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Veröffentlicht am 31.08.2025

Fantasy?

Unbeugsam wie die See
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Nach einem nächtlichen Angriff auf ihren Kommilitonen Ben flüchtet Luca Hals über Kopf aus dem Studentenwohnheim und macht sich auf den Weg zu ihrer Schwester Jess, die in Comber Bay an der australischen ...

Nach einem nächtlichen Angriff auf ihren Kommilitonen Ben flüchtet Luca Hals über Kopf aus dem Studentenwohnheim und macht sich auf den Weg zu ihrer Schwester Jess, die in Comber Bay an der australischen Küste ein Haus gekauft hat. Doch Jess ist verschwunden. Lucy quartiert sich in ihrem Haus ein und beginnt in den Sachen ihrer Schwester zu schnüffeln.

Zunächst das Positive: Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch die häufigen Sprünge zwischen Marys und Elizas Schicksal zu Beginn des 19. Jahrhunderts und dem Leben von Lucy und Jess in 2019 stören da nicht.

In welches Genre ich dieses Buch einordnen soll, wusste ich allerdings fast bis zum Ende nicht. Es beginnt wie ein etwas seichter Krimi mit dem Angriff und der Flucht Lucys und dem Verschwinden von Jess. Allerdings bleibt die Spannung schnell auf der Strecke weil Lucy nicht etwa nach ihrer Schwester sucht, sondern es sich in deren Haus bequem macht und in ihren Sachen schnüffelt. Auch bei Mary und Eliza plätschert die Geschichte so dahin. Die Entwicklung der beiden Schwesternpaare gerät immer mehr zu einem Märchen, zu dem wohl Hans Christian Andersen die Autorin inspiriert hat. So driftet die Erzählung immer mehr in den Bereich der Fantasy-Literatur ab. Das ist so gar nicht mein Genre, weshalb mir das Buch auch überhaupt nicht gefallen hat. Ehrlich gesagt hätte ich es halb gelesen beiseite gelegt, wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde bekommen hätte. Also kann ich diesmal leider keine Empfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Enttäuschend

Deckname: Bird
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Heather Berriman tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und arbeitet für den britischen Geheimdienst. Eines Tages schickt ihr Instinkt sie mitten aus einem Meeting heraus unvermittelt auf die Flucht. ...

Heather Berriman tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und arbeitet für den britischen Geheimdienst. Eines Tages schickt ihr Instinkt sie mitten aus einem Meeting heraus unvermittelt auf die Flucht. Daraus könnte eine spannende Geschichte werden, hätte sich die Autorin nicht in Heathers Lebensgeschichte verloren, in die sie in großen Teilen des Buches abtaucht. Nichts von dem was sie in drei Vierteln des Buches erzählt auch nur das Geringste mit Heathers derzeitiger Situation zu tun. Stellenweise wurde es so langweilig, dass ich ganze Passagen übersprungen habe. Das Beste waren noch die ausführlichen Beschreibungen der Landschaften, die Heather auf ihrer Flucht durchreist. Spannung gab es nur auf sehr wenigen Seiten. Ich habe keine Ahnung, welchem Genre ich dieses Werk zuordnen soll, Thriller geht jedenfalls ganz anders. Klappentext und Leseprobe haben mich da ganz schön in die Irre geführt. Es tut mir sehr leid, aber empfehlen kann ich dieses Buch wirklich nicht.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Nicht wirklich überzeugend

Wir sehen uns wieder am Meer
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Die Geschichte spielt im besetzten Norwegen der letzten Kriegsjahre und im Europa des kalten Krieges. Birgit arbeitet als Krankenschwester in Oslo. Nach dem Verlust eines guten Freundes braucht ...

Die Geschichte spielt im besetzten Norwegen der letzten Kriegsjahre und im Europa des kalten Krieges. Birgit arbeitet als Krankenschwester in Oslo. Nach dem Verlust eines guten Freundes braucht sie einen Tapetenwechsel und wechselt an ein Krankenhaus im fast völlig zerstörten Bodö in Nordnorwegen. Dort schließt sie sich dem Widerstand an lernt dadurch nicht nur die ukrainische Kriegsgefangene Nadia, sondern auch ihre große Liebe, den russischen Kriegsgefangenen Sascha, kennen. Beide beeinflussen Birgits weiteres Leben nachhaltig.

Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen. Vielleicht liegt es daran, dass ich bis zum Ende nicht wirklich in die Geschichte hinein gekommen bin. Oder es liegt am Schreibstil, der mir sehr distanziert vorkommt. Birgit als Hauptperson ist mir fremd geblieben, ich konnte keine ihrer Entscheidungen wirklich nachvollziehen. Sie setzt nicht nur sich selbst blauäugig und naiv größten Gefahren aus, bedenkt überhaupt nicht die Folgen ihres Handelns. Das kommt mir sehr unrealistisch vor in solch gefährlicher Zeit.
Die Erzählung ist nicht wirklich flüssig, sondern eine Aneinanderreihung von Ereignissen die auch keinen wirklichen Spannungsbogen erzeugt. So war es für mich schwierig, dranzubleiben. Trotz des wirklich interessanten historischen Themas bleibt die Geschichte blass und hat mich leider nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein großartiger Lesespaß

Gefährliche Aussicht
9

Zum fünften Mal entführt Julie Dubois ihre Leser ins schöne Perigord, in einen Ort namens St. Andre. Wieder dürfen wir am Leben von Kommissarin Marie Mercier und ihrer Familie teilnehmen, sitzen mit am ...

Zum fünften Mal entführt Julie Dubois ihre Leser ins schöne Perigord, in einen Ort namens St. Andre. Wieder dürfen wir am Leben von Kommissarin Marie Mercier und ihrer Familie teilnehmen, sitzen mit am Tisch wenn Tante Leonie ihre kulinarischen Genüsse serviert, teilen Maries wenige Stunden mit ihrem Freund Michel und sind Zeugen der innigen Beziehung des "Knechts" Georges zu seinen beiden Hängebauchschweinen. Allein schon dieses Idyll macht auch diesen Band wieder lesenswert. Nebenbei begleiten wir Marie noch bei ihren Ermittlungen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Richard ermittelt sie diesmal in einem Mordfall, der zunächst wie ein Unfall aussah. Die hochschwangere Patricia ist aus dem Fenster gestürzt. Sie ist eine Städterin, die mit ihrem Lebensgefährten ein altes Herrenhaus in St. Andre renoviert. Bei den Dorfbewohnern sind die beiden Fremden nicht gerne gesehen, so dass sich einige Verdächtige fast schon aufdrängen. Marie und Richard lösen den Fall in bewährter Weise mit der notwendigen Ruhe und Gelassenheit.

Wie auch in den vier Vorgängerbänden hat mir der Schreibstil wieder super gefallen. Julie Dubois beschreibt die Handelnden ebenso liebevoll und detailliert wie das Setting, so dass sich das Lesen des Buches anfühlt wie ein Urlaub in der Gegend. Trotz aller Gemütlichkeit und Kulinarik fehlt es nicht an der für einen Krimi nötigen Spannung. Zunächst führt die Autorin mich geschickt aufs Glatteis, bis kurz vor dem Ende war ich nicht sicher, wer der Täter ist. Die Auflösung des Falles ist jedoch schlüssig und nachvollziehbar. Auch dieser fünfte Band hat mir insgesamt großartig gefallen und wie immer freue ich mich auf den Nächsten. Ich kann diese Reihe wärmstens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Überleben in der Wildnis

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia und Nicki waren beste Freundinnen, haben sich aber im letzten Jahr etwas entfremdet. Einer der Gründe ist sicher Julias bevorstehende Hochzeit, sie hat sich sehr auf ihren Freund Lars konzentriert. ...

Julia und Nicki waren beste Freundinnen, haben sich aber im letzten Jahr etwas entfremdet. Einer der Gründe ist sicher Julias bevorstehende Hochzeit, sie hat sich sehr auf ihren Freund Lars konzentriert. Umso überraschender ist es, dass Nicki sie zu einer Art Junggesellinnenabschied zu einer Wanderung auf dem Kungsleden, einem legendären Wanderweg in Schweden einlädt. Von Anfang an bemerkt Julia, dass Nicki sich verändert hat, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Und dann ist Nicki plötzlich verschwunden.
Der Schreibstil ist sehr eindringlich und lässt sofort Bilder vor meinem inneren Auge entstehen, ich bin mitten im Geschehen und erlebe Julias und später auch Nickis Leiden hautnah mit. Das Setting in den herbstlichen schwedischen Wäldern ist gut gewählt für die Handlung dieser Geschichte, die so einige unvorhersehbare Wendungen nimmt. Die Hauptpersonen Julia und Nicki sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, was einen guten Teil des Reizes dieser Geschichte ausmacht. Julia ist eher unsicher, sensibel und leicht beeinflussbar. Nicki dagegen kommt sehr selbstbewusst und mit einer gewissen Härte rüber. Erst im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass sie nicht so stark ist wie sie tut. Über Julias Bräutigam kann ich nichts schreiben ohne zu spoilern, also lass ich das lieber.
Die Geschichte jedenfalls ist so spannend, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte und es innerhalb weniger Stunden aufgesaugt habe. Deshalb kann ich es von ganzem Herzen weiter empfehlen.

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