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Veröffentlicht am 02.02.2025

Ein Krimi zum Entspannen

Mord im Himmelreich
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Worum geht es in dem Buch?
Björn Kupernikus arbeitete einst als Schauspieler. Meistens in Nebenrollen, aber das reicht aus, dass er sich jetzt, mit 60 Jahren, zur Ruhe setzen kann und mit seinem Wohnmobil, ...

Worum geht es in dem Buch?
Björn Kupernikus arbeitete einst als Schauspieler. Meistens in Nebenrollen, aber das reicht aus, dass er sich jetzt, mit 60 Jahren, zur Ruhe setzen kann und mit seinem Wohnmobil, namens Otto, auf Reisen fahren kann.
Kaum ist er am Campingplatz Himmelreich angekommen, kann er die Ruhe am Schwielowsee nicht genießen. Denn er muss eine Hündin auf einem Paddleboard retten. Zu seinem Entsetzen befindet sich auf dessen Rückseite ein Toter.
Kupernikus kümmert sich um die Hündin, die er Pinguin nennt. Kommissar Fass ist für die Aufklärung des Kriminalfalls zuständig. Nach Kupernikus‘ Meinung geht das nicht effektiv genug – und so stellt er eigene Überlegungen an. Er redet mit Thiago, einem Mann, der sich um den Campingplatz kümmert – und er besucht das Einstein-Haus, das sich nicht weit vom Campingplatz befindet. Weiterhin freundet er sich immer mehr mit Annabelle Schäfer, einer Künstlerin, an, die dabei war, als er Pinguin rettete und den Toten fand…

Meine Meinung zu diesem Buch:
Ich wollte immer schon einen „Cosy Krimi“ lesen – und da bot sich dieses Buch „Mord im Himmelreich“ an. Der Krimi liest sich leicht, ist amüsant, aber nie albern. Er ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) geschrieben). Die Kapitel bestehen aus Szenen, was ich originell finde.
Als Leser ist man sofort im Geschehen auf dem Campingplatz drin. Björn Kupernikus und Annabelle Schäfer sind sympathisch. Die meisten anderen Menschen, die auf dem Campingplatz oder in der Nähe wohnen, sind einerseits freundlich, aber andererseits ist jeder von ihnen verdächtig.
Kupernikus hofft, mit Hilfe der Hündin auf den Mörder zu stoßen. Er ist auch vorsichtig, nachdem er einen Drohbrief hinter seinem Scheibenwischer entdeckt hat.
Neben kurzweiliger Lektüre wird hier also auch Spannung erzeugt.
Ich vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch Lesern weiter, die einen unblutigen und locker geschriebenen Krimi lesen möchten.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Zwei Frauen auf einer Insel

Die blaue Stunde
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Worum geht es in dem Buch?
In einer Ausstellung eines Museums sollen Werke der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman gezeigt werden. Als jedoch ein menschlicher Knochen in einer Skulptur entdeckt wird, ...

Worum geht es in dem Buch?
In einer Ausstellung eines Museums sollen Werke der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman gezeigt werden. Als jedoch ein menschlicher Knochen in einer Skulptur entdeckt wird, macht sich James Becker, der Kurator des Museums, auf die Suche. Könnte der Knochen von Julian Chapman, Vanessas Ehemann, der seit einigen Jahren spurlos verschwunden ist, stammen?
Becker will herausfinden, was für ein Mensch Vanessa Chapman war, welche Kunstwerke sie kreierte und was ihre Beweggründe für ihre Kunstwerke waren. Dazu muss er sich mit Grace, einer Ärztin und Freundin von Vanessa auseinandersetzen. Grace lebt immer noch auf Eris Island, einer britischen kleinen Insel, auf der auch Vanessa lebte und arbeitete.
Grace ist merkwürdig, aber auch immer wieder mitteilsam. Becker sichtet Briefe und Fotos von Vanessa Chapman und erfährt einiges. Nicht nur über Vanessas Kunst, sondern auch über ihre Freundschaft zu Grace. Dieses Verhältnis durchlitt nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen – und immer mehr wird klar, dass Eris Island einige dunkle Geheimnisse birgt.

