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Veröffentlicht am 07.04.2020

Die Todesseherinnen

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Ezlyn – Im Zeichen der Seherin
Ezlyn ist eine Todesseherin – sie kann durch eine einfache Berührung den Tod eines Menschen voraussehen. Doch einer hat sich besonders in ihr Gedächtnis gebrannt: Ihr eigener ...

Ezlyn – Im Zeichen der Seherin


Ezlyn ist eine Todesseherin – sie kann durch eine einfache Berührung den Tod eines Menschen voraussehen. Doch einer hat sich besonders in ihr Gedächtnis gebrannt: Ihr eigener Tod, herbeigeführt durch die Hand eines Schattenkriegers. Ezlyn glaubt, sich bestmöglich auf diesen schrecklichen Tag vorbereitet zu haben, aber als sie an die höchstbietende Adelsfamilie verkauft wird, muss sie ausgerechnet mit dem Schattenkrieger zusammenarbeiten, der ihren Tod bedeuten wird. Aber im Schloss ist nicht alles, wie es zu sein scheint – und das gleiche gilt für den Schattenkrieger, der Ezlyns Herz nicht nur aus Angst höher schlagen lässt…

Meine Meinung


Ezlyn – Im Zeichen der Seherin hat mich vor allem gelockt, da es endlich mal wieder kein Anfang einer Reihe ist, die ich erst in zwei Jahren beenden kann und deren Fortsetzung ewig auf sich warten lässt. Ezlyn ist das Debut der Autorin Karolyn Ciseau, die eigentlich schon viele Bücher im Selfpublishing herausgebracht hat, aber jetzt ihr erstes Buch beim Carlsen Verlag feiern kann. Und der Carlsen Verlag beweist erneut ein gutes Händchen in Sachen Newcomer-AutorInnen – nach allem, was ich mit diesem Buch erlebt habe, lohnt es sich mit Sicherheit, Karolyns weitere Laufbahn zu verfolgen und den ein oder anderen bereits erschienen Roman nachzuholen!
Vor allem hat mich Karolyn Ciseaus Schreibstil gepackt – nachdem ich in der letzten Zeit nur langweilige Bücher in den Händen hatte, wirkte sie wie ein frischer Wind: Mit tollen Beschreibungen, einem richtigen erzählerischen Spannungsbogen (!) und einer tollen Art zu erzählen. Sie konnte mich von der ersten Seite an packen und mit ihr und Ezlyn in die Geschichte ziehen – obwohl sich das vor allem in einem Fantasyroman mit einer fremden Welt schwierig gestalten kann. Ezlyn war mir dadurch als Protagonistin von Anfang an vertraut und passt sehr gut in die Geschichte – leicht aufmüpfig, freundlich und stets loyal, aber nach ihrer Isolation im Kloster auch sehr naiv. Das konnte mitunter auch mal anstrengend werden und man wollte sie am liebsten schütteln, um ihr die Augen zu öffnen, aber das gleiche fand ich in anderen Büchern schon viel unangenehmer. Hier konnte ich nachvollziehen, woher ihre Naivität kam und beobachten, wie sie die Wahrheit selbst bitter erfahren musste. Ich hätte nichts an ihr geändert.
Das Kaiserreich, in dem Ezlyn beheimatet ist, blieb neben ihr und den anderen schön ausgearbeiteten Charakteren (Malachi und Dorian, die beiden anderen großen Charaktere im Buch, waren auf ihre Art perfekt in das Buch eingearbeitet) leider etwas zurück. Man bekam vor allem am Anfang sehr viele hilfreiche Informationen, aber im Laufe des Buches wurde nicht viel mehr erklärt – man bekam kaum etwas über die Struktur des Landes mit, geschweige denn von einzelnen Abläufen, Traditionen oder Nachbarländern. Das Weltenkonstrukt blieb vergleichsweise oberflächlich, was für einen Roman von 400 Seiten aber auch nur natürlich ist – vielleicht wäre Ezlyn als Reihe also gar nicht schlecht angelegt gewesen. Daher hatte man eher das Gefühl, die Geschehnisse würden auf einer isolierten Insel in einer großen Welt spielen – bis zum Ende habe ich das ein wenig bedauert. Aber es schmälerte nicht meine Freude an dem Buch.
Die Handlung selbst war wie der Schreibstil wunderbar bunt, vielseitig und spannungsgeladen. Die treibende Kraft war die Beziehung der Charaktere untereinander, die sich mitunter sehr überraschend entwickelten. Es gab spannende Wendungen, traurige und glückliche Momente und alle haben mich als Leser mitfiebern lassen – Karolyn hat meine Neugier kein einziges Mal verloren. Nur das Ende des Buches – und das schreibe ich wieder der Weltenkonstruktion und der Kürze von knapp 400 Seiten zu – war etwas kurz und abgehackt. Einige Momente konnten nicht ausführlich genug behandelt werden, da sie vorher nicht richtig aufgeklärt worden waren und aus Platzmangel nicht mehr in das Buch passten. Mindestens einen Zweiteiler hätte ich mir also letztendlich doch gewünscht, um das Buch zu einem perfekten Gesamtpaket zu schnüren.

