Magische Herbststimmung und eine Reise zu sich selbst
RewitchedIch habe mich sofort in die Stimmung dieses Buches verliebt. Schon die ersten Kapitel fühlten sich an wie ein gemütlicher Herbstabend mit Tee, Kerzen und einem Stapel Kürbiskekse – genau das richtige Buch, ...
Ich habe mich sofort in die Stimmung dieses Buches verliebt. Schon die ersten Kapitel fühlten sich an wie ein gemütlicher Herbstabend mit Tee, Kerzen und einem Stapel Kürbiskekse – genau das richtige Buch, wenn man mal wieder etwas Magisches und Warmes fürs Herz braucht.
Im Mittelpunkt steht Belle Blackthorn, die ein kleines Buchgeschäft in London führt und ihre Magie fast vergessen hat. Sie wirkt zu Beginn unsicher, manchmal ein bisschen verloren, aber gerade das macht sie so menschlich. Als ihr Hexenzirkel sie zwingt, sich einer Prüfung zu stellen, die über ihre Kräfte entscheidet, war ich sofort gefesselt. Besonders dieser Satz ist mir hängen geblieben:
„Magie war nicht etwas, das ich verlor. Sie war etwas, das ich vergessen hatte, wie man sie atmet.“
Für mich steckt darin so viel Wahrheit – auch jenseits der Fantasy. Wie oft vergessen wir im Alltag, was uns eigentlich ausmacht?
Die Atmosphäre ist für mich das größte Highlight des Buches. Alles wirkt nach Herbst, nach knisternden Blättern und geheimnisvollen Nächten. Ich habe mir Belle’s Buchladen, die Ritualkreise und ihre Begegnungen mit Rune bildlich vorstellen können. Apropos Rune: Seine geheimnisvolle, zurückhaltende Art hat mich total neugierig gemacht, und ich habe die langsame Entwicklung zwischen ihm und Belle sehr genossen. Es ist keine überstürzte Liebesgeschichte, sondern eher ein vorsichtiges Herantasten, das unglaublich echt wirkt.
Ja, manchmal war mir das Tempo ein bisschen zu langsam, und es hätte hier und da mehr passieren dürfen. Aber ehrlich gesagt passte es auch zu dieser Art von Geschichte – sie will nicht durch Action glänzen, sondern durch Atmosphäre und Gefühl.
Am Ende habe ich das Buch mit einem warmen Lächeln zugeschlagen. Rewitched ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das daran erinnert, dass wir unsere eigene Magie nie ganz verlieren – wir müssen uns nur manchmal wieder daran erinnern.