Meine Meinung zu dem Buch:
Der Anfang dieses Buches war spannend, bei der weiteren Lektüre gab es manche Längen. Das Wechseln der Erzählperspektiven macht das Buch interessant. Es gibt Passagen aus der Sicht von Grace – sowohl aus der Gegenwart, aber auch aus ihrer Zeit mit Vanessa. Immer wieder werden Passagen aus Vanessas Tagebuch eingestreut, aber auch Briefe.
Weiterhin erfährt man einiges über den Kurator James Becker. Er wird Vater, seine Frau Helena wird demnächst ein Kind zur Welt bringen.
Die Freundschaft zwischen Vanessa und Grace war oft anstrengend. Grace war sehr besitzergreifend. Das lag an einigen negativen Ereignissen aus ihrem Leben, die sie sehr geprägt haben.
Unterschwellig wird eine psychologische Spannung aufgebaut. Das liegt nicht nur an den Charakteren Vanessa und Grace, sondern auch an einigen ungeklärten Ereignissen, die aber im Laufe der Lektüre gelöst werden.
Der Schluss war für mich überraschend. Nicht das, was ich erwartet hatte, aber dennoch zu der Handlung passend.
Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Actionreicher deutscher Krimi

Finsteres Herz
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Worum geht es in dem Buch?
Ein Zeugenschutzprogramm ist schiefgelaufen. Die Polizisten Lona Mendt und Frank Elling sollen mit der Zeugin Sarah an einen sicheren Ort gebracht werden. Doch die Leute, die ...

Worum geht es in dem Buch?
Ein Zeugenschutzprogramm ist schiefgelaufen. Die Polizisten Lona Mendt und Frank Elling sollen mit der Zeugin Sarah an einen sicheren Ort gebracht werden. Doch die Leute, die sie abholen, sind nicht die richtigen. Es kommt zu einer Schießerei, während der Lona und Frank sehr schwer verletzt werden und Sarah fliehen kann.
Die Polizisten Maja Kaminski und Hagen Dudek sollen jetzt ermitteln. Sie sollen herausfinden, was Lona Mendt und Frank Elling herausgefunden haben. Außerdem muss Sarah dringend gefunden werden.
Majas und Hagens Recherchen gestalten sich nicht einfach. Nicht nur, weil wichtige Unterlagen verschwunden sind. Maja und Hagen finden heraus, dass Lona und Frank einer Menschenhändlerorganisation auf der Spur waren. Die Ermittlungen sind gefährlich. Es gilt nicht nur, der Organisation auf die Spur zu kommen, sondern auch die Person bei der Polizei zu finden, die als „Maulwurf“ fungiert und mit den Kriminellen zusammenarbeitet.

Meine Leseerfahrung:
Wer einen actionreichen Krimi sucht, der unblutig ist, kann zu „Finsteres Herz“ von Holger Karsten Schmidt greifen. Die Handlung wird aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler) beschrieben.
Es gibt zwei Handlungsstränge. Die Geschehnisse rund um Lona Mendt und Frank Elling im Jahre 2006, dann die Geschehnisse rund um Maja Kaminski und um Hagen Dudek im Jahre 2007. Beide Handlungsstränge wechseln sich kapitelweise ab.
Der Leser muss sich dadurch sehr konzentrieren. Viele Leute, auch Polizisten, sind verdächtig. Als Leser weiß man nicht so recht, wem man trauen kann – und tappt somit genauso wie die Ermittler im Dunkeln. Selbst die Ermittler könnten etwas zu verbergen haben.
Ich brauchte einige Zeit, bis ich den Krimi spannend fand. Das Hin- und Herspringen zwischen beiden Handlungssträngen hemmte oft den Lesefluss. Die Ermittlerduos sind sympathisch. Der Krimi bietet einige interessante, aber auch schockierende Wendungen.
Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Humorvolle und interessante Reisebeschreibung

Iowa
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Worum geht es in dem Buch?

Die Österreicherinnen Stefanie Sargnagel und Christiane reisen in die USA – in den US-Staat Iowa.
Stefanie hat mit kurzen Texten im Internet Berühmtheit erlangt. Weiterhin ...

Worum geht es in dem Buch?

Die Österreicherinnen Stefanie Sargnagel und Christiane reisen in die USA – in den US-Staat Iowa.
Stefanie hat mit kurzen Texten im Internet Berühmtheit erlangt. Weiterhin hat sie schon zwei Bücher geschrieben, die zu Bestsellern wurden. Zeit also für ein drittes – „Iowa“.
Stefanie soll an einem College unterrichten, obwohl sie selbst nicht mal das Abitur hat. Außerdem hatte sie erst kürzlich psychische Probleme und weiß nicht, ob sie der Aufgabe gewachsen ist. Die Neugierde auf Iowa und auf neue Erlebnisse siegt über ihre Skepsis – also macht sie sich auf die Reise.

