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Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein modernes Märchen

Cinder & Ella
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Zitat:

„Niemand mag eine verhätschelte Heldin.(...)In der Theorie ergibt das Sinn, aber für die Heldin selbst ist es trotzdem Mist“ -Seite 7


Inhalt:

Wenn jemand weiß, was es bedeutet Leid zu erfahren, ...

Zitat:

„Niemand mag eine verhätschelte Heldin.(...)In der Theorie ergibt das Sinn, aber für die Heldin selbst ist es trotzdem Mist“ -Seite 7


Inhalt:

Wenn jemand weiß, was es bedeutet Leid zu erfahren, dann ist es Ellamara. In einem Moment schien ihr Leben noch glücklich, im nächsten ist nicht nur ihr Leben völlig verändert- auch ihr Körper ist nicht mehr so wie sie ihn kennt.
Monate später scheint es für Ella ausgeschlossen wieder mit ihrem Chat-Freund und heimlicher Liebe Cinder Kontakt aufzunehmen. Sicher hat er sie ohnehin längst vergessen- oder?


Meinung:

Das Cover hat mich überhaupt nicht angesprochen, der Titel auch nicht. Schlussendlich hat der Klapptext mich neugierig gemacht und ich kann nur sagen: ein Glück! Die Autorin hatte mich schon ab der ersten Seite!
Ella ist eine sehr starke, aber auch philosophische Protagonistin. Sie hat Ecken und Kanten und genau das macht sie auch so sympathisch. Ich als Leserin habe Ella bei ihrem Umzug, einer neuen Schule und einem ganzen Haufen neuer Erfahrungen begleitet, von denen viele auch negativ und sehr berührend waren.
Dem gegenüber steht Cinder, Ellas Chat-Freund. Hollywood ist sein zu Hause und damit auch die Schattenseiten des Ruhmes.
Beide Charaktere waren wunderbar plastisch beschrieben. Insbesondere die Gefühlswelt der Protagonisten wurde unglaublich detailliert und facettenreich dargestellt. Somit hat die Autorin eine Sogwirkung geschaffen, der ich mich kaum entziehen konnte. In diesem Buch ist so unglaublich viel Emotion untergebracht, dass es für mehrere Bücher gereicht hätte und mich in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt hat.
Die Parallelen zu Cinderella waren sehr unaufdringlich und trotzdem charmant- dabei bin ich sonst gar nicht für Märchenadaptionen zu haben.


Fazit:

Dieses Buch hat mich zerstört, beeindruckt und berührt. Ein absolutes Highlight!

Veröffentlicht am 01.01.2019

Schachspiel in New Orleans

Sinful King
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Inhalt:
Kiera hat mehr als nur einen Fehler in ihrem Leben begangen- der größte davon: Brett zu heiraten. Dieses Problem hat sich mit seinem Tod mehr oder minder von selbst gelöst. Endlich kann sie sich ...

Inhalt:
Kiera hat mehr als nur einen Fehler in ihrem Leben begangen- der größte davon: Brett zu heiraten. Dieses Problem hat sich mit seinem Tod mehr oder minder von selbst gelöst. Endlich kann sie sich wieder zur Gänze ihrer großen Leidenschaft widmen: die Whisky- Destillerie ihrer Familie.
Doch Plötzlich steht ein neues Problem vor der Tür. Offensichtlich hat sich ihr toter Mann einen ganzen Haufen Geld geliehen, den Kiera nun zurückzahlen soll. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, ist der Mann dem Kiera nun das Geld schuldet der berüchtigtste und wohl gefährlichste Mann der Stadt- und er hat einen ganz anderen Zahlungsplan im Sinn als Kiera...


Meinung:
Meghan March schafft es unvergleichlich den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ich war bereits im ersten Kapitel völlig von der Geschichte und ihren Charakteren gefesselt. Selbst als es im Verlauf des Buches immer schwieriger für mich wurde dabei zu bleiben (dazu später mehr) war der unvergleichliche Stil der Autorin der springende Punkt, der mich bei der Stange gehalten hat.
Die Charaktere sind eher oberflächlich ausgearbeitet, zu Beginn hat mich das auch weniger gestört. Im Verlauf jedoch hätte ich mir mehr Tiefe, sowohl emotional als auch intellektuell erhofft. Auch die Auftritte einiger Nebencharaktere wirkten auf mich sehr inszeniert, gewollt und vollkommen überflüssig. Zudem habe ich mich immer wieder über die schiere Naivität der Protagonistin geärgert. Sie wuchs in New Orleans auf, wurde in die Alkoholbranche hineingeboren und leitet ein Unternehmen- alles wunderbare Grunde ein wenig mehr Weitblick und weniger Impulsivität zu erwarten.
Auch die Handlung- die wirklich spannend begann- erhielt einen Abbruch. Es gab immer weniger Handlung und dafür immer mehr Sex. Sicher ist Erotik für das Genre unglaublich wichtig und sie war auch wirklich gut geschrieben auf einem schmalen Grad zwischen anstößig und anregend- dennoch: ein wenig mehr Handlung abseits des Bettes wäre für mich wirklich nett gewesen.
Am Ende war es fast als hätte die Autorin das Fehlen der Handlung im Mittelteil überkompensieren wollen: plötzlich überschlagen sich die Ereignisse so schnell, dass ich schon fast Schwierigkeiten hatte alles zu erfassen.
Trotz der nicht unerheblichen Kritik an diesem Buch werde ich die Reihe fortsetzen, denn: in der Leseprobe zu Band zwei hat mich die Autorin erneut überzeugt.

Fazit:
Ein erotischer Roman mit deutlichen Schwächen, aber unvergleichlich geschrieben.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Das Spiel geht weiter

Sinful Queen
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Vorab Information: Es handelt sich um Band zwei der Reihe, es ist nicht empfehlenswert diesen unabhängig zu lesen.
Inhalt:
Kiera weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Nicht nur dass ihr Unternehmen dank ...

Vorab Information: Es handelt sich um Band zwei der Reihe, es ist nicht empfehlenswert diesen unabhängig zu lesen.
Inhalt:
Kiera weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Nicht nur dass ihr Unternehmen dank ihres toten Ehemannes hoch verschuldet ist und sie ihren Körper an den Mann, den sie zutiefst hasst verkaufen muss- nein. Plötzlich steht der tot geglaubte Brett vor ihrer Tür. Quicklebendig und mit einem Ziel: mehr Geld.
Wird es Kiera gelingen ihre Brennerei vor Brett zu schützen? Kann sie weiter ihren Körper für ihre Schulden hergeben? Und vor allem: wie schmal ist der Grad zwischen Hass und Liebe tatsächlich?


Meinung:

In Band zwei machen die beiden Protagonisten des Buches eine deutliche Entwicklung durch, auch wenn die dominanten und devoten Rollenverhältnisse bestehen bleiben. In Band zwei hat die Autorin sich etwas zugelegt, dass ihr in Band eins abhandengekommen war: Handlung. Dafür war ich wirklich sehr dankbar, denn ich hatte in diesem Band wesentlich weniger Mühe dabei zu bleiben und konnte den Charakteren auch mehr Positives abgewinnen.
Auch die erotischen Szenen haben mir besser gefallen. Sie sind nach wie vor geschmackvoll geschrieben, nehmen aber nicht mehr so viel Raum ein, dass sie alles andere ersticken.
Leider bleiben die Nebencharaktere bei der Autorin sehr farblos. Ich habe in keinem der Bände ein Gefühl für sie bekommen, zumal sie auch selten erwähnt wurden. Sehr schade, denn dabei ist sicherlich auch Potential auf der Strecke geblieben.
Der Cliffhanger konnte mich leider gar nicht abholen, denn er war für mich sehr vorhersehbar aber schlimmer noch: der Ausgang der Situation ist für mich absolut klar.


Fazit:
Eine deutliche Steigerung zu Band eins und wesentlich durchdachtere Handlungsstränge. Dennoch für mich leider nur „Durchschnitt“.

Veröffentlicht am 14.07.2018

Eines meiner Highlights im Erscheinungsjahr

Dark Heroine - Autumn Rose
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Inhalt:

"Geschrieben ist´s in Stein, Der erste Thron soll ihrer sein..."

