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Veröffentlicht am 04.08.2025

Bis dass der Tod uns scheidet

Die Rosenschlacht
6

Hier wird die Geschichte von Barbara und Jonathan Rose erzählt. Die beiden lernen sich bei einer Auktion kennen und lieben. Beide sind um die 20, heiraten und bekommen zwei Kinder. Sie kaufen ein Haus, ...

Hier wird die Geschichte von Barbara und Jonathan Rose erzählt. Die beiden lernen sich bei einer Auktion kennen und lieben. Beide sind um die 20, heiraten und bekommen zwei Kinder. Sie kaufen ein Haus, restaurieren es, stecken viel Geld in ihr Vorhaben und schaffen sich eine Menge wertvoller Gegenstände an, die sie liebevoll aufbereiten.

Was wie ein Märchen klingt, verwandelt sich nach 18 Jahren in einen Alptraum. Denn plötzlich will Barbara die Scheidung und das Haus.
Jonathan versteht die Welt nicht mehr, dachte er doch, dass sie glücklich sei. Doch kampflos will auch er sein Zuhause nicht aufgeben und fängt an, ihr die Stirn zu bieten.

Da ich den Film aus dem Jahr 1989 kenne, war ich natürlich gespannt auf das Buch. Es wird ja Ende August diesen Jahres eine Neuverfilmung geben, auf die ich gespannt bin.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist unterhaltsam geschrieben, so dass man öfter mal schmunzeln kann, oder einfach nur denkt: Ihr beiden habt eine richtige Macke, die schon als gefährlich einzustufen ist.
Dann gibt es noch Ann, das Au pair-Mädchen, das Gefühle für Jonathan hat und zwischen den Fronten steht.

Dabei spielt das Objekt der Begierde und die Einrichtung eine große Rolle. Und umso verrückter die Einfälle der Roses werden, um den jeweils anderen aus dem Haus zu vertreiben.
Je mehr die Handlung fortschreitet, umso dunkler und monströser erscheint das Anwesen, als dritte beteiligte Partei.

Die Handlung steigert sich in ein Crescendo des Wahnsinns, angereichert mit ungewöhnlich fiesen Aktionen, die dem Lesenden das Lachen sprichwörtlich vergehen lassen. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht heraus und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte, dass die beiden sich so hassen. Sie mutieren zu regelrechten Psychopathen und manche Einfälle sind einfach nur geisteskrank.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, weil es voll von schwarzem Humor ist. Die Dialoge sind geschliffen, die Gedanken der beiden an Sarkasmus und Bösartigkeit nicht zu überbieten.
Manches war Too Much, denn das haben die Roses schon lange nicht mehr im Blick gehabt.

Das Buch kann mit dem Originalfilm locker mithalten, deswegen ist das die beste Werbung für den Autor, der damals schon die Vorlage für den Film schrieb. Nun hat er das Buch überarbeitet, da die Neuverfilmung mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch ansteht.

Boshaft, gemein, absurd, einfallsreich. Da wünscht man sich, nie zu heiraten oder zusammen ein Haus zu kaufen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Nicht so mitreißend wie gedacht

Tante Dimity und das geheimnisvolle Erbe
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Lori ist geschieden und notorisch pleite. Als ihre Mutter stirbt, erfährt sie von einem Geheimnis, das ihr ganzes Leben verändern wird. Ihr Mutter erzählte ihr in Kindertagen Gute Nacht-Geschichten von ...

Lori ist geschieden und notorisch pleite. Als ihre Mutter stirbt, erfährt sie von einem Geheimnis, das ihr ganzes Leben verändern wird. Ihr Mutter erzählte ihr in Kindertagen Gute Nacht-Geschichten von Tante Dimity, die in England allerlei Abenteuer erlebte. Doch nun soll es diese Frau wirklich gegeben haben. Über eine Anwaltskanzlei wird ihr dies alles mitgeteilt. Also reist sie mit Anwalt Bill nach England, dem Ganzen auf den Grund zu gehen und ihr Erbe anzutreten, von dem sie bisher keinen absoluten Schimmer hatte.

Leider hat mir der Auftakt nicht so gut gefallen, wie ich erhofft hatte. Der Schreibstil ist zwar gut, aber die Handlung hatte viele Längen, so dass ich lange an dem Buch gelesen habe, weil ich es immer wieder desinteressiert weggelegt habe.

Es ist schon spannend, was hinter dem geheimnisvollen Erbe steckt, jedoch ufert die Autorin zu sehr aus, bis endlich Schwung in die Geschichte kommt.
Wenn man bedenkt, dass es mittlerweile 25 Bände gibt, so kann ich mir nicht vorstellen, die Reihe weiter zu verfolgen. Und dann ist auch klar, warum sich Nancy Atherton so viel Zeit lässt.

Diese Reihe hat sicher ihre Leser gefunden, die ungewöhnliche Geschichten mögen, die in England spielen, und zudem noch Krimielemente und ein eine Prise Fantasy inne haben. Es sind sicher Wohlfühlromane.

