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Veröffentlicht am 18.11.2020

Schwächere Fortsetzung

Promises of Tomorrow
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Ich habe sehr lange auf die Fortsetzung der kurzen Reihe gewartet, weil "Dreams of Yesterday" ein richtiges Highlight war. Die Vorfreude war groß und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Die ...

Ich habe sehr lange auf die Fortsetzung der kurzen Reihe gewartet, weil "Dreams of Yesterday" ein richtiges Highlight war. Die Vorfreude war groß und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Die Charaktere haben sich gewissermaßen weiterentwickelt. Dylan ist haargenau der selbe geblieben. Er ist immer noch witzig, intelligent, ein total netter, liebenswürdiger und fürsorglicher Mann. Seine Charakterzüge sind genau die gleichen wie im ersten Band, nur hat er sich "körperlich" weiterentwickelt, schließlich ist er jetzt erwachsen und kein Teenager mehr. Das hat mich wirklich unheimlich sehr gefreut, weil ich Dylan schon immer sehr mochte.
Evelyn hat sich hingegen um einiges verändert. Nach Sams Tod verlor sie bereits im ersten Band ihre Lebensfreude, die strahlende und herzerwärmende Art, die Dinge immer positiv zu sehen. Sie hat ihre Fähigkeit, glücklich zu sein leider zusammen mit ihm verloren. Das hat sich auch teilweise in den zweiten Band gezogen. Sie war zwar kein völliger Griesgram, aber mir hat ihre ausgelassene Art sehr gefehlt. Sie ist trotzdem unheimlich nett und witzig gewesen und hat dem Buch keineswegs einen negativen Touch verliehen, worüber ich sehr froh bin! Das ändert sich alles ein wenig, wenn sie wieder auf Dylan trifft und mit ihm in Kontakt kommt.

Die Geschichte ging tatsächlich so weiter, wie ich es bereits erwartet hatte und war etwas vorhersehbar. Das stört mich in diesem Fall nicht allzu sehr, weil das Buch nicht sehr spannend, sondern eher romantisch und emotionsgeladen sein soll. Ich habe mich natürlich wahnsinnig für Dylan gefreut und endlich war’s für Evelyn an der Zeit, einen Neuanfang zu wagen. Das Schicksal hat die Finger überall im Spiel und hat die beiden wieder zueinander geführt. Ab hier wurde es ein wenig kniffelig. Denn die Beziehung zwischen den beiden war mir zu unlogisch. Evelyn will keine Beziehung, ist nachvollziehbar, aber zu Dylan hat sie dennoch mehr als eine körperliche Beziehung, obwohl sie betont, dass es keine Beziehung ist. Nun gut, die beiden haben also auch keinen Sex mehr, aber zum Abschied küssen und händchenhalten ist vollkommen ok. Mir kam es einfach so vor, als wären die beiden zusammen ohne wirklich zusammen zu sein. Leider gibt es auch keine erkennbaren Fortschritte, die Evelyn macht. Sie entwickelt sich nicht weiter, sondern ändert sich am Ende plötzlich. Sie redet davon, dass sie sich in Dylan erst wieder verlieben muss, obwohl sie ihn nie richtig vergessen und gehen lassen hat und dann hat sie ihn plötzlich schon immer geliebt. Ich glaube ihr das, allerdings frage ich mich, was dieses Zwischenstadium da verloren hat. Die Zeit dazwischen hätte die Autorin auch mit etwas anderem füllen können. Das letzte Kapitel hat mich dann auch vollkommen aus den Socken gehauen. Nicht unbedingt im positiven Sinne.
Ich möchte nichts vorweg nehmen, aber die Geschichte zwischen den beiden lässt sich nur als unlogisch und übereilt beschreiben.
Ich möchte allerdings anmerken, dass mir ein besonderes Projekt von Evelyn und Dylan sehr unter die Haut ging. Es hat mich wirklich sehr gerührt, meine Augen waren feucht und ich musste schniefen. Mit Sam als meinen Lieblingscharakter dieser Buchreihe ging mir das Mitten ins Herz.

