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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2021

Was würdest du für dein Kind tun?

Die siebte Zeugin
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Nikolas Nölting geht in eine Bäckerei und schießt um sich. Zwei Menschen sind verletzt, einer ist gestorben. Nach der Schießerei legt Nikolas die Waffe auf den Boden und wartet darauf, festgenommen zu ...

Nikolas Nölting geht in eine Bäckerei und schießt um sich. Zwei Menschen sind verletzt, einer ist gestorben. Nach der Schießerei legt Nikolas die Waffe auf den Boden und wartet darauf, festgenommen zu werden. Informationen zum Motiv bekommt man nicht, denn der Mörder spricht kein Wort. Roccos Aufgabe ist es, diesen seltsamen Fall zu klären. Das, was auf den ersten Blick nach einem Ausraster aussieht, verbirgt viel mehr.

"Die 7. Zeugin" ist der Auftakt einer neuen Justiz-Krimi-Reihe. An sich was das Buch eher ruhig. Es gab keine wirkliche Action-Momente oder gar Überraschungen. Ich fand den Fall aber interessant und es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Die Portion privates Leben war gut dosiert für den ersten Band.

Ich habe nur zwei Kritikpunkte. Erstens fand ich die Länge der Kapitel ab einem gewissen Zeitpunkt nervig. Die sind super kurz. Man liest und ist voll auf eine bestimmte Sache konzentriert und schon ist das Kapitel fertig. Im nächsten Kapitel geht es aber damit weiter und dieser kurze Abbruch ist einfach unnötig. Zweitens hat mir die Tiefe bei den Charakteren etwas gefehlt. Ok, zu Rocco konnte man ein bisschen mehr lesen, was die Beziehungen in der Familie angeht, viel war es aber nicht. Aber was ist mit Tobias? Und was ist mit Doktor Justus Jammer? Es kommen einfach einige Fragen auf, die hoffentlich in den nächsten Bänden beantwortet werden.

Das offene Ende macht einen aber auch neugierig.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Einfach nur spannend!!!

Homo Lupus
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"Homo lupus" ist das erste Buch, das ich von Thomas Kiehl gelesen habe. Es wird definitiv nicht das letzte sein!

Es ist die Fortsetzung von "Die Ameisenfrau". Ich kannte das erste Buch nicht und habe ...

"Homo lupus" ist das erste Buch, das ich von Thomas Kiehl gelesen habe. Es wird definitiv nicht das letzte sein!

Es ist die Fortsetzung von "Die Ameisenfrau". Ich kannte das erste Buch nicht und habe zunächst nicht gewusst, dass es dieses gab. Man kann aber "Homo lupus" sehr gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Ich finde die Idee großartig! Eine Biologin, die sich mit dem Verhalten der Tiere im Wolfsrudel beschäftigt, soll der Polizei dabei helfen, die Beziehungen im Clan besser zu verstehen. Wie ausgefallen ist das denn? An sich ist es aber eine wirklich kreative Idee und der Autor schickt seine Lena auf ein Abenteuer, das nicht nur spannend ist, sondern auch ziemlich gefährlich wird.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Leser befindet sich in der Zeit nach der Corona-Pandemie und die Wahl steht an. Die Chancen für "Neue bürgerliche Mitte" und Jan Berger sehen nicht so gut aus. Die Partei erinnert mich schon an die AfD. Die Situation ist aber sehr angespannt und etwas ist im Gange, dessen Konsequenzen einem Magenschmerzen bereiten.

Am Anfang habe ich mich gefragt, wie denn Lenas Arbeit, Ewalds Ermittlungen bezüglich des geplanten Attentats, der Aziz Clan und die Wahl zusammenhängen und wie der Autor alles zusammenbringen möchte. Tja, das hat er aber wirklich elegant gemacht. Und mit ganz viel Spannung! Der Countdown bis zur Wahl hat das Ganze nicht hektisch gemacht, sondern hielt die Spannung auf einem hohen Level und ich habe so stark mit gefiebert.

Joa, ich könnte sagen, dass es bisher mein Jahreshighlight ist. :)

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Auf der Jagd

Nachtjäger
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Enrico Mancini steht vor der nächsten Herausforderung. In Rom ist ein Serienmörder unterwegs, der seine eigenen Dämonen jagt und die Stadt in Angst versetzt. Er sieht in den anderen Figuren aus der Mythologie ...