Vielleicht wage ich mich irgendwann an Band 2, kann es mir aber momentan nicht vorstellen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ermittlungen auf die andere Art

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaede ist Lehrerin und ein echter Krimifan. Sie lebt allein. Ihr Großvater leidet unter Lewy-Körper-Demenz. Dadurch hat er bereits im frühen Stadium Halluzinationen.

Er war Direktor einer Schule und sehr ...

Kaede ist Lehrerin und ein echter Krimifan. Sie lebt allein. Ihr Großvater leidet unter Lewy-Körper-Demenz. Dadurch hat er bereits im frühen Stadium Halluzinationen.

Er war Direktor einer Schule und sehr beliebt, weil er sich um seine Schüler immer gekümmert hat.

Als Kaede auf Zeitungsausschnitte stößt, die ihren Sinn zum Lösen von Kriminalfällen wecken, fängt sie an, mit ihrem Großvater zu ermitteln. Aber auch in ihrem Umfeld schlittert sie in interessante Fälle. Ob ein Mord in einer Bar oder dem plötzlichen Verschwinden einer Lehrerin.

Man spürt, dass die beiden ein Faible für die Kriminalliteratur haben. Dabei werden auch immer wieder berühmte Schriftsteller dieses Genres erwähnt.

Ich war fasziniert, wie intelligent und brillant Kaedes Großvater immer noch ist. Und mit ihren Ermittlungen hat sie ihm das Gefühl gegeben, immer noch wichtig zu sein und ihn von seiner Krankheit abgelenkt.

In der Geschichte wird das Krankheitsbild dieser Demenzform näher gebracht, die ich vorher so noch nicht kannte, mit dem speziellen Begriff.

Der Schreibstil ist angenehm. Manchmal waren es mir zu viele Wiederholungen und Erklärungen in den einzelnen Fällen. Das hat den Lesefluss ins Wanken gebracht.

Mir gefiel, dass man merkt, dass man sich in Japan befindet. Das Buch ist „ruhig“. Es ist zwar spannend, zu sinnieren, was alles passiert sein könnte, trotzdem wird es unaufgeregt erzählt. Und am Ende ist es überraschend.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Jedoch habe ich an manchen Stellen Emotionen vermisst. Da wäre mehr tatsächlich mehr gewesen.

Das hat mir gefehlt, auch wenn die Ermittlungen selbst zum Nachdenken brachten.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, so dass man gleich spürt, dass die Geschichte in Japan handelt.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Licht und Dunkelheit

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Ren ist Artistin. Sie liebt es, mit ihrer Familie als Gaukler herumzuziehen, in andere Personen zu schlüpfen, sich zu verkleiden und Kunststücke aufzuführen.

Dabei wird schon verraten, dass sie Kräfte ...

Ren ist Artistin. Sie liebt es, mit ihrer Familie als Gaukler herumzuziehen, in andere Personen zu schlüpfen, sich zu verkleiden und Kunststücke aufzuführen.

Dabei wird schon verraten, dass sie Kräfte besitzt, die sie nicht einsetzen darf, weil sie aus ihrer Vergangenheit stammen, und das könnte ihr gefährlich werden.

Als dann ein Dorf von einem Dämon angegriffen wird, in dem sie gerade mitten in der Aufführung sind, und Ren ihr gleißendes Licht ausstößt, ist plötzlich alles anders. Sie bricht heimlich auf, um ihren Onkel zu retten, der durch den Dämon vergiftet wurde, und der dringend ein Heilmittel braucht.

Auf ihrer Reise begegnet sie dem Kopfgeldjäger Sunho, der ausgerechnet auch hinter ihr her ist, so wie viele andere Assassinen. Und so beginnt eine außergewöhnliche Geschichte ihren Lauf zu nehmen.

Mir gefiel der Auftakt sehr gut. Ich bin ein Fan von Animes und Manhwas. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte ich mir die Handlung auch genau so vorstellen. Die Autorin beweist, wie sie Erzählkunst mit einer spannenden, aber auch überraschend wendigen Geschichte zusammenbringt.

Der Schreibstil ist angenehm. Durch viel Gefühl und die nicht wenigen emotionalen Szenen fühlte ich mich den Figuren sehr nahe.

Ren ist eine sympathische Heldin, die erst über sich hinauswachsen muss, ob sie möchte, oder nicht. Sunho, der verschlossene ehemalige Soldat ist ein interessanter Charakter, der eine Charakterentwicklung durchlebt, die ich nachvollziehen konnte.

Und dann gibt es noch Jaeil, einen undurchschaubaren Hauptmann, der Ren lebendig zu sich bringen lassen möchte. Wie steht er zu ihr, was treibt ihn an?

Axie Oh versteht es, ein Wechselbad der Gefühle zu entfachen. Dabei wird es nie langweilig.

Es kommen noch Steampunkelemente dazu, was ich sehr schön fand.

Zudem wird die koranische Sage „Der Holzfäller und die Himmelsfee“ zum Angelpunkt.


Das Cover bzw. das Buch an sich ist wunderschön gestaltet, auch der Farbschnitt in der 1. Auflage.

Was man noch wissen sollte, ist die Tatsache, dass das Buch auch gewaltsame Szenen enthält, für die es jedoch eine Warnung gibt.

Am Anfang gibt es eine hilfreiche Karte für die Welten.

Nach dem Finale des ersten Bandes bin ich mächtig gespannt auf den zweiten und letzten Teil.

Action, Romantik und ganz viel Fantasy für Liebhaber asiatischer Mythologie

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Können aus "Red Flags" doch "Green Flags" werden?

Red Flags
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Poppy ist 18 und weiß genau, was sie will. Sie vergöttert Liebesromane, Nora Ephron und Live Musik. Sie hat ziemlich genaue Vorstellungen, wie ihr Traummann zu sein hat. Ihre Liste ist schier endlos. Deckt ...

Poppy ist 18 und weiß genau, was sie will. Sie vergöttert Liebesromane, Nora Ephron und Live Musik. Sie hat ziemlich genaue Vorstellungen, wie ihr Traummann zu sein hat. Ihre Liste ist schier endlos. Deckt sich jedoch die Realität mit ihren Wünschen und Vorstellungen?

Cameron ist im gleichen Alter. Er ist attraktiv, introvertiert, lebt mit seinem Großvater Stan zusammen und eher ein Goth-Typ in Lederjacke, ganz in Schwarz gekleidet, der den Sinn des Lebens und Universums hinterfragt.


Als die beiden sich im Bus über den Weg laufen, oder besser: fahren, ahnen sie nicht, dass jeweils eine Wette sie auf kosmische Art und Weise zusammenführt. So sollten sie eher wie gleichnamige Pole voneinander abgestoßen sein, denn das falsche Spiel, das sie führen, ist so gar nicht von Vorteil, sich wirklich näher und wahrhaftig kennen zu lernen und Gemeinsam- oder Gegensätzlichkeiten herauszufinden.

Oder ziehen sie sich gar unbewusst an?


Die Geschichte der beiden hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Sie zeigt, dass es sich lohnt, in die Tiefe einer Seele zu blicken, aber auch Abstriche zu zulassen, denn einen absolut passenden Menschen kann man einfach nicht finden, aber jemanden, mit dem es viele Übereinstimmungen geben kann. Außerdem bereichern zudem Unterschiede die Beziehung und würzen das Ganze. Und wenn alles perfekt wäre, wäre es doch auch langweilig. Man muss respektvoll miteinander umgehen, den anderen wirklich „sehen“, das sind wichtige Voraussetzungen.


Poppy mochte ich sehr. Allein schon ihre Liebe zu dem Film „Die Braut des Prinzen“, zu Nora Ephron (Schlaflos in Seattle) oder Star Wars kann ich sehr gut nachvollziehen.

Sie ist eine Frau, die ihren Weg geht, dabei jedoch nicht immer spürt, dass auch sie ruhig ein wenig von ihrem Weg abweichen kann und nicht so streng sein sollte, andere zu beurteilen. Ihre Freundinnen geben ihr Kraft, genau wie sie ihnen.

Cam fand ich auch überaus sympathisch und gefühlvoll dargestellt. Allein sein Verhältnis zu seinem Großvater hat mich emotional tief berührt.


Die Autorin versteht es, Figuren eindringlich zu beleuchten, die Empfindungen und Gefühlsregungen und Selbsterkenntnisse so zu übertragen, dass ich andauern zustimmend genickt, gelächelt oder schwer geschluckt habe.


Ich fühlte mich stellenweise tatsächlich an den Film „10 Dinge, die ich an dir hasse“ erinnert, den ich auch als unterhaltsam, witzig und romantisch in Erinnerung habe.


Liebe auf den zweiten Blick kann es geben, wenn man bereit ist, ins Innere eines anderen zu blicken.

Das Buch wartet mit einem flüssigen Schreibstil auf, die Seiten fliegen nur so.

Ich kann die Geschichte allen empfehlen, die romantische Liebesgeschichten mögen, die trotzdem anders und überraschend sind.

Das Buch beleuchtet neben Feminismus und Gleichberechtigung auch Themen wie Abhängigkeit und Einsamkeit.


„Red Flags“ können manchmal zu „Green Flags“ werden. Man muss nur aus seiner Komfortzone kommen und sich trauen und einlassen.

Die beiden Hauptcharakter, die auf dem hübsch gestalteten Cover abgebildet sind, habe ich mir auch so vorgestellt.


Gefühlsbetont, lebensecht und mit vielen Botschaften erzählt „Red Flags“ von zwei Menschen, die nicht besser zueinander passen könnten.

Doch das müssen sie erst ergründen und lernen.


5 grüne Flaggen.

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