Fazit:
Die Liebesgeschichte zwischen Evelyn und Dylan ist sehr romantisch und rührend. Auch wenn das Buch gut begonnen und etwas unlogisch fortgelaufen ist, habe ich die Geschichte der beiden sehr genossen. Allerdings hätte ein andererseits Ende besser gepasst. Nichts desto trotz, die Geschichte ist, wie bereits vom ersten Band bekannt, sehr emotional und lässt den Leser mitfühlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Guter Auftakt mit Höhen und Tiefen

All of Me
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"All of Me" ist eines dieser Bücher, bei denen die Meinungen teilweise sehr stark auseinander gehen. Ich habe sowohl viele gute, als auch viele negative Rezensionen dazu gelesen und war ehrlich gesagt ...

"All of Me" ist eines dieser Bücher, bei denen die Meinungen teilweise sehr stark auseinander gehen. Ich habe sowohl viele gute, als auch viele negative Rezensionen dazu gelesen und war ehrlich gesagt sehr neugierig und aufgeregt darüber, wie mir das Buch gefallen hat. Andererseits hatte ich auch ein wenig Bange davor, das mich das Buch sehr enttäuscht. Mit gemischten Gefühlen habe ich angefangen dieses Buch zu lesen und so schlecht ist meine Bewertung gar nicht ausgefallen.

Bereits zu Beginn des Buches wird klar, dass die Geschichte etwas ausgefallener, ausgeschmückter und realitätsferner sein wird.
Wir begegnen Willow, einer starken jungen Frau. Willow hat mich mindestens genau so sehr fasziniert wie die anderen Charaktere in dem Buch.
Sie ist eine wirklich sehr außergewöhnliche Frau. Sie ist stark, stur, willensstark, mutig und gebrochen. Und das sind nur die Adjektive, die mir gerade spontan einfallen. Sie hat eine sehr schwere Vergangenheit und Gegenwart. Sie muss sich mit einigen Problemen rumschlagen und hat mit einigen Dämonen zu kämpfen. Auch wenn sie manchmal zu verlieren droht, rappelt sie sich wieder auf und macht weiter. Das finde ich sehr bemerkenswert und inspirierend. Mit Willow hat die Autorin eine Protagonistin erschaffen, die stark und unabhängig ist und sich um sich selbst kümmert. Allerdings kam mir Willow an einigen Stellen zu unterwürfig vor, aber dazu gleich mehr.

Shaw Mercer ist ein Mann, von dem wohl viele Frauen träumen. Er ist Unternehmer, gut aussehend, dominant, herrisch, reich und sehr besitzergreifend. Das ist auch alles schön und gut und nichts von dem ich mich persönlich abschrecken lassen würde, allerdings war er mir an einigen Stellen viel zu besitzergreifend und dominant. Meiner Meinung nach hätte er an besagten Stellen akzeptieren müssen, das Willow eine erwachsene und unabhängige Frau ist, die ihm nicht gehorchen muss wie ein kleines Schoßhündchen. Das wäre in der Geschichte sehr wichtig gewesen. Und sie hätte sich ihm nicht so beugen dürfen. Das fand ich dann doch recht schade, weil auch sie eine so hohe Meinung von sich selbst hat.

Was die Emotionen in dem Buch angeht, war ich voll dabei. Ich konnte zwischen den Zeilen den Schmerz lesen und fühlen, ihre Verzweiflung, die Liebe, den Kummer und die Hingabe. Die Bandbreite der Emotionen war sehr groß und vielfältig. Für mich waren sie auch zum Greifen nahe. Die Chemie zwischen den beiden hat absolut gestimmt und hat mich wie eine Welle mitgerissen. Natürlich waren einige viele Stellen auch sehr erotisch, allerdings waren sie nicht zu schwerwiegend und haben die hauptsächlichen Emotionen nicht untergraben bzw. überwogen, was ich sehr wichtig finde. Es war ein gutes und ausgeklügeltes Gleichgewicht.

