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Veröffentlicht am 21.02.2020

Die Puppe

Die Puppe - Vertraue nicht dem Bösen
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Für mich war James Hazel ein ganz neuer Autor und daher bin ich ganz offen ohne große Erwartungen an das Buch heran getreten. Hazel hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich zügig lesen lässt und ...

Für mich war James Hazel ein ganz neuer Autor und daher bin ich ganz offen ohne große Erwartungen an das Buch heran getreten. Hazel hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich zügig lesen lässt und nicht in Details verliert. So kam ich flott mit dem Buch voran.

Priest, Anwalt, ist an einem ganz großen Fall dran und ausgerechnet kurz vor der Verhandlung stirbt sein wichtigster Zeuge. Nur wenig später wird dann auch die Klägerin tot aufgