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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Mein Zwiespalt mit Romantasy

The Courting of Bristol Keats
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Die Geschichte ist im Wesentlichen mit dem Covertext schon umrissen.
Ein Mädchen mit einem harten Schicksal muss mit dem Elfenkönig mitgehen, um ein paar grundlegende Fragen ihres Lebens vielleicht beantwortet ...

Die Geschichte ist im Wesentlichen mit dem Covertext schon umrissen.
Ein Mädchen mit einem harten Schicksal muss mit dem Elfenkönig mitgehen, um ein paar grundlegende Fragen ihres Lebens vielleicht beantwortet zu bekommen. Der Elfenkönig wiederum benötigt das Mädchen als Schlüssel zur Rettung seiner Welt. Beide Welten funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien, so dass Missverständnisse und moralische Implikationen für die Protagonisten auf jeden Fall vorhanden sind und sich der entwickelnden Beziehung immer wieder in den Weg stellen.

Bristol hat zum Glück wirklich sehr selbstbestimmte Züge, aber sie ist ja auch kein Teeny mehr. Dem entsprechend geht sie bisweilen ihre eigenen Wege, sehr zum Unmut Tyghans. Tyghan hat alles, wovon junge Mädchen wohl träumen mögen. Er ist attraktiv, nicht dumm und trotzdem ein wenig der „Held in strahlender Rüstung“, der die Person zu der er sich hingezogen fühlt immer wieder auffängt, selbst wenn es ihm das Leben kosten würde. Und Bristol? Sie ihrerseits ist ja letzten Endes auch bis zur Selbstaufgabe bereit, ihren Helden zu retten – die wahre Liebe der Romantasy eben.

Das ist zumeist der Punkt, an dem ich das Buch gerne einmal weglege. Zu viel Klischee ist wie zu viel Öl in der Speise …
Aber letztendlich las sich der Roman dann doch ganz rund, so dass ich den zweiten Band auch lesen will.
Sowohl sprachlich, als auch durch die recht geradlinige Handlung passt das Buch ganz gut in die Young Adult Abteilung.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein Reihenbeginn, von dem ich mehr möchte

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das ...

Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das kleine und zumeist ruhige Städtchen Hohenburg, das die Gruppe ihr Zuhause nennt hat erstaunlich viel zu bieten – Sagen und Legenden zum Teil mit keltischem Hintergrund, zum Teil aus dem Mittelalter, eine Burg, Höhlen. Da wundert es nicht, dass es anscheinend Geister und andere Wesen doch nicht nur in den Sagen und Legenden gibt?

Auf jeden Fall hat Markus Heitz eine recht fantastische Hintergrundgeschichte innerhalb unserer alltäglichen Lebenswelt erschaffen, in der sich die Furchtlosen mit anderen bisweilen recht mystischen Gruppierungen auseinandersetzen müssen. Dabei kommen immer wieder die individuellen Talente der Jugendlichen zum Einsatz, so dass der Leserschaft vermittelt wird, das „Handicaps“ nichts sind, was man verbergen sollte, denn sie können durchaus individuelle Stärken sein.

Dieses erste Buch ist trotz oder gerade wegen der vielen Personen, Fraktionen und Ereignisse in erster Linie ein Reihenauftakt. Das schmälert das Buch aber nicht, da es sich sehr gut liest und viele Handlungsansätze hat, die einem beim Lesen schon ein wenig anteasern.

Qualitativ hat der Oetinger Verlag ein gut gebundenes Buch mit einem schönen Farbschnitt herausgegeben. Die Covergestaltung von Max Meinzold passt optisch sehr gut zum Inhalt und hat zugegebener Maßen mit dafür gesorgt, dass ich unbedingt einmal reinschauen wollte.

Die Altersempfehlung von 11 Jahren ist gut angemessen. Kinder mit gutem Leseverständnis für etwas komplexere Handlungen sollten dem Inhalt auch problemlos folgen können.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Entsprach nicht meinen Erwartungen

Die Götter von Asgard
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Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem ...

Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem gehaltvollen Lesegenuss.
Es handelt sich um eine sehr seichte Mädchengeschichte über Ray, die ihren Weg im Leben bisher nicht gefunden hat.
Die Autorin betont recht regelmäßig die Rolle der Protagonisten als Heldin. Doch wie eine derartige kommt Ray mir nicht vor, eher wie ein noch immer nicht ganz flügge gewordener Vogel.

Vom Titel her hätte ich mir den Einfluss der nordischen Götterwelt auf das gesamte Leseerlebnis doch anders vorgestellt. Auch wenn die in der Geschichte vorkommenden Götter und Wesen ihren Stereotypen, die eigentlich jeder kennt gerecht werden, konnte mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen. Die ganze mythologische Welt bildet im Kern nur den Rahmen für Ray’s Selbstfindungstrip und die Beziehungsgeschichte zischen Ray und Tyr.

Mein Fazit – seichte Geschichte und eigentlich nichts für Liebhaber klassischer Fantasy. Ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Werke der Autorin lesen werde.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Konnte mich überzeugen

Andor Junior, Bücherhelden 1. Klasse, Die geheime Botschaft
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Andor versetzt Kinder in eine mittelalterliche Welt mit vielen netten abenteuerlichen Fantasy Elementen. Das die Geschichten spannend sind, hat der Autor bereits mit seinen drei Andor Junior Geschichten ...

Andor versetzt Kinder in eine mittelalterliche Welt mit vielen netten abenteuerlichen Fantasy Elementen. Das die Geschichten spannend sind, hat der Autor bereits mit seinen drei Andor Junior Geschichten für etwas ältere Grundschulkinder bewiesen.
Jetzt schafft es der Autor ein Abenteuer der vier bekannten Helden in sehr einfacher Wortwahl, kurzen Sätzen und kleinen Kapiteln zu erzählen.
Die großzügigen Illustrationen und kurze Rätsel sorgen dafür, das Kinder, die gerade alle grundlegenden Lesevoraussetzungen erworben haben, das Buch selber entdecken und erleben können.
Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte der ersten Jahrgangsstufe sollten junge Leser:innen dazu grundsätzlich in der Lage sein.
Hilfe benötigen sie dann vielleicht noch bei den Namen der Kinder. Vor allem Chada und Eara könnten von der Lesung unbekannt sein. Aber wozu haben Kinder denn Eltern oder vielleicht auch hilfreiche Geschwister? Also, alles in allem keine all zu große Hürde.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung. Mein Buch bekommt nunmehr mein Großneffe zur Einschulung.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Adieu Al

Kerze & Krähe
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Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der ...

Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der alles über seinen Doppelfluch erfährt und diesen von sich nehmen kann. Buck Foi, der unbedingt eine Legende unter den Hobgobs werden möchte und im Kern „nur“ sein Trauma zu seinen Vater verarbeitet. Nadia, meine heiß geliebte Kampfseherin mit ihren Gothic Vibes, die sich sehr ernsthaft dem Aufbau eines Kults um den von ihr geschaffenen Gott Lhurnag widmet. Wann kann man schon einmal dem Erwachen eines Gottes beiwohnen? Roxanne – die ja erst im letzten Band dazugestoßene Schlachtengöttin Morrigan – die sich neu erfinden will. Sie möchte mehr als nur die gefürchtete, männermordende Gottheit sein und ihren eigenen Weg finden. Da bleibt nur zu sagen: Aller Anfang ist schwer.
Und schlussendlich Gladis, die viel Schei** erlebt hat. Eindeutig eine Nebenfigur, die mir aber durch ihre Art und Weise so richtig ans Herz gewachsen ist.
Sie alle werden mir fehlen.

Und doch ist es gerade die Auflösung aller mehr oder minder angedeuteten Handlungsstränge, die diesen Roman so rasant machen, dass es ein wirkliches Vergnügen ist ihn zu lesen. Vor allem die Entwicklungen um die Auflösung von Al’s Doppelfluch machen die Geschichte richtig, richtig gut. Denn hier geht es einmal weg von den irisch/keltischen Gottheiten und für die Leser:innen kommt die Tätigkeit als Siegelmagier, der sich mit den Pantheons verschiedener Welten auseinandersetzen muss deutlich mehr zum Tragen.

Al hat seinen Ruhestand mehr redlich verdient, aber ich bedaure es schon dass mir weitere Lesestunden und Geschichten mit ihm damit verwehrt bleiben. Die gesamte Trilogie hat für mich eine absolute Leseempfehlung verdient.

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