sein und dich auffangen.“
(Caleb zu Sierra in Proof of faith)

Worum geht’s?

In der Treuetestagentur PROOF OF LOVE gilt eine eiserne Regel: Verlieben ...

„Auch wenn du jemals fallen solltest, werde ich da sein und dich auffangen.“
(Caleb zu Sierra in Proof of faith)

Worum geht’s?

In der Treuetestagentur PROOF OF LOVE gilt eine eiserne Regel: Verlieben verboten! Und als Sierra Madigan merkt, dass Caleb Barnes, ihre neue Zielperson, ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will, übergibt sie die Beweise seiner Treue sofort an ihre Chefin und versucht, ihn zu vergessen. Doch Sierra staunt nicht schlecht, als der attraktive Kinderarzt ein paar Monate später in die Wohnung neben ihr einzieht: noch genauso charmant, aber offenbar inzwischen single! Da sie einen gemeinsamen Balkon teilen, kommen sie sich schnell näher. Einziges Problem: Caleb weiß nicht, dass Sierra in der Agentur arbeitet, der er die Schuld am Scheitern seiner Beziehung gibt!

Proof of faith ist Band 2 der Proof of Love-Reihe. Das Buch ist in sich geschlossen, die einzelnen Bände sind unabhängig voneinander lesbar. Es geht jedoch um drei Geschwister und die Treuetesteragentur, weshalb für den Folgeband hier bereits wichtige Hinweise enthalten sind und spoilernde Inhalte zu Band 1 vorkommen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt und sowohl Rory als auch Elijah führen durch die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, entspannt und unkompliziert. Im Buch ist sexueller Content enthalten.

Meine Meinung

April Dawson und ich sind ein Dauerthema mit einer On-Off-Höhen-Tiefen-Beziehung durch und durch. Aber die Idee um die Treuetesteragentur finde ich einfach zu verlockend, dass ich auch nach einem eher schwächeren Band 1 zurückgekehrt bin und unbedingt Proof of Faith lesen wollte. Und es hat sich gelohnt, denn in einigen Aspekten gibt es hier eine klare Steigerung zum Vorgänger – in anderen leider aber Abstriche.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, auch wenn diese nicht explizit getrennt oder ausgewiesen sind. Beide nehmen gut die Hälfte vom Buch ein – das erste Aufeinandertreffen mit der Treuetesten und Monate später, als Caleb als Single neben Sierra einzieht. Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, wenngleich viele Sachen irgendwie random eingeworfen wurden und für den weiteren Verlauf gar keinen Sinn hatten (etwa das ständige Betonen, dass bei Sierra im Umfeld viel eingebrochen wird, weswegen sie sich daraufhin einen treudoofen, kuschelbedürftigen Golden Retriever holt, die Einbrüche selbst spielen aber gar keine Rolle). Das führt dazu, dass es sich ein wenig wie ein Alltagsbericht aus Sierras Leben anfühlt, den ich zugegeben sehr angenehm und entspannt fand, aber eben auch nicht sonderlich spannend. Es dauert ein wenig, bis Caleb auftaucht, den Sierra testen soll. Es gibt einige Einblicke in die Vorbereitung der Testung – und das sich überholende Schicksal, denn tatsächlich treffen Sierra und Caleb vor der eigentlichen Testung aufeinander, unwissend, wer der jeweils andere ist. Schicksalshaft, denn auf beiden Seiten ist ein wenig Insta-Love gegeben. Ich war hier ehrlich gesagt ziemlich skeptisch, weil Caleb ja verlobt ist und ich kein gutes Gefühl dabei hatte, die Autorin hat sich hierfür aber eine wie ich finde solide und nachvollziehbare Lösung ausgedacht. Als ich realisierte, dass an dieser Stelle aber bereits die Hälfte vom Buch vergangen war, war ich etwas unruhig. Denn ehrlich gesagt: Passiert ist bis hierhin einfach… nichts.

