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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2025

Sehr ruhige Erzählung

Drei Wochen im August
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„Drei Wochen im August“ von Nina Bußmann erzählt nicht nur von einer Beziehung oder Familie, sondern geht weit darüber hinaus.
Elena reist mit ihren Kindern, einer Freundin der Tochter und dem Kindermädchen ...

„Drei Wochen im August“ von Nina Bußmann erzählt nicht nur von einer Beziehung oder Familie, sondern geht weit darüber hinaus.
Elena reist mit ihren Kindern, einer Freundin der Tochter und dem Kindermädchen Eve in ein französisches Ferienhaus. Ihr Mann Kolja bleibt zurück – aus bestimmten Gründen.
Die Geschichte wechselt zwischen Elenas und Eves Perspektive, zeigt ihre Gedanken und lässt uns ihre unterschiedlichen Sichtweisen erleben. Mal wirken diese Gedanken distanziert, mal bringen sie die Figuren näher. Die Stimmung ist angespannt, fast unheimlich, ohne dass man genau weiß, warum.
Es ist eine Folge von Eindrücken und scheinbar unbedeutenden Ereignissen, von Besuchen und kleinen Katastrophen.
Teilweise hat mir das Buch gut gefallen, doch irgendwie fehlte mir ein roter Faden.
Wer gerne etwas spannenderes liest, für den ist das nicht so geeignet.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Lang, aber nicht langatmig

Jasper Field
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"Simon Jarr " von Simon Jarr ist eine sehr umfangreche Geschichte und ein sehr guter Debütroman.
Von blondy67
Max Sandberg steht hier im Mittelpunkt, nach dem Unfalltod seiner Eltern ist er der Erbe eines ...

"Simon Jarr " von Simon Jarr ist eine sehr umfangreche Geschichte und ein sehr guter Debütroman.
Von blondy67
Max Sandberg steht hier im Mittelpunkt, nach dem Unfalltod seiner Eltern ist er der Erbe eines Verlagsimperiums und muss sein Leben komplett ändern.
Jasper Field ist ein sehr vielschichtiger Protagonist, bei dem man sich nie sicher ist, wie weit ihm Max trauen sollte. Dieser hat diese Bedenken aber nicht. Obwohl Max von vielen Seiten gewarnt wird, lässt er sich auf Jasper ein und die beiden begeben sich auf die Suche nach einer ganz anderen Wahrheit.
Es werden hier sehr viele Themen angesprochen, der Roman ist sehr umfangreich, ein klein wenig Straffung hätte mir sehr gut gefallen. Allerdings ist der Schreibstil gut und flüssig zu lesen, es kommt zu keiner Zelt Lageweile auf, teilweise ist es auch richtig spannend.
Die Protagonisten werden lebensecht dargestellt und entwickeln sich im Laufe der Zeit auch weiter.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Geheimnisse

Seven Ways to Tell a Lie
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"Seven Ways to Tell a Lie" von Colin Hadler ist in Jugendbuch und es liest sich auch genau so. Ich denke, ein jugendlicher Leser wäre davon auch eher begeistert, obwohl ich es auch gerne gelesen habe.
Es ...

"Seven Ways to Tell a Lie" von Colin Hadler ist in Jugendbuch und es liest sich auch genau so. Ich denke, ein jugendlicher Leser wäre davon auch eher begeistert, obwohl ich es auch gerne gelesen habe.
Es werden Videos verschickt, geteilt und bewertet. Allerdings ist das besondere, eine Gruppe von Jugendlichen erkennt sich in diesen Videos wieder und es wird nicht die Wahrheit gezeigt.
Jetzt ist natürlich die Frage, wer tut das und warum und vor allem, was ist denn die Wahrheit. Nach und nach kommt immer wieder ein neues Detail ans Licht.
Jonah erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, aber nach und nach lernt man auch die anderen der Gruppe kennen. Es stellt sich auch heraus, dass oftmals auch in der Lüge ein Körnchen Wahrheit steckt.
Was das jeweils ist und wie die Jugendlichen darauf reagieren, macht die Spannung der Geschichte aus.
Mir hat die Geschichte gefallen, der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen, noch besser hätten mir hier wechselnde Perspektiven aus der Gruppe gefallen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Außergewöhnlicher Reihenauftakt

Schmerz
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"Schmerz" von Jón Atli Jónasson ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die sich um das das Außenseiter-Duo Dora und Rado von der Kriminalpolizei Reykjavík dreht. Mir hat dieser Einstieg so gut gefallen, ...

"Schmerz" von Jón Atli Jónasson ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die sich um das das Außenseiter-Duo Dora und Rado von der Kriminalpolizei Reykjavík dreht. Mir hat dieser Einstieg so gut gefallen, dass ich den nächsten Band schon fest auf meine Leseliste gesetzt habe.
Im Thingvellir-Nationalpark verschwindet bei einem Klassenausflug eine Jugendliche. Da alle Polizisten in einem Großeinsatz gebunden sind, wird Dora zu ersten Ermittlungen geschickt. Seit einer schweren Kopfverletzung im Dienst macht sie sonst nur Schreibtisch-Dienst. Auch Rado hat seine Probleme und ist eher der Außenseiter. Beide müssen sich erstmal aufeinander als Team einstimmen, was sehr gelungen beschrieben ist.
Der Schreibstil ist einfach und karg, wie die Landschaft, die uns vor Augen geführt wird. Kurze Sätze und Kapitel, einfache Sprache .Der Fall rückt hier etwas in den Hintergrund, wird her nebenbei aufgeklärt, das Hauptaugenmerk liegt immer bei den Personen. Die werden sehr sorgfältig eingeführt und als Team aufgebaut.
Die Spannung fehlt in weiten Teilen, kein ganz so üblicher Krimi/Thriller. Wer auf sowas aus ist, also einen Kriminalfall, dessen Aufklärung und Spannung, der hat hier das falsche Buch. Es ist mehr eine Studie des Milieus und der Charaktere, gut zu lesen, wenn man sich denn an den Schreibstil gewöhnt hat.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Beeindruckend

Achtzehnter Stock
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"Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer mochte ich vom Ansatz her sehr.
Wir haben hier die Protagonistin, Wanda, Schauspielerin ohne Erfolg und Mutter einer kleinen Tochter. Sie wohnt in Berlin in einem Plattenbau. ...

"Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer mochte ich vom Ansatz her sehr.
Wir haben hier die Protagonistin, Wanda, Schauspielerin ohne Erfolg und Mutter einer kleinen Tochter. Sie wohnt in Berlin in einem Plattenbau. Sie hat ganz andere Erwartungen an ihr Leben und auch noch große Träume.
Gedanken und auch Gefühle sind hier gut beschrieben, auch wenn es mir manchmal zu sprunghaft ist.
Ich mochte die Protagonistin nicht, konnte einige ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, andere dafür umso mehr. Einiges wirkt sehr echt, mit anderem tat ich mich sehr schwer.
Der Schreibstil hat mir gefallen, mal sachlich und beobachtend, dann wieder her emotional, wie es grad gut passte.
Dieser Roman zeigt sehr gut, wie schwer es im Leben ist, sich selbst und seine Traum nicht aufzugeben, trotz vieler Widrigkeiten und gerad auch als alleinerziehende Frau und Mutter.

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