Meine Leseerfahrung:

Nach 20 Seiten Einlesen hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt. Stefanie schreibt lange Sätze, verschlungen – aber nicht kompliziert. Das Buch besticht durch einen witzigen, ironischen Schreibstil. Ich musste beim Lesen oft schmunzeln. Das Buch wird nie albern, auch wenn viele Klischees/Besonderheiten, die die USA hat, erwähnt werden. Beispielsweise, dass viele US-Amerikaner übergewichtig sind.
Witzig fand ich auch zu lesen, dass Stefanie und Christiane oft das Essen, das sie in Iowa genossen, nicht schmeckte. Das erinnerte mich an meine USA-Reise, da schmeckte das Essen auch selten. Stefanie hat eine humorvolle Art und Weise, über alles zu schreiben. Nett fand ich diverse eingestreute Fußnoten – die dann zu finden waren, wenn zum Beispiel Christiane Stefanie korrigierte.
Wer einen, mit Humor gewürzten, Reisebericht über die USA lesen will, sollte „Iowa“ von Stefanie Sargnagel lesen. Mir hat dieses Buch einige schöne Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Ereignisreicher historischer Roman

A Song to Drown Rivers
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Worum geht es in dem Buch?

XiShi ist die Ich-Erzählerin. Sie soll im antiken chinesischen Reich Yue, ungefähr 506 vor Christus (Quelle: Wikipedia.org) gelebt haben.
Selbst im heutigen China ist Xishi ...

Worum geht es in dem Buch?

XiShi ist die Ich-Erzählerin. Sie soll im antiken chinesischen Reich Yue, ungefähr 506 vor Christus (Quelle: Wikipedia.org) gelebt haben.
Selbst im heutigen China ist Xishi immer noch ein Begriff. Viele Reiseführer erzählen Touristen die Legenden von Xishi. Die chinesische Autorin Ann Liang, die jetzt in Australien lebt, hat sich dieser Legenden angenommen und daraus einen historischen Roman geschrieben.
Als junges Mädchen soll Xishi ihre Heimat Yue verlassen und als Geliebte des Königs Fuchai in dessen Palast ziehen. König Fuchai ist Herrscher des Reiches Wu. Mit ihrer Schönheit und Klugheit soll Xishi Fuchai so bezirzen, dass er und sein Reich zu Fall gebracht werden – und das Reich Yue wieder frei wird.
Zu diesem Zweck wird Xishi ausgebildet. Sie soll lernt nicht nur, mit dem Schwert zu kämpfen, sondern auch, wie man mit Klugheit und List Personen beeinflussen kann. Während ihrer Ausbildung verliebt sie sich in ihren Lehrer Fanli.
Als sie die Gunst von König Fuchai gewinnt und er sie begehrt, muss sie vorsichtig sein, damit sie weder sich, noch Fanli in Gefahr bringt.

Meine Leseerfahrung:

Da ich selbst schon in China war und dort von Xishi gehört habe, hat mich das Buch „A Song to Drown Rivers“ interessiert. Das Buch ist rein äußerlich sehr schön gestaltet – ein reines Kunstwerk mit einem samtigen kunstvollen Umschlag und ebensolchem Buchschnitt.
Es dauerte, bis ich richtig in der Lektüre drin war. Anfangs fand ich das Buch nicht spannend. Interessant wurde es, als die Liebesgeschichte zwischen Xishi und Fanli ihren Lauf nahm. Wobei die Autorin auf offenherzige Szenen verzichtet, was ich gut finde.
Xishi entwickelt sich im Roman. Sie weiß, was sie mit Worten bewirken kann – nachdem ein Wort von ihr fast zu einer Katastrophe geführt hätte. Sie handelt klug und überlegt gegenüber dem König Fuchai. Dennoch bleiben Schicksalsschläge nicht aus. Diese haben aber auch damit zu tun, weil der König immer wieder seine Macht demonstrieren muss.
So entwickelt sich der Roman zu einem actionreichen, aber auch emotionalen Blick auf eine bekannte chinesische Legende – und auf eine bewundernswerte Frau.
Ich vergebe vier Sterne.

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