Ansonsten gab es einige Längen im Buch, die sich ständig im Kreis gedreht haben. Die Charaktere haben in einem emotionalen Stadium fest gehangen, in dem sie sich nicht mehr weiterentwickelt und aneinander vorbei geredet haben. Das hat für eine gewisse Monotonie gesorgt haben. Dadurch hat das Buch zeitweilig etwas langweilig gewirkt.
Aber das Ende des Buches hat mich dafür umso mehr umgehauen. Tatsächlich kam es sehr unerwartet, lässt einige Fragen offen und bietet viel Potential für Drama im zweiten Teil. Durch den Cliffhanger möchte man natürlich sofort wissen wie es weitergeht. Im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen und ich werde mir den zweiten Band in absehbarer Zeit auch zu legen.

Fazit
"All of Me" beinhaltet eine relativ spannende Geschichte, die allerdings an einigen Stellen langatmig und monoton ist. Die Charaktere und Emotionen sind wiederum sehr präsent und unterhalten den Leser gut. Gerade der Cliffhanger verspricht einen dramatischen zweiten Band und animiert den Leser dazu diesen zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2020

Love is enough - eine rührende Geschichte

Making Faces
4

Die Vorfreude und Erwartungen an dieses Buch waren immens. Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt, als ich es Anfang diesen Jahres in der Programmvorschau entdeckt habe. Ich habe das Buch auch relativ ...

Die Vorfreude und Erwartungen an dieses Buch waren immens. Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt, als ich es Anfang diesen Jahres in der Programmvorschau entdeckt habe. Ich habe das Buch auch relativ schnell beendet und muss ehrlich sagen, dass mich das Buch mit einem etwas leerem und unvollständigen Gefühl zurückgelassen hat. Wie genau das zu deuten ist, werde ich euch in dieser Rezension erklären.

Ich möchte zuerst anmerken, dass ich das Cover und den Schreibstil der Autorin durch und durch liebe. Das Cover ist wunderschön, so edel und die Farben harmonieren perfekt miteinander. Mein inneres Coveropfer hat wahrscheinlich gequietscht. Der LYX Verlag hat meiner Meinung nach die schönsten Cover und verpackt darin tolle Geschichten.
Der Schreibstil ist so poetisch, kunstvoll, sprüht nur so vor Leidenschaft, Kreativität und Inspiration.
Die kleinen Gedichte waren wunderschön.
Die Kapitel-Überschriften haben sowohl die Aufmachung, als auch das Leseerlebnis abgerundet, denn im Detail steckt die größte Liebe und Leidenschaft und die Autorin und der Verlag haben sich da wirklich große Mühe gegeben und sich selbst übertroffen.
Die Zitate haben mich berührt.
Diese kindischen Entweder Oder Fragen haben mich zum Lachen gebracht und das ist so ein wichtiger und schöner Bestandteil des Buches, dass es mir schon fast den Atem raubt, wenn ich daran zurückdenke.
Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich noch nie ein Buch gelesen habe, das so kunstvoll geschrieben wurde wie dieses hier.