Enrico Mancini steht vor der nächsten Herausforderung. In Rom ist ein Serienmörder unterwegs, der seine eigenen Dämonen jagt und die Stadt in Angst versetzt. Er sieht in den anderen Figuren aus der Mythologie und will die Monster beseitigen. Er hat eine Mission und wartet nicht. Enrico und sein Team können keine Zeit verschwenden und müssen schnell handeln. Der Jäger wird zum Gejagten.

Auch wenn man hin und wieder über den Schattenkiller stolpert, kann "Der Nachtjäger" unabhängig von "Der Schattenkiller" gelesen werden. Ich hatte nur Schwierigkeiten mit den Namen und habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mir zu merken, wer was jetzt genau macht. Es ist ein Thriller, der sehr spannend geschrieben ist und ich bin einfach durch die Seiten geflogen. Das Tempo war angemessen und es kam nicht zu Verwirrungen. Es gab nur etwas, das mich leiht gestört hat: das Liebesleben von Enrico. Es war schon dezent und eher im Hintergrund, für mich hat es aber einfach nicht so wirklich zum Rest gepasst.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Schön weihnachtlich und etwas traurig

Die Schneeschwester
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"Die Schneeschwester" ist eine tolle weihnachtliche Geschichte über Familie und Freundschaft! Sie ist nicht so lang, aber wirklich sehr gut und ja, mit der einen oder anderen Träne hatte ich zu kämpfen. ...

"Die Schneeschwester" ist eine tolle weihnachtliche Geschichte über Familie und Freundschaft! Sie ist nicht so lang, aber wirklich sehr gut und ja, mit der einen oder anderen Träne hatte ich zu kämpfen. Der kleine Julian hat seine Schwester Juni verloren und empfindet eine enorme Trauer, die einen bis zum Ende begleitet. Nicht ist so, wie es war. Seine Familie verhält sich anders und es scheint so, als wäre die Freude für immer aus ihrem Leben verschwunden. Das Buch hat eine tolle Botschaft. Ja, es ist traurig, einen lieben Menschen zu verlieren. Und ja, es ist vollkommen in Ordnung zu trauern. Aber man soll diese Person positiv in Erinnerung behalten und an all die schönen Momente denken, die man zusammen verbracht hat. Nein, sie bringen die Person nicht zurück und machen es einem nicht leichter. Wenn man aber dann zurückschaut, zaubern diese Erinnerung ein Lächeln auf den Lippen.

Die Geschichte ist wundervoll geschrieben und auch vorgelesen. Die Sprache passt sehr gut zu Julians Alter. Maja Lunde hat eine magische Verbindung zwischen den Toten und den Lebenden erschaffen. Auch wenn sie unrealistisch sein mag, ist sie wirklich magisch und einfach toll!

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Rasanter Thriller

Das Fundstück
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Ich habe den Satz "Ich packe meinen Koffer und nehme mit..." immer mit einem tollen Urlaub verbunden. Tja, nach diesem Buch sieht es etwas anders aus. :D Ich kenne auch andere Bücher von Andres Winkelmann ...

Ich habe den Satz "Ich packe meinen Koffer und nehme mit..." immer mit einem tollen Urlaub verbunden. Tja, nach diesem Buch sieht es etwas anders aus. :D Ich kenne auch andere Bücher von Andres Winkelmann und ich mag seinen Schreibstil. Das war das erste Buch, das er als Frank Kodiak schreibt, das ich gelesen habe. Es ist eindeutig blutiger und brutaler als die anderen Thriller, die er schreibt.

Das Buch war einfach rasant. Es ging schon direkt los und man war mitten in dieser Vorweihnachtszeit, die in diesem Fall in einem etwas andere Gefühle auslöst. Ich habe irgendwann es auch nicht mehr auf dem Schirm gehabt, welche Jahreszeit man hat. Ich war einfach von der Geschichte gepackt. Ich dachte oft "Uh, das sah aber bestimmt nicht schön aus" und musste einfach noch ein Kapitel lesen. Und dann noch eins, und noch eins. Alles ist ziemlich schnell passiert und es gab ja keine Zeit, um Handlungen unnötig in die Länge zu ziehen. Das hat mir besonders gut gefallen, denn so hat der Autor meine Aufmerksamkeit nicht verloren. Trotz der wechselnden Perspektiven war alles sehr gut strukturiert und es kam keine Verwirrung auf. Die Zusammenarbeit von Thorn und Grün war auch gut ausgearbeitet und gut nachvollziehbar, was die Ermittlung auch realistisch gemacht hat.

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