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Veröffentlicht am 29.07.2020

Wer kitschige Liebesgeschichten mag, ist hier genau richtig

Cinder & Ella
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Ellamara hat nicht viel, aber sie hat alles was sie braucht um glücklich zu sein. Sie hat ihre Mutter, die sie überalles liebt, sie hat ihre Bücher und ihren Blog und sie hat Cinder, ihren Chatfreund. ...

Ellamara hat nicht viel, aber sie hat alles was sie braucht um glücklich zu sein. Sie hat ihre Mutter, die sie überalles liebt, sie hat ihre Bücher und ihren Blog und sie hat Cinder, ihren Chatfreund. Ein schrecklicher Unfall setzt ihrem zufriedenen Leben jedoch ein jähes Ende und Ellamara verliert alles was ihr wichtig ist. Zu alledem kommt auch noch, dass sie zu ihrem verschollenen Vater ziehen muss, der sich jedoch bereits ein völlig neues Leben mit seiner neuen Frau und deren Stieftöchter aufgebaut hat, was es für Ellamara fast unmöglich macht, mit ihrem neuen Leben klar zu kommen.

Als sie merkt, dass sie nicht alles verloren hat, denn Cinder ist noch da, keimt in ihr neue Hoffnung und neuer Lebensmut auf und sie nimmt wieder Kontakt mit ihm auf. Cinder ist überglücklich und versucht Ellamara aus ihrem Tief herauszuholen, wobei er sie unabsichtlich noch weiter in die Tiefe zieht.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und die Charaktere sind, jeder auf seine Art, egal ob sympathisch oder nicht, sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich jeden einzelnen Protagonisten sehr gut vorstellen und es passt auch jeder genau in die Geschichte hinein. Das Cover hat mich nun nicht so sehr angesprochen, es ist in Ordnung, hätte mich jetzt aber nicht zum Kauf animiert bzw. dazu animiert mir den Klappentext durchzulesen.

Mir wurde das Buch empfohlen und ich hatte es sehr schnell durch. Mir hat der Anfang des Buches und auch der Mittelteil sehr gut gefallen, allerdings wurde mir dann das Ende doch ein wenig zu kitschig.

Man kann sich zwar bereits vorab denken, wie das Buch ausgeht, aber mir war es dann doch zu kitschig, ich hatte mir, obwohl ich es eigentlich bereits wusste, eine bessere Variante des Ausgangs erhofft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Wenn die Besessenheit am Ende siegt....

Ich will dein Leben
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Die 16-jährige Tamsyn lebt seit dem Tod ihres Vaters in ihrer ganz eigenen Welt. Sie ist sehr verschlossen und trauert um ihren Vater, deshalb verbringt sie die meiste Zeit ihres Lebens an dem Ort, an ...

Die 16-jährige Tamsyn lebt seit dem Tod ihres Vaters in ihrer ganz eigenen Welt. Sie ist sehr verschlossen und trauert um ihren Vater, deshalb verbringt sie die meiste Zeit ihres Lebens an dem Ort, an dem sie oft mit ihrem Vater war und beobachtet das Haus an der Klippe, welches ihrem Vater so gefallen hat. Es ist eine Art Zuflucht für sie und gibt ihr das Gefühl ihrem Vater nahe zu sein. Sie kennt das Leben der Wochenendbewohner des Hauses, den Davenports, in und auswendig, denkt sie… bis sie herausfindet, dass die Davenports eine Tochter haben. Die erste Begegnung verläuft nicht so prickelnd, denn Edie erwischt Tamsyn auf frischer Tat, als diese unerlaubt das Haus der Davenports betritt.

