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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2025

was wenn die Pflanzen sich wehren ?

Der Wald
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Überall tauchen plötzlich kleine Samentütchen in der Post auf. Ohne Absender oder Begleitschreiben. Etliche Menschen pflanzen die Samen ein, mit verheerenden Folgen. Zunächst fällt gar nicht auf, dass ...

Überall tauchen plötzlich kleine Samentütchen in der Post auf. Ohne Absender oder Begleitschreiben. Etliche Menschen pflanzen die Samen ein, mit verheerenden Folgen. Zunächst fällt gar nicht auf, dass plötzliche Asthmaanfälle, Verbrennungen, Juckreiz, Blindwerden, Verätzungen und Todesfälle etwas mit der Pflanze zu tun haben. Und auch die rasante Vermehrung und das Absterben der umgebenden Pflanzen gibt nur lokal Anlass zur Beunruhigung. Erst nach und nach zeigt sich was für ein Ausmaß die Verwüstung durch die Horrorpflanze annimmt. Aber wer hat die Samen verschickt ? Wo kommen sie her ? Und können sie vernichtet werden ?

Der Botaniker Marcus Holland, der auf dem Gebiet der Pflanzen-Neurobiologie forscht, wird von einem Agenten der Homeland Security hinzugezogen. Aber auch er steht vor einem Rätsel.

Das Buch ist sehr spannend und das Szenario beängstigend, da vieles durchaus möglich und denkbar ist. Der Schreibstil ist flüssig und wir erfahren in mehreren Erzählsträngen, wie es den verschiedenen Figuren geht. Mit dem Experiment der jungen Leute habe ich mich etwas schwer getan, da ich mich mit Computern nicht so gut auskenne, aber irgendwann wird sowas sicher möglich sein. Dass all die Ereignisse sich innerhalb weniger Tage abspielen und Holland in einer Woche USA, China, Deutschland, Kanada bereist, halte ich aber für sehr übertrieben. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.

Klare Leseempfehlung eines spannendes Zukunftsthrillers.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

leichte Mängel

Tod in der Marsch
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Eine Lehrerin macht sich Sorgen, weil eine ihrer Schülerinnen seit Tagen unentschuldigt fehlt und geht zur Polizei. Die Mutter ist nicht erreichbar. So wirklich ernst nimmt die Polizei das Ganze nicht ...

Eine Lehrerin macht sich Sorgen, weil eine ihrer Schülerinnen seit Tagen unentschuldigt fehlt und geht zur Polizei. Die Mutter ist nicht erreichbar. So wirklich ernst nimmt die Polizei das Ganze nicht und erst, als die Leiche der Mutter in der Marsch gefunden wird, laufen die Ermittlungen an. In jedem anderen Krimi, würde jetzt eine Suche nach dem vermissten Kind auf Hochtouren laufen und oberste Priorität haben. Hier dagegen versucht man den Mörder der Mutter zu finden und bei jeder Lagebesprechung wird nur beiläufig erwähnt " und das Kind wird ja auch noch vermisst". Nach dem Motto : Da war ja noch was.

Auch sonst ist nicht alles wirklich logisch, auch das Ende nicht. Mit unlogisch meine ich, dass das Verhalten und die Reaktionen der Polizei und anderer Leute nicht immer nachvollziehbar sind. Aber in sich gibt es keine logischen Brüche. Nur das Ende leuchtet mir nicht ein. Aber der Krimi ist dennoch spannend wegen der Figuren und weil man wissen möchte, wer denn nun der Täter ist. Das Buch liest sich flüssig und Dialoge und Figuren gefallen mir. Das ganze ist ein Husumkrimi, könnte aber auch woanders spielen.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

geht so

Das Lügenhaus
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Wir erfahren von Margido, wie sein Alltag als Bastatter in einem kleinen Ort in Norwegen aussieht, dann lesen wir von dem schwulen Dekorateur Erlend in Kopenhagen und dann von einem armen Schweinebauern ...