Fazit


Ezlyn ist kein perfektes Buch, aber ein tolles Lesevergnügen und eine Erholung von all den Reihen mit 10 Bänden. Ich würde sehr gerne mehr von der Welt lesen und verfolge Karolyn Ciseau mit Freude weiter. Eine große Leseempfehlung gibt es daher von mir!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Der Thron von Valean

Das Lied der Sonne
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Das Lied der Sonne
Lanea genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern und ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen. Doch von einem Tag auf den anderen ...

Das Lied der Sonne


Lanea genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern und ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig ruft zur Brautschau und Lanea reist als falsche Prinzessin an den Hof. Hier lauern Intrigen und tödliche Verschwörungen - und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige Augen Laneas Herz zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht gewinnen...

Meine Meinung


Jennifer Wolfs Jahreszeiten-Reihe ist in der Bücherwelt mittlerweile ein Muss für viele Leser, um das man nicht herumkommt. Morgentau gehört zu meinen Lieblingen im Romantasy-Genre, das ich gleich mehrmals verschlungen habe - deswegen habe ich zusammen mit vielen anderen ihr neues Buch gespannt erwartet. Und Das Lied der Sonne kann sich zumindest rein äußerlich definitiv sehen lassen - das schlichte dunkle Cover mit geheimnisvollen Blüten passt sehr gut zu dem Titel und der Stimmung des Buches und macht sich sicher sehr gut in jedem Bücherregal. Leider leider, kann ich das nicht von dem gesamten Buch behaupten.
Aber zuerst zu meinen Pluspunkten: Jennifer Wolf ist ihrem Schreibstil treu geblieben und schreibt immer noch mit einer sehr bildlichen, leichten Sprache. Vor allem Palilan, Laneas Heimat, hat es mir in diesem Buch besonders angetan – anders als erwartet ist das Land kein Königreich, sondern wird von einem Stamm samt Häuptling bevölkert. Jeden Morgen begrüßen sie gemeinsam die Sonne, die sie für sich als heilig betrachten, und leben ein zurückgezogenes Leben als „Wilde“, abgeschottet vom Rest des Großkönigreichs. Palilan scheint ein geradezu magischer Ort zu sein, an dem man sich als Leser ebenso wohl fühlt, wie die Figuren es tun. Ich war traurig, als Lanea es schließlich verlassen musste.
Mit der Reise Laneas an den Hof des Königs in der Stadt Kingsplains ging die Handlung dann allerdings leider bergab. Als Einzelband muss Das Lied der Sonne seine Handlung auf knapp 400 Seiten quetschen und das merkt man vor allem bei der Darstellung des Reichs Valean – Laneas Reise durch das Land, die die Missstände im Reich darstellen soll, ist kurz, abgehackt und voller unwichtiger Episoden, die einfach in den Raum geworfen werden. Es werden immer wieder Figuren bekannt gemacht, die später kaum eine Rolle mehr spielen und man hat als Leser kaum Zeit Mitgefühl mit den Einwohnern zu entwickeln, da ist Lanea schon in Kingsplains angekommen und im prunkvollen Palast verschwunden. Ähnlich läuft es dann immer wieder – es werden Figuren und Szenen eröffnet, kleine Nebensächlichkeiten, die Lanea erledigen muss, aber sie werden ohne Bezug in den Raum geworfen und nie wieder aufgegriffen. Würde man die ganzen nebensächlichen Szenen des Buches rausnehmen, wäre es sicher nur noch halb so dick und hätten mehr Platz für wichtige Dinge gelassen. Immer wieder erhofft man sich eine Intrige zu erspähen, eine „tödliche Verschwörung“, wie sie im Klappentext genannt wird, aber bei so vielen Handlungsalternativen wird keine richtig genutzt. Dadurch werden die Charaktere vorhersehbar und langweilig, während man nicht ganz versteht, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen soll – ein Spannungsbogen wurde durch die vielen unnötigen Szenen leider nie kreiert.
Ebenso plötzlich und in den Raum geworfen, wird die Liebesgeschichte zwischen Lanea und Aaren. Anders als im Klappentext, wird Aaren immer wieder mit „leeren Augen“ beschrieben, in die sich Lanea von 0 auf 100 in wenigen Sekunden verliebt. Für ihre plötzliche Zuneigung füreinander wird nie eine Erklärung gefunden, weshalb ich mich mit ihrer Liebesgeschichte nie wirklich anfreunden konnte. Erst zum Schluss hin, wurden die beiden angenehmer.
Lanea alleine ist ein starkes, hilfsbereites Mädchen, das jederzeit für ihre Freunde eintreten würde. Am Anfang passte sie noch sehr gut in die Geschichte, aber je mehr Zeit verging, desto außergewöhnlicher wurde ihr Talent, die wichtigen Szenen des Buches zu verpassen – im Nachhinein wäre ein Buch aus Aarens Sicht deshalb sicher wesentlich spannender, da er in meinen Augen sowieso der interessantere Protagonist ist.
Das Ende das Buches war dann leider wie erwartet recht kurz und für meinen Geschmack zu arrangiert. Es blieben eine Mengen Fragen und Szenen offen, während schließlich noch ein schönes Fantasyelement beigefügt wurde – allerdings so nachträglich, dass es mehr wie eine fixe Idee, als ein geplantes Element wirkte.


