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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2019

Nur durch den hervorragenden Schreibstyl der Autorin überzeugend

Perfect Mistake
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Inhalt:

Adele kehrt nach sieben Jahren erstmals nach Hause zurück. Sie hofft inständig, dass jeder den Vorfall vergessen hat, der sie davon abgehalten hat ihren Vater in den letzten Jahren zu besuchen- ...

Inhalt:

Adele kehrt nach sieben Jahren erstmals nach Hause zurück. Sie hofft inständig, dass jeder den Vorfall vergessen hat, der sie davon abgehalten hat ihren Vater in den letzten Jahren zu besuchen- doch falsch gedacht. In Kleinstädten wächst nun einmal nicht über jeden Skandal irgendwann Gras. Dann ist da immer noch er: einst ihr bester Freund, ihr Vertrauter und so viel mehr und jetzt...


Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist so unglaublich flüssig und bildhaft, dass es sich alleine deswegen immer lohnt zu einem ihrer Bücher zu greifen. Auch dieses Werk bildet dabei keine Ausnahme und dennoch ist bei mir ein deutliches ABER nach Beendigung geblieben.
Auch wenn der Start in die Geschichte sehr spannend ist, so entwickelt sie sich leider sehr vorhersehbar. Hinzu kommen Ungereimtheiten und Schwächen in der Handlung die sich einfach nicht ignorieren ließen. Viele Ereignisse wirken viel zu schwach, zu unbedeutend um die Reaktion nach sich zu ziehen, die die Autorin beschreibt.
Ihre Protagonisten handeln oftmals impulsiv und- im Falle des männlichen Protagonisten- wie ein unreifer Teenager. Auch die Dialoge wirken anteilig zu sehr gewollt, zu bemüht um Humor und darin für meinen Geschmack zu derbe. Ich habe mich mehr als einmal gefragt: Wer redet denn so?
Bei den Nebenfiguren ist eine große Bandbreite zu finden, von liebevoll ausgearbeitet und herzerwärmend bis farblos war alles dabei.
Trotz dieser doch nicht unwesentlichen Kritik würde ich nicht davon abraten das Buch zu lesen. Warum? Weil schlicht und ergreifend trotz der vielen Ungereimtheiten das Buch so flüssig geschrieben ist, dass das Lesen dennoch Spaß macht und das Werk nur schwerlich aus der Hand zu legen ist.


Fazit:

Eindeutig nicht das Beste Werk der Autorin, dennoch eine nettes Geschichte für zwischendurch.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Zu viel, zu wenig und einfach nicht genug

Elite
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Inhalt:

Ein Eliteinternat in den USA- klar von hier aus geht es als nächstes auf ein Ivy League College. Doch was ist nur schöner Schein? Was ist Wahrheit?
In dem Buch begleiten wir Jules, ihres Zeichens ...

Inhalt:

Ein Eliteinternat in den USA- klar von hier aus geht es als nächstes auf ein Ivy League College. Doch was ist nur schöner Schein? Was ist Wahrheit?
In dem Buch begleiten wir Jules, ihres Zeichens Rebellin und selbsternannte Feministin und James, Sportstipendiat und nicht immer ganz sicher ob er das Geld, dass er die Schule gekostet hat auch wert ist. Beide machen Erfahrungen mit Diskriminierung, Grenzüberschreitungen, sowie schlichter Arroganz und erfahren, was sich die „High Society“ von ihrem Geld tatsächlich kaufen kann.


Meinung:

Der Autor behandelt in seinem Buch viele wichtige Themen, die auf verschiedenen Ebenen hochaktuell sind. Jedoch sind diese sehr oberflächlich behandelt, Gegen- und Vergeltungsmaßnahmen von blindem Aktionismus geprägt und die Protagonisten emotional in keiner Form erreichbar.
Die verschiedenen Ereignisse erhalten kaum den Raum, den ich mir gewünscht hätte und waren alles in allem zu viel. Zu viele Ereignisse, zu viele politische Themen, zu viel Intoleranz und ganz eindeutig zu viel Klischee. Sicher lassen auch mich die Schicksalsschläge, die einige Charaktere erleiden nicht kalt, dennoch konnte ich kaum mit ihnen mitfühlen. Von anderen Dingen hätte ich mir dem entsprechend mehr gewünscht: mehr Emotion, mehr Tiefgang und mehr echten Aktionismus.
Immer wieder bin ich mir in Dialogen nicht sicher gewesen, welcher Charakter welchen Satz gesprochen hat. Auch die Szenenwechsel sind oft übergangslos und die Zeitsprünge nicht immer nachvollziehbar oder auch nur erklärt. Ich war oft einfach zu verwirrt um dem Geschehen zu folgen, was meine Lesefreude erheblich beeinträchtigt hat.