Da Edie jedoch einen Zeitvertreib für den Sommer benötigt, kommt ihr Tamsyns Einbruch gerade recht. Tamsyn kann ihr Glück kaum fassen, nun kann sie durch die Freundschaft mit Edie jederzeit in ihr geliebtes Haus an den Klippen und so aus ihrem eigenen einsamen Leben flüchten und die Perfektion des Hauses und der darin lebenden Familie genießen. Tamsyn ist besessen von dem Haus und den Davenports und driftet immer mehr in eine andere Welt ab. Ihr eigenes Leben ödet sie nur noch an. Ihre Mutter liebt sie zwar, aber sie arbeitet viel zu viel, sie haben kaum Geld und das Haus in dem sie zusammen mit ihrem Bruder und ihrem Großvater leben ist ihr nicht groß genug. Tamsyn möchte Teil der Davenports sein und es scheint ihr auch sehr gut zu gelingen, bis sie langsam merkt, dass auch das Leben der Davenports alles andere als perfekt ist. Obwohl die Fassade der perfekten Familie langsam zu bröckeln scheint, hält Tamsyn an allem fest, sie will das Haus an den Klippen nie wieder verlassen. Wird ihr das gelingen und vor allem, was ist sie bereit dafür zu tun?

Die Autorin Amanda Jennings hat mit „Ich will dein Leben“ einen der ruhigsten und zugleich spannendsten Romane geschaffen, den ich je gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Seiten verfliegen geradezu, trotzdem muss man bei der Sache bleiben, da die Perspektiv- und Zeitenwechsel die Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Die Geschichte startet sehr langsam ohne langweilig zu werden. Man findet sehr schnell in die Geschichte hinein und man hat auch die Personen und die Umgebung sehr lebhaft vor Augen.

Die Protagonisten sind sehr schwierig einzuordnen, was bei mir auch bis zuletzt so blieb. Normalerweise hat man ja immer so seine(n) Liebling(e), was hier für mich jedoch schwierig war. Niemand war mir auf Anhieb sympathisch und wenn doch mal ein Funke übergegangen ist, wurde dieser wieder zunichte gemacht, weil die jeweilige Person doch wieder ein anderes Gesicht gezeigt hat.

Das Cover ist zwar nichts Besonderes, aber es passt sehr gut zu dem Buch. Es ist, wie das Buch und die Geschichte selbst, sehr einfach und ruhig, daher wäre alles andere hier fehl am Platz gewesen.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und war daher an die Zeiten der Abschnitte gebunden. Hätte ich dieses Buch außerhalb einer Leserunde gelesen, wäre ich wahrscheinlich innerhalb weniger Tage durch gewesen, da ich das Buch nicht aus der Hand gelegt hätte. Trotz der Tatsache, dass hier nur sehr langsam Spannung aufgebaut wurde, wollte man immer wissen wie es weitergeht oder was es mit etwas auf sich hat. Lediglich zum Schluss hat mir dann doch der Spannungsbogen gefehlt. Auch der Abschluss des Buches war relativ ruhig, hier hatte ich dann doch ein wenig mehr erwartet. Das Ende ist zwar gut und ich finde auch gut wie die Geschichte ausgeht, allerdings hätte man auch ein wenig mehr Spannung miteinbringen können um zum gleichen Ende zu gelangen.

Auch wenn ich eine Kleinigkeit auszusetzen habe, hatte ich eine schöne Zeit beim Lesen und die Autorin hat es geschafft, mich in die Welt ihrer Geschichte zu katapultieren.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2020

Spannend, aber vorhersehbar.....

Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld
0

Als Cass nach einer Feier mit ihren Lehrerkollegen bei einem Unwetter nach Hause fährt und eine Abkürzung nimmt, die sie ihrem Mann versprochen hatte nicht zu nehmen, entdeckt sie ein stehendes Auto. Sie ...

Als Cass nach einer Feier mit ihren Lehrerkollegen bei einem Unwetter nach Hause fährt und eine Abkürzung nimmt, die sie ihrem Mann versprochen hatte nicht zu nehmen, entdeckt sie ein stehendes Auto. Sie ist hin- und hergerissen und weiß nicht, ob sie aussteigen und helfen soll. Als die Insassin des Fahrzeugs keine Anstalten macht, dass sie Hilfe braucht, fährt Cass weiter, denn sie hat verständlicherweise selbst Angst in eine Falle zu tappen.