Schon in den ersten Seiten habe ich mich in dieses Buch verliebt. Das lag unter anderem an den Charakteren. Die Autorin hat in diesem Buch Charaktere erschaffen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Die Charaktere waren alle so unterschiedlich, hatten besondere Eigenschaften und Merkmale, waren alle unabhängig voneinander und so verschieden. Auf den ersten Blick sieht das aus wie ein buntes Durcheinander, aber das Erstaunliche ist, dass die Charaktere dennoch wunderbar miteinander harmonieren.
Ich habe jeden Einzelnen in mein Herz geschlossen und geliebt. Ich glaube, diese Charaktere werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Fern ist ein außergewöhnlicher Name für ein außergewöhnliches Mädchen. Sie sieht nicht nur wunderschön aus, sondern hat auch noch ein Herz aus Gold. Sie hat ihre Komplexe, Probleme und Dämonen, die sie überhaupt nicht verdient, die aber umso mehr aufzeigen, dass jeder Mensch Probleme hat, mit denen er kämpft. Sie ist ein unschuldiges und doch so reines Mädchen mit einem großen Herz. Sie ist selbstlos und stellt alle anderen an erster Stelle, nur sich selbst nicht und das hat mich zeitweise fast zum Verzweifeln gebracht, weil es einfach traurig und tragisch war.
Ambrose Young. Und hatte noch überhaupt keine Ahnung wer das ist und habe mich durch Ferns Schwärmerei ein wenig in ihn verliebt. Seine Vergangenheit ist zwar leicht traurig geprägt, aber das schockierende liegt in der Zukunft bzw. in der Gegenwart. Er trägt eine immense Bürde mit sich, hat zahlreiche Dämonen, die ihn plagen und trotzdem schafft er es aus diesem Loch rauszukommen, was sehr bemerkenswert ist.
Es wird auch das Thema rund um die Armee angeschnitten. Das finde ich in Büchern und Filmen immer sehr schwierig, weil es schwer umzusetzen und richtig darzustellen ist. Hier war ich mit der Umsetzung recht zufrieden, es hat sehr realistisch auf mich gewirkt, war nicht zu schwer und hat das Buch nicht überwogen. Ich habe mich zwar gefragt, ob Ambrose womöglich noch mehr oder stärkere traumatische Störungen bzw. Probleme haben sollte oder ob diese einfach weggelassen wurden, aber das kann ich selbst schwer beurteilen, weil ich mich damit nicht auskenne und es eben nicht selbst erlebt habe.

Das Buch hält viele Geschichten bereit, die parallel zu einander laufen. Eine Zeit lang verlaufen die Leben der Protagonisten parallel, bis sie sich an einem Punkt schneiden und dann gemeinsam weitergehen. Das ist zwar nur ein kleines Detail, aber ich liebe sowas und es fasziniert mich immer ganz stark. Die Nebencharakteren haben ebenfalls eigene Geschichten, die mindestens genau so tragisch sind, aber die Hauptgeschichte nicht überwiegen. Es ist so gar eine ganz schöne Abwechslung.

Generell hält dieses Buch viele, wirklich sehr viele Emotionen bereit. Ich würde sogar behaupten, dass in diesem Buch Emotionen mit Worten verpackt und auf direktem Weg zu uns geschickt wurden. Das Buch hat mich damit gefesselt und bis zur letzten Seite hin fasziniert. Die Geschichte ist tragisch, traurig und herzzerreißend. Ich habe es wirklich sehr genossen. Auch wenn es mir das Herz mehrfach gebrochen hat. Ich habe an mehreren Stellen Rotz und Wasser geheult und mich so gefühlt, als wäre ich wirklich Teil des Buches und die Charaktere dort meine Freunde.
Allerdings kommt hier mein erster und einzigster Kritikpunkt. Im zweiten Drittel des Buches wurde es mir ein wenig zu monoton. Ich hatte das Gefühl, dass da ziemlich viel passiert, aber gleichzeitig auch sehr wenig. Es gab Längen, die zwar mit Emotionen gefüllt waren, allerdings nicht viel zum Fortlauf‘ der Geschichte beigetragen haben. Es waren ständig die selben Emotionen und Themen. Das Buch hat sich dort im Kreis gedreht und die Charaktere nicht mehr weitergebracht. Es gab einige dieser Stellen und das finde ich schade, weil das Buch gut angefangen hat, sehr emotional war, aber leider inhaltlich ein paar Tiefpunkte hatte.

Was mir am Meisten gefallen hat, waren die vielen und super wichtigen Botschaften, die die Autorin für den Leser in dem Buch versteckt hat. Es werden einige sehr wichtige Dinge angesprochen und sehr gut aufgegriffen. Sie verfließen wunderbar mit der Geschichte, wirken nicht erzwungen, sonder ganz natürlich. Ich liebe es, wie die Autorin sie in die Geschichte eingebaut hat.
Das Buch hat mich am Ende sprachlos zurückgelassen. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und gibt dem Leser so ein wohliges Gefühl, dass man sein Leben voll auskosten und genießen will. Ich werde noch lange an dieses Buch zurückdenken und dabei lächeln.