Wir erfahren von Margido, wie sein Alltag als Bastatter in einem kleinen Ort in Norwegen aussieht, dann lesen wir von dem schwulen Dekorateur Erlend in Kopenhagen und dann von einem armen Schweinebauern auf einem heruntergekommenen Hof, dessen Mutter plötzlich krank ist. Eindringlich schildert die Autorin die einfachen, schlichten Gedanken des Bauern, der sich Tag für Tag abrackert und dessen einziger Lebensinhalt seine Schweine sind. Die Armut auf dem Hof und die Gefühlsarmut machen betroffen. Als die Mutter ins Krankenhaus kommt verbinden sich die Erzählstränge und die drei Brüder nehmen Kontakt auf.

Kein Krimi, nur mäßig spannend, aber interessant und gut geschrieben. Das große Familiengeheimnis wird relativ früh angedeutet und ist somit keine große Überraschung, aber es ist trotzdem erschütternd, wie das Leben des Vaters verlaufen ist und wie er behandelt wird. Traurig.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

sanft und zaghaft brechen alte Krusten auf

Britt-Marie war hier
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Fredrik Backman, der " Ein Mann namens Ove" geschrieben hat und mich mit dem Buch "Oma lässt grüßen und sagt, ihr tut es leid" völlig bezaubert hat, hat der steifen, penibel auf Ordnung achtenden Britt-Marie ...

Fredrik Backman, der " Ein Mann namens Ove" geschrieben hat und mich mit dem Buch "Oma lässt grüßen und sagt, ihr tut es leid" völlig bezaubert hat, hat der steifen, penibel auf Ordnung achtenden Britt-Marie aus dem letztgenannten Buch, hier ein eigenes Buch gewidmet, das erklärt, warum die "Meckerziege" so ist, wie sie ist. Eigentlich kann sie nicht raus aus ihrer Haut und wenn man weiß, wie ihre Kindheit ausgesehen hat, versteht man auch warum es ihr so wichtig ist, alles in Ordnung und sauber zu halten. Aber dadurch, dass sie in dem seltsamen Kaff Birg landet, bricht die steife Kruste langsam und vorsichtig auf.

Dieses Buch wirkt ein wenig wie Britt Marie selbst. Aber nicht die penetrante Meckerziege, sondern der Mensch, der innere Ordnung sucht, um nicht zu zerbrechen, der mit den Enttäuschungen des Lebens versucht würdevoll umzugehen. So wird auch das Buch nie grob, sondern bleibt würdevoll und schildert alles in Ruhe und mit Bedacht. Dennoch war es nicht ganz mein Fall. Ich bin froh, dass ich es gelesen habe, allein, weil ich jetzt Britt-Marie besser verstehe, aber das Buch "Oma lässt grüßen und sagt, ihr tut es leid" finde ich viel schöner, weil es mich an die Märchen von Astrid Lindgren erinnert hat. Das werde ich irgendwann nochmal lesen und dabei besonders auf Britt-Marie achten. Hier, bei diesem Buch hat mir besonders die Sprache und auch Britt-Maries Beharrlichkeit gefallen. Einiges war auch zum lachen. Ich kann dies Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Spannend

Später Frost
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In einem Gewächshaus wird ein alter Mann brutal ermordet. Löschkalk hat ihm das Gesicht weggeätzt, aber es scheint auch geschossen worden zu sein. Was für ein Geheimnis hatte Balthasar Frost ? War er doch ...

In einem Gewächshaus wird ein alter Mann brutal ermordet. Löschkalk hat ihm das Gesicht weggeätzt, aber es scheint auch geschossen worden zu sein. Was für ein Geheimnis hatte Balthasar Frost ? War er doch mehr, als nur ein harmloser Insektenforscher ? Und wieviele Täter gab es eigentlich ?

Sehr spannend, mit verschiedenen Handlungssträngen bzw. aus unterschiedlichen Perspektiven gelingt es den Autoren uns in die Irre zu führen. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, verblüffende Zusammenhänge und Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, obwohl es den Anschein hat. Selbst mit dem letzten Satz hat man nicht gerechnet. Flüssig geschrieben, nette Charaktere, authentisch wirkende Figuren. Mir hat der Krimi gut gefallen. Er ist der Auftakt zu einer Reihe um die Ermittlerinnen Stina Forss und Ingrid Nyström.

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