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Veröffentlicht am 29.05.2022

konnte mich leider nicht abholen

Carry me through the night
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„Aber ich muss zugeben, dass ich ihr Lachen vermisse. Die Hoffnung, die sie mir gegeben hat, ich wäre doch noch nicht vollkommen versaut für die Liebe.“
(Ryan in Carry me through the night)

Worum geht’s? ...

„Aber ich muss zugeben, dass ich ihr Lachen vermisse. Die Hoffnung, die sie mir gegeben hat, ich wäre doch noch nicht vollkommen versaut für die Liebe.“
(Ryan in Carry me through the night)

Worum geht’s?

Auf einem Stipendiaten-Empfang der Berkeley Universität trifft Autumn auf Ryan. Seine geheimnisvolle Art zieht sie magisch an – obwohl ihre oberste Regel lautet: Verschenke nie dein Herz, denn Gefühle machen angreifbar. Trotzdem flirtet sie mit Ryan. Trotzdem kommen sie sich immer näher. Was unverbindlich beginnt, wird schnell eine emotionale Achterbahnfahrt. Bis Ryan von einem Tag auf den anderen spurlos aus Autumns Leben verschwindet und ihr damit das Herz bricht. Doch als sie ihn zufällig wiedertrifft, muss sie erkennen, dass sich nichts an ihren Gefühlen für ihn geändert hat. Aber kann sie Ryan wirklich verzeihen, dass er sie geghostet hat? Und was steckte hinter seinem Verschwinden?

Carry me through the night ist ein Einzelband und in sich geschlossen.

Inhaltliche Hinweise

Die Geschichte wird durch Autumn und Ryan in der Ich-Perspektive erzählt. Das Buch beinhaltet keine triggernde Thematiken. Das Buch beinhaltet sexuellen Content.

Meine Meinung

Dieses Rezension zu schreiben fällt mir wahnsinnig schwer. Das liegt einmal daran, dass es sehr selten der Fall ist, dass ich ein Buch abbreche. Und gleichzeitig ist es schwer, zu erklären wieso, ohne groß zu spoilern. Von Leonie Lastella habe ich schon einige Bücher gelesen und sie bisher immer gemocht. Entsprechend groß war die Freude auf das Buch hier. Der Klappentext klingt relativ durchschnittlich und ich war gespannt, was dahinter steckt. Leider hätte ich mir gewünscht, dass der Klappentext anders oder vielleicht auch ehrlicher gewesen wäre.

Die Geschichte beginnt irgendwie wahnsinnig schnell und verwirrend. Autumn trifft Ryan bei einem Stipendiaten-Essen an ihrer neuen Universität. Autumn ist gerade von ihrer großen Familie „weggekommen“ und möchte jetzt ihr Leben genießen. Ryan hingegen ist bekannter Baseballer, Hottie, von Anfang an nicht wirklich durchschaubar. Beide treffen draußen aufeinander, unterhalten sich, verlassen an dem Abend gemeinsam noch das Essen, um zu einer Party zu fahren. Irgendwie geht die Geschichte rasend schnell, was einerseits erfrischend ist (normalerweise dauert es in New Adult Büchern ja immer etwas, bis es losgeht), gleichzeitig wirkte es für mich aber auch sprunghaft, gehetzt und wenig greifbar. Auf einmal treffen sich die beiden gelegentlich, irgendwas zwischen Affäre und Freundschaft plus, sie stoßen sich immer wieder voneinander weg und ich habe nie so wirklich verstanden, wieso. Autumn spricht die ganze Zeit davon, ihre Freiheit genießen zu wollen. Ryan bezieht sich die ganze Zeit auf sein Geheimnis. Und ich? War einfach nur verwirrt. Beide schafften es einfach nicht, mich zu catchen, zu begeistern oder gar, mich dazu zu bewegen, sie zu verstehen. Der Schreibstil ist leichtfüßig, die Geschichte geht inhaltlich und auch vom Lesen her schnell. Aber hängengeblieben ist wenig bis nichts.

