Bis dass der Tod uns scheidet
Die RosenschlachtHier wird die Geschichte von Barbara und Jonathan Rose erzählt. Die beiden lernen sich bei einer Auktion kennen und lieben. Beide sind um die 20, heiraten und bekommen zwei Kinder. Sie kaufen ein Haus, ...
Hier wird die Geschichte von Barbara und Jonathan Rose erzählt. Die beiden lernen sich bei einer Auktion kennen und lieben. Beide sind um die 20, heiraten und bekommen zwei Kinder. Sie kaufen ein Haus, restaurieren es, stecken viel Geld in ihr Vorhaben und schaffen sich eine Menge wertvoller Gegenstände an, die sie liebevoll aufbereiten.
Was wie ein Märchen klingt, verwandelt sich nach 18 Jahren in einen Alptraum. Denn plötzlich will Barbara die Scheidung und das Haus.
Jonathan versteht die Welt nicht mehr, dachte er doch, dass sie glücklich sei. Doch kampflos will auch er sein Zuhause nicht aufgeben und fängt an, ihr die Stirn zu bieten.
Da ich den Film aus dem Jahr 1989 kenne, war ich natürlich gespannt auf das Buch. Es wird ja Ende August diesen Jahres eine Neuverfilmung geben, auf die ich gespannt bin.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist unterhaltsam geschrieben, so dass man öfter mal schmunzeln kann, oder einfach nur denkt: Ihr beiden habt eine richtige Macke, die schon als gefährlich einzustufen ist.
Dann gibt es noch Ann, das Au pair-Mädchen, das Gefühle für Jonathan hat und zwischen den Fronten steht.
Dabei spielt das Objekt der Begierde und die Einrichtung eine große Rolle. Und umso verrückter die Einfälle der Roses werden, um den jeweils anderen aus dem Haus zu vertreiben.
Je mehr die Handlung fortschreitet, umso dunkler und monströser erscheint das Anwesen, als dritte beteiligte Partei.
Die Handlung steigert sich in ein Crescendo des Wahnsinns, angereichert mit ungewöhnlich fiesen Aktionen, die dem Lesenden das Lachen sprichwörtlich vergehen lassen. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht heraus und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte, dass die beiden sich so hassen. Sie mutieren zu regelrechten Psychopathen und manche Einfälle sind einfach nur geisteskrank.
Trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, weil es voll von schwarzem Humor ist. Die Dialoge sind geschliffen, die Gedanken der beiden an Sarkasmus und Bösartigkeit nicht zu überbieten.
Manches war Too Much, denn das haben die Roses schon lange nicht mehr im Blick gehabt.
Das Buch kann mit dem Originalfilm locker mithalten, deswegen ist das die beste Werbung für den Autor, der damals schon die Vorlage für den Film schrieb. Nun hat er das Buch überarbeitet, da die Neuverfilmung mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch ansteht.
Boshaft, gemein, absurd, einfallsreich. Da wünscht man sich, nie zu heiraten oder zusammen ein Haus zu kaufen.