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Veröffentlicht am 13.04.2022

Zwei Frauen auf einer Hallig und die Liebe

Die Halligprinzessin
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In dem Roman "Die Halligprinzessin" von Karen Elste geht es um Ella, die überraschend von ihrer Großtante, zu der sie jedoch keinen Kontakt hatte, ein Haus auf einer Hallig erbt. Dazu erhält sie das Tagebuch ...

In dem Roman "Die Halligprinzessin" von Karen Elste geht es um Ella, die überraschend von ihrer Großtante, zu der sie jedoch keinen Kontakt hatte, ein Haus auf einer Hallig erbt. Dazu erhält sie das Tagebuch ihrer Urgroßmutter Charlotte, die als junge Frau auf die Hallig kam. Daraufhin nimmt Ella sofort Kontakt mit dem Notar auf und fährt auf die Hallig.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. In der Gegenwart wird Ellas Leben in Berlin und auf der Hallig erzählt und über Charlottes Tagebuch deren Geschichte in der Zeit von 1938 bis 1945. Gerade Charlottes Geschichte fand ich sehr fesselnd. Die Geschichte wie eine junge Berliner Frau aus gutem Hause das harte und entbehrungsreiche Leben auf einer Hallig führt, dazu noch in der Zeit während des zweiten Weltkrieges, war sehr fesselnd und detailgetreu beschrieben. Aber auch parallel dazu sieht man Ellas Entwicklung auf der Hallig, die in manchem ähnlich der von Charlotte ist.

Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und hatten alle ihre Stärken, Schwächen, Ecken und Kanten, wodurch sie noch natürlicher und nahbarer waren. Ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen. Auch die Landschaft und vor allem das Haus auf der Hallig waren sehr detailgetreu beschrieben.

Die Geschichte der beiden Frauen wurde sehr eindrucksvoll erzählt und blieb durch die beiden Zeitebenen auch immer sehr spannend. Ich freue mich bereits auf eine "Fortsetzung" und ein Wiedersehen auf der Hallig.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Eine Frau in der Menopause

Einatmen, ausrasten
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Eliza Finch ist eine Frau in der Menopause, die merkt, dass ihr in ihrem Leben, das aus verschiedenen Jobs, einem Ehemann, dem sie sich immer mehr entzieht und ihren drei Kindern besteht, etwas ...

Eliza Finch ist eine Frau in der Menopause, die merkt, dass ihr in ihrem Leben, das aus verschiedenen Jobs, einem Ehemann, dem sie sich immer mehr entzieht und ihren drei Kindern besteht, etwas fehlt. Daher beschließt sie kurz vor ihrem Hochzeitstag diesem Leben für einen Moment zu entfliehen. Leider beschließt sie dies erst nach 250 Seiten. In dem ersten Teil des Romans erzählt sie von ihrem Leben, ihrer Familie und ihrer Vergangenheit. Dies wird in einem flüssigen Schreibstil sehr abwechslungsreich und humorvoll dargestellt. Jedoch wird andauernd wiederholt, wie unzufrieden sie ist und welche Probleme sie mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen hat. Allerdings ist sie nicht besonders oft ausgerastet, wie es der Titel verspricht. Ich hatte eher den Eindruck, dass ihr Problem nicht das Ausrasten, sondern eher die Sprachlosigkeit zwischen ihr und ihrem Ehemann Paddy, den sie nach wie vor sehr liebt, ist. Die Protagonistin hat mich daher nicht so angesprochen, da ich sie als eine sehr frustrierte Frau erlebt habe, die all ihre Probleme auf die Menopause schiebt. Richtig Schwung kam daher erst am Ende des Romans in die Geschichte, die mir dann auch viel besser gefallen hat.

Fazit:

Der Roman beinhaltet eine nette Geschichte, die mich jedoch leider nicht so sehr angesprochen hat, obwohl ich sicher zu der Zielgruppe der Leser*innen gehöre. Meines Erachtens hat es einfach zu lange gedauert bis etwas in Elizas Leben passiert und dadurch mehr Schwung in die Geschichte kam.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Mord im Kloster

Ostseekreuz
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Um sich von einem traumatischen Erlebnis zu erholen beschließt Pia Korittki in ein Kloster zu gehen. Hier erhofft sie die nötige Ruhe zu finden und in Gesprächen mit den Mönchen ihre Erlebnisse verarbeiten ...

Um sich von einem traumatischen Erlebnis zu erholen beschließt Pia Korittki in ein Kloster zu gehen. Hier erhofft sie die nötige Ruhe zu finden und in Gesprächen mit den Mönchen ihre Erlebnisse verarbeiten zu können. Doch auch hier findet sie nicht die erhoffte Ruhe, da bereits nach wenigen Tagen ein Mönch ermordet in der Kapelle vorgefunden und ein Gast vermisst wird. Pia möchte sich zwar aus den Ermittlungen heraushalten, gibt sich jedoch dem ermittelnden Beamten als Kollegin zu erkennen und versucht hierdurch undercover behilflich zu sein.

Mit "Ostseekreuz" ist Eva Almstädt wieder ein sehr guter Krimi gelungen. Das Setting in einem Kloster ist außergewöhnlich und bringt dadurch interessante Charaktere mit sich. Obwohl der Kreis der Verdächtigen eingeschränkt zu sein scheint, sind sowohl die anderen Gäste als auch das Personal des Klosters und natürlich die Mönche verdächtig.

