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Veröffentlicht am 16.01.2021

Der Gesang der Flusskrebse

Der Gesang der Flusskrebse
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Kya ist gerade einmal sechs Jahre alt, als ihre Familie zerbricht und sie alleine mit ihrem alkoholabhängingen Vater zurückbleibt. Nur wenige Jahre später verlässt auch er sie und das kleine Mädchen muss ...

Kya ist gerade einmal sechs Jahre alt, als ihre Familie zerbricht und sie alleine mit ihrem alkoholabhängingen Vater zurückbleibt. Nur wenige Jahre später verlässt auch er sie und das kleine Mädchen muss sich fortan mutterseelenallein durchs Leben schlagen. Kya lebt unter einfachsten Bedingungen und sammelt regelmäßig Muscheln, die sie verkauft um sich ein wenig Gries zum Leben kaufen zu können. Die Natur wird ihr Freund und schon bald kennt sie sich besser im Marschland aus, als irgendjemand sonst.

Ich war beeindruckt von der Entwicklung der Protagonistin. Aufgeben scheint für sie kein Begriff zu sein und wo andere längst verzweifelt wären, sucht sie einfach nur nach Auswegen und macht weiter, einen Schritt nach dem anderen.

Mit der Zeit treten zwei Männer in ihr Leben. Tate kennt sie seit ihrer Kindheit und er ist es auch, der ihr Lesen beibringt und somit eine ganz neue Welt eröffnet. Dann ist da noch Chase Andrews für den sie starke Gefühle zu entwickeln beginnt.
Eines Tages ist Chase tot und Kya - über die seit je her getratscht wird - ist schnell für alle Bewohner des kleinen Städtchens die Verdächtige Nummer eins.

Die Autorin hat hier ein ganz außergewöhnliches Werk geschaffen, dass sich nur schwer in Worte fassen lässt. Sowohl die Kindheit, als auch Kya's Leben als Erwachsene, die Naturbeschreibungen des Marschlandes und die vielen Nebenfiguren - einfach alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und schafft dadurch waren Lesehochgenuss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Ferryman - Der Seelenfahrer

Ferryman - Der Seelenfahrer
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Schülerin Dylan will endlich ihren Vater kennen lernen und nimmt vor lauter Vorfreude und Aufregung einen früheren Zug als geplant. Dieser fährt in einen Tunnel, den er jedoch nicht mehr verlassen wird. ...

Schülerin Dylan will endlich ihren Vater kennen lernen und nimmt vor lauter Vorfreude und Aufregung einen früheren Zug als geplant. Dieser fährt in einen Tunnel, den er jedoch nicht mehr verlassen wird. Ein Unfall. Als sie aus dem Tunnel läuft trifft sie auf einen Jungen, dem sie von nun an folgen soll zu ihrem Ziel, den dies ist Dylans letzte Reise.

Tristan ist ein Ferryman, dessen Aufgabe es ist, Verstorbenen auf ihrer letzten Reise den Weg zu zeigen und sie zu beschützen. Seit mehr als 100 Jahren geht er dieser Aufgabe nun nach und Dylan ist zunächst nur eine weitere Person auf einer unendlich langen Liste.

Nach dem Aufeinandertreffen der beiden fingen für mich recht bald die "Probleme" an. Dylan verliebt sich mehr und mehr in ihren Ferryman und ich habe mich immer gefragt warum. Er tut nichts besonderes, ist anfangs sogar eher distanziert und kühl und dennoch verfällt sie ihm komplett. Das hat mich ziemlich genervt, weil es total unlogisch ist und auf keinerlei Grundlage basiert. Ihr einziger Lebensinhalt besteht darin einem hübschen, fremden Beschützer hinterherzurennen.

Auch sonst bleibt die Geschichte eher flach und die Autorin verliert sich oft in den bildhaften Beschreibungen ihrer Wanderung. Zwar gibt es die ein oder andere gefährliche Situation aber die sind auf jeden Fall noch ausbaufähig und hätten besser genutzt werden können. Ich bin bis zuletzt dabei geblieben, da ich dann doch wissen wollte wie dieser Band endet, begeistern konnte mich das Buch jedoch nicht. Ich hoffe sehr, dass im zweiten Teil mehr Tiefe geboten wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2020

Cassardim 2

Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe
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Nach langem Warten gab es endlich wieder ein Wiedersehen mit Amaia und Noar. Amaia lernt nun endlich Noars Zuhause kennen und ist hier wieder einmal sehr gefordert. Sie tut sich schwer den Anforderungen ...

Nach langem Warten gab es endlich wieder ein Wiedersehen mit Amaia und Noar. Amaia lernt nun endlich Noars Zuhause kennen und ist hier wieder einmal sehr gefordert. Sie tut sich schwer den Anforderungen die an ihre Person gestellt werden gerecht zu werden. Aber wie man Amaia kennt gibt sie nicht auf und kämpft sich durch alle Widrigkeiten.
Von Noar lernt man nun auch einige andere Facetten kennen. Man erfährt einiges über seine Heimat, seine Kindheit und auch seine Beziehung zu seinem Vater.
Die beiden geben ein perfektes Traumpaar ab und ich kann gar nicht genug von ihnen bekommen.