Fazit
Amy Harmon hat eine Geschichte geschrieben, die mir unter die Haut ging. Die Thematik, die vielen Botschaften, Emotionen und Charaktere sind alle einzigartig und was ganz besonderes. Mit ihrer einzigartigen Umsetzung hat sie es geschafft, dass mir dieses Buch mitten ins Herz ging. Fern und Ambrose haben sich in mein Herz geschlichen und es höher schlagen lassen. Auch wenn sich die Geschichte zeitweilig im Kreis gedreht hat, überwiegt der Rest. Wer das Bedürfnis hat ein paar Tränen kullern zu lassen, wird hier fündig. Es lässt den Leser über sein Leben nachdenken und dieses wertschätzen. Emotionen und Tränen sind vorprogrammiert!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.10.2020

Schwache Fortsetzung

The Brightest Stars - connected
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Den ersten Band habe ich schon vor einer Weile gelesen und sehr gemocht. Umso mehr habe ich mich jetzt auf den zweiten Band gefreut!

Der Schreibstil von Anna Todd hat mir schon immer sehr gefallen. Ihre ...

Den ersten Band habe ich schon vor einer Weile gelesen und sehr gemocht. Umso mehr habe ich mich jetzt auf den zweiten Band gefreut!

Der Schreibstil von Anna Todd hat mir schon immer sehr gefallen. Ihre Bücher lassen sich super leicht und flüssig lesen, was das Leseerlebnis um einiges angenehmer macht und ihre Bücher gewissermaßen "lebendig" und bewegt erscheinen.

Der erste Band hat mit einem sehr fiesen Cliffhanger geendet. Umso gespannter war ich wie die Geschichte weitergehen wird. Natürlich habe ich mir schon ein paar Möglichkeiten ausgedacht, aber die letztendliche Geschichte habe ich mir so nicht vorgestellt. Die Liebesbeziehung zwischen Karina und Kael war quasi nicht vorhanden. Die beiden haben sich nicht wirklich gesehen, kaum miteinander gesprochen, jeder hat sein eigenes Leben gelebt. Das fand ich wirklich sehr schade, weil ich schließlich eine Liebesgeschichte haben wollte. Dazu müssten die Charaktere wenigstens halbwegs irgendwie Kontakt zu einander haben. Das wurde mir sehr schnell zu langweilig, langatmig und zu monoton. Das hat für mich auch einfach keinen Sinn ergeben, weil das Buch mit einem richtigen Knaller beginnt (ohne viel spoilern zu wollen) und dann alles an Spannung verliert. Die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit und kennen sich, aber verhalten sich durchgehend wie Fremde, die sich eben erst kennengelernt haben. Da war ich leider enttäuscht.
Mit dem Verlauf der Geschichte ändert sich die Beziehung zwar ein wenig, aber nicht auf emotionaler Ebene. Ich habe leider weder Spannung noch Leidenschaft fühlen können. Es fühlt sich so an, als hätte die Autorin noch schnell eine Handlung reinschieben wollen, um den restlichen inhaltlosen Teil irgendwie zu kompensieren.

Meine Beziehung zu den Charakteren hat sich auch weiterhin nicht verändert. Karina und Kael sind mir beide sehr sympathisch, ich verfolge ihre Geschichte sehr gerne. Melody war und ist immer noch meine Favoritin unter alles Charakteren.

Prinzipiell hat sich im Vergleich zum zweiten Band nichts verändert. Die Geschichte entwickelt sich nur sehr langsam, was wirklich sehr schade ist, weil ihre Geschichte im ersten Band spannend und gut angefangen hat.

Das Buch bekommt von mir 2⭐️, weil es trotzdem sehr schön geschrieben ist und die einzelnen Geschichten der beiden ganz nett zum Lesen waren. Es gibt nur Abzug für die fehlenden Emotionen und für die fehlende Liebesgeschichte und den fehlenden Inhalt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2020

Sehr süß, aber...

