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Veröffentlicht am 18.04.2017

Im ersten Augenblick

Im ersten Augenblick
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Heute gibt es mal eine Rezension über die bislang außergewöhnlichste und tiefsinnigste
Liebesgeschichte, die ich bis jetzt gelesen habe. Da das Buch nicht allzu viele Seiten hat,
beginnt die Geschichte ...

Heute gibt es mal eine Rezension über die bislang außergewöhnlichste und tiefsinnigste
Liebesgeschichte, die ich bis jetzt gelesen habe. Da das Buch nicht allzu viele Seiten hat,
beginnt die Geschichte sehr schnell nach dem Einstieg. Wir begleiten Arthur und bekommen in kurzen Abständen immer mal wieder etwas aus seinem früheren Leben erzählt.
In seiner Familie herrschte sehr viel Unglück und auch zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht alles so ausgewogen wie es sein sollte. Arthur lebt in seinem kleinen Häuschen vor sich hin und wir begleiten ihn dabei. Es ist keineswegs so unspektakulär wie es sich gerade anhört.
Es ist wirklich spannend und interessant etwas über seine frühere Person und die Personen um ihn herum zu erfahren.
Er ist ein sehr ehrlicher, etwas tollpatschiger aber liebenswürdiger Charakter. Der Autor hat seinen Charakteren in diesen wenigen Seiten wieder sehr viel Charakterfarbe verliehen.
Zu den anderen Charakteren, sowie Scarlett, oder eher Jeanine, möchte ich nicht so viel sagen. Denn es ist eine kleine Überraschung die einen beim lesen erwartet.

Ich habe mir sehr viel markiert, da wirklich so viele schöne und tiefgründige Sätze in diesem Buch stehen, die einem ans Herz gehen.
Der Schreibstil war ab und an etwas anstrengend, da wirklich sehr viele französische Begriffe vorkommen. Die poetische Ader vom Autor hat dies aber wieder wett gemacht.
Es ist eine kleine schöne, mal etwas andere Liebesgeschichte. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Tatsache, dass in diesem Buch mal gezeigt wird, dass Liebesgeschichten nicht immer rosig enden. Es war deswegen ziemlich traurig, aber es war einfach authentisch.

Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. Falls ihr Liebesgeschichten mögt lest es bitte. Es ist wirklich unbeschreiblich schön.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Orchids Geschihchte

Der fabelhafte Geschenkeladen
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Wieder habe ich einen weiteren, neuen Band einer der Freundinnen aus der Valerie Lane gelesen und wieder war ich grenzenlos begeistert. Wer es noch nicht weiß, wir lesen in der Reihe der Valerie Lane über ...

Wieder habe ich einen weiteren, neuen Band einer der Freundinnen aus der Valerie Lane gelesen und wieder war ich grenzenlos begeistert. Wer es noch nicht weiß, wir lesen in der Reihe der Valerie Lane über fünf Freundinnen, welche alle, jede für sich, einen Laden führen. Und diese Läden sind in der romantischsten Straße der Welt. So lesen wir in jedem Band über eine Freundin und ihre Liebesgeschichte.

Diesmal geht es um Orchid, die letzte im Bunde der fünf Freundinnen. Sie ist eine Persönlichkeit, welche immer direkt sagt was sie denkt, aber dass natürlich überhaupt nicht böse meint und die wirklich jedem, ob Freunden oder Kunden in ihrem Geschäft, ein offenes Ohr anbietet. Sie versucht auch immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und ist stets guter Laune. Das ist Orchid eine sonnige und lebensfrohe Frau. Sie führt den Geschenkeladen in der Valerie Lane, dieser beinhaltet eine Vielzahl von Geschenkartikeln. Also zum Beispiel Trinkbecher, Herzkissen, Kerzen, Badeperlen, Parfüm und noch vieles weiteres bietet sie an. Obwohl sie so eine lebensfrohe Frau ist gibt es natürlich auch Probleme in ihrem Leben, denn seit vier Jahren führt sie eine schöne und gute Beziehung mit Patrick, welche aber langsam einschläft. Patrick ist schon immer verschwiegen und möchte nichts von seinem früheren Leben preisgeben, sodass Orchid immer mehr das Gefühl bekommt, dass Patrick etwas verschweigt. Bis zu dem Tag an dem er das Geheimnis lüftet und nichts mehr so ist wie es mal war. Und dann ist da noch ein weiterer Mann in Orchids leben getreten der sie an vielen zweifeln lässt. Also die hauptsächliche Frage in diesem Buch ist: Wie wird Orchid sich entscheiden?

Auch diese fünfte Geschichte aus der Valerie Lane war wieder Meisterhaft. Wieder hatte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, man liebt, trauert und wütet mit den Charakteren mit. Man ist Eins mit ihnen. Ich schwärme euch immer wieder von dem grandiosen Schreibstil von Manuela Inusa vor und auch dieses Mal war es wieder zauberhaft. Ich liebe es mit welcher Leidenschaft sie die Charaktere und auch die Valerie Lane beschreibt, wie viel Liebe zum Detail in den Geschichten steckt. Ich sag es immer wieder gern: Man liest die Geschichte nicht, man erlebt die Geschichte. Man ist bis jetzt immer die Person selbst gewesen, so war es auch dieses Mal: Ich war Orchid und ich musste mich entscheiden und habe das alles durchlebt.

Wie immer lege ich euch ans Herz die Reihe in ihrer chronologischen Reihenfolge zu lesen, damit ihr die Geschichte komplett versteht und miterleben könnt. Falls ihr die Möglichkeit habt lest diese Reihe, sie macht einen so unendlich glücklich!

Veröffentlicht am 24.03.2019

Dokumentarischer "Thriller"

Kill
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Selten greife ich in der Bücherei zu Geschichten die ich nicht kenne, was eigentlich schade ist, da ich nur Bücher kaufe die ich im Social Media entdeckt habe. Jedoch war Kill ein solcher Kauf, denn ich ...

Selten greife ich in der Bücherei zu Geschichten die ich nicht kenne, was eigentlich schade ist, da ich nur Bücher kaufe die ich im Social Media entdeckt habe. Jedoch war Kill ein solcher Kauf, denn ich habe von der Geschichte vorher noch nichts gehört und der Klappentext konnte mich überzeugen. Leider hat er aber mehr versprochen, als ich bekommen habe.

Wir lesen in der Geschichte von sehr vielen verschiedenen Personen und Handlungssträngen, jedoch geht es hauptsächlich um Thomas Bishop. Er ist ein zutiefst gestörter/verstörter Mann, welcher große psychische Probleme hat und zu allem Übel ein Mörder ist. Mit 10 Jahren hat er seine eigene Mutter getötet und seitdem lebt er in einer Anstalt. Doch nach all den Jahren in denen er gefangen war möchte er endlich wieder in die Freiheit und so schafft er es zu fliehen. Es beginnt ein Spiel gegen die Zeit, denn wie kann man jemanden finden, über den man nicht viele Informationen hat und vor allem: Wie findet man den richtigen Mörder?

Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, denn die Geschichte muss man aufgrund ihrer vielen Handlungsstränge selbst lesen und verstehen. Genau das ist für mich auch das größte Problem an der Geschichte gewesen: die Handlungsstränge. Wir lesen so viele verschiedene Wege von einzelnen Personen, zum Beispiel lesen wir von Journalisten und verfolgen einen von Ihnen bei seiner Arbeit, dann verfolgen wir Personen in der politischen Ebene und auch Personen, welche selbst im Gefängnis waren. Leider waren viele dieser Handlungsstränge überhaupt nicht wirklich relevant für die Geschichte. Das hat alles ein wenig zäher und langatmiger gemacht. Irgendwann habe ich auch nicht mehr ganz so Aufmerksam gelesen und bin oft abgeschweift mit meinen Gedanken, weshalb ich das Buch dann immer zu Seite gelegt habe.

Der Schreib- bzw. der Erzählstil des Autors war, für mich, etwas ganz Neues. Wir lesen dieses Buch so als würden wir eine Dokumentation schauen. Das heißt wir lesen zwar wie die Charaktere sich gerade fühlen, jedoch bekommen wir keine genaue Beschreibung. Damit meine ich, dass dort dann steht: Er oder Sie ist wütend. Mehr bekommen wir nicht, was es mir unglaublich schwer machte mit den Charakteren irgendeine Beziehung aufzubauen. Ansonsten war das Buch, an den stellen an denen es um Thomas selbst ging, sehr spannend und interessant. Der Autor kann also schon sehr gut erzählen/schreiben.

Im Großen und Ganzen ist dieses Buch/diese Geschichte ein Experiment für mich gewesen, welches nicht wirklich geglückt ist. Wie gesagt, es waren zu viele Persönlichkeiten, zu viele Beschreibungen an den falschen stellen und zu wenig Geschehen. Jedoch gilt wie immer: Bildet euch eure eigene Meinung.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Beste Dystopie!

Das Juwel - Die Gabe
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Da ich selten Bücher lese, wenn sie gerade in aller Munde sind und man sie überall sieht, kommt erst jetzt, mehr als drei Jahre später, eine Rezension zu dieser Geschichte. Damals war ich schon genauso ...

Da ich selten Bücher lese, wenn sie gerade in aller Munde sind und man sie überall sieht, kommt erst jetzt, mehr als drei Jahre später, eine Rezension zu dieser Geschichte. Damals war ich schon genauso skeptisch was „gehypte“ Geschichten angeht wie heute, weswegen ich eher selten zu solchen Überfliegern greife. Doch man wird immer mal wieder eines Besseren belehrt, denn die Geschichte hat meine Erwartungen übertroffen.