Nach etwa einem Drittel des Buches wird Ryans Geheimnis offengelegt. Früh für diese Art von Büchern. Überraschend, weil ich mit so einer Erklärung nicht gerechnet hätte. Enttäuschend, weil es für mich so wenig Sinn gemacht hat. Was es ist, möchte ich aus Spoilergründen nicht offenlegen. Jedenfalls trafen so Ernüchterung und Überraschung aufeinander und gleichzeitig habe ich mich geärgert: Über den Klappentext, über die Aufmachung, über das Geheimnis. Der Klappentext ist in meinen Augen wenig zutreffend, denn Ryan taucht nicht ab und ghostet sie (das klingt so, als würde er monatelang verschwinden), sondern er ist aus privaten Gründen kurzzeitig weg und möchte danach weiterhin sein Geheimnis nicht offenlegen, was alles unnötig kompliziert macht und für mich leider nicht nachvollziehbar war. Weder, wieso er es bisher nicht getan hat, noch, wieso er es jetzt nicht tut bzw. nur sehr zögerlich macht. Es wirkte daher alles sehr gestellt und konstruiert und ehrlich gesagt auch nicht so glaubhaft, insbesondere da Ryan längere Zeit mit dem Geheimnis nichts zu tun hatte, angeblich aber nichts dagegen tun konnte. Leider war es so, dass die Geschichte nun auch nicht mehr wirklich ein anderes Thema außer dem Geheimnis und dem jetzigen Einfluss auf Ryans Leben hat und das Wiedersehen der beiden Protagonisten sich so krampfhaft anfühlte, dass ich an dieser Stelle nach gut 60% entschieden habe, das Buch nicht weiterzulesen. Das liegt vor allem auch daran, dass ich die Geheimnisthematik leider gar nicht mag (es ist sogar der Hauptgrund, wieso ich New Adult lese und keine „Erwachsenenromance“) und mich Autumn und Ryan bis dato eh nicht gecatcht haben. Ganz offen gesagt: Hätte im Klappentext bereits gestanden, was „Ryans Problem“ ist, hätte ich niemals zu dem Buch gegriffen.

Auch der angenehme Schreibstil von der Autorin konnte das Buch für mich nicht retten. Die Geschichte wirkte sprunghaft, wenig greifbar, das Ghosting etc. irgendwie unnötig und durch die Thematik um Ryans Geheimnis (die zugegeben von der Autorin sehr vielseitig beleuchtet und nicht unbedingt romantisiert wurde) gab die Geschichte für mich leider zu wenig her, sodass ich schweren Herzens entschieden habe, das Buch schlichtweg nicht beenden zu wollen. Ich denke, dass das Buch vielen Leuten jedoch sehr gefallen kann.

Mein Fazit

Carry me through the night ist sicher ein Buch, was vielen gefallen kann, mir leider nicht. Nach viel Durchhaltevermögen habe ich es bei 60% abgebrochen, da mich die Thematik um Ryans Geheimnis leider gar nicht begeistern konnte, die Liebesgeschichte für mich nicht greifbar oder überhaupt wirklich vorhanden war und ich auch mit den Charakteren nicht warm geworden bin.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 29.05.2022

packend und würdiger Abschlus

Boston Belles - Rake
1

„Zusammenbrüche waren ein Privileg anderer Menschen. Ich war auf Furchtlosigkeit programmiert.“
(Emmabelle in Boston Belles - Rake)

Worum geht’s?

Nichts schätzt Emmabelle Penrose mehr als ihre Unabhängigkeit. ...

„Zusammenbrüche waren ein Privileg anderer Menschen. Ich war auf Furchtlosigkeit programmiert.“
(Emmabelle in Boston Belles - Rake)

Worum geht’s?

Nichts schätzt Emmabelle Penrose mehr als ihre Unabhängigkeit. Die selbstbewusste Geschäftsfrau sucht daher Männer nur für eine Nacht. Bis sie sich auf einmal etwas noch mehr wünscht als ihre Freiheit - ein Baby. Der perfekte Vater ist schnell gefunden. Devon Whitehall ist ein britischer Adeliger, attraktiv, millionenschwer - und das Beste: Er hat eine ebenso große Abneigung gegen die Ehe wie sie. Es ist der ideale Deal: ein Kind zeugen, gemeinsames Sorgerecht, aber mehr nicht. Doch obwohl Emmabelle sich nie an einen Mann binden wollte, kommt sie nicht gegen die starken Gefühle an, die sie plötzlich für Devon empfindet ...

Boston Belles – Rake ist Band 4 der Boston Belles-Reihe. Das Buch ist in sich geschlossen, Vorkenntnisse aus den Vorbänden sind nicht zwingend nötig, aber hilfreich. Das Buch spoilert Inhalte der Vorbände.

Inhaltliche Hinweise

Die Geschichte wird durch Emmabelle und Devon in der Ich-Perspektive erzählt. Im Buch sind Rückblenden enthalten, die gesondert ausgewiesen sind. Das Buch beinhaltet Thematiken, die triggern können, insbesondere aus dem Bereich sexueller Missbrauch.

Meine Meinung

Die Boston Belles Reihe von L. J. Shen hat wahrscheinlich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Nicht nur, dass L. J. zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört, in diese Reihe habe ich mich instant verliebt. Nachdem Band 1 und 2 mich begeistert haben, kam mit Band 3 (dem Band, auf den ich mich am meisten gefreut habe) eine große Enttäuschung. Entsprechend nervös war ich, wie mir nun Band 4 gefallen wird, da Devon für mich bislang kein sonderlich interessanter Charakter war, ich Emmabelle aber schon seit Band 1 ziemlich cool finde. Rake steht dieses Mal unter der Prämisse „Royal Romance“.