Autumn wächst in der Dimension der Sage auf, sie hat magische Kräfte. Von den meisten Mitschülern gehasst, ist es ihre Aufgabe ...

Inhalt:

"Geschrieben ist´s in Stein, Der erste Thron soll ihrer sein..."

Autumn wächst in der Dimension der Sage auf, sie hat magische Kräfte. Von den meisten Mitschülern gehasst, ist es ihre Aufgabe die Menschen zu schützen. Als eines Tages ein Prinz der Sage an ihrer Schule auftaucht ist Autumn alles andere als begeistert. Denn mit seiner Ankunft gerät ihr geordnetes Leben völlig durcheinander.

Meinung:
Zugegeben- ich war skeptisch. Der erste Band dieser Serie hat mich so stark begeistert, die Figuren mich so mitgerissen, dass ich schon etwas enttäuscht war als ich erfuhr, dass in diesem Band eine andere Protagonistin ihre Geschichte erzählen soll. Doch was soll ich sagen?- Abigail Gibbs bleibt für mich eine der großartigsten Newcommerinnen. Ihr flüssiger Schreibstil, die komplex ausgeformte, bis ins Detail durchdachte Welt, reißen den Leser von der ersten Seite an mit. Die Protagonistin ist sympathisch, wenn auch phasenweise etwas launisch und impulsiv, die Spannungsbögen fesselnd.

Fazit:
Harry Potter für große Mädchen.- Ich liebe es

Veröffentlicht am 05.02.2018

Eine zarte Geschichte über ein unglaublich starkes Mädchen

Verliere mich. Nicht.
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Inhalt:
Sage hat Luca verlassen, denn es war das Beste für alle Beteiligten, auch wenn es ihr das Herz bricht. Doch wie soll sie nun mit ihm umgehen? Was ist mit April, Lucas Schwester und die beste Freundin, ...

Inhalt:
Sage hat Luca verlassen, denn es war das Beste für alle Beteiligten, auch wenn es ihr das Herz bricht. Doch wie soll sie nun mit ihm umgehen? Was ist mit April, Lucas Schwester und die beste Freundin, die Sage in ihrer neuen Heimat finden konnte? Und schlussendlich: Wird Alan seine Drohungen wahr machen?
Werden Sage und Luca wieder zueinander finden oder wird Sage den Kampf gegen ihre Ängste verlieren?
All das erfahren wir im zweiten und finalen Band „Verliere mich. Nicht.“ von Laura Kneidl

Meinung:
Das Buch setzt direkt nach dem Ende von Band eins „Berühre mich. Nicht.“ ein, sodass der Einstieg wirklich unmittelbar und leicht ist. Zudem ein Bonus für die ungeduldigen Leser, die genauso mit dem Cliffhanger hadern wie ich.
Die Stimmungen von Sage haben mich wieder direkt in den Bann der Geschichte geschlagen und wurden unglaublich detailliert beschrieben. Die Handlung hat mich zwischenzeitlich für einen Moment verloren und später liebevoll wieder eingesammelt: denn auch wenn ich es als passend empfunden habe- sie wurde berechenbarer. Gerade im vorigen Teil hatte ich den Eindruck: das ist etwas Neues, etwas wunderschönes und zerbrechliches. Nun in diesem Band hat die zerbrechliche Geschichte einige Risse erhalten. Ob das die Geschichte nun schöner macht oder auch den Gesamteindruck stört muss letzten Endes jeder Leser für sich entscheiden. Ich persönlich habe mich dafür entschieden, dass diese Buchreihe perfekt unperfekt ist. Ich störe mich nicht an etwas Berechenbarkeit, sondern denke viel eher mit mehr neuen Ideen und noch mehr nicht absehbaren Wendungen wäre die Geschichte unrealistisch geworden. Jetzt ist es eine Geschichte über ein Mädchen, dass zwar einige Risse auf ihrer Seele hat aber dennoch ihren Weg geht- und das macht diese Bücher so verdammt sympathisch.
 
Fazit: 
Perfekt unperfekt und gerade damit wunderschön.