Fazit:

Gute Ideen, die sicherlich in mehreren voneinander unabhängigen Büchern besser aufgehoben gewesen werden. Dazu viel Irritation was am Ende wenig Freude beim Lesen bereitete.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Das Spiel geht weiter

Sinful Queen
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Vorab Information: Es handelt sich um Band zwei der Reihe, es ist nicht empfehlenswert diesen unabhängig zu lesen.
Inhalt:
Kiera weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Nicht nur dass ihr Unternehmen dank ...

Vorab Information: Es handelt sich um Band zwei der Reihe, es ist nicht empfehlenswert diesen unabhängig zu lesen.
Inhalt:
Kiera weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Nicht nur dass ihr Unternehmen dank ihres toten Ehemannes hoch verschuldet ist und sie ihren Körper an den Mann, den sie zutiefst hasst verkaufen muss- nein. Plötzlich steht der tot geglaubte Brett vor ihrer Tür. Quicklebendig und mit einem Ziel: mehr Geld.
Wird es Kiera gelingen ihre Brennerei vor Brett zu schützen? Kann sie weiter ihren Körper für ihre Schulden hergeben? Und vor allem: wie schmal ist der Grad zwischen Hass und Liebe tatsächlich?


Meinung:

In Band zwei machen die beiden Protagonisten des Buches eine deutliche Entwicklung durch, auch wenn die dominanten und devoten Rollenverhältnisse bestehen bleiben. In Band zwei hat die Autorin sich etwas zugelegt, dass ihr in Band eins abhandengekommen war: Handlung. Dafür war ich wirklich sehr dankbar, denn ich hatte in diesem Band wesentlich weniger Mühe dabei zu bleiben und konnte den Charakteren auch mehr Positives abgewinnen.
Auch die erotischen Szenen haben mir besser gefallen. Sie sind nach wie vor geschmackvoll geschrieben, nehmen aber nicht mehr so viel Raum ein, dass sie alles andere ersticken.
Leider bleiben die Nebencharaktere bei der Autorin sehr farblos. Ich habe in keinem der Bände ein Gefühl für sie bekommen, zumal sie auch selten erwähnt wurden. Sehr schade, denn dabei ist sicherlich auch Potential auf der Strecke geblieben.
Der Cliffhanger konnte mich leider gar nicht abholen, denn er war für mich sehr vorhersehbar aber schlimmer noch: der Ausgang der Situation ist für mich absolut klar.


Fazit:
Eine deutliche Steigerung zu Band eins und wesentlich durchdachtere Handlungsstränge. Dennoch für mich leider nur „Durchschnitt“.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Schachspiel in New Orleans

Sinful King
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Inhalt:
Kiera hat mehr als nur einen Fehler in ihrem Leben begangen- der größte davon: Brett zu heiraten. Dieses Problem hat sich mit seinem Tod mehr oder minder von selbst gelöst. Endlich kann sie sich ...

Inhalt:
Kiera hat mehr als nur einen Fehler in ihrem Leben begangen- der größte davon: Brett zu heiraten. Dieses Problem hat sich mit seinem Tod mehr oder minder von selbst gelöst. Endlich kann sie sich wieder zur Gänze ihrer großen Leidenschaft widmen: die Whisky- Destillerie ihrer Familie.
Doch Plötzlich steht ein neues Problem vor der Tür. Offensichtlich hat sich ihr toter Mann einen ganzen Haufen Geld geliehen, den Kiera nun zurückzahlen soll. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, ist der Mann dem Kiera nun das Geld schuldet der berüchtigtste und wohl gefährlichste Mann der Stadt- und er hat einen ganz anderen Zahlungsplan im Sinn als Kiera...