Die Grundidee ist eigentlich gar nicht mein Geschmack. Es geht darum, dass Emmabelle dringend und zeitnah schwanger werden möchte, da sie medizinische Probleme hat. Belle, die einen berüchtigten Nachtclub führt und wohl die unabhängigste Frau Bostons ist, sieht hier kein Problem, denn einen Mann braucht sie nicht, Samenspender reicht. Doch schon bald kommen ihr Zweifel, denn die anonymen Spender können ja auch Psychopaten sein oder genetische Probleme mitbringen. Durch Zufall trifft sie auf Devon, mit dem sie bereits in der Kiste war. Devon ist einst regelrecht aus England geflohen, hat sich in Boston ein neues Leben aufgebaut und ist jetzt erfolgreicher Anwalt. Devon will keine Beziehung, keine festen Bindungen, aber eigentlich gern einen Erben. Und so kommen beide auf die wahnwitzige Idee, zusammen ein Kind zu kriegen, aber auch nicht mehr als das. So hat das Kind beide Elternteile, Devon einen Erben und Emmabelle ist zugleich abgesichert. Klingt idiotensicher, vor allem, als Devon einen wasserfesten Vertrag aufsetzt. Blöd nur, dass sich bald die Ereignisse überschlagen, Emmabelle verfolgt wird, Schatten aus Devons Vergangenheit auftauchen und beide auch irgendwie anerkennen müssen, dass ihre Herzen schneller schlagen, wenn sie beieinander sind.

Wie gesagt, die Idee hat mich jetzt nicht ganz so abgeholt. Es ist eine sehr konstruierte Idee (wobei man aber zugeben muss, so war es bei den anderen Boston Belles Teilen bisher halt auch) und dennoch ging es sehr schnell, bis die Geschichte mein Herz hatte. Devon und Emmabelle sind so gegensätzlich, dass es wahnsinnig Spaß macht, sie miteinander zu erleben. Vor allem Devon schlägt aus der typischen LJ-Boyfriends-Reihe komplett aus: Er ist ein ruhiger, durchdachter Mann, der sich sehr um Emmabelle kümmert, ihre Bedürfnisse und Sorgen ernst nimmt (manchmal sogar ernster als sie selbst) und dem viel an Kommunikation liegt. Anders als die klassischen Enemies to Lovers Geschichten, die die Autorin meist verfasst, sind hier derartige Elemente nicht enthalten. Es geht viel mehr darum, dass Emmabelle Devon bei jeder Gelegenheit wegstößt und zeigen möchte, wie unabhängig sie sein kann. Warum sie dies tut, wird im Laufe der Geschichte nach und nach enthüllt und betrifft im Wesentlichen zwei Gründe. Devon hingegen ist durch seine familiäre Vergangenheit schwer belastet und ist der Meinung, keine Beziehung zu verdienen, gleichzeitig merkt man aber auch, dass er gern mehr mit Emmabelle hätte, sich aber zurückzieht, weil er von ihr immer wieder abgewiesen wird. Beide zusammen harmonieren so wunderbar, ich musste oft schmunzeln, lachen, aber auch die Augen verdrehen, dass beide sich so vehement gegen ihre Gefühle stemmen. Die Chemie der beiden hat gestimmt und wahrscheinlich hätten sich die meisten Devon als Bookboyfriend an ihrer Seite gewünscht.

Neben als dem Trubel um die Schwangerschaft hat die Autorin hier aber so einige Twists und Geheimnisse in der Geschichte versteckt. Das passt sehr gut, weil die Schwangerschaftsstory sehr gradlinig ist und eher wenig Überraschungen mitbringt. Die Würze liegt im Drumherum. Auf einmal taucht Devons Verlobte auf, seine Familie macht ihm nach dem Tod des Vaters riesigen Druck und die Geheimnisse, die Devon so krampfhaft weggeschlossen hat, brechen nach und nach heraus. Er tat mir wahnsinnig leid, wie viel er durchmachen musste. Devons Vergangenheit ist kompliziert und von Traditionen und Erwartungen geprägt gewesen. Umso schöner ist es, zu realisieren, was für ein starker Mann aus Devon geworden ist. Jedenfalls sorgen seine Familie und seine (ungewollte) Verlobte für ganz viel Aufregung, aber auch für einige Gefahren. Denn eine weitere Handlung ist, dass Emmabelle offenbar von einer oder sogar mehr Personen verfolgt wird, Drohungen erhält und man während des ganzen Buches versucht, sich zusammenzureimen, was hier los ist. Wie vielschichtig die Auflösung am Ende dann war, fand ich bewundernswert und überraschend. Sie ist mit etwas Action, einiger Aufregung, jeder Menge Schocks und auch ein bisschen Wut verbunden. Zudem gibt es noch die Handlung um Emmabelles Vergangenheit, die wahnsinnig wehtat und erklärt, wieso sie so eine starke Frau geworden ist. Ich möchte hierzu nicht zu viel sagen, die Autorin hat sich Mühe gegeben, mit vielen Andeutungen und ausreichend Details zu arbeiten, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen. So entsteht ein Kopfkino, was oft schwer erträglich war, aber eben auch so viel erklärt. Mir hat die Mischung der Themen, die jeweilige Tiefe, die Irrungen und Wirrungen der Plotlines gut gefallen. Der Autorin ist ein rundes Buch mit vielen Entwicklungen und Erkenntnissen gelungen.