Als sie am nächsten Morgen aufwacht, erfährt sie, dass die Frau brutal ermordet wurde und kann ihr schlechtes Gewissen nicht verbergen. Sie möchte so gerne ihrem Mann alles erzählen, aber sie traut sich nicht, da sie ihm ja versprochen hatte, bei diesem Unwetter nicht die Abkürzung zu nehmen. Also versucht Cass allein mit ihren Schuldgefühlen umzugehen, woran jedoch scheitert, also meldet sie sich anonym bei der Polizei. Als die Polizei mit ihrem Anruf an die Öffentlichkeit geht, fühlt sie sich bloßgestellt und auf einmal überhaupt nicht mehr anonym, auch wenn niemand weiß, dass sie die Anruferin war.

Dies ist auch der Moment, an dem die anonymen Anrufe bei ihr beginnen, bei denen die Person am anderen Ende der Leitung einfach nichts sagt. Cass hat Angst, dass der Mörder sie an diesem Tag hat vorbeifahren sehen und über die Medien von der anonymen Zeugin gehört hat und er sie nun einschüchtern oder sogar töten will. Noch immer traut sie sich nicht sich ihrem Mann Matthew oder ihrer Freundin Rachel anzuvertrauen.

Zeitgleich geht es Cass zunehmend schlechter, nicht nur wegen der ermordeten Frau, auch weil Cass immer vergesslicher wird und sie befürchtet an der gleichen Krankheit zu leiden, wie ihre verstorbene Mutter. Für Cass beginnt eine schreckliche Zeit, in der sie teilweise nicht weiß, was real und was irreal ist. Zum Glück hat sie einen so wundervollen Mann und eine so tolle Freundin, die sich beide sehr um Cass kümmern und ihr durch diese schwere Zeit helfen.....

Das Cover gefällt mir sehr gut, auch der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ich habe bereits "Saving Grace" gelesen und war damals sehr begeistert über die Geschichte und den Schreibstil der Autorin, so dass ich auch unbedingt dieses Buch lesen wollte.

B.A. Paris schafft es auch hier wieder, dass man sich fühlt, als sei man komplett in das Leben der Hauptprotagonistin involviert. Man fiebert total mit und kann die Empfindungen und Gefühle komplett nachvollziehen. Zu den Charakteren kann/möchte ich mich nicht unbedingt äußern, da ich den Ausgang der Geschichte kenne und daher meine Meinung nicht mehr Objektiv genug wäre und es wahrscheinlich dazu führen würde, dass ich unbewusst spoilern würde. Ich kann lediglich sagen, dass ich Cass sehr ins Herz geschlossen habe, auch wenn ich sie manchmal einfach wachrütteln wollte, weil sie sich in Dinge hineinsteigert, die nicht sein müssen.

Ich muss auch gestehen, dass ich das Ende des Buches fast genau so habe kommen sehen und das schon nach den ersten beiden Kapiteln. Allerdings hat die Autorin im weiteren Verlauf der Geschichte mich dann doch immer wieder zweifeln lassen und ich dachte, ich hätte Unrecht mit meiner anfänglichen Vermutung. Dies war jedoch nicht so, allerdings war das nicht weiter schlimm. Das Buch war sehr spannend und auch wenn ich das Ende richtig erraten habe, war ich mir bis zum Schluss nicht sicher und so blieb es dann trotzdem spannend. Auch die endgültige Auflösung der Geschichte, war sehr spannend erzählt, daher kann ich nur sagen, dass auch dieser Thriller von B.A. Paris mich überzeugt hat und ich mich freue irgendwann wieder etwas von ihr zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2020

Anstrengender Schreibstil, spannender Thriller

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Als Nic einen Anruf Ihres Bruders erhält, dass sie zurück in ihre Heimatstadt kommen soll, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie wollte nie mehr an den Ort zurück, an dem so viel schlimmes passiert ist und ...