Und viel mehr passiert auch im zweiten Teil nicht, als beide wieder aufeinandertreffen. Caleb zieht neben Sierra ein, die er natürlich nicht als Treuetesterin, aber als Zufallsbekanntschaft kennt. Sierra hingegen ist überrascht und schockiert, dass Caleb nun Single ist. Zwischen beiden knistert es und als netter Slow Burn Roman entwickelt sich ein zartes Flämmchen. Zu viel erwarten sollte man hier nicht, immerhin geht es ja quasi mit dem richtigen Kennenlernen erst bei der Hälfte des Buches los. Trotzdem haben beide mir ganz gut gefallen, sie haben nette Momente miteinander. Sie kommunizieren erwachsen, offen und größtenteils ehrlich miteinander – denn natürlich war von Anfang an klar, welches Problem der große Explosionspunkt sein wird: Caleb weiß nicht, dass Sierra ihn auf seine Treue getestet hat. Und so las ich eigentlich nur weiter, um zu sehen, wie die Autorin das Dilemma löst. Ich habe mich ehrlich gefragt, wie ich an Calebs Stelle reagieren würde. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, deswegen war ich sehr offen für die Lösung der Autorin. Sie war durchdacht, menschlich und konnte mich schon überzeugen.

Proof of Faith ist einfach wie auch der Vorgänger kein Buch mit einer heftigen Handlung, tiefgreifenden Emotionen oder überraschenden Twists. Ich möchte in dem Aspekt einfach ehrlich sein. Aber: Das Buch hat dennoch viel zu geben und deswegen hatte ich Freude daran. Es war einfach ein wahnsinnig angenehmes Zwischendurch-Buch mit ein paar Emotionen, ein bisschen was zum Lachen und – leider zu wenig – interessanten Einblicken in die Agentur. Ich hätte mir deutlich mehr Einblicke in den Job, die Agentur und die Probleme gewünscht, alles wurde doch recht kurz oder nebensächlich behandelt. Andere Punkte kriegen dafür einfach zu viel Aufmerksamkeit, die Fokussetzung konnte mich daher nur bedingt überzeugen. Der Hauptstrang um Sierra und Caleb kann im Großen und Ganzen überzeugen, hätte aber definitiv mehr Tiefe verdient und auch vertragen. Die beiden passen zueinander, keine Frage. Die beiden geben sich Raum zum Atmen und unterstützen sich, was mir sehr gefallen hat. Aber ich hätte einfach gern mehr über sie und ihre Gefühle erfahren. Vielleicht liegt’s aber auch an der relativen Kürze des Buches. Eine Sache, die mich aber auch bei Band 1 schon gestört hatte, war hier wieder relevant. Die drei Schwestern sind sehr durchgeplant, führen ihre Agentur (vermeintlich) durchdacht und haben hohe Ansprüche an sich. Gleichzeitig gibt es einige Momente im Buch, die für mich unglaublich unprofessionell wirkten, vor alle der Patzer, der zu Sierras „Enttarnung“ Caleb gegenüber führt. Für eine Agentur, die in diesem Feld arbeitet, war ich schockiert hierüber. Aber gut, irgendwie müssen bestimmte Sachen ja passieren, damit die Story aufgeht.

Abschließend möchte ich noch etwas sagen zu einem Punkt, den ich bei Band 1 doch recht stark kritisiert habe: Das Gendern. Dabei ging es mir nicht um das Ob, sondern das Wie. Das Buch war wahnsinnig schwer lesbar, da wild zwischen Stilen gewechselt wurde und es unfassbar viele Wiederholungen gab, wodurch man sich erschlagen fühlte. Offenbar hat der Verlag die viele Kritik wahrgenommen, denn auch in Band 2 wird wieder gegendert, aber sehr dezent und wirklich überhaupt nicht störend oder holprig. Es wurden viele geschlechterneutrale Formulierungen und gelegentlich das Sternchen verwendet.

Mein Fazit

Proof of faith ist im Ganzen stärker als Band 1 der Reihe, hat aber eindeutig noch Luft nach oben. Ich hätte mir mehr über die Agentur gewünscht, habe mich aber insgesamt auch gut unterhalten gefühlt. Eine lockere, wenig anspruchsvolle Geschichte, toll für Zwischendurch!

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]