Neben Amaia und Noar gibt es aber auch noch Zoey und Rhome, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Und eine ganz besondere Rolle nimmt Flummel ein, der wirklich zu süß ist! Doch es gibt nicht nur sympathische Bewohner der Schattenwelt und so kann man nie ganz sicher sein, wem man kann trauen und wo man besser auf der Hut sein sollte.

Dieser Band ist voller Gefahren, Lügen, Intrigen und lässt einen Leser nicht mehr los. Die Informationen und Eregnisse prasseln nur so auf einen ein und man kommt kaum zum Luft holen. Es gibt einige überraschende Wendungen, die in einem fulminanten Showdown gipfeln. Mehr möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht verraten, da ich sonst nur die Spannung nehmen würde. Aber diese Reihe lohnt sich auf jeden Fall und ich freue mich schon extrem auf das Finale.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 26.12.2020

Der Orden des geheimen Baumes - Die Magerin

Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin
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Im Osten des Landes werden Drachen wie Götter verehrt und es ist die größte Ehre überhaupt als Drachenreiter auserwählt zu werden, um mit diesen einzigartigen Geschöpfen gemeinsam gegen Plünderer und Piraten ...

Im Osten des Landes werden Drachen wie Götter verehrt und es ist die größte Ehre überhaupt als Drachenreiter auserwählt zu werden, um mit diesen einzigartigen Geschöpfen gemeinsam gegen Plünderer und Piraten zu kämpfen.
Das genaue Gegenteil ist jedoch im Westen der Fall. Hier sind Drachen verhasst, werden gefürchtet und als Todesboten angesehen. Einst besiegt und in tiefen Schlaf verbannt, erwachsen sie nun und bringen großes Unglück über die Menschen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von vier Menschen. Ead, eine Magierin, wurde als Kammerzofe von Königin Sabran an den Hof geschleust, um deren Leben zu schützen. Tanè wiederum lebt im Osten des Landes und bereitet sich auf ihre Wasserprüfungen vor, um eine Drachenreiterin zu werden. Doch ein kurzer Augenblick, eine Begegnung mit einem Fremden und all ihre Träume stehen kurz davor für immer zu zerplatzen.
Alchimist Niclays wurde vor Jahren von Sabran verbannt, sein Leben im Exil zu verbringen und versucht alles, um wieder zurückkehren zu dürfen. Und zuletzt ist da noch Loth, dem seine tiefe Freundschaft mit der Königin zum Verhängnis wird. Gemeinsam mit seinem Freund Kit wird er als Botschafter in Feindesland geschickt und versucht verzweifelt ihrer beiden Leben zu beschützen.

Anfangs viel es mir etwas schwer die vielen verschiedenen und äußerst ungewöhnlichen Namen im Kopf zu behalten und mir zu merken wer denn nun wer ist und wohin gehört. Doch nach einigen Kapiteln habe ich dann richtig gut in die Geschichte hineingefunden und wurde lediglich von ihr mitgerissen.
Samantha Shannonen hat eine überaus komplexe, vielschichtige und tiefgreifende Geschichte geschaffen, die man auf keinen Fall mal so nebenbei lesen sollte. Verschiedene Glaubensrichtungen, Intrigen, Konflikte und Bedrohungen von allen Seiten, lassen diesen Fantasyroman zu einem wahren Pageturner werden. Die Wendungen am Ende haben mich erschüttert und ich kann es gar nicht erwarten zu erfahren wie die Geschichte weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Das Bootshaus

Das Bootshaus
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Zunächst wird man als Leser in die Vergangenheit geführt und erlebt das Aufeinandertreffen der Protagonisten anlässlich der Hochzeit von Lucas, sowie den tragischen Tod von Alex. Dieser Zeitsprung nimmt ...

Zunächst wird man als Leser in die Vergangenheit geführt und erlebt das Aufeinandertreffen der Protagonisten anlässlich der Hochzeit von Lucas, sowie den tragischen Tod von Alex. Dieser Zeitsprung nimmt die ersten rund 100 Seiten für sich ein und war damit viel zu ausführlich. Fast alle relevanten Informationen hat man bereits im Klappentext gelesen. Für mich hat sich dieser Abschnitt ziemlich gezogen und ich war froh, als es dann endlich in das Hier und Jetzt ging.

Erneut kommen Lucas und seine Freunde auf dem herrschaftlichen Anwesen zusammen. Und während ich anfangs noch die Hoffnung hatte, dass es jetzt endlich aufwärts geht, traf das Gegenteil ein.
Das Spiel, welches Lucas mit allen Spielen möchte, ist nur komplett unlogisch aufgebaut und ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, wieso nicht wenigstens ein paar einfach gehen. Die scheinbaren Gründe dafür, waren für mich nicht stichhaltig.
Sympathisch war mir tatsächlich auch niemand so wirklich. Jede Figur ist klischeehaft dargestellt und so gibt es zb. die blonde Schönheit, den Anführer, die Esoterik-Tante usw. Vielschichtige Charaktere sucht man vergeblich.
Und das plötzliche Auftauchen der Ermittler hat dann auch nicht gerade zu einer besseren Handlung beigetragen. Die Geschichte ist so abstrus konstruiert, dass ich einfach nur den Kopf schütteln kann.

Mehrmals wollte ich das Buch abbrechen, war dann aber doch zu neugierig auf das Ende. Aber auch hier wurde ich nur enttäuscht und habe das Buch am Ende frustriert zugeschlagen.

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