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Veröffentlicht am 29.11.2019

Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen

Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen
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Dieses Mal begleitet man den Autor in die Ferne und die Reise führt uns nach Nepal in die Berge. Paolo Cognetti hat ein ganz außergewöhnliches Gespür dafür die richtigen Worte zu finden und obwohl das ...

Dieses Mal begleitet man den Autor in die Ferne und die Reise führt uns nach Nepal in die Berge. Paolo Cognetti hat ein ganz außergewöhnliches Gespür dafür die richtigen Worte zu finden und obwohl das Buch nur 128 Seiten umfasst hat es mich mehr berührt, als so mancher Wälzer.

Der anschauliche Schreibstil wird dieses Mal zusätzlich noch von einigen Zeichnungen unterstützt. Die karge Landschaft, Blauschafe und nicht zuletzt das berühmte buddhistische Kloster, einfach alles war faszinierend, aufregend und man konnte gar nicht genug davon bekommen. Obwohl kein Gipfel bestiegen wird, sondern das Ziel ein ganz anderes ist, ist die Reise beschwerlich und verlangt Paolo Cognetti einiges ab. Doch all die Mühen werden zuletzt belohnt, nicht nur mit einer wunderbaren Aussicht und eindrucksvollen Begegnungen, sondern vor allem auch mit einer Erkenntnis, die wohl sein ganzes Leben begleiten wird. Ich bin sehr dankbar, dass Cognetti es uns ermöglicht ihn auf dieser unvergesslichen Wanderung zu begleiten!

Veröffentlicht am 23.11.2019

Young Elites - Das Bündnis der Rosen

Young Elites - Das Bündnis der Rosen
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Bei "Das Bündnis der Rosen" handelt es sich um den zweiten Band einer Trilogie. Da es schon über ein Jahr her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, fiel es mir anfangs etwas schwer zurück in die ...

Bei "Das Bündnis der Rosen" handelt es sich um den zweiten Band einer Trilogie. Da es schon über ein Jahr her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, fiel es mir anfangs etwas schwer zurück in die Geschichte zu finden. Ich hatte die Handlung nur noch recht grob in Erinnerung und musste mich zunächst wieder orientieren.

Adelina war bereits im Reihenauftakt eine düstere Figur und daran hat sich auch dieses Mal nichts geändert. Auf der einen Seite spürt man als Leser sehr stark, dass sie Gutes tun und sich für das Richtige entscheiden möchte. Allerdings verfällt sie immer wieder ihrer Gabe und der Freude daran, andere zu quälen und ihnen Schmerzen zu bereiten. Dennoch würde ich sie nicht als Bösewicht oder dergleichen ansehen. Es gibt hier kein Schwarz oder Weiß, sondern sehr viele Grautöne.
Und genau das gleiche ist bei den anderen Charakteren der Fall. Jeder hat positive Eigenschaften, aber eben auch weniger gut. Freundliche und auch finstere Gedanken. Genauso wie es uns allen jeden Tag ergeht, denn das Leben besteht nicht nur aus schwarz und weiß und diese realistische Umsetzung gefällt mir total gut. Es ist mal was anderes und wirklich erfrischend!

Ich vermisse jedoch leider die Beschreibungen der Welt, der Umgebung in der sich die Helden befinden oder auch das Tierreich. Hier hält sich die Autorin nicht lange auf und das ist schade, da man gar nicht so genau einschätzen kann wie es in der von ihr erdachten Welt wohl aussieht. Auch werden neue Wesen, die Balira, eingeführt und da hätte ich mir auch mehr Informationen gewünscht.

Zu Beginn zieht sich die Geschichte doch stark, aber ungefähr nach der Hälfte wird das Tempo dann rasch angezogen und den Leser erwarten einige spannende Wendungen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen und als es endlich mehr Action gab, konnte ich die Geschichte wirklich gut genießen. Ich bin sehr neugierig auf den finalen Band, da ich aktuell noch gar nicht so recht einschätzen kann welches Ende die Geschichte wohl nehmen wird.

Veröffentlicht am 19.11.2019

Idaho

Idaho
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Der Klappentext klang für mich nach einer spannenden Story, die sich eventuell ein wenig Richtung Thriller bewegt. Allerdings hat sich das Buch dann doch mehr wie ein Frauenroman gelesen, da die Gefühle ...

Der Klappentext klang für mich nach einer spannenden Story, die sich eventuell ein wenig Richtung Thriller bewegt. Allerdings hat sich das Buch dann doch mehr wie ein Frauenroman gelesen, da die Gefühle von Ann den größten Raum einnehmen.

Wade leidet an Demenz und die wurde wirklich sehr realistisch dargestellt. Ich mochte Wade sehr gerne, er ist eine sehr sympathische und aufrichtige Figur.
Mit Ann hatte ich da schon eher etwas Probleme. Obwohl sie wie alle anderen Charaktere sehr menschlich und detailliert gezeichnet sind. Ann's Handlungen konnte ich allerdings meistens nicht nachvollziehen und sie war mir bis zuletzt nicht sympathisch.

Nach anfänglicher kurzer Verwirrung habe ich recht gut in den Roman hinein gefunden. Ab Mitte der Handlung verläuft die Geschichte allerdings sehr geradlinig und es gibt weder Höhen noch Tiefen oder Spannungsbögen. Hinzu kommt, dass die Autorin viele Handlungsstränge aufbaut, die dann allerdings zumeist ins Leere laufen und für die eigentliche Handlung total unerheblich sind. Dadurch zieht sich die Geschichte ein wenig und irgendwann war mir dann schon fast egal was passiert. Zudem gibt es viele wahllose Zeitsprünge, die mich total verwirrt haben und dafür gesorgt haben, dass ich der Story kaum folgen konnte. Selbst am Ende waren viele Fragen noch unbeantwortet und das Ende selbst ist auch offen, nicht ganz das was ich erwartet hatte.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Wayward

Wayward
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Bei "Wayward" handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe, was ich deshalb erwähne da ich es wieder einmal geschafft habe es erst während dem Lesen zu bemerken. Dennoch bin ich erstaunlich gut mit ...

Bei "Wayward" handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe, was ich deshalb erwähne da ich es wieder einmal geschafft habe es erst während dem Lesen zu bemerken. Dennoch bin ich erstaunlich gut mit der Geschichte mitgekommen und hatte nur ein- bis zweimal nicht so ganz den Durchblick.

Das Leben der Menschen scheint von außen betrachtet einfach und perfekt und vor allen Dingen sorgenfrei. Jeder hat ein schönes Zuhause, genügend zu Essen und ist rundum versorgt. Blickt man jedoch genauer hinter die Fassade, dann erkennt man so viel mehr. Sämtliche Jobs scheinen total unnötig und die meisten Menschen sitzen einfach nur ihre Zeit ab. Vernünftige bzw. echte Gespräche kann auch niemand führen, da jeder permanent überwacht wird. Es ist wahrlich ein Gefängnis und ich kann die Verzweiflung der Menschen sehr gut nachvollziehen.

Schwer getan habe ich mir jedoch mit der Handlung ab der zweiten Hälfte zirka. Ich sag als Stichwort nur "Höhle". Wer das Buch liest, wird wissen was ich meine, denn ich möchte hier nicht spoilern. Aber die Ereignisse rund um diesen Ort waren mir etwas suspekt. Einfach jede Sekunde im Leben der Bewohner von Wayward Pines wird überwacht und das was sie tun soll dann mal so eben möglich sein? Das konnte ich nicht wirklich glauben.

Während die Handlung zwischendurch etwas vor sich hinterplätschert überschlagen sich die Ereignisse zum Ende hin geradezu. Also erst war es zu wenig Action und dann alles so überstürzt. Das hätte ein wenig besser dosiert werden können. Dennoch hat es der Autor geschafft mich zu fesseln und ich konnte das Buch sehr zügig lesen. Auch bin gespannt wie es im dritten Band weitergehen wird.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Die Bärenkralle

Die Bärenkralle
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Der Autor nimmt sich extrem viel Zeit Alex Glenne vorzustellen und den Leser in sein Leben zu lassen. Für mich war das vieeeeel zu ausschweifend. Sowohl eine Affäre mit einer Praktikantin als auch sein ...

Der Autor nimmt sich extrem viel Zeit Alex Glenne vorzustellen und den Leser in sein Leben zu lassen. Für mich war das vieeeeel zu ausschweifend. Sowohl eine Affäre mit einer Praktikantin als auch sein Arbeitsleben wird enorm ausführlich dargestellt und das war sehr ermüdend. Erst auf Seite 70 passiert der erste der drei Morde und bei einem Buch mit rund 400 Seiten ist das etwas spät. Danach nimmt die Geschichte zwar endlich ein wenig an Fahrt auf, aber wirklich gefesselt war ich leider zu keinem Zeitpunkt.

Torkil Damhaug verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten und deren detaillierter Beschreibung und die Handlung zieht sich. Hinzu kommt dann noch, dass die Szenen auf mich sehr konstruiert wirken und ich den Figuren ihre Reaktionen nicht abnehme.

Zum Ende hin gibt es tatsächlich noch ein bis zwei Wendungen, die mich allerdings auch nicht überraschen konnten. Es gab zwar einen kurzen Aha-Moment, aber das war es dann auch schon. Spannung sieht auf jeden Fall anders aus.


Für einen Thriller enthält dieses Buch viel zu viele unwichtige Nebensächlichkeiten, bei denen zwar bleierne Müdigkeit jedoch aber keine Spannung aufkommt. Eine farblose und langweilige Story, die ich beim besten Willen