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Veröffentlicht am 19.01.2018

trotz kleinerer Mängel eine sehr gelungene, unterhaltsame Fortsetzung

Crossfire. Erfüllung
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Crossfire – Erfüllung ist eine gelungene Fortsetzung, deren Handlung wieder nahtlos am Ende des Vorgängers ansetzt, welches man entweder noch in Erinnerung haben oder vorher schnell noch einmal nachlesen ...

Crossfire – Erfüllung ist eine gelungene Fortsetzung, deren Handlung wieder nahtlos am Ende des Vorgängers ansetzt, welches man entweder noch in Erinnerung haben oder vorher schnell noch einmal nachlesen sollte um dem Geschehen von Beginn an gut folgen zu können. Wegen der vielen verschiedenen Ereignisse ist das Buch zudem durchgängig fesselnd, wodurch man die beinahe fünfhundert Seiten erstaunlich schnell gelesen hat.
Eva und Gideon sind zwei liebenswürdige Protagonisten, die dafür sogen, dass man die Serie trotz kleinerer Schwächen stets weiter verfolgt. Während man Eva von Anfang an mochte, gewinnt Gideon erst im dritten Band deutlich an Sympathie, weil man ihn inzwischen richtiger einschätzen kann und seine Handlungen besser versteht. Nun ist man sich sicher, dass es ihm mit Eva wirklich ernst ist und er sie aufrichtig liebt. Außerdem kann man jetzt viel besser nachvollziehen, was Eva so an Gideons Persönlichkeit gefällt und warum sie ihn liebt, was einem im zweiten Teil nicht ganz gelungen ist.

Ihre gemeinsame Beziehung entwickelt sich in diesem Band merklich in eine positive Richtung, denn die beiden haben nun weniger Geheimnisse voreinander und sprechen endlich viel offener miteinander über ihre Gefühle und Ängste. Man spürt jetzt, dass sie sich nicht bloß körperlich zueinander hingezogen fühlen, sondern auch etwas für den anderen empfinden. Auf Außenstehende mag ihre Beziehung ungesund wirken, für Eva und Gideon scheint es so aber zu funktionieren und sie tun sich gegenseitig gut.

Auf Grund gewisser vorangegangener Ereignisse müssen sie sich vor der Polizei in Acht nehmen und sind deshalb zunächst gezwungen ihre Versöhnung geheim zu halten, was beiden zunehmend schwer fällt. Vor allem Eva belastet diese Heimlichkeit sehr, da sie die Beziehung zu ihrem besten Freund Cary negativ beeinträchtigt, denn sie muss ihn ständig belügen, selbst wenn sie es nur tut um ihn zu schützen.

Obwohl sie einander nun mehr Vertrauen schenken, haben sie weiterhin mit einigen Problemen zu kämpfen. Gideons Beschützerinstinkt ist zum Beispiel noch immer zu stark ausgeprägt. Er könnte Eva ruhig etwas mehr zumuten und sie wenigstens gelegentlich in eine schwierige Angelegenheit einweihen, bevor diese gelöst ist. Dafür klärt er sie jetzt hinterher stets auf, was immerhin ein kleiner Fortschritt ist. Man mag Eva und Gideon als Paar sehr und hofft, dass sie ihre Probleme früher oder später bewältigen können, einschließlich des Traumas aus seiner Vergangenheit, das verhindert, dass die beiden bedenkenlos zusammen in einem Bett schlafen können.

Zu ihren Beziehungsproblemen kommen ihre jeweiligen persönlichen Familienstreitigkeiten hinzu, wie die andauernden Verletzungen von Evas Privatsphäre durch ihre Mutter oder deren völlig unverständliche Besessenheit von Geld. Des Weiteren werden sowohl Gideon als auch Eva erneut von ihrer Vergangenheit eingeholt: Brett will Eva zurückgewinnen, Corinne klammert sich geradezu krankhaft an Gideon und eine andere Verflossene ist fest entschlossen sich öffentlich an Gideon zu rächen, selbst wenn Eva dabei in die Schusslinie geraten sollte. Ferner versuchen auch andere seiner ehemaligen Geliebten ständig seine aktuelle Beziehung zu sabotieren, indem sie ihn übertrieben schlecht hinstellen oder Eva einreden wollen, dass Gideon sie ohnehin nur benutzen würde.