Als Nic einen Anruf Ihres Bruders erhält, dass sie zurück in ihre Heimatstadt kommen soll, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie wollte nie mehr an den Ort zurück, an dem so viel schlimmes passiert ist und doch hat sie keine andere Wahl. Ihrem Vater geht es zunehmend schlechter, das Haus muss verkauft werden und ihr Vater ist nicht mehr ganz er selbst. Trotz alledem lässt er ihr eine seltsame Nachricht zukommen, die Nic nicht mehr klar denken lässt.

Als Nic in ihre Heimatstadt fährt um das Haus ihres Vaters zu renovieren und zum Verkauf bereit zu machen, muss sie sich ihrer Vergangenheit und dem damaligen Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne stellen. Dies fällt Nic schon schwer genug, bis sich die Geschichte, genau in dem Moment als Nic zuhause auftaucht, zu wiederholen scheint. Wieder verschwindet ein Mädchen und es ist nicht irgendein Mädchen, es ist das Mädchen, das Nic und ihren Freunden beim Verschwinden von Corinne allen ein Alibi gab. Kann dies ein Zufall sein? Die Ermittlungen werden wieder aufgenommen und es wird nach Zusammenhängen gesucht und plötzlich stehen wieder alle im Verdacht und der Albtraum beginnt von vorn.

Diesen Thriller habe ich schon so lange auf meiner Liste. Der Klappentext hat mich bereits neugierig gemacht und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte an sich ist vielleicht nichts Neues und der Ausgang und auch teilweise der Verlauf nicht immer 100 % realistisch, aber durch den Schreibstil wird aus dieser Geschichte etwas ganz besonderes.

Die Geschichte besteht aus drei teilen.

Teil 1 handelt von der Gegenwart, in der Nic in ihr damaliges Zuhause zurück muss.

Teil 2 handelt von dem Tag des Ereignisses. Dies ist Tag 15 nach Nics Rückkehr und von dort an wird die Geschichte rückwärts erzählt bis zum Tag von Nics Ankunft.

Teil 3 handelt von der Zeit danach und wie sich Nics Leben nach der ganzen Geschichte entwickelt hat.

Anfangs war es sehr verwirrend, da man teilweise nicht mehr verstanden hat, dass dies bereits passiert ist und es nun um die Tage davor geht. Man möchte eigentlich immer, dass es vorwärts geht und man endlich Antworten auf seine Fragen bekommt. Und tatsächlich, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, bekommt man im Laufe der Erzählung die Antworten, die man sucht.

Ich muss zugeben, man muss sich daran gewöhnen, da der Erzählstil eher unüblich ist, aber genau das hat mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Währe der Erzählstil anders gewesen, wäre es vielleicht eine banale und vorhersehbare Geschichte gewesen, die mal eben für zwischendurch in Ordnung war, mehr aber nicht. Durch den ungewöhnlichen Erzählstil wurde die Geschichte für mich jedoch super spannend und aufregend.

Nic als Hauptprotagonistin war mir sehr sympathisch. Es gab Momente, in denen ich jedoch Zweifel an ihrer Ehrlichkeit bzw. Unschuld hatte, das hat es mir zwischendurch sehr schwer gemacht, sie richtig einzuschätzen. Auch Tylor konnte man schwer einschätzen und auch Nics Bruder Dan. Eigentlich waren alle Charaktere rätselbehaftet bis sich die Geschichte aufgeklärt hat. Das war jedoch auch etwas, was zur Spannung beigetragen hat, da man nicht recht wusste, wem man denn nun trauen kann.

Ein sehr spannender Thriller, den es sich zu Lesen lohnt. Jedoch braucht man Zeit und einen freien Kopf, um durch den Erzählstil nicht den Faden zu verlieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2020

Das traurige Leben der fröhlichen Mary

Die Farbe von Milch
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Mary ist im Grunde genommen ein total fröhliches Mädchen und freut sich so ziemlich über alles in ihrem Leben. Obwohl sie körperlich anders ist, als ihre Schwestern, arbeitet sie nicht weniger hart auf ...

Mary ist im Grunde genommen ein total fröhliches Mädchen und freut sich so ziemlich über alles in ihrem Leben. Obwohl sie körperlich anders ist, als ihre Schwestern, arbeitet sie nicht weniger hart auf dem Hof ihrer Eltern. Leider findet sie nie die Anerkennung ihres Vaters und auch die ihrer Mutter nicht, nichts desto trotz verliert Mary nie ihre gute Laune, die sie mit ihrem Großvater teilt.

Als Marys Vater vom Pfarrer der Gemeinde erfährt, dass dieser Hilfe in seinem Haus benötigt, um seine kranke Frau zu pflegen, ist für ihn gleich klar, dass Mary diesen Job übernehmen muss. Diese Nachricht ist ein Schock für Mary, Mary möchte nicht vom Hof ihrer Eltern weg und getrennt sein von ihrer Familie, aber ihr bleibt nichts anderes übrig als widerwillig die Arbeit im Pfarrershaus zu übernehmen.

Dort angekommen, ist Mary ziemlich überrascht von dem völlig anderen Lebensstil, der dort herrscht und sie so natürlich nicht kennt. Alles ist in ihren Augen so luxuriös und pompös. Überall stehen Bücher, wo Mary sich doch gar nicht vorstellen kann, dass jemand diese lesen kann.

Mary arbeitet von nun an im Pfarrershaus mit Edna, die sich schon länger um die Familie kümmert. Zu Marys Hauptaufgaben gehört es, sich um die kranke Frau des Pfarrers zu kümmern. Diese schließt Mary mit ihrer offenen Art gleich in ihr Herz und genießt die Anwesenheit von ihr sichtlich. Leider geht es der Hausherrin zunehmend schlechter und sie verstirbt.

Von nun an ist nichts mehr wie es war. Mary darf nicht, wie erwartet wieder zurück auf den Hof ihrer Familie, sondern muss bleiben. Edna hingegen wird entlassen und so ist Mary nun allein mit dem Pfarrer und die Einsamkeit des Pfarrers treibt ihn dazu, Mary mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als ihr lieb ist.

Die Geschichte der kleinen Mary hat mich sehr traurig gemacht. Der Schreibstil ist anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt dann doch schnell in die Geschichte hinein. Die Charaktere waren leider allesamt unsympathisch bis auf Mary, ihr Großvater sowie die Pfarrersfrau. Ihre Schwestern kann man nicht so recht einschätzen und man hat manchmal das Gefühl, auch sie machen sich insgeheim lustig über ihre Schwester bzw. nehmen sie nicht sonderlich ernst.

Mary ist ein so fröhliches Mädchen, das aus allem etwas positives ziehen kann, umso trauriger macht es mich, wie sie von ihrer Familie behandelt wird. Da erscheint es Anfangs wie ein Lottogewinn im Pfarrershaus zu arbeiten. Der Pfarrer und dessen Frau sind so nett zu ihr, obwohl Mary als mal ein wenig frech daherredet, allerdings ist dies Marys Art und das scheint trotz allem zu gefallen. Leider wendet sich das Blatt als die Pfarrersfrau stirbt und sogar die fröhliche Mary langsam und schrittweise nichts positives mehr an ihrem Leben sieht und daher nur noch einen einzigen Ausweg findet.


Das Buch hat mich sehr erschüttert, man möchte zwischendrin einschreiten und laut rufen, was sie machen soll und wie sie sich verhalten soll, aber auch das hätte nichts gebracht, den es waren damals eben andere Zeiten und man kam nicht so einfach als Mädchen aus manchen Situationen heraus, wie es heutzutage der Fall ist.

Mir hat das Buch für zwischendurch sehr gefallen, obwohl es eine traurige Geschichte war, aber es kann eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Von daher ist das Buch weiterzuempfehlen, als eine etwas andere Lektüre zur Abwechslung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere