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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2021

Wow!

Verity
1

Lowen Ashleigh ist eine nicht sonderlich bekannte Autorin, die noch nicht ganz ihren Weg gefunden zu haben scheint. Eines Tages erhält sie ein Angebot, das sie auf gar keinen Fall ablehnen kann: Sie wurde ...

Lowen Ashleigh ist eine nicht sonderlich bekannte Autorin, die noch nicht ganz ihren Weg gefunden zu haben scheint. Eines Tages erhält sie ein Angebot, das sie auf gar keinen Fall ablehnen kann: Sie wurde auserwählt, die bekannte Psychothriller-Reihe von Bestsellerautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Seit einem Autounfall ist und mehreren Schicksalsschlägen ist diese nicht mehr ansprechbar und daher nicht mehr in der Lage, die Reihe fortzusetzen.
Angefixt von der hohen Summe, die sie dafür erhalten würde, akzeptiert Lowen das Angebot. Ein maßgeblicher Anreiz scheint auch Veritys Ehemann Jeremy zu sein, zu dem sie sich von Anfang an hingezogen fühlt. Während Lowen in den Notizen von Verity nach etwaigen Handlungssträngen für die Fortsetzung der Reihe sucht, fällt ihr deren Tagebuch in die Hand, das Schreckliches offenbart.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat es Colleen Hoover geschafft, mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da zwischen jeder einzelnen Zeile die bedrohliche Atmosphäre zum Greifen nahe war.

Die Spannung flachte meines Erachtens kein einziges Mal ab, sondern zwang mich, immer weiter und weiter zu lesen.

Die Dialoge und Gedankengänge waren für mich nachvollziehbar und absolut authentisch.

Auch die Charaktere haben mich sofort jeder auf seine eigene Art und Weise berührt und waren so real gezeichnet, dass ich mit jedem einzelnen mitfühlen konnte.

Der Twist am Ende hat mir den Rest gegeben, da ich damit niemals gerechnet hätte.

Alles in allem ein sehr atmosphärischer und extrem düsterer Roman, der mich noch immer beschäftigt.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Nicht vollends überzeugend

Die Frau ohne Namen
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Jessica Farris ist als Kosmetikerin in New York tätig, lebt in keiner festen Beziehung, mag eher One-Night-Stands und Geld ist immer sehr knapp bei ihr – warum, wird auch im Laufe des Buches noch näher ...

Jessica Farris ist als Kosmetikerin in New York tätig, lebt in keiner festen Beziehung, mag eher One-Night-Stands und Geld ist immer sehr knapp bei ihr – warum, wird auch im Laufe des Buches noch näher erläutert. Als sie von einer Ethik- und Moralstudie hört – die sehr gut bezahlt werden soll - schleicht sie sich in diese ein. Und wird auch tatsächlich genommen....

Initiiert wird diese Studie von der Psychologin Dr. Lydia Shields. Was soll und ist der Zweck so einer Studie? Jessica hinterfragt das einfach nicht, obwohl sehr intime Fragen gestellt werden. Auch mir als Leser war am Anfang nicht klar, was das alles sollte; ich fand es nur sehr seltsam, und habe mich gefragt, ob das wirklich alles so anonym ist wie angepriesen….

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Lydia und Jess erzählt, und ist sehr flüssig geschrieben, aber mit der Zeit zieht es sich. Der Leser bekommt intensive Einblicke in das Leben von Jessica und diese wird auch immer tiefer in das makabre Spiel der Psychologin hineingezogen. Bis mal klar ist, um was es Ihr geht…. das dauert und das ist auch alles ziemlich konstruiert.

Mehr sage ich dazu nicht, das müsst Ihr schon selber lesen. „Atemberaubende Twist“ habe ich jedenfalls nicht gefunden….

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Drama statt Thriller

Das andere Haus
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Caroline und ihr Ehemann Francis wollen ihren Problemen und dem immer tröger werdenden Alltag entfliehen und beschließen, einen Häusertausch mit einem Unbekannten zu machen. Als sie in der Nähe von London ...

Caroline und ihr Ehemann Francis wollen ihren Problemen und dem immer tröger werdenden Alltag entfliehen und beschließen, einen Häusertausch mit einem Unbekannten zu machen. Als sie in der Nähe von London in ihrem neuen Tauschhaus angekommen sind, merkt Caroline von Anfang an, dass irgendwas nicht stimmt. Gegenstände tauchen auf, die sie an ihre Vergangenheit erinnern und auch die aufdringlich erscheinende Nachbarin kommt ihr irgendwie seltsam vor.

Die Geschichte wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, sodass derdie Leserin Einblicke in die verschiedenen Gefühlslagen der Charaktere erhält. Größtenteils wird die Geschichte jedoch aus Carolines Sicht erzählt. Ebenso wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, um einen möglichst allumfassenden Einblick zu gewähren.

Ich bin leider sehr enttäusch, da ich auf einen spannenden Psychothriller hoffte, aber mit einem Familiendrama abgespeist wurde. Gefühlt dreht sich die Handlung nur um Carolines Affäre, die sie noch immer stark zu beschäftigen scheint.
Ihr Ehemann, der tablettenabhängig war, versucht, einen erneuten Draht zu ihr zu finden, was aber aufgrund von Carolines Festhalten an ihrer Affäre kaum möglich zu sein scheint.

Aber auch wenn das Buch etwas ganz anderes ist, als ich erwartet hatte, las sich die Geschichte leichtfüßig und plätscherte nur so dahin.

Alles in allem bin ich dennoch sehr enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Eintönig

Seelenspiel
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Eines Tages wacht Senna in einer verlassenen Hütte mitten im Nirgendwo auf. Sie weiß weder, wo sie ist noch wer sie in die verlassene Hütte oder in ihre neuen Kleider gesteckt hat. Doch eins weiß sie sicher: ...

Eines Tages wacht Senna in einer verlassenen Hütte mitten im Nirgendwo auf. Sie weiß weder, wo sie ist noch wer sie in die verlassene Hütte oder in ihre neuen Kleider gesteckt hat. Doch eins weiß sie sicher: Sie ist nicht allein und muss so schnell wie möglich fliehen.

Anfangs war ich von der Idee, ein Opfer in ein neues Haus einzuquartieren und zu sehen, was passiert, echt angetan. Es wäre so viel Potenzial da gewesen, Senna und Isaac den Aufenthalt noch unangenehmer zu gestalten, als er eh schon ist. Leider wurde ich enttäuscht.
Gefühlt liest man einfach nur einen Roman, der so gut wie keinerlei spannende Elemente birgt. Anfangs herrscht zwar eine angespannte Stimmung, da man immer darauf hofft, dem Wächter – wie Senna & Isaac ihren Entführer nennen – zu begegnen. Aber nichts.
Man wird lediglich in den neuen Alltag der beiden Gefangenen mit eingebunden und erfährt ein wenig aus der Vergangenheit der beiden sowie ihrer sich bereits zum "zweiten" Mal kreuzenden Wege.

Ich fand leider auch keinerlei Zugang zu den beiden Protagonisten, da sowohl Senna als auch Isaac sehr platt beschrieben wurden. Daher war es mir leider nicht möglich, Sympathien oder ähnliches aufzubauen.

Es gab so viel Potenzial für einen rasanten Thriller, doch letztendlich las ich eine sehr repetitive Erzählung, die sich dermaßen in die Länge zog, dass ich die letzten Seiten nur noch quer las. Schade.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Gute Idee, schwache Umsetzung

Meine wunderbare Frau
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Ein Ehepaar der etwas anderen Art. Sie sind glücklich verheiratet, haben zwei Kinder, ein gutes Einkommen und niemand würde vermuten, was sie wirklich in ihrer Freizeit machen. Inspiriert von einem Serienmörder, ...

Ein Ehepaar der etwas anderen Art. Sie sind glücklich verheiratet, haben zwei Kinder, ein gutes Einkommen und niemand würde vermuten, was sie wirklich in ihrer Freizeit machen. Inspiriert von einem Serienmörder, werden sie zu Nachahmern und entführen Frauen, denn: Morden erfrischt jede noch so festgefahrene Ehe.

Der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen. Er war leichtfüßig, flüssig und ließ sich sehr gut konsumieren. Leider machte er nicht wett, dass die Seiten vor sich hinplätscherten, ohne jedoch an Fahrt aufzunehmen. Es wurde viel umschrieben, ausschweifend erzählt, aber man wurde nie mit in das eigentliche Geschehen genommen. Vielmehr setzt man sich von Anfang bis Ende mit den Gedanken des Ehemanns auseinander, der zwar in etwa weiß, was seine Frau tut, aber nur Vermutungen über die tatsächliche Umsetzung anstellen kann.
So plagen ihn die Ungewissheit und die Belanglosigkeiten seines Alltags.

Die Charaktere bleiben bis zum Schluss hin sehr blass. Mir war es nicht möglich, zu irgendjemandem eine Verbindung oder auch nur Sympathie aufzubauen. Sie waren mir schlichtweg egal, weswegen das ganze Mitfiebern nicht stattgefunden hat.

Eine gute Idee, aber die Umsetzung war für mich leider sehr, sehr schwach. Lediglich am Ende gab es eine kleine Wendung, die zwar überraschend, aber alles andere als Spannung aufbauen konnte.

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