Doch zum Glück hat insbesondere Eva wahrlich großartige Menschen in ihrem Leben, auf die sie sich verlassen kann und die ihr in schwierigen Zeiten beistehen. Die diversen Nebencharaktere sind überwiegend ebenso liebenswert wie die Hauptfiguren und man freut sich über jeden noch so kleinen Auftritt von Megumi, Cary, Trey, Mark, Shawna und vielen anderen.
Nur Evas Mutter ist einem noch immer absolut unsympathisch, Gideons neben bei bemerkt genauso, und man ist sehr interessiert an der Erklärung, die sie ihrer Tochter bezüglich ihres Verhaltens versprochen hat.

Zahlreiche erotische Szenen sind in einem Erotikroman wie diesem selbstverständlich, allerdings sollten sie sich im Verhältnis zur eigentlichen Handlung im Gleichgewicht befinden und diese nicht wesentlich überwiegen, was zumindest anfangs jedoch leider der Fall ist und sich erst im späteren Verlauf bessert. Darüber hinaus sind diese Szenen hier nach wie vor zum Teil ziemlich vulgär und somit eher gewöhnungsbedürftig.

Das Ende kommt, wie gewohnt, recht plötzlich und wegen der vielen offenen Fragen sowie den noch ungelösten Konflikten ist man schon sehr gespannt auf den vierten Band der Reihe.


FAZIT

Crossfire – Erfüllung ist trotz kleinerer Mängel eine sehr gelungene, unterhaltsame Fortsetzung, die schnell gelesen ist und definitiv Lust auf die nächste Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 19.01.2018

ein wundervoller Bildband für Hundeliebhaber, den man sich immer wieder ansehen kann

Faule Hunde
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Faule Hunde ist ein wirklich gelungener und vor allem ziemlich amüsanter Bildband, der sich bereits auf Grund des angenehmen Preises auch perfekt als kleines Geschenk für Zwischendurch eignet. Das Format ...

Faule Hunde ist ein wirklich gelungener und vor allem ziemlich amüsanter Bildband, der sich bereits auf Grund des angenehmen Preises auch perfekt als kleines Geschenk für Zwischendurch eignet. Das Format ist dabei genauso niedlich wie das ansprechende Cover, denn das Büchlein ist kaum größer als eine herkömmliche CD und damit sehr handlich.
Schon das Vorwort bringt einen zum Schmunzeln, indem es Bezug auf die Abstimmung des Hundes vom stets rastlosen Wolf nimmt, weshalb die nachfolgenden Bilder von schlafenden Hunden ja wahrlich einzigartige Naturaufnahmen darstellten.

Auf jeder Seite gibt es dann das Portrait eines faulenzenden Hundes, umrahmt von verschiedenen, gut zusammen passenden hellen Farbtönen, zu sehen. Darüber findet man meistens auch Angaben zum Namen, zur Rasse sowie zum Alter des abgebildeten Tieres – ebenfalls alles bunt gemischt, das heißt es gibt sowohl kleine als auch große Hunde zu sehen, Welpen genauso wie ausgewachsene Vierbeiner, Reinrassige ebenso wie Mischlunge. Unter jedem Photo befindet sich außerdem ein lustiger Spruch. Manchmal ist es nur ein Wort, ein anderes Mal sind es gleich mehrere Sätze; zum Teil sind es Beschreibungen, teils sind es kleine Geschichten dazu aus der Sicht des photographierten Hundes. Dass die Haustiere dabei mitunter stark vermenschlicht werden, macht diese im Zusammenhang mit dem jeweiligen Bild oft noch umso komischer.

Einige Aufnahmen wurden draußen in der Natur gemacht, andere drinnen und von Teppichen über Sofas bis hin zu Betten ist alles vertreten. Dabei ist es wirklich erstaunlich, welche einmaligen, mitunter fast schon sportlichen, Posen manche Hunde beim Schlafen oder Dösen so einnehmen. Einige tragen dabei zudem noch herrliche Gesichtsausdrücke zur Schau.


Manche Photos sind lustig, andere sehr niedlich, einige sind unglaublich schön und ein paar sind einfach zuckersüß. Bei ihrem Anblick geht jedem Hundeliebhaber daher zwangsläufig das Herz auf. Darüber hinaus zeigen die verschiedenen Bilder sehr anschaulich, wie unterschiedlich Hunde sein können, dass ausgewachsene Vierbeiner noch genauso putzig sein können wie Welpen und dass jeder von ihnen offenbar ganz individuelle Vorlieben bezüglich der Schlaf- oder Kuschelhaltung hat.

Leider ist der Bildband recht dünn und somit viel zu schnell durchgeblättert, doch dafür bekommt man beim Anschauen der Aufnahmen sofort gute Laune. Man wird ihn deshalb sicher öfter zur Hand nehmen, denn es macht einfach Spaß die Hunde derartig zu sehen und es muntert einen garantiert auf, falls man einmal keine allzu gute Laune hat.


FAZIT

Faule Hunde ist ein wundervoller Bildband für Hundeliebhaber, den man sich immer wieder ansehen kann, weil er schnell durchgeblättert ist und die wunderbaren Aufnahmen einem beim Anschauen garantiert ein Lächeln aufs Gesicht zaubern werden.

Veröffentlicht am 19.01.2018

ein Klassiker, den zumindest einmal im Leben gelesen zu haben nicht schaden kann

Der kleine Prinz
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Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry ist ein Klassiker, den man, selbst wenn man ihn noch nicht gelesen hat, bestimmt zumindest indirekt durch das eine oder andere bekannte Zitat kennt. Er gibt ...

Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry ist ein Klassiker, den man, selbst wenn man ihn noch nicht gelesen hat, bestimmt zumindest indirekt durch das eine oder andere bekannte Zitat kennt. Er gibt auf interessante Weise die Sicht eines kleinen Jungen auf unsere Welt wieder, wobei es nicht der kleine Prinz selbst ist, der uns einen Teil seiner Geschichte erzähl. Stattdessen fungiert ein Mann, der ihn eines Tages zufällig in der Wüste traf, als Erzähler.
Der Schreibstil ist zum Teil sehr einfach gehalten und ebenso schlicht wie die diversen Illustrationen, die manchmal eine ganze Seite ausfüllen, manchmal aber nur ganz klein in den Ecken platziert sind. Zudem arbeitet der Autor absichtlich viel mit Wiederholungen um auf gewisse Dinge besonders aufmerksam zu machen.

Antoine de Saint-Exupéry zeigt durch dieses Werk deutlich, wie unterschiedlich Kinder und Erwachsene einzelne Umstände wahrnehmen oder interpretieren und dass mitunter eine sehr große Diskrepanz dazwischen besteht. Erwachsene sind dabei nicht unbedingt klüger und denken auch nicht zwangsläufig logischer. Stattdessen verlieren sie zuweilen das Wesentliche völlig aus den Augen. Einige scheinen es mit der Zeit ferner zu verlernen sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen oder zu vergessen, dass oft die Dinge am wertvollsten sind, die man weder kaufen noch besitzen kann. Das Denken der Erwachsenen ist also häufig viel zu einseitig und sie können Angelegenheiten nicht mehr auf verschiedene Weisen betrachten, weil sie voreingenommen sind oder bereits in eine bestimmte Richtung gelenkt wurden.

Der kleine Prinz enthält darüber hinaus einige wunderbare und allgemeingültige Lebensweisheiten, wie zum Beispiel „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Außerdem ist es nie verkehrt Sachen zu hinterfragen, die man nicht versteht und wenn es einem wichtig erscheint, sollte man sich nicht ablenken lassen, sondern auf eine Antwort bestehen.