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
1

Auch nach dem ich das Buch beendet hab weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Ich hab wirklich sehr lange gebraucht, um es zu beenden und bin in eine kleine Leseflaute verfallen. Das sagt schon einiges ...

Auch nach dem ich das Buch beendet hab weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Ich hab wirklich sehr lange gebraucht, um es zu beenden und bin in eine kleine Leseflaute verfallen. Das sagt schon einiges aus. Ganz zu Beginn des Buches war ich mit allem recht zu Frieden. Erst mit der Zeit entwickelten sich einige Kritikpunkte und Differenzen.

Die Charaktere sind ein wichtiger Bestandteil eines Buches und vermitteln dem Leser die Geschichte. So mochte ich anfangs Julia und ihre working Mom Attitude, aber mir wurde das schnell zu langweilig. Es drehte sich immer wieder um das selbe. So ging es mir auch mit den meisten anderen Charakteren. Fee war mir irgendwann zu aufgedreht und quengelig. Über Jörg haben wir nicht viel erfahren, außer, dass er ein arroganter Wichtigtuer ist. Über Alex wissen wir immerhin, dass er einiges im Leben durchmachen musste. Leider wurde bei keinem weiter nachgebohrt. Alle Charaktere sind sehr oberflächlich geblieben und mir hat der emotionale Part sehr stark gefehlt. Selbst bei Alex wurden Emotionen und Gefühle nicht ganz ausgeschöpft, obwohl es hier ganz klar das Potential gebe.

Die Geschichte an sich habe ich sehr genossen. Sie war an manchen Stellen lustig, an wenigen Stellen auch mal ein wenig emotional und mehr oder weniger ganz alltäglich. Die Geschichte war nicht schwer, sondern tatsächlich sogar ganz leicht und bot immer wieder Momente, mit denen sich der Leser identifizieren könnte. Jetzt kommt ein großes Aber: Es wurden Nebengeschichten von Nebencharakteren angeschnitten, die letztendlich einfach liegen gelassen und nicht mehr weiter verfolgt wurden. Dabei fand ich eine dieser Geschichten sogar interessanter, als die Geschichte der Protagonisten. Das wirft jetzt natürlich ein paar unbeantwortete Fragen auf, aber ich finde es den Nebencharakteren gegenüber einfach nicht fair. Das hat nichts speziell mit diesem Buch zu tun, sondern gilt meiner Meinung nach für alle Bücher.
Zudem sich die Geschichte der Protagonisten an manchen Stellen sehr lang gezogen hat und einiges auch sehr unnötig und nicht erwähnenswert war. Stellenweise wurde es einfach zu langatmig und langweilig. Das hat mit den Spaß am Lesen teilweise sehr genommen. Ich finde die Autorin hätte diese Stellen weglassen und stattdessen die Geschichte emotionaler Ausbauen können. Liegt letztendlich aber nicht an mir. Ich bin mir sicher, dass nicht alle so denken, aber mir kam es leider so vor.

Zudem hat mir der Schreibstil wenig zugesagt. Hin und wieder kam er mir abgehakt, aber dann wiederum flüssig vor. Das war ein ganz merkwürdiges Leseerlebnis und hat mich ein wenig verwirrt. Was mich am meisten gestört hat, waren die vielen Anreden. Frau ..., Herr..., Das konnte ich mir einerseits überhaupt nicht merken, andererseits hörte es sich sehr nach der klischeehaften Deutschen Sprache an. Die Charaktere wurden davon sehr überschattet und ich konnte keinen wesentlichen Merkmale ausmachen.

Allerdings möchte ich anmerken, dass mir der Titel und das Cover sehr gefallen haben. Sehr süß, liebevoll und ein wenig kitschig. Das Buch schreit nur so nach einem Liebesroman, auch wenn die Liebesgeschichte sehr mager und oberflächlich geblieben ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere