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SteffMcFly

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2021

Haustausch mit Folgen

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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Ein ungewöhnlicher, aber harmlos zu scheinender Haustausch mit fatalen Folgen.

Ich hab mich anfangs schwer getan, in die Story reinzukommen, weil sie für mich sehr langsam anlief. Der Schreibstil ist ...

Ein ungewöhnlicher, aber harmlos zu scheinender Haustausch mit fatalen Folgen.

Ich hab mich anfangs schwer getan, in die Story reinzukommen, weil sie für mich sehr langsam anlief. Der Schreibstil ist zwar flüssig und lässt sich wirklich angenehm lesen, aber irgendwie haben mich die ersten Seiten noch nicht gepackt.
Nach dem ersten Viertel konnt ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil die Charaktere für mich so vertraut wurden, dass ich wissen wollte, wie es ihnen im weiteren Verlauf ergeht.
Gegen Ende wurde ich aber wieder stark gebremst und musste mehrmals über das eben Gelesene nachdenken. Nicht, weil es besonders spannend war, sondern weil es immer abstruser wurde und es mir manchmal schwer fiel, das Gelesene zu glauben.

Die Charaktere wurden für mich schnell vertraut, wenn auch nicht gerade sympathisch. Libby hat eine sture und zickige Art an sich, die es mir anfangs schwer machte, eine Bindung zu ihr aufzubauen.
Ihr Ehemann Jamie war mir hingegen sofort ans Herz gewachsen, was einen guten Ausgleich zu Libby darstellte.

Die Spannung geriet immer wieder ins Stocken und als sie gegen Ende eigentlich ihren Höhepunkt finden sollte, ließ sie mich im Stich. Das Ende wirkte für mich wenig authentisch, sondern vielmehr konstruiert. Es machte den Anschein, als wären alle Zufälle der Welt genau in diesem Buch versammelt, was es für mich schwer nachvollziehbar machte.

Alles in allem eine nette Geschichte, die leider viel vorhandenes Potenzial verschenkte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2021

Eifersucht & Missgunst

Meine beste Freundin
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Ein Mensch, der alles hat? Schönheit, einen gut bezahlten Job, einen Traummann – natürlich schwingt dort schnell der Neid mit. Doch als Becca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist und Lizzie wie aus ...

Ein Mensch, der alles hat? Schönheit, einen gut bezahlten Job, einen Traummann – natürlich schwingt dort schnell der Neid mit. Doch als Becca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist und Lizzie wie aus dem Nichts Beccas Exfreund auf Tinder vorgeschlagen bekommt, setzt ihr Sherlock-Holmes-Gen ein und sie beginnt, im Internet nach Becca zu suchen.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir wirklich leicht. Der Schreibstil ist so angenehm und leichtfüßig, dass die Seiten nur so dahinzuschweben scheinen.

Die Handlung besteht aus fünf Teilen, in denen man zeitweise nicht nur Lizzies, sondern auch Beccas Sicht einnimmt. An sich gefallen mir zwei Blickwinkel immer sehr, da man die Geschichte nicht nur eindimensional wahrnimmt, sondern viel Input, der sonst im Verborgenen geblieben wäre. Ebenso entwickelt man Verständnis und Empathie für Charaktere, die nicht der Erzähler sind und somit sonst sehr flach geblieben wären. Hier war es jedoch teilweise so, dass mir die zweite Stimme zu konstruiert vorkam. Manche Wendungen waren überraschend, manche vorhersehbar und manche schlichtweg nicht wirklich nachvollziehbar. Man bekam hin und wieder das Gefühl, als wollte mit überraschenden Wenden um sich geschmissen werden, ohne aber der Geschichte damit etwas Gutes zu tun.

Ebenso ließ die anfängliche Spannung schnell ab. Für mein Gefühl handelt es sich nicht um einen Thriller, sondern lediglich einen kurzweiligen Roman mit einigen wenigen spannenden Elementen.

Nichtsdestotrotz hatte ich – auch bei ausbleibenden Spannungselementen – ein paar gute Stunden mit der Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2021

Ein Puzzle aus Leichenteilen

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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In London werden wild verstreute Leichenteile gefunden und obwohl sich Henley gerade versucht, von der Vergangenheit zu erholen, wird dies ihr erster Fall nach ihrer Pause und der Versetzung in den Innendienst. ...

In London werden wild verstreute Leichenteile gefunden und obwohl sich Henley gerade versucht, von der Vergangenheit zu erholen, wird dies ihr erster Fall nach ihrer Pause und der Versetzung in den Innendienst. Peter Olivier – bekannt als der Jigsaw-Killer – sitzt momentan im Hochsicherheitstrakt, doch diese Morde tragen seine Handschrift. Besonders das vor der Öfffentlichkeit geheimgehaltene Markierungszeichen Oliviers lässt es den Ermittlern eiskalt den Rücken runterlaufen.

Auch wenn anfangs sehr viele Namen auftauchen, die man erst im Laufe des Buches lernt zuzuordnen, bin ich sehr gut in die Geschichte gestartet.

Das Ermittlerduo, das sich aus Henley und ihrem neu zugeteilten Trainee Ramouter zusammensetzt, hat es mir besonders angetan. Henley ist nicht immer einfach, aber durch die Einblicke in ihre Vergangenheit und ihr momentanes Privatleben, entwickelt man sofort eine Empathie, die den Charakter sympathisch macht.
Genauso bei Ramouter. Er ist zwar noch am Anfang seiner Karriere und hat manches Mal mit seinem neuen Einsatzort zu kämpfen, aber dennoch ist er mir aufgrund seiner smarten Gedanken sofort ans Herz gewachsen.

Die Handlung ist komplett auf die Ermittlungsarbeit ausgerichtet, die hin und wieder ein bisschen schleift und somit auch die Spannung nicht immer auf höchster Stufe ist. Aufgrund der liebevollen Charaktere, der kleinen Randlovestory und den blutrünstig dargestellten Morden, tat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Bestimmt nicht der spannendste Thriller, den ich je gelesen habe, aber er bescherte mir viele schöne Lesestunden.

  • Cover
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Veröffentlicht am 04.01.2021

Grausam & finster

In der Finsternis
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Kindsentführungen. Grausame Morde. Ein Mann, der nur als "Vater" bekannt ist. Wiederholt sich das Schicksal, das Dante Torre am eigenen Leib erfahren musste? Kann er sich mithilfe der temperamentvollen ...

Kindsentführungen. Grausame Morde. Ein Mann, der nur als "Vater" bekannt ist. Wiederholt sich das Schicksal, das Dante Torre am eigenen Leib erfahren musste? Kann er sich mithilfe der temperamentvollen Polizisten Colomba durch Verstrickungen, Anschläge und Intrigen durchkämpfen und hinter die Identität des "Vaters" blicken?

Ein Thriller, wie ich ihn gern habe. Viel Action und Spannung, die dem Leser keine Ruhe lassen sich für einen kurzen Moment zurück zu lehnen. Sympathische und verschrobene Protagonisten, die einem das Gefühl geben, an ihren Ermittlungen beteiligt zu sein.

Trotz teilweise gehäufter Informationen und Ereignissen, bin ich begeistert. Ich erinnere mich an keinen langatmigen Moment, in dem ich mir wünschte, dass die Handlung endlich mal vorangetrieben werden würde. Und der Moment, in dem die Identität des Vaters preisgegeben wurde, löst noch immer Gänsehaut in mir aus. Was will man also mehr?

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Autentische Lektüre

Die Dilettanten
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Schon nach den ersten paar Seiten stellte ich fest, dass mir das Geschriebene seltsam vertraut vorkam. Warum? Ich studiere selbst und einige der Situationen sind 1:1 genau so, wie beschrieben. Das ganze ...

Schon nach den ersten paar Seiten stellte ich fest, dass mir das Geschriebene seltsam vertraut vorkam. Warum? Ich studiere selbst und einige der Situationen sind 1:1 genau so, wie beschrieben. Das ganze Buch fühlte sich an, als wären die Semesterferien bereits zu Ende und der Alltag hätte mich wieder. Seien es die Kommilitonen, neben denen man zwar sitzt, sich aber außerhalb des Seminares nicht so wirklich gerne unterhalten möchte oder der Pub direkt neben der Uni, der zwar immer proppevoll ist, man sich das aber eigentlich nicht erklären kann, weil die Angestellten maßlos überfordert sind und man an schlechten Tagen auch mal ein einhalb Stunden auf sein Getränk und sein Essen warten muss.

Ich war oft ein wenig verwirrt, weil mir manchmal die Zusammenhänge verschiedener Situationen, wie zum Beispiel die Sitzungen des Peaks, ein wenig entglitten. Jedoch folgte ich umso aufmerksamer Alex durch seinen Alltag und seine Gedankenwelt, da er wirklich ein sehr sympathischer Charakter ist, dem man gerne Empathie zeigt.

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