Das Kloster, das dortige Leben sowie die Umgebung werden gut geschildert und durch die im Buch gezeichnete Karte, konnte ich mir die Umgebung noch besser vorstellen. Auch zu den anderen Gästen erhält man im Laufe des Romanes weitere Informationen, genauso wie zu den Mönchen und deren Vergangenheit, was den Kreis der Verdächtigen immer wieder verändert.

Sehr spannend ist auch der zweite Erzählstrang, bei dem es um die Suche nach Albrecht Lohse geht. Durch diese zweite Erzählung bleibt die Geschichte sehr abwechslungsreich und spannend.

Mit hat der Krimi um die Kommissarin Pia Korittki wieder sehr gut gefallen, wobei es ein paar Schwächen sowohl bei der Geschichte und deren Auflösung im Kloster als auch bei der Verfolgung von Albrecht Lohse gab. Dennoch ist es erneut ein spannender Fall und ich freue mich schon auf weitere Ostseekrimis der Autorin.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Eine vielschichtige Geschichte

Firekeeper's Daughter
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In dem Roman geht es um die 18-jährige Daunis Fontaine, die halb weiß, halb Native American ist und so ein Leben in zwei sehr unterschiedlichen Welten führt. Hierbei lebt sie jedoch in einem Zwiespalt, ...

In dem Roman geht es um die 18-jährige Daunis Fontaine, die halb weiß, halb Native American ist und so ein Leben in zwei sehr unterschiedlichen Welten führt. Hierbei lebt sie jedoch in einem Zwiespalt, da sie den Eindruck hat zu keiner dieser Welten richtig dazuzugehören. Die Welt der Ojibwe ist voll von Tradition und Ritualen und in der „anderen“ Welt lebt sie das Leben einer Medizinstudentin am College und ist eine begeisterte Eishockeyspielerin. Doch als ein Mordfall im Ojibwe-Reservat geschieht, wird sie vom FBI rekrutiert, um hier undercover zu ermitteln.
Angeline Boulley ist hier ein Roman gelungen, der nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene, sondern auch „ältere“ Leser anspricht und mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil und die Sprache sind sehr flüssig und bildhaft und durch den Gebrauch von Begriffen aus der Sprache der Natives daher sehr authentisch. Sehr gut hat mir hierbei das Glossar mit Übersetzungen und weiteren Erklärungen am Ende des Buches gefallen. Auch die historische Einordnung mit vielen Erklärungen zu der Geschichte der Native Americans im Anhang fand ich hierbei sehr gut und hilfreich.
Die Protagonistin Daunis war mir sofort sympathisch. Man lernt einerseits eine 18-jährige Medizinstudentin kennen und andererseits eine junge Frau, die mit den Ritualen und Lebensgewohnheiten ihrer Familie, der Ojibwe, bestens vertraut und verwurzelt ist. In der Geschichte wird daher einerseits sehr viel über ihr Collegeleben, aber auch über ihr Leben in dem Reservat ihrer Familie erzählt. Hinzu kommt jedoch noch ein spannender Krimiplot, der mich besonders gefesselt hat. Aber auch auf die Diskriminierung der Native Americans, sowie Drogenprobleme und Drogenhandel wird ein interessanter Blick, der sehr gut in die Geschichte eingebunden ist, geworfen.
Für mich war dieser Roman ein absolutes Lesehighlight, da es mich in eine andere Welt, bzw. eine andere Kultur, gepaart mit einer spannenden Krimihandlung, geführt hat.

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Veröffentlicht am 17.03.2022

50 Mikroabenteuer im Odenwald

Odenwald - HeimatMomente
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Ein Reiseführer, in dem Mikroabenteuer versprochen werden, hat mich sehr neugierig gemacht. Und es sind wirklich Mikroabenteuer, die hier beschrieben werden. Zum Teil sind es Orte, wie der "dreischläfrige" ...

Ein Reiseführer, in dem Mikroabenteuer versprochen werden, hat mich sehr neugierig gemacht. Und es sind wirklich Mikroabenteuer, die hier beschrieben werden. Zum Teil sind es Orte, wie der "dreischläfrige" Galgen bei Beerfelden, an denen man sich nur kurz aufhält, aber auch Museen, wie das Deutsche Elfenbeinmuseum in Erbach oder ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt von Michelstadt, für die man durchaus längere Zeit einplanen sollte. Es wird immer ein wenig über die Umgebung und deren Geschichte erzählt, die Anreise beschrieben, sowie Öffnungszeiten und Eintrittspreise genannt und weitere Aktivitäten vorgeschlagen, die man in der jeweiligen Gegend noch unternehmen kann.

Der Inhalt teilt sich in die verschiedenen Regionen des Odenwaldes auf, bei der auch Ziele in der agrenzenden Umgebung, wie z. B. Darmstadt oder die Grube Messel aufgeführt werden.

Mir gefällt der Reiseführer sehr gut, da hier viele Vorschläge für Ausflüge gemacht werden und man so seine Heimat neu- oder auch wiederentdecken kann.. Ich werde sicher den ein oder anderen Ausflug, der hier beschrieben wird, unternehmen.

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