Etwas zu kurz kam mir in diesem Buch aber eigentlich die Boston Belles Clique. In den bisherigen Bänden fand ich die Mädels deutlich präsenter, hier kamen sie wenig vor und wenn, ging es häufig um die Thematik Babys und Muttersein. Das fand ich etwas schade, andererseits sind die Charaktere mittlerweile auch in einem Alter, wo dies normale Themen sind. Gleiches gilt für die Jungs um Devon. Ich hätte mir ein wenig mehr Präsenz von Hunter, Cillian und Sam gewünscht. Das hätte für mich für einen noch runderen Abschluss gefehlt.

Mein Fazit

Boston Belles – Rake ist ein gelungener Abschluss einer vielseitigen Reihe. Emmabelle und Devon konnten mich von Anfang an begeistern, auch wenn man dieses Mal mit Devon ausnahmsweise mal einen Good Guy hat. Gemixt mit Spannung, Dämonen aus der Vergangenheit und starken Wortgefechten konnte ich das Buch auf jeden Fall begeistern.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 29.05.2022

zu wenig Handlung, zu wenig Entwicklung

Catching Stardust (Queen's University 1)
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„Ich weiß, dass du deine eigenen Probleme hast… und das ist vollkommen okay. Ich will… Ich bin nur nicht derjenige, der dir damit helfen könnte, sondern mache am Ende alles nur noch schlimmer.“
(Dominic ...

„Ich weiß, dass du deine eigenen Probleme hast… und das ist vollkommen okay. Ich will… Ich bin nur nicht derjenige, der dir damit helfen könnte, sondern mache am Ende alles nur noch schlimmer.“
(Dominic zu Ruth in Catching Stardust)

Worum geht’s?

Schmerz. Verlust. Depression. Als Ruth an die Uni in Belfast zurückkehrt, will sie genau das hinter sich lassen – ein Neuanfang, nachdem sie vor einem Jahr ihren besten Freund bei einem Unfall verloren hat. Womit sie nicht rechnet, ist Dominic, der nerdige, sarkastisch veranlagte Einzelgänger, der plötzlich immer wieder in ihrem Leben auftaucht und es so tatsächlich schafft, sie allmählich aus ihrer Einsamkeit herauszuholen. Schnell wird klar, dass die Anziehung zwischen den beiden größer ist, als sie zugeben wollen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach verdrängen und Ruth merkt bald, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihren Dämonen zu kämpfen hat…

Catching Stardust ist Band 1 der Queen’s University Reihe und in sich geschlossen. Der Protagonist aus Band 2 kommt hier jedoch bereits als Nebencharakter vor.

Inhaltliche Hinweise

Die Geschichte wird durch Dominic und Ruth in der Ich-Perspektive erzählt. Das Buch beinhaltet Thematiken, die triggern können, insbesondere aus dem Bereich Depressionen und Verlust. Das Buch beinhaltet auch sexuellen Content.

Meine Meinung

Ich wollte Catching Stardust lieben. So sehr. Ich habe mich fast ein Jahr lang auf dieses Buch gefreut, ich habe mich in das Cover verliebt, fand die Autorin wahnsinnig sympathisch und der Klappentext klang auch gut. Die Voraussetzungen waren wunderbar, doch dann fing ich an, das Buch zu lesen… Wieder und wieder und wieder, weil ich nie mehr als 1 oder 2 Kapitel durchgehalten habe. Fast zwei Monate habe ich nun gebraucht, um dieses Buch zu beenden, habe so oft übers Abbrechen nachgedacht – aber ich habe durchgehalten. Und leider war Catching Stardust einfach gar nicht mein Ding.