Für viele Elemente des Buches gibt es zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, wodurch es immer wieder zum Nachdenken anregt. Es lehrt einen mehr auf seine Umwelt zu achten und nicht nur mit sich selbst beschäftigt zu sein. Man möchte nämlich nicht zu den Personen zählen, die überhaupt nicht mehr mitbekommen, was um sie herum geschieht, nichts wagen, nie Neues ausprobieren und nur stur an ihren festgefahrenen Traditionen bzw. Kenntnissen festhalten. Es weist einerseits darauf hin Probleme besser zu beseitigen, solange sie noch klein sind, und nicht zu warten bis man ihnen nicht mehr gewachsen ist. Andererseits sollte man aber auch nicht vorschnell handeln, weil manches vielleicht gar nicht zu einem Problem wird. Alles lässt sich jedoch nicht auf morgen verschieben, hin und wieder muss man gleich Verantwortung übernehmen und noch heute tätig werden.

Und schließlich wirft die Geschichte des kleinen Prinzen grundlegende Fragen auf, auf die jeder für sich selbst eine Antwort finden muss: Was ist wirklich von Wert? Was ist wirklich wichtig im Leben?


FAZIT

Die ungewöhnliche Geschichte des kleinen Prinzen ist ein Klassiker, den zumindest einmal im Leben gelesen zu haben nicht schaden kann. Wenn nicht zum Vergnügen, dann eben um sich weiterzubilden. Hoffentlich wird man danach wenigstens eine der zahlreichen Lehren auch im eigenen Leben berücksichtigen.

Veröffentlicht am 19.01.2018

ein ausgesprochen witziges und unterhaltsames Buch, mit dem es Meg Cabot scheinbar mühelos gelingt den Leser immer wieder zum Lachen zu bringen

Ich bin dann mal Prinzessin
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Die zwölfjährige Olivia Grace Clarisse Mignonette Harrison wusste schon immer, dass sie einige royale Namen trägt, ihr bisheriges Leben glich aber nicht dem einer Prinzessin. Seit dem Tod ihrer Mutter ...

Die zwölfjährige Olivia Grace Clarisse Mignonette Harrison wusste schon immer, dass sie einige royale Namen trägt, ihr bisheriges Leben glich aber nicht dem einer Prinzessin. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie in New Jersey bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die sie allerdings nicht gerade verwöhnen. Sie hat, im Gegensatz zu ihren beiden Cousins, weder einen Fernseher noch einen Computer und darf die Familie selbst auf gemeinsamen Ausflügen nur selten begleiten.
Zu ihrem leiblichen Vater hat sie durch regelmäßige Briefe zwar Kontakt, getroffen hat sie ihn jedoch noch nie. Das ändert sich schließlich als Mia Thermopolis, Prinzessin von Genovien, sie eines Nachmittags überraschend von der Schule abholt und ihr bestätigt, dass der Prinz von Genovien ihr Vater ist, was sie beide zu Halbschwestern und Olivia zu einer waschechten Prinzessin macht …

KRITIK

Ich bin dann mal Prinzessin ist der wundervolle und vor allem sehr amüsante Auftakt zu einer neuen Serie aus der Feder von Meg Cabot, dessen Fortsetzung man am Ende des Buches bereits sehnsüchtig erwartet.
Wie schon bei Mia werden die Geschehnisse im Leben ihrer kleinen Halbeschwester dem Leser in Form von Tagebucheinträgen aus Olivias Sicht präsentiert. In Kombination mit der Ich-Perspektive fühlt man sich der sympathischen Protagonistin dadurch sofort verbunden und kann sich sehr gut mit der jungen Prinzessin identifizieren.

Olivia ist ein sehr cleveres, liebenswürdiges, humorvolles und aufgewecktes Mädchen, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Obwohl sie von ihrer Familie, also von ihrer Tante, ihrem Onkel und deren Kindern, bisher oft ausgegrenzt und nicht besonders liebevoll behandelt wurde, denkt sie nicht schlecht von ihnen und versucht immer das Beste in ihnen zu sehen bzw. an Stelle der genannten, scheinheiligen Ausreden logische Gründe für ihr Verhalten zu finden. Dennoch wünscht sie sich nichts mehr als eine Familie, die sie aufrichtig liebt und man freut sich sehr für sie als sie durch die Renaldos endlich eine solche bekommt.

