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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2018

Ganz anders als der Klappentext verspricht

Zwei unter einem Schirm
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Inhalt

Leider hat der Klappentext etwas anderes versprochen, als die Geschichte bot. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen, die in ihrem Leben mit einigen Sorgen zu kämpfen haben.

Nachdem Lotta im ...

Inhalt



Leider hat der Klappentext etwas anderes versprochen, als die Geschichte bot. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen, die in ihrem Leben mit einigen Sorgen zu kämpfen haben.

Nachdem Lotta im Lotto gewonnen hat, verändert sie sich schlagartig und in meinen Augen sehr zum Negativen. Ich verstehe die Intention dahinter, denn es zeigt sehr deutlich, dass Geld nicht glücklich macht und den Menschen verändert. Dennoch wurde Lotta mir sehr unsympathisch und ich hatte ab der Hälfte kein wirkliches Interesse an ihrer Geschichte.

Gülcan hat den falschen Mann geheiratet und kommt aus einer anderen Kultur, sodass sie schon bald alleine dasteht. Leider hat man im mittleren Teil des Buches sehr lange nichts von ihr gehört und erst zum Ende hin, wurden ihre Erlebnisse auf wenigen Seiten zusammengefasst.

Wer die Geschichte einer Freundschaft erwartet, wird hier leider enttäuscht, denn die beiden Frauen lernen sich erst sehr spät kennen und auch dann ist es weniger eine Freundschaft als eine Zweckgemeinschaft.
Einige Längen haben bei mir leider sehr häufig zu einer Leseflaute geführt.

Inhaltlich konnte mich die Geschichte deshalb leider nicht überzeugen, aber das lag wohl auch daran, dass ich eine ganz andere Erwartung hatte.

Schreibstil



Mit dem Schreibstil konnte Anton Badinger dann jedoch wieder punkten. Denn seine humorvolle Schreibweise hat durchaus Potential. Außerdem fand ich, dass die Themen gut recherchiert waren, auch wenn einige (in meinen Augen für die Geschichte unwichtige Themen) zu detailliert betrachtet worden.

Insgesamt kann ich das Buch nicht empfehlen, wenn man eine Geschichte über Freundschaft erwartet, aber dennoch schließe ich nicht aus, wieder ein Buch des Autors zu lesen.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Ein beklemmender Thriller

A Stranger in the House
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Die Geschichte bietet genau das, was der Klappentext verspricht: Einen spannenden Thriller, bei dem man nie wirklich sicher ist, was man glauben soll. Die gesamte Story beschränkt sich auf einen kleinen ...

Die Geschichte bietet genau das, was der Klappentext verspricht: Einen spannenden Thriller, bei dem man nie wirklich sicher ist, was man glauben soll. Die gesamte Story beschränkt sich auf einen kleinen Kreis von Personen, wodurch das Feld der Verdächtigen eingeschränkt wird, was der Handlung dennoch nicht die Spannung nimmt.

Themen in „A stranger in the house“

Mord; Tod
Stalking
Häusliche Gewalt
Rechtssystem

„A stranger in the house“ ist definitiv ein Thriller, den ich weiterempfehlen kann. Besonders für Leser, die weniger blutige Spannung mögen und gerne miträtseln. Ich habe mich über die gesamten 332 Seiten nicht einmal gelangweilt und habe nur mit dem Lesen aufgehört, wenn es sein musste.

Charaktere



Das Stilmittel des personalen Erzählers ermöglicht Einblicke in die verschiedenen Perspektiven der Charaktere, ohne dabei zu viel zu verraten. Der Leser beobachtet also die Charaktere und lernt sie dadurch besser kennen.

Obwohl Shari Lapena alle Figuren sehr gut entwickelt hat, konnte ich besonders für Detective Rasbach, der den Mordfall behandelt wirkliche Symphatie aufbringen. Ich mochte, dass es nur einen kleinen Personenkreis gab, auf den sich völlig konzentriert wurde. Die Rolle der verschiedenen Charaktere in der Geschichte war relativ schnell klar und leicht zu durchschauen und dennoch war ich mir nie wirklich sicher, was noch kommt.

Schreibstil



Shari Lapena schafft es, eine bildhafte Geschichte zu erzählen, ohne den Lesefluss durch zu ausführliche Beschreibungen zu unterbrechen. Durch die verschiedenen Perspektiven hat die Geschichte an einer Dynamik gewonnen, die zum Weiterlesen animiert. Die Kapitel schlossen meistens mit Cliffhängern ab, was ich besonders in guten Thrillern sehr gerne hab.

Fazit



„A stranger in the house“ ist in spannender Thriller, der an einigen Stellen, besonders durch das Thema des Stalkings, für Beklemmung sorgt. Durch den eingeschränkten Verdächtigenkreis war das Ende keine große Überraschung und doch blieb es bis zum Schluss spannend.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Was ihr nicht seht – Viel mehr als ein Psychothriller

Was ihr nicht seht
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Inhalt

Schon mit den ersten Seiten war ich komplett in der Geschichte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nuala Ellwood schafft es in diesem Thriller so viele Themen anzusprechen und dennoch ...

Inhalt



Schon mit den ersten Seiten war ich komplett in der Geschichte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nuala Ellwood schafft es in diesem Thriller so viele Themen anzusprechen und dennoch wirkt es nicht überladen. Ich bin selten wirklich emotional, was Bücher betrifft, aber diese Geschichte hat mich teilweise doch sehr berührt.

Themen in „Was ihr nicht seht“

Krieg, Kriegsgebiete
Tod, Verlust
Alkoholismus, Medikamentenkonsum
Häusliche Gewalt

„Was ihr nicht seht“ enthält ohne Zweifel Elemente des Psychothrillers und baut Spannung auf, dennoch würde ich das Buch lieber als einen Roman bezeichnen, da ich von einem Thriller ein eher überraschenderes Ende erwarte, während dieser Ausgang doch (zumindest in Teilen) vorhersehbar war. Nichtsdestotrotz habe ich mich beim Lesen nicht einmal gelangweilt. Im Gegenteil ich würde diese Geschichte als eine meiner Highlights 2018 bezeichnen, denn die Erfahrungen von der Protagonistin Kate in ihrer Vergangenheit und in Aleppo, machen das Buch zu soviel mehr als einem Psychothriller.

Charaktere



Die von Ellwood entwickelten Charaktere haben alle ihre Hintergrundgeschichte und dadurch werden ihre Handlungen und Gedanken schlüssig. Besonders Kate und ihrer Schwester wird in diesem Buch viel Aufmerksamkeit geschenkt und teilweise ist dem Leser nicht klar, wem er glauben soll. Gerade diese Charakterdarstellung zeigt deutlich, dass es immer mehrere Sichtweisen auf Situationen und es dabei kein Falsch oder Richtig gibt. Ich möcht hier nicht zu viel von der Geschichte verraten, also nur soviel: es ist nicht alles, wie es im ersten Moment scheint.

Schreibstil



Insgesamt kann „Was ihr nicht seht“ durch einen angenehmen flüssigen Schreibstil überzeugen. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und trotz der Zeit- und Raumsprünge konnte ich der Story sehr gut folgen.
Die Geschichte ist durchweg in der Ich-Perspektive geschrieben, was mir immer sehr gut gefällt, da ich gerne gemeinsam mit den Protagonisten erlebe.

Fazit



„Was ihr nicht seht“ ist viel mehr als ein 0815-Thriller und das macht das Buch so besonders. Trotz zu erwartendem Ende wollte ich das Buch nicht an die Seite legen. Für mich wurde die Geschichte nicht (nur) durch die Spannungsmomente ausgemacht, sondern vor allem durch die Hintergrundgeschichten der Charaktere. Ich möchte eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 02.07.2018

Starke Charaktere

Roter Drache
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Schon sehr lange wollte ich die Hannibal Lecter-Reihe lesen und jetzt habe ich es endlich geschafft, zumindest den ersten Band zu lesen.

Erst Film dann Buch?
Normalerweise lese ich lieber erst die Bücher, ...

Schon sehr lange wollte ich die Hannibal Lecter-Reihe lesen und jetzt habe ich es endlich geschafft, zumindest den ersten Band zu lesen.

Erst Film dann Buch?


Normalerweise lese ich lieber erst die Bücher, aber in diesem Fall kannte ich bereits die Verfilmung mit Anthony Hopkins und Edward Norton und ich muss sagen, der Film war sehr nah am Buch. Obwohl es schon einige Zeit her war, dass ich Roter Drache das letzte Mal gesehen habe, konnte ich mich an manche Szenen sehr gut erinnern. Das heißt jedoch nicht, dass man sich das Buch sparen kann, weil der Film so gut ist. Denn beim Lesen erfährt man viel mehr über die Charaktere.

Charaktere


Die Charaktere und ihre Handlungen sind durchweg gut durchdacht und schlüssig. Harris schafft es, dass man jede Figur in ihrem Handeln irgendwie versteht. Sogar Freddy Lounds, den ich im Film einfach nur gehasst habe, bekommt im Buch eine Hintergrundgeschichte, die sein Verhalten erklärt (was nicht heißt, dass ich ihn jetzt mag).
Ich möchte gar nicht so viel über die einzelnen Charaktere schreiben, denn in meinen Augen macht die Entdeckung der Figuren diese Geschichte so spannend.

Schreibstil


Das Buch ist aus den 80er Jahren und enthält natürlich noch eine alte Rechtschreibung, an der man sich nicht aufhängen sollte.
Im Großen und Ganzen ist Harris Sprache sehr anschaulich, verständlich und dank den wechselnden Perspektiven bekommt der Leser einen Überblick über das Geschehen, welchen die Charaktere noch nicht haben. Dieser Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da der Leser so sehen kann, wie sich die Puzzleteile zusammenfügen. Außerdem ermöglicht nur dieser Schreibstil das Kennenlernen der einzelnen Figuren.

Fazit


Seit Langem mal wieder ein Thriller, der mich fesseln konnte und das, obwohl ich die Story schon kannte. Eine schlüssige Handlung durch und durch. Starke Charaktere, die alle ihre eigenen Geschichten haben. Ich spreche hiermit eine absolute Leseempfehlung aus, selbst wenn man den Film bereits kennt.

Veröffentlicht am 25.06.2018

Privat und aufschlussreich

Couragiert gegen den Strom
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Das Interview Couragiert gegen den Strom zeigt nicht nur die politischen Ideen von Sahra Wagenknecht, sondern auch ihren gesamten Weg.

Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat zum Nachdenken ...

Das Interview Couragiert gegen den Strom zeigt nicht nur die politischen Ideen von Sahra Wagenknecht, sondern auch ihren gesamten Weg.

Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat zum Nachdenken angeregt. Ein super Lektüre, für alle die mehr über Politik erfahren möchten.