Bereits in das Buch zu finden fiel mir nicht unbedingt leicht. Die Geschichte fängt irgendwie mittendrin an, springt ein wenig zwischen Ruth und Dominic hin und her und gewährt leichte Einblicke in die beiden Hauptcharaktere. Dominic arbeitet in einem Supermarkt, wo Ruth kurzzeitig arbeitet, dann aber merkt, dass es nichts für sie ist. Ruth ist gerade nach langer Zeit erst wieder an die Uni zurückgekehrt, nachdem es einen furchtbaren Unfall gab, bei dem sie ihren besten Freund Oliver verloren hat. Seitdem leidet Ruth sehr, ist depressiv und mal mehr, mal weniger in Behandlung, hat sich zurückgezogen. Jetzt versucht sie, wieder zu Uni zu gehen. Dominic hingegen scheint alles und jeden zu hassen, zu verurteilen, hat Vorurteile und ist von eigentlich allem genervt. Nun treffen die beiden Charaktere beim Arbeiten aufeinander, Dominic hat so gar keine Lust auf Ruth und Ruth ist bald von den Einflüssen überfordert, sodass sie kündigt. Danach laufen sich beide hin und wieder über den Weg, es entwickelt sie wackelig und wenig greifbar eine Freundschaft, später mehr zwischen den beiden, doch beide stoßen sich – wie üblich in solchen Büchern – immer wieder weg, weil sie selbst zu viele Probleme haben. Während Ruth hierüber zumindest teilweise spricht, schließt Dominic Ruth und den Leser relativ lange aus. Es entsteht eine wenig begreifbare Freunschaft Plus, ein wenig Chaos – und jede Menge Fragezeichen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und was mich am meisten gestört hat. Zunächst eine Klarstellung: Die Thematisierung von Depressionen war’s nicht. Die ist sogar in meinen Augen sehr gut gelungen, die Autorin hat die Licht und Schatten-Momente gut eingefangen, den steten Wechsel gezeigt und zum Teil auch das schwierige Verständnis vom Umfeld eingebaut. Sie hat Ruth leiden und hoffen lassen, ihr zwischendurch Kraft gegeben, dass sie sich Hilfe holen möchte, dann aber wieder entschieden, dass Ruth es doch nicht tut. Es war ein mutiger Weg, weil man häufig den Charakteren ja ein schönes Leben machen möchte, und ich respektiere diese Entscheidung, ich feiere sie sogar ein wenig, dass man sich auch für Rückschritte und eben nicht nur Fortschritte entscheidet.

Vielmehr war es so, dass ich Ruth hiervon abgesehen wahnsinnig platt fand. Wer sie ist, was sie ausmacht, wieso sie Sachen macht, es hat sich mir nicht erschlossen. Ihre Entscheidungen sind sprunghaft, selten nachvollziehbar und irgendwie fehlte mir der rote Faden. Roter Faden ist generell ein gutes Thema. Ich kann nicht wirklich sagen, worum es in dem Buch eigentlich ging. Entwicklung der Charaktere ist kaum vorhanden, Fortschritte in der Beziehung und auch in der persönlichen „Öffnung“ geschehen einfach so. Gelegentlich gibt es Partys, dateähnliche Treffen von Dominic und Ruth, jede Menge nerdigen Content bezüglich Games. Die Fülle der Fandoms und der eingebauten Referenzen war mir viel zu hoch und das, obwohl sehr viele der Sachen mir was sagten. Das Gleichgewicht zwischen Handlung und Drumherum fehlte für mich. Am wenigsten war eigentlich die Chemie und Anziehung zwischen Ruth und Dominic für mich greifbar, da ich immer das Gefühl hatte, beide mögen sich nicht wirklich, haben keine gemeinsamen Interessen und naja, Dominic ist wohl einer der unangenehmsten Charaktere, die mir seit langer Zeit in einem Romance-Roman untergekommen sind. Vielleicht lag es auch primär an ihm, dass ich das Buch nicht mochte.

Von Anfang an hat mich Dominic gestört. Seine Art, seine Handlungen, seine Einstellung. Er tindert permanent, redet abfällig über Leute, verurteilt und beurteilt laufend und hat leider keinen einzigen sympathischen Charakterzug. Selbst wenn er Ruth hilft, macht er mit seinen Gedanken die wenigen Karmapunkte wieder zunichte, indem er einem dauerhaft das Gefühl gibt, auf wirklich gar nichts Bock zu haben. Er stößt aufgrund seiner Vergangenheit alle von sich, aber verstanden habe ich es nicht so unbedingt. Auch als später die ausführlichere Erklärung kommt, war es eher ein „hm, okay“-Gefühl bei mir. Dominic ist leider gar nicht mein Charakter, ich wurde mit ihm nicht warm, ich habe nicht mit ihm mitgefühlt und ich konnte seine Handlungen und seine Haltung auch nicht befürworten.