Olivia ist außerdem zur Hälfte Afro-Amerikanerin, was jedoch nicht ständig erwähnt oder betont wird, da es für ihre Familie, anders als von der Presse teilweise spekuliert wurde, keine Rolle spielt. Das spürt auch Olivia, die sich trotz ihres jungen Alters zum Glück nicht von den Medien und ihren reißerischen, negativen Schlagzeilen beeinflussen lässt. Sie kennt den wahren Grund, aus dem ihr Vater ihre Verwandtschaft so lange geheim hielt – es war der ausdrückliche Wunsch ihrer Mutter – und lässt sich von niemandem etwas Gegenteiliges einreden. Sie weiß genau, wem wirklich etwas an ihr liegt und trifft daher die einzig richtige Entscheidung für ihre Zukunft.

Ihre Verwandten mütterlicherseits sind hingegen einfach schrecklich. Sie sind ungerecht zu ihrer Nichte, behandeln sie völlig anders als ihre eigenen Kinder, obgleich sie alle als „Familie“ unter einem Dach leben, und man bekommt schnell das Gefühl, dass sie sie nur ausnutzen – ihr Vater zahlte bislang nämlich großzügig Unterhalt. Das wird besonders deutlich, als sie sich an einer Stelle mehr um einen Fleck auf dem Teppich als um Olivias Gesundheit sorgen, worüber man lediglich den Kopf schütteln kann.
Erfreulicherweise hatte Olivia dafür aber, neben der obligatorischen Feindin, immerhin wahrlich tolle Freunde an der Schule gefunden, die auch jetzt hinter ihr stehen und sie so lieben, wie sie ist – und das schon lange vor der Enthüllung ihrer Herkunft.

Insgesamt umfasst dieser erste Band nur einen Zeitraum von wenigen Tagen, in denen allerdings unglaublich viel passiert und Olivias Leben sich grundlegend verändert, für immer. Natürlich gibt es gewisse Parallelen zu The Princess Diaries, denn Mia und sie teilen dasselbe Schicksal und erfahren als Jugendliche beide völlig überraschend, dass sie echte Prinzessinnen sind. Man stört sich jedoch nicht daran, da sie sich trotz einiger Gemeinsamkeiten charakterlich voneinander unterscheiden und eigene Individuen mit einem ganz persönlichen Stil sind.

Wer Royal Wedding bereits gelesen hat, kennt im Großen und Ganzen sogar schon die Handlung. Trotzdem ist es schön die vielen Ereignisse noch einmal aus Olivias Blickwinkel betrachten zu können, zumal ihre Gedanken logischerweise von Mias abweichen, sie Situationen anders wahrnimmt und die beiden nicht die ganze Zeit über zusammen waren. Es ist sehr interessant nun quasi aus erster Hand zu erfahren, was sie zum Beispiel von ihrer Halbschwester hält und was sie tatsächlich empfindet, während Mia darüber lediglich Vermutungen anstellen konnte. Darüber hinaus ist es immer wieder schön bekannte, lieb gewonnene Figuren erneut zu treffen und Phillipe sowie Grandmère einmal von einer etwas anderen Seite kennenzulernen.

Ich bin dann mal Prinzessin endet in zeitlicher Hinsicht früher als Royal Wedding, daher hofft man sehr die royale Hochzeit im zweiten Band aus Olivias Sicht vielleicht noch detaillierter miterleben zu können. Des Weiteren ist man gespannt auf die Fortsetzung, weil man darin wahrscheinlich zum ersten Mal erfährt, wie es sich in Genovien lebt statt nur zu Besuch dort zu sein. Ferner freut man sich natürlich auf ein Wiedersehen mit Mia, selbst wenn sie dann nicht im Mittelpunkt steht.

Besonders erwähnenswert ist abschließend zudem die Tatsache, dass das Buch – erstmals von Meg Cabot persönlich – illustriert wurde, sodass man während des Lesens verschiedene manchmal kleine, manchmal größere Zeichnungen in Augenschein nehmen kann. Das passt vor allem deshalb so hervorragend zum Roman, weil Zeichnen bzw. Illustrieren Olivias liebstes Hobby und zugleich ihr Berufswunsch ist.