Meinung:
Meghan March schafft es unvergleichlich den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ich war bereits im ersten Kapitel völlig von der Geschichte und ihren Charakteren gefesselt. Selbst als es im Verlauf des Buches immer schwieriger für mich wurde dabei zu bleiben (dazu später mehr) war der unvergleichliche Stil der Autorin der springende Punkt, der mich bei der Stange gehalten hat.
Die Charaktere sind eher oberflächlich ausgearbeitet, zu Beginn hat mich das auch weniger gestört. Im Verlauf jedoch hätte ich mir mehr Tiefe, sowohl emotional als auch intellektuell erhofft. Auch die Auftritte einiger Nebencharaktere wirkten auf mich sehr inszeniert, gewollt und vollkommen überflüssig. Zudem habe ich mich immer wieder über die schiere Naivität der Protagonistin geärgert. Sie wuchs in New Orleans auf, wurde in die Alkoholbranche hineingeboren und leitet ein Unternehmen- alles wunderbare Grunde ein wenig mehr Weitblick und weniger Impulsivität zu erwarten.
Auch die Handlung- die wirklich spannend begann- erhielt einen Abbruch. Es gab immer weniger Handlung und dafür immer mehr Sex. Sicher ist Erotik für das Genre unglaublich wichtig und sie war auch wirklich gut geschrieben auf einem schmalen Grad zwischen anstößig und anregend- dennoch: ein wenig mehr Handlung abseits des Bettes wäre für mich wirklich nett gewesen.
Am Ende war es fast als hätte die Autorin das Fehlen der Handlung im Mittelteil überkompensieren wollen: plötzlich überschlagen sich die Ereignisse so schnell, dass ich schon fast Schwierigkeiten hatte alles zu erfassen.
Trotz der nicht unerheblichen Kritik an diesem Buch werde ich die Reihe fortsetzen, denn: in der Leseprobe zu Band zwei hat mich die Autorin erneut überzeugt.

Fazit:
Ein erotischer Roman mit deutlichen Schwächen, aber unvergleichlich geschrieben.

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein modernes Märchen

Cinder & Ella
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Zitat:

„Niemand mag eine verhätschelte Heldin.(...)In der Theorie ergibt das Sinn, aber für die Heldin selbst ist es trotzdem Mist“ -Seite 7


Inhalt:

Wenn jemand weiß, was es bedeutet Leid zu erfahren, ...

Zitat:

„Niemand mag eine verhätschelte Heldin.(...)In der Theorie ergibt das Sinn, aber für die Heldin selbst ist es trotzdem Mist“ -Seite 7


Inhalt:

Wenn jemand weiß, was es bedeutet Leid zu erfahren, dann ist es Ellamara. In einem Moment schien ihr Leben noch glücklich, im nächsten ist nicht nur ihr Leben völlig verändert- auch ihr Körper ist nicht mehr so wie sie ihn kennt.
Monate später scheint es für Ella ausgeschlossen wieder mit ihrem Chat-Freund und heimlicher Liebe Cinder Kontakt aufzunehmen. Sicher hat er sie ohnehin längst vergessen- oder?


Meinung:

Das Cover hat mich überhaupt nicht angesprochen, der Titel auch nicht. Schlussendlich hat der Klapptext mich neugierig gemacht und ich kann nur sagen: ein Glück! Die Autorin hatte mich schon ab der ersten Seite!
Ella ist eine sehr starke, aber auch philosophische Protagonistin. Sie hat Ecken und Kanten und genau das macht sie auch so sympathisch. Ich als Leserin habe Ella bei ihrem Umzug, einer neuen Schule und einem ganzen Haufen neuer Erfahrungen begleitet, von denen viele auch negativ und sehr berührend waren.
Dem gegenüber steht Cinder, Ellas Chat-Freund. Hollywood ist sein zu Hause und damit auch die Schattenseiten des Ruhmes.
Beide Charaktere waren wunderbar plastisch beschrieben. Insbesondere die Gefühlswelt der Protagonisten wurde unglaublich detailliert und facettenreich dargestellt. Somit hat die Autorin eine Sogwirkung geschaffen, der ich mich kaum entziehen konnte. In diesem Buch ist so unglaublich viel Emotion untergebracht, dass es für mehrere Bücher gereicht hätte und mich in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt hat.
Die Parallelen zu Cinderella waren sehr unaufdringlich und trotzdem charmant- dabei bin ich sonst gar nicht für Märchenadaptionen zu haben.


Fazit:

Dieses Buch hat mich zerstört, beeindruckt und berührt. Ein absolutes Highlight!