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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2017

54 Minuten

54 Minuten
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Leider gab es in den letzten Jahren immer wieder Amokläufe in Schulen und das vor allem auch in den USA, in denen diese Geschichte ebenfalls spielt. Der Titel fasst den Inhalt des Buches perfekt zusammen. ...

Leider gab es in den letzten Jahren immer wieder Amokläufe in Schulen und das vor allem auch in den USA, in denen diese Geschichte ebenfalls spielt. Der Titel fasst den Inhalt des Buches perfekt zusammen. 54 Minuten. 54 Minuten, die alles verändern.

Den Amoklauf erlebt man als Leser aus der Perspektive von vier Jugendlichen. Alle zusammen haben sie mehr oder weniger eine Verbindung zum Attentäter.
Claire ist in der Laufgruppe der Schule und durch sie kann man das Geschehen von außen betrachten, da ihr Gruppe Training hatte, als der Amoklauf in der Schule stattfindet.
Tomás und Sylv sind Geschwister und haben ein sehr enges Verhältnis zueinander. Die Abschnitte mit den beiden waren für mich am emotionalsten und sind mir wirklich nahe gegangen.
Und dann ist da noch Autumn. Sie ist die Freundin von Sylv und zudem die Schwester des Attentäters. Dieser gibt ua. ihr die Schuld dafür, dass sein Leben aus den Fugen geraten ist. Und er sinnt auf Rache.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr packend und man fiebert sofort mit den Protagonisten mit und hofft irgendwie auf ein schnelles Ende von diesem Albtraum. Gleichzeitig hat Marieke Nijkamp es geschafft, die Distanz zu wahren. Auf der einen Seite fühlte ich mich mitten in diesem Albtraum, war schockiert, konnte kaum atmen und wollte mir gar nicht vorstellen, was die Figuren hier gerade durchmachen. Auf der anderen Seite wiederum bin ich nur so durch die Seiten geflogen, alles ging ganz schnell, als würde ein Film ablaufen und ich sehe einfach zu. Erst zum Ende hin als ich das Buch zugeklappt habe ist mir nach und nach das Ausmaß der Tragödie bewusst geworden und mir ging die Geschichte lange nicht mehr aus dem Kopf.

Veröffentlicht am 16.11.2016

Ich bin der Zorn

Ich bin der Zorn
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Bei "Ich bin der Zorn" handelt es sich um den vierten Band der Reihe. Ich kenne die anderen bislang noch nicht, aber man kann die Bände auch gut einzeln lesen. Der Einstieg war für mich etwas verwirrend ...

Bei "Ich bin der Zorn" handelt es sich um den vierten Band der Reihe. Ich kenne die anderen bislang noch nicht, aber man kann die Bände auch gut einzeln lesen. Der Einstieg war für mich etwas verwirrend und komplex und fiel mir deshalb nicht gerade leicht. Zu Beginn gibt es zwar einige Infos die nicht gerade unwichtig sind, falls man die Reihe noch nicht kennt, aber dennoch hatte ich Schwierigkeiten mich an die Protagonisten zu gewöhnen. Wirklich warm wurde ich mit ihnen leider nicht. Man trifft auf eine Vielzahl an Figuren und die nicht alle zu verwechseln war anfangs gar nicht so einfach. Mir persönlich wären weniger Charaktere lieber gewesen.
Die Actionszenen wiederum haben mir richtig gut gefallen. Sie sind extrem spannend und man hat das Gefühl sich in mitten eines Actionsfilms zu befinden, direkt vor Ort mit den Charakteren.
Vermisst habe ich leider die Möglichkeit selbst miträtseln zu können, denn die Lösung wird dem Leser quasi auf dem Silbertablett serviert. So etwas empfinde ich immer recht langweilig, da ich es spannender finde wenn ich selber Vermutungen anstellen kann.
Zum Ende hin wirkt die Geschichte ziemlich überzogen und konstruiert und ich habe mich regelrecht durch die letzten Seiten durchquälen müssen. Lesefreude war da definitiv keine mehr vorhanden. Insgesamt hatte ich mir von der Reihe viel mehr versprochen, aber das wird wohl der erste und letzte Band sein, den ich davon gelesen habe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zorn und Morgenröte

Zorn und Morgenröte
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Die Kulisse von "Zorn und Morgenröte" ist schillernd und farbenfroh beschrieben und erinnert an 1001 Nacht. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemberaubende Reise in den Orient und durch ihren ausdrucksstarken ...