FAZIT

Ich bin dann mal Prinzessin ist ein ausgesprochen witziges und unterhaltsames Buch, mit dem es Meg Cabot scheinbar mühelos gelingt den Leser immer wieder zum Lachen zu bringen, selbst wenn man schon deutlich älter als die liebenswerte Protagonistin ist.
Außerdem macht es richtig Lust darauf während der Wartezeit auf den nächsten Band (noch einmal) alle zehn Bände von The Princess Diaries zu lesen um anhand von Mias Tagebüchern (noch einmal) zu erleben, wie aus dem einst so unsicheren Teenager diese vorbildliche, selbstbewusste Prinzessin wurde, zu der Olivia nun aufblicken kann.

Veröffentlicht am 19.01.2018

ein sehr emotionaler, gefühlvoller Roman, der manchmal zu Tränen rührt, aber mindestens genauso oft zum Lächeln bringt

Einfach. Für Dich.
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Einfach. Für dich. ist eine sehr gelungene Fortsetzung bzw. Nacherzählung, nun aus der männlichen Perspektive, der Liebesgeschichte von Jaqueline und Lucas. Ungefähr die Hälfte der Handlung kennt man zwar ...

Einfach. Für dich. ist eine sehr gelungene Fortsetzung bzw. Nacherzählung, nun aus der männlichen Perspektive, der Liebesgeschichte von Jaqueline und Lucas. Ungefähr die Hälfte der Handlung kennt man zwar bereits aus dem ersten Band Einfach. Liebe., doch daran stört man sich überhaupt nicht, da das Buch trotzdem ungemein fesselnd ist. Wobei es sicherlich dennoch von Vorteil wäre, den Vorgänger schon vor einer Weile und nicht erst kürzlich gelesen zu haben. Direktes nacheinander Lesen empfiehlt sich bei solchen Nacherzählungen ohnehin eher selten, weil es in diesen Fällen oft besser ist, wenn man nicht mehr jedes Detail der Geschichte im Hinterkopf hat.
Der eine Teil der Handlung spielt in der Gegenwart am College und dreht sich um die großartige Liebesgeschichte, deretwegen man den ersten Band so geliebt hat. Die andere Hälfte ermöglicht abwechselnd dazu einen tieferen Einblick in Lucas‘ bzw. Landons Vergangenheit; zum Teil geht es um Ereignisse vor dem grausamen Tod seiner Mutter, größtenteils aber um die Tage, Monate und Jahre danach. Vor allem diese Abschnitte sind sehr interessant, weil man über diese schwere Zeit in seinem Leben bisher so gut wie nichts wusste.

Landon war damals noch sehr jung und es schmerzt zu sehen, wie die Trauer und die, obgleich in Wirklichkeit unbegründeten, Schuldgefühle ihn verändern. Gleichwohl war er selbst in dieser dunklen Phase in seinem Inneren nie ein richtiger Bad Boy, auch wenn er durch seine Tattoos und Piercings immer mehr wie einer aussah. Man erfährt Genaueres über die verschiedenen Motive auf seinem Körper, wie sie entstanden sind und welche Bedeutung sie für ihn haben.
Lange Zeit ging es ihm sehr schlecht und er musste erst an seinem Tiefpunkt angelangen, ehe es in seinem Leben wieder bergauf ging. Umso größer ist die Freude als Heller im schließlich einen Ausweg anbietet, Landon diese Chance ergreift und plötzlich wieder eine erstrebenswerte Zukunft für sich sieht.

Er hatte somit eine ziemlich schwierige Schulzeit, hatte dabei jedoch immerhin einen loyalen Freund an seiner Seite, der sie mit ihm durchstand, sobald sie sich irgendwann zusammengerauft hatten: Boyce. Die beiden sind völlig verschieden und man fragt sich mehr als einmal, warum ausgerechnet sie Freunde wurden. Viel wichtiger ist aber, dass sie einander unterstützten und sich so akzeptierten, wie sie waren.