Fazit


Das Buch lässt sich mit einem Wort beschreiben: Nett. Man kann es durch den guten Schreibstil flüssig lesen und muss sich nicht ständig durch die Seiten kämpfen, aber die Geschichte war noch sehr unausgereift und voller loser Handlungsstränge, die nie richtig verbunden wurden. Ich bin ein wenig enttäuscht, würde aber trotzdem noch zu seinem anderen Buch von Jennifer Wolf greifen und hoffen, dass sie den Zauber von Morgentau wieder aufgreifen kann. Von mir gibt es für das Buch 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Die Geheimnisse der Lockwoods

Die stummen Wächter von Lockwood Manor
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Die stummen Wächter von Lockwood Manor
Als der zweite Weltkrieg über England heranzieht, sieht sich das Natural History Museum in London gezwungen, Teile ihrer wertvollen Sammlung zu evakuieren. Hetty ...

Die stummen Wächter von Lockwood Manor


Als der zweite Weltkrieg über England heranzieht, sieht sich das Natural History Museum in London gezwungen, Teile ihrer wertvollen Sammlung zu evakuieren. Hetty Cartwright, Kuratorin der Säugetiersammlung, begleitet ihre geliebten ausgestopften Tiere in das düstere Lockwood Manor, ein riesiges, beinahe leerstehendes Anwesen auf dem Land. Ihre einzigen Bewohner sind der unsympathische Major Lockwood und seine Tochter Lucy, für die Hetty bald zärtliche Gefühle hegt. Doch seltsame Albträume scheinen die junge Frau zu quälen, Träume von der Weißen Frau, einem blauen Zimmer und einem Ungeheuer, das sie durch das Haus jagt. Die Tiere der Museumsammlung scheinen verstellt zu werden und ein Eindringling hat es offenbar auf Hetty abgesehen. Kann sie die Geheimnisse des dunklen Anwesens lüften, ehe sie selbst anfängt verrückt zu werden?


Meine Meinung


Die stummen Wächter von Lockwood Manor ist das erste Buch von Jane Healey, das mir in die Hände gefallen ist. Die junge Autorin wuchs selbst in einem viktorianischen Bauernhaus auf, in dem es angeblich spuken sollte, und scheint ihre eigenen Erlebnisse und Fantasien in diesem Roman einfließen zu lassen. Ihr Schreibstil ist einer Studentin des Kreativen Schreibens angemessen und oft sehr schön ausgeschmückt mit tollen Beschreibungen, denen aber weniger Wiederholungen und Aufzählungen gutgetan hätten. Die gesamte Atmosphäre, die vor allem am Anfang etwas dunkles und fast schon gruseliges ausstrahlte, konnte mich sofort in den Bann ziehen, auch wenn das Cover meiner Meinung nach eher weniger zu dem Buch passt. Trotzdem ist es natürlich ein echter Hingucker!
Der Einstieg in das Buch fiel mir im Gegensatz zu anderen Lesern sehr gut. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Hettys Sicht erzählt, einer jungen, neugierigen Frau, die sich nicht auf Fantasiegeschichten verlässt und den Dingen gerne selbst auf den Grund geht, auch wenn sie anderen Menschen gegenüber zurückhaltender ist. Ihr Charakter hat sehr gut zu dem Buch gepasst, da sie mit ihrer Neugier und dem langen Atem die Handlung in Schach hielt, aber ihre vielen Aufzählungen der Präparate und Räume hätte man durchaus kürzen können. Ihr gegenüber steht die zweite Hauptperson Lucy, die von ihren Albträumen und ihrem Leben mit ihrer verrückten Mutter erzählt und über das Haus und seine Eigenheiten aufklärt. Ein Buch aus ihrer Sicht hätte ich fast noch lieber gelesen, da sie ein sehr zwiespältiger, aber interessanter Charakter ist. Neben ihr verblassten allerdings auch alle anderen Nebencharaktere, die nur aufzutauchen schienen, wenn sie gebraucht wurden.
Die Handlung verdient meiner Meinung nach den größten Kritikpunkt. Am Anfang nahm mich die Geschichte gefangen; Lockwood Manor ist ein unheimliches Gebäude mit viel zu vielen Räumen und knarzigen Dielen, die viel Platz für Fantasie lassen. Der leichte Gruselfaktor hielt mich gepackt und ich wollte die Geheimnisse der Familie Lockwood und ihres Anwesens unbedingt erfahren. Allerdings schaffte es die Autorin in der Hälfte des Buches nicht mehr, die Spannung aufrecht zu erhalten. Viele Dinge wurden bereits aufgelöst, die die Magie von Lockwood Manor nahmen, und ließen das Buch seltsam leer und ohne jede Handlung zurück. Die Geschichte plätscherte nur noch dahin, als wolle die Autorin die Seiten füllen, und man konnte sich nur noch fragen, worauf das Buch eigentlich hinauswollte. Und die Auflösung war nicht weniger enttäuschend – viele Dinge waren entweder zu vorhersehbar oder ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Es gab Wendungen, für die ich vorher kaum Indizien ausmachen konnte, weshalb sich bei mir auch kein Schock-Moment einstellen wollte. Am Ende blieb immer noch die Frage im Raum, warum genau diese Geschichte es wert war, erzählt zu werden.

Fazit


Der Schreibstil und die Charaktere haben sehr gut zu der Geschichte gepasst, die die Autorin Jane Healey am Anfang wunderbar zum Leben erwecken konnte. Letztendlich waren wohl ihre eigenen Erfahrungen mit angeblichen Spukhäusern ausschlaggebend, um eine tolle, unheimliche Atmosphäre zu kreieren. Gegen Mitte des Buches ließ der Spannungsbogen allerdings so weit nach, dass mich das Ende nur noch enttäuschen konnte. Insgesamt hatte das Buch durchaus Potenzial, das durch fehlende Spannung aber fast komplett verloren ging.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2020

Fruchtig zum Erfolg

1 Teig – 50 Kuchen
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Mit einem Grundteig 50 verschiedene Kuchen backen - das verspricht der neueste handliche Ratgeber aus dem GU Verlag. Unter dem Motto "Einfachheit mit Variation" präsentiert das Buch von der Autorin Gina ...

Mit einem Grundteig 50 verschiedene Kuchen backen - das verspricht der neueste handliche Ratgeber aus dem GU Verlag. Unter dem Motto "Einfachheit mit Variation" präsentiert das Buch von der Autorin Gina Greifenstein einen tollen elementaren Teig, mit dem beinahe jeder Kuchen gelingen soll und mit dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Das ist nicht nur für Backanfänger ein großartiges Rezept, sondern auch für erfahrenere BäckerInnen, die sich auch gerne mal ohne Anleitung versuchen wollen.

Das Buch ist, wie im GU Verlag üblich, in drei Abschnitte unterteilt:

1. Einfach schnell
2. Einfach schnittig
3. Einfach fein

Vorne und hinten gibt es außerdem, ebenfalls wie bereits von anderen Büchern bekannt, wieder hilfreiche Tipps in den Klappen der Broschur versteckt. Für Backexperten ist hier dieses Mal leider wenig neues dabei, aber Neulinge werden hier gute Grundregeln und -materialien finden, die man für viele Rezepte aus dem Buch benötigt.
Wer vor allem fruchtige Rezepte mit vielen verschiedenen Früchten mag, der wird mit diesem Backbuch reich beschenkt sein. Von Apfel bis Zitrone sind die verschiedensten Früchte dabei, ob als schneller Kuchen, Kuchenschnitte oder verarbeitet in einer Torte. Die Auswahl ist mit köstlichen Fotos bebildert und die Anleitungen zum Backen sind leicht verständlich und mit vielen Zutaten zu bewältigen, die man oft schon Zuhause hat. Nur ab und zu muss man sicher ein bisschen länger im Supermarkt suchen, um eine gewisse Zutat zu finden.

Obwohl es auch einige Rezepte gibt, die für Kinder sein sollen, sind die abgebildeten Kuchen und Torten sicher eher etwas für Erwachsene - erfahrungsgemäß mögen Kinder schokoladige Gebäcke lieber, die sich hier nicht so oft finden lassen. Dafür werden sie bestimmt die Sahne lieben, die in vielen Rezepten sicher ein wenig zu großzügig benutzt wird - für die Sahne hätte man sicher auch ein paar Alternativen finden können.

Alles in allem ist dieser handliche, kleine Ratgeber mit den vielen fruchtigen Rezepten sicher eher etwas für den Frühling oder Sommer, auch wenn sich manchmal ein Glühweinrezept mit einschleicht. Sowohl Backneulinge als auch -experten werden hier auf ihre Kosten kommen, und sei es nur durch das tolle Grundrezept. Ein bisschen Kreativität zum Abändern ist sowieso immer sehr gefragt.

  • Cover
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Veröffentlicht am 30.12.2019

Großartig für den kleinen Abwasch

One Pot Pasta
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One-Pot-Pasta
Der handliche Küchenratgeber aus dem Hause GU beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit der sogenannten One-Pot-Pasta - leckere Nudelgerichte, die allesamt in einem einzigen Topf zubereitet ...

One-Pot-Pasta


Der handliche Küchenratgeber aus dem Hause GU beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit der sogenannten One-Pot-Pasta - leckere Nudelgerichte, die allesamt in einem einzigen Topf zubereitet werden können und perfekt für alle sind, die noch mit der Hand abwaschen.

Zuerst fallen natürlich die praktischen Tipps auf, die man wie immer vorne und hinten in den ausklappbaren Broschüren des Buches findet. Dieses Mal mit tollen Hinweisen zu der richtigen Auswahl an Nudeln (die bei der One-Pot-Pasta im Übrigen sehr wichtig ist und nicht zu leichtfertig getroffen werden kann) und den richtigen Zutaten, für eine perfekte Mischung von mediterranen, asiatischen oder mexikanischen Gerichten. Wie auch bei vielen anderen GU-Ratgebern bin ich auch hier wieder von der Hilfestellung positiv überrascht - vor allem für Kochneulinge sind sie sehr hilfreich und großartig für jede Art von Gericht.

Das Kochbuch behandelt insgesamt drei Teile mit verschiedenen Zutaten:

1. VEGETARISCH

2. FLEISCH & WURST

3. FISCH & MEERESFRÜCHTE

Für jeden Geschmack und für jede Gelegenheit ist damit ein passendes Gericht zu finden, die wieder mit sehr tollen (manchmal auch Schritt-für-Schritt-) Bildern hinterlegt sind. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und viele Zutaten hat jeder gute Koch bereits in der Küche oder lassen sich im Supermarkt finden und wiederverwenden - an Kochbüchern störte mich sonst immer am meisten, dass viele Zutaten nicht sehr häufig zu benutzen oder schwer zu finden sind, aber hier hängen meist mehrere Rezepte von einer Zutat ab oder es gibt viele andere Gerichte, die man damit noch realisieren könnte.

Das Kochen selbst erweist sich als ungewohnt, aber wenn man sich an das Buch und seine vielen Tipps hält (z.B. dass Nudeln in diesem Fall immer etwas länger benötigen, als auf der Packung angegeben), dann lassen sich die Gerichte tatsächlich schnell und mit nur wenig Geschirr nachkochen. Selbst für Kochanfänger sind sie schöne Starter in die Welt der Küche, da die Anweisungen sehr detailliert und verständlich gehalten worden sind.

Ein rundum schönes Buch für leckere Abende, sei es im Kreis der Familie unter der Woche oder unter Freunden an den Wochenenden!

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