Leider sind auch die Nebencharaktere eher mau. Die Freundin von Ruth namens Roisin ist sehr stark und präsent, wirkt oft aber wenig verständnisvoll und man fragt sich irgendwie, wieso die beiden überhaupt befreundet sind/waren. Auf einmal ist dann aber eine ganz enge Bindung da. Es ist schwer zu erklären, aber es wirkte alles zu unecht. Dominics Freunde, auf die er auch keinen Bock zu haben scheint, sind vielseitige Nerds, von denen Toast am ehesten auftaucht und sehr selten kluge Sätze raushaut. Irgendwie war alles aber sehr platt, konstruiert, verkrampft. So verklang auch das Ende für mich in einem „echt jetzt“-Moment, wo ich erst dachte, dass ich den Weg der Autorin nicht mag, dann aber alles eh ganz anders ist und irgendwie verkommt. Der Epilog ist dann erwartungsgemäß ausgestaltet. Leider war das alles für mich wenig überzeugend, wenig unterhaltsam und hat mich emotional einfach nicht abholen können.

Mein Fazit

Catching Stardust konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Das Buch hat sicher Potenzial gehabt, die Charaktere haben es mir nur leider zu schwer gemacht, das Buch hat für mich zu wenig Handlung, zu wenig Entwicklung und zugleich leider viel zu viel nerdigen Content, der ablenkt und wenig Freude bereitet hat. Ich habe das Buch wirklich lieben wollen, aber das war mir nicht möglich.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 29.05.2022

seichte, schöne Fortsetzung

Everything We Lost (Love and Trust 2)
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„Ich würde dich niemals fallen lassen, Hope.“
(Yeonjun zu Hope in Everything we lost)

Worum geht’s?

Selbstbewusst, stark, immer ein Lächeln auf den Lippen – so wirkt die Studentin Hope. Denn sie hat ...

„Ich würde dich niemals fallen lassen, Hope.“
(Yeonjun zu Hope in Everything we lost)

Worum geht’s?

Selbstbewusst, stark, immer ein Lächeln auf den Lippen – so wirkt die Studentin Hope. Denn sie hat es perfektioniert, nach außen den Schein zu wahren. Um lästigen Fragen über ihr Familienleben aus dem Weg zu gehen, die sie mit Lügen beantworten müsste, hält sie andere Menschen auf Abstand. Während ihrer Arbeit im Café in London lernt Hope den lebensfrohen Yeonjun kennen, und die beiden freunden sich an. Mehr als das würde sie sich nie erlauben. Sie wagt es nicht, ihn näher an sich heranzulassen, obwohl sie starke Gefühle für ihn hegt und Yeonjun ihr Halt gibt. Zu groß ist die Angst, er könnte ihr Geheimnis aufdecken. Dabei ahnt Hope nicht, dass auch er mit einem Schicksal hadert, das sie beide für immer verändern könnte...

Everything we lost ist Band 2 der Love and Trust-Reihe und in sich geschlossen. Vorkenntnisse von Everything we had sind nicht zwingend erforderlich.

Inhaltliche Hinweise

Die Geschichte wird wechselnd durch Hope und Yeonjun in der Ich-Perspektive erzählt. Die Geschichte verläuft linear. Der Schreibstil ist locker, angenehm lesbar, berührend und kann einen mitreißen. Das Buch beinhaltet potenziell triggernde Inhalte (häusliche Gewalt, Trauer).

Meine Meinung

Nachdem mich Everything we had komplett überraschend vom Hocker gehauen und zutiefst berührt hat, war für mich absolut klar, dass ich auch Band 2 lesen möchte. Mit entsprechend hoher Erwartung ging ich an dieses Buch heran und ich muss sagen: Viel wurde gehalten, aber an Band 1 kommt Everything we lost leider nicht heran.

Etwas holprig startete für mich die Geschichte um Yeonjun und Hope. Hope arbeitet im bekannten Cosy Corner Cafe und Yeonjun ist regelmäßig vor Ort. Irgendwie entscheiden die beiden, dass es wohl cool wäre, wenn sie sich anfreunden. Nur anfreunden natürlich, nicht daten oder so! Obwohl ich den Vorband kannte, fühlt sich das irgendwie etwas random an, aber egal, denn es hat funktioniert. Hope und Yeonjun fangen langsam an, sich kennenzulernen. Sie unternehmen unglaublich viel miteinander, entführen einander in ihre jeweilige Welt. Bei Hope geht es viel um Musik, Yeonjun ist künstlerisch tätig. Doch hinter den Kulissen ist einiges los, vor allem bei Hope. Nach dem Verlust ihrer Schwester durch einen tragischen Unfall leidet die ganze Familie und zerbricht. Insbesondere Hopes Mutter verfällt dem Alkohol, es gibt viel Streit und so findet auch die Thematik häusliche Gewalt Einzug in diesem Buch. Yeonjun hingegen lebt allein in London, seine Familie in Busan in Südkorea. Gelegentlich erfährt man von ihnen, wenn sie telefonieren oder Yeonjun sie besucht. Auch hier ist das Thema Verlust präsent, denn Yeonjuns Vater ist krankheitsbedingt verstorben. Beide Charaktere halten ihre Geschichten jedoch sehr zurück und gewähren dem Gegenüber (und auch dem Leser) erst nach und nach Einblicke. Im Fokus steht die Freundschaft der beiden, die – erwartungsgemäß – zu mehr wird.

Hope und Yeonjun haben für mich wunderbar funktioniert. Yeonjun ist – wie bereits Aiden im Vorband – eher Supporting Act, während der Schwerpunkt eindeutig auf Hope liegt. Bereits von Anfang an lässt sie den Leser an den verwirrenden Gefühlen rund um den Tod von Manon, ihrer Schwester, teilhaben. Sie gibt Einblicke in das nunmehr komplizierte, zerbrochene Familienleben und auch in ihre eigenen Schuldgefühle. Der Autorin ist es wunderbar und bewundernswert gelungen, die Emotionen einzufangen und wiederzugeben. Diese Stärke habe ich auch beim Vorband bereits sehr geschätzt. Die Szenen im familiären Kontext tun weh, berühren und bedrücken, insbesondere auch, wenn die achtjährige Schwester Daisy präsent ist. Mir hat hier auch gut gefallen, dass die Autorin die komplexen Vorgänge bei häuslicher Gewalt (Verdrängung, Hoffnung, Wut, Verzweiflung) eingefangen hat und die doch sehr stereotypischen Rollen umgekehrt hat, indem hier der Aggressor die Mutter ist. Yeonjungs Geschichte um seine Familie spielt eine eher untergeordnete Rolle und erst recht spät erfährt man, wieso er sich so vehement gegen eine Beziehung wehrt. Ich hätte zu dem Thema sehr gern mehr erfahren, mag aber den Weg, den die Autorin so gegangen ist, auch durchaus sehr, weil er mal etwas anderes ist.

Während mich die Entwicklung der Geschichte vor allem bei Hope und ihrer zunehmenden Stärke sehr bewegt hat, gibt es aber leider auch einiges, was ich nicht so mitreißend fand. Die Geschichte ist eher seichterer Natur, was ich durchaus wertschätze und angesichts der Thematik auch begrüße. Es ist, als würde man zwei guten Freunden dabei zuschauen, wie sie sich langsam ineinander verlieben und wie Hope mit Yeonjun als Stütze anfängt, gegen die inneren Dämonen zu kämpfen, bei ihm aber auch mal schwach sein kann. Von Anfang an habe ich beide sehr gemocht, ich mochte ihre Dates, ihre kreativen Unternehmungen, die Einblicke in die koreanische Kultur, die Thematik um die Musik. Das Problem? Irgendwann war es zu viel und zu wenig zugleich. Denn ganz lange passiert wirklich nichts außer besagter Momente. Beide unternehmen wahnsinnig viel, sie kommen viel rum, sie kommen immer auf neue Ideen. Zwischendurch gibt es kurze Momente hinsichtlich der Hintergrundgeschichten, dann aber wieder ganz lange ganz wenig. So kam es auch, dass ich die erste Hälfte vom Buch in einem Rutsch gelesen habe, dann aber die Lust verloren habe, weil ich das Gefühl hatte, man kommt nicht vorwärts. Mir fehlte das „Jetzt geht’s los“-Gefühl, was ich wahnsinnig schade fand, da mir Hope und Yeonjun ja sehr gefallen haben. Ich möchte nicht sagen, dass es langweilig war, denn das wäre nicht richtig, aber es war irgendwann sehr müßig. Im letzten Viertel wurde dies dann besser, da hier die Konflikte angegangen werden und beide auch sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzen müssen. Aber der Weg dahin war teilweise schon etwas ermüdend und ausufernd. Hier hätte ich mir mehr Würze durch Kürze gewünscht, die Autorin hat sich aber eher für mehr Details durch detaillierte Beschreibungen entschieden.

Ansonsten überrascht Everything we lost nicht wirklich, was nicht schlimm ist. Hier gilt eindeutig, dass der Weg das Ziel ist. Es gibt keine kritischen Geheimnisse, keine misslungene Kommunikation und keine weltbewegenden Twists. Es geht mehr um Charakterentwicklung. Auch das Cosy Corner, was hier ja verbindendes Element der Reihe ist, kommt sehr selten vor, was ich schade fand, da mir der Charme in Vorband sehr gefallen hat. In meinen Augen hätte das Buch mithin auch als Standalone funktioniert.