Violet Lasting ist ein Mädchen, welches in einer Regierung aufwächst, die mehr als nur grauenvoll ist. Sie lebt in einem der fünf Kreise und zwar dem Sumpf, jedoch gibt es neben ihm, dem äußersten Kreis, noch 4 weitere Kreise: Southgate (sowie Northgate), den Schlot, die Farm, die Bank und zu guter Letzt das Juwel. Im Juwel leben ausschließlich Adlige Personen, jedoch ist es diesen nicht möglich sich fortzupflanzen und deshalb benötigen sie Surrogate. Surrogate sind Mädchen, welche ab ihrer Reife, also ihrer ersten Menstruation, einem bestimmten Test unterzogen werden, damit festgestellt werden kann ob sie als Leihmutter geeignet sind. Geeignet sind nur die Mädchen die drei Auspizien beherrschen, oder besser gesagt, welche die Macht haben diese drei Auspizien zu erlernen. Nach ihrer Ausbildung werden sie bei einer Auktion versteigert und dienen ihrer Herrin als Leihmutter.

In dieser Geschichte sind wir im jenseits von Gut und Böse angekommen, denn was in diesem Buch passiert ist mehr als nur verstörend. Als wäre es nicht schlimm genug was Violet, aus derer Sicht wir die Geschichte lesen, schon alles in ihrer Ausbildung durchmachen musste, wird sie von ihrer Herrin auch noch wie ein Haustier gehalten. Wir fühlen wirklich jede Sekunde mit ihr und können ihre Ängste, ihre Wut und Trauer sehr gut nachvollziehen. Denn die Autorin schreibt das Buch so als wären wir Violet. Nicht nur einmal musste ich während des Lesens schlucken, sondern eher hundert Mal. Ich habe die Abgründe, die sich vor mir aufgetan haben, mit Schrecken beobachtet und habe mich gefragt: „Was würde passieren sollte so eine Regierung jemals an die Macht kommen, was würdest du tun?“

Ich bin einerseits begeistert von dem was Amy Ewing hier auf die Beine gestellt hat, denn sie hat es geschafft eine Dystopie zu erschaffen in welcher es nicht vorrangig um eine Liebesgeschichte geht, sondern in der (so wie es auch sein sollte) das Regime im Mittelpunkt steht, aber andererseits bin ich einfach nur geschockt und sprachlos. Geschockt und sprachlos in was für einer Welt Violet und ihre Familie sowie Freunde leben müssen, wie wenig ein Menschenleben wert ist.

Ich kann von dem Schreibstil und der Aufmachung der Geschichte nur schwärmen, denn wie gesagt baut die Autorin einen grandiosen Spannungsbogen ein. Auch die vielen Erklärung haben nie langatmig oder verwirrend gewirkt. Sie hat einen sehr sachlichen und leichten Schreibstil, welcher sich sehr gut lesen lässt. Ebenso die Charaktere und ihre Entwicklungen fand ich super und auch die Emotionen und ihre Gedanken konnte mir Amy Ewing perfekt übermitteln. Ganz besonders war die Liebesgeschichte, da sie einerseits nicht zu viel Platz in der Geschichte einnimmt und weil sie so besonders, aber gleichzeitig natürlich war.

Ihr merkt hoffentlich wie sehr mich die Geschichte begeistern konnte, sodass ihr alle nun auch zu diesem Buch greift. Jedoch muss ich sagen: Unter 14 Jahren ist dieses Buch definitiv nichts, also lasst eure Kinder nicht zu diesem Buch greifen nur weil es ein schönes Cover hat, um Gottes willen bitte nicht! Schaut es auch an und hoffentlich liebt ihr es dann auch so sehr wie ich.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Ein humorvolles, lehrreiches Sachbuch!

Darm mit Charme
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Mit dem beenden dieses Buches habe ich mein erstes „richtiges“ Sachbuch beendet, denn zu den Genres, die ich gerne lese, hat das Genre nie dazu gehört. Eventuell ändert sich dies jetzt, denn ich war mehr ...

Mit dem beenden dieses Buches habe ich mein erstes „richtiges“ Sachbuch beendet, denn zu den Genres, die ich gerne lese, hat das Genre nie dazu gehört. Eventuell ändert sich dies jetzt, denn ich war mehr als begeistert von diesem Buch.

Giulia Enders erzählt uns in diesem Buch alles rund um das Thema „Darm“. Was hängt mit dem Darm zusammen, wie arbeitet er, was produziert er, mit was ist er verbunden, welche Stimmungen kann er in uns auslösen, wie funktioniert auf Toilette gehen und brechen, wie nehmen wir Vitamine auf und was sind eigentlich Bakterien? All das und noch viel viel mehr lehrt uns die Autorin auf eine humorvolle und sehr lehrreiche Art und Weise.

Den Schreibstil fand ich, für mich, perfekt. Denn meine größte Angst war, dass ich mir all die Informationen weder merken kann noch, dass ich alles verstehen werde. Aber doch, ich habe alles verstanden, denn wir bekommen wirklich sehr lustig und leicht verklickert wie unser Körper nun funktioniert. Ich habe so viel über mein Wohlbefinden gelernt und auch viel mehr als nur über den Darm, denn er hängt mit mehr in unserem Körper zusammen, als man denkt. Oder eher als ich dachte.

Natürlich kann ich euch nicht erzählen was die Autorin uns alles erzählt, weil dann bräuchtet ihr das Buch nicht mehr lesen. Deswegen halte ich es kurz und sage euch: Lest dieses Buch, denn man fliegt förmlich durch die Seiten!