Die Kulisse von "Zorn und Morgenröte" ist schillernd und farbenfroh beschrieben und erinnert an 1001 Nacht. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemberaubende Reise in den Orient und durch ihren ausdrucksstarken Schreibstil hat man das Gefühl die schweren Gewürze, die brütende Hitze der Sonne oder die weiche Seide der Gewänder hautnah mitzuerleben.
Zu Beginn hatte ich ein wenig Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu finden, da es mir gar nicht so leicht viel die vielen unterschiedlichen orientalischen Namen auseinander zu halten und den richtigen Personen zu zuordnen. Aber das hat nach einer kurzen Eingewöhnung dann doch sehr gut geklappt und die Geschichte hat mich komplett in ihren Bann gezogen.
Chalid ist ein sehr grausamer Herrscher und von Beginn an fragt man sich, was den Mann dazu verleitet so viele junge Frauen zunächst zu ehelichen, nur um sie am nächsten Morgen töten zu lassen. Es kommt unweigerlich Hass gegen ihn auf und ich war sehr gespannt ob man seine Gründe für diese grausamen Taten erfahren wird.
Shahrzad soll das gleiche Schicksal ereilen wie die vor ihr. Allerdings will sie dies nicht so einfach akzeptieren und kämpft dagegen an, mit sehr unkonventionellen und interessanten Methoden. Sie war mir sofort sympathisch und ich habe direkt mit ihr gefiebert und gehofft, dass sie es schaffen wird Chalid zu überleben.
Eine nicht unbedeutende Rolle spielt auch die Magd von Shahrzad, allerdings konnte ich mich mit ihr so gar nicht anfreunden. Sie zeigt gegenüber ihren Herrschern absolut keinen Respekt, duzt selbst Chalid und ist die komplette Zeit über frech und extrem respektlos und unhöflich. Ich persönlich hätte sie ziemlich schnell gefeuert und mir ein solches Verhalten nicht bieten lassen. Sonderlich glaubwürdig war es für mich auch nicht, dass eine einfach Magd, sich derart gegenüber einem grausamen Herrscher benimmt.
Dies ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt an dieser spannenden und romantischen Geschichte und ich bin schon sehr neugierig auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Coherent

Coherent
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"Coherent" habe ich als Rezensionsexemplar vom Drachenmond-Verlag erhalten und vorab erst einmal vielen lieben Dank dafür.
Mir fällt es allerdings etwas schwer die richtigen Worte zu finden, um meine ...

"Coherent" habe ich als Rezensionsexemplar vom Drachenmond-Verlag erhalten und vorab erst einmal vielen lieben Dank dafür.
Mir fällt es allerdings etwas schwer die richtigen Worte zu finden, um meine Gedanken zu dem Buch zum Ausdruck zu bringen. Auf der einen Seite gab es durchaus interessante und actionreiche Passagen, dann aber leider auch wieder sehr viele langweilige und langatmige Stellen an denen ich sogar eine Seiten überspringen musste, um nicht einzuschlafen.
Die Grundidee selbst gefällt mir unglaublich gut, denn es ist mal etwas Neues, das es so noch nicht gegeben hat. Zumindest ist mir bislang keine solche Geschichte begegnet.
Die unterschiedlichen Charaktere haben mir egal ob gut oder böse recht gut gefallen, da sie interessant aufgebaut sind. Einige ihrer Handlungen wirkten jedoch etwas konstruiert, wodurch das Gesamtbild ein bisschen zerstört wurde.
Durch den lockeren Schreibstil der Autorin kommt man relativ zügig durch das Buch allerdings hab ich Spannung größtenteils vermisst. Erst im letzten Drittel kommt ein wenig Spannung auf und die hat mich dann leider auch nicht mehr vom Hocker gerissen. Zum Schluss gab es dann noch die ein oder andere Überraschung mit der ich so gar nicht gerechnet hätte, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht zufrieden stellen. Dafür hat mir zu viel gefehlt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

City of Bones

City of Bones - Chroniken der Unterwelt (1)
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Diese Reihe wird ja schon seit längerem ziemlich gehyped und ich konnte sie nun auch endlich anfangen zu lesen. Irgendwie kann ich den Hype noch nicht so ganz nachvollziehen. Das Buch war zwar nicht schlecht, ...

Diese Reihe wird ja schon seit längerem ziemlich gehyped und ich konnte sie nun auch endlich anfangen zu lesen. Irgendwie kann ich den Hype noch nicht so ganz nachvollziehen. Das Buch war zwar nicht schlecht, sondern durchschnittlich würde ich sagen, mehr allerdings auch nicht.
Mit den Protagonisten hatte ich so meine Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wird mehrfach betont, dass sie allesamt noch Kinder sind, die gerade mitten in der Pubertät stecken. Aber auf der anderen Seite wiederum reagieren sie in jeder Situation wie ausgebildete Elitesoldaten, verfügen über großes Wissen und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Das war für mich dann doch etwas weit hergeholt und unrealistisch.
Neben vielen mythologischen Details hat die Autorin auch einige kämpferische Szenen eingebaut. Ich hatte das Gefühl, dass sie mit diesem Mittel mit aller Gewalt versucht, das Buch aus dem Jugendgenre heraus zu holen und dem Ganzen mehr den Stempel eines Erwachsenenwerkes aufzudrücken. Mir hätte es deutlich besser gefallen, wenn Cassandra Clare einfach das Alter der Figuren etwas angehoben hätte.
Trotz alledem hat mich die Geschichte stellenweise sehr fesseln und mitreißen können. Ich hatte viel Spaß dabei Clary, Jace und die anderen auf ihrem Weg zu begleiten. Einige Wendungen konnte ich zwar schon ein wenig vorhersehen, dennoch waren sie gut eingebaut und haben die Geschichte schön abgerundet. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und bin gespannt, welchen Verlauf die Geschichte noch nehmen wird.