Im Gegensatz zu Heller war Landons Vater ihm leider keine Stütze und hat nichts getan als sein Sohn auf die schiefe Bahn geriet. Hassen kann man ihn dafür allerdings nicht, weil er selbst ebenso wenig in der Lage war den Tod seiner Frau – die Liebe seines Lebens – zu verarbeiten und zu überwinden wie sein Sohn. Er ist damals genauso abgestürzt wie Landon, nur eben auf eine andere Weise und hat sich völlig zurückgezogen, was der anschließende Verlust seines Vaters, Landons Großvaters, letztlich noch verschlimmerte.
Deshalb freut man sich sehr darüber, dass Landons Vater am Ende des Buches scheinbar ebenfalls endlich die Kurve gekriegt und seine Trauer bewältigt hat. So kann er nun vielleicht sogar wieder eine vernünftige Beziehung zu seinem Sohn aufbauen.

Lucas ist ein wunderbarer Protagonist, den man trotz seiner Fehler einfach lieben muss, weil er so viele fabelhafte Eigenschaften in sich vereint. Er hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, was in seinem Fall aber nicht dazu führt, dass er Jaqueline permanent kontrollieren will oder ihr irgendwelche Vorschriften macht. Stattdessen steht er ihr bei und übt mit ihr wie sie sich selbst besser verteidigen kann. Besonders interessant ist allerdings, dass Jaqueline ihm schon lange vor der Rettung aufgefallen ist und ihn fasziniert hat. Darüber hinaus ist er immer total zärtlich zu ihr und stellt ihre Bedürfnisse oder Ziele niemals hinten an. Er ist stets verständnisvoll, behandelt sie mit Respekt und würde sie nie bedrängen. Als Leser weiß man daher schon lange bevor er es selbst bemerkt, dass er in Jaqueline verliebt ist.
Er hadert sehr mit sich als er ihr seine Identität als Tutor bewusst verschweigt, hat jedoch nie mit ihren Gefühlen gespielt und wollte sie damit nicht verletzen. Er hat nur versucht zu verdrängen, dass er auf Grund dieser Tätigkeit eigentlich nicht mit ihr flirten oder gar zusammen sein darf. Hinzu kommt, dass er sich davor fürchtete sich Jaqueline zu öffnen, was nicht verwunderlich ist, nachdem Melody ihm auf der High School das Herz gebrochen hatte und Jaqueline ihn zumindest dem Anschein nach auch eher als Bad Boy zum Spaß haben denn als Mann für eine feste Beziehung ansah.

Zum Glück hat Jaqueline aber ebenfalls erkannt, was für ein Mann sich hinter dieser Fassade verbirgt. Sie passt nach wie vor sehr gut zu Lucas und empfindet dasselbe für ihn. Sie hilft ihm zu heilen und macht ihm schließlich klar, dass der Tod seiner Mutter nicht seine Schuld war.
Die Liebesgeschichte der beiden ist so glaubwürdig, weil man genau weiß und versteht, warum sie sich im Verlauf des Buches ineinander verlieben und was sie an dem jeweils anderen so anziehend finden. Sie ist auf ihre eigene Art unglaublich romantisch, ohne dabei schnulzig zu sein. Tammara Webber fügt ihrer Liebe ferner genau das richtige Maß an Erotik hinzu. Ein paar ansprechende Sexszenen sind also wieder enthalten, doch sie werden relativ sparsam und nur an passenden Stellen eingesetzt.

Vergewaltigung ist durch die Übergriffe auf Jaqueline erneut ein zentrales, wichtiges Thema, über das es aufzuklären gilt, verdrängt aber niemals die eigentliche Handlung.

Einfach. Für dich. endet zeitlich betrachtet später als der Vorgänger, geht also noch etwas weiter und bringt einen abschließend noch einmal zum Schmunzeln. Obwohl man schon wusste, dass alles gut ausgehen würde, freut man sich sehr über das Happy End für die beiden und schließt das Buch daher mit einem Lächeln.


FAZIT

Einfach. Für dich. ist ein sehr emotionaler, gefühlvoller Roman, der manchmal zu Tränen rührt, aber mindestens genauso oft zum Lächeln bringt. Lucas und Jaqueline sind ein tolles Paar, deren romantische Geschichte man wirklich gern noch einmal aus der männlichen Perspektive verfolgt hat.
Wer Einfach. Liebe. mochte, wird also garantiert auch vom Nachfolger begeistert sein.