Mein Fazit

Everything we lost ist eine gelungene Fortsetzung, die erneut sehr ruhig daherkommt. Hope und Yeonjun funktionieren gut zusammen, das Buch ist streckenweise aber etwas seicht und ausufernd, während man sich ein wenig Fortschritt wünscht. Die Thematiken um Hopes Familie wurden sehr gut aufgearbeitet und behutsam umgesetzt. Hier gibt es keine Überraschungen, aber zwei sympathische Charaktere, die sich langsam ineinander verlieben. Insoweit eine Leseempfehlung mit leichten Einschränkungen.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 29.05.2022

eher eine Produktpräsentation

Little Book of Prada
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Was ist das?

„Little Book of Prada“ ist nach Chanel und Gucci nun der dritte Teil der Reihe „Die kleine Modebibliothek“ aus dem Edenverlag über die bekanntesten Fashion Häuser der Welt. Dieses Mal wird ...

Was ist das?

„Little Book of Prada“ ist nach Chanel und Gucci nun der dritte Teil der Reihe „Die kleine Modebibliothek“ aus dem Edenverlag über die bekanntesten Fashion Häuser der Welt. Dieses Mal wird die weltbekannte Marke Prada in den Fokus gestellt und aufgezeigt, wie sich die Marke mit ihrer Eleganz vom Lederwarenhersteller als Luxusmarke etablieren konnte. Auch die Entwicklung der Marke Miu Miu wird angesprochen sowie die Einflüsse auf dem Duftmarkt und die Leidenschaft der Gründerin Miuccia Prada für Kunst.

Wie sieht es aus?

Bei dem Buch handelt es sich um eine Hardcover-Ausgabe, die etwas größer als A6, aber kleiner als A5 ist. Der Einband ist dieses Mal mit einem kräftigen hellen Himmelblau-Farbton gestaltet mit schwarzer Schrift. Auch der Buchrücken ist wieder passend schlicht gestaltet mit dem entsprechenden Schriftzug und dem Namen der Autorin. Die äußere Gestaltung ist sehr zurückhaltend, aber wirkt hochwertig. Im Vergleich zu den Vorgänger-Büchern wirkt das Buch dieses Mal optisch allerdings nicht so edel und luxuriös. Die Innengestaltung ist schlicht, gradlinig und aufgeräumt. Ganzseitige Fotografien, kleinere Fotos, Produktfotos – die Mischung der eingebauten Inhalte ist abwechslungsreich. Die Fotografien sind hochwertig gedruckt und haben eine schöne Farbtiefe. Die Seiten sind aus dickem, beschichtetem Papier und machen einen sehr hochwertigen Eindruck.

Was erwartet einen?

Während bei Chanel eher die Personen im Vordergrund standen und Gucci wie ein biografisches Sachbuch aufgebaut war, scheint bei Prada der Fokus auf jeden Fall eher auf der Marke, den Kollektionen und dem Image zu liegen. Es gibt sehr viele Catwalk-Fotos, jede Menge Informationen zu Mustern, zu Gewebe und zum Marketing. Der Informationsgehalt ist eher niedrig angesiedelt, was die Marke als solches und ihre Hintergründe angeht. Die Texte sind sehr kurz gehalten, beinhalten viele Beschreibungen. Der historische Abriss zur Marke ist kurz und knapp. Die Anzahl der Fotografien ist hier sehr hoch, die Varianz dafür nicht sehr abwechslungsreich. Vielmehr hat man das Gefühl, hier eine Art Produktkatalog zu haben. Insbesondere über die starke Frau hinter der Marke, Miuccia Prada, gibt es nicht viel zu berichten, was ich etwas schade fand.

Mein Fazit

„The little book of Prada“ kann leider nicht an Chanel und Gucci heranreichen. Dem Verlag ist zwar wieder ein tolles und hochwertiges Buch gelungen, bei dem man viel stöbern und entdecken konnte, aber im Vergleich zu den anderen Büchern fand ich hier den Fous viel mehr auf den Produkten, den Kollektionen und den Eigenarten von der Fashionmarke Prada, während in den Vorbänden viel mehr auch persönlicher Hintergrund enthalten war. Die Gestaltung der Texte ist eher werbend und beschreibend als informativ und unterhaltsam. Zwar fand ich die Fotografien wunderbar und es hat wirklich Freude gemacht, sich alles anzugucken, auch mehr als einmal. Es gibt viele Informationen zu den Designs, zu den Stoffen, Mustern, zur Farbauswahl. Aber ich hätte mir so viel mehr über die Ideen der Marke, über die kreativen Köpfe dahinter, über die Familie, die Probleme und die Herausforderungen gewünscht. Anders als bei den Vorbänden liegt hier also der Blick wirklich viel mehr auf der Mode und weniger auf dem Modehaus. Ich hoffe, dass dies beim nächsten Band wieder mehr in die Tiefe geht.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, was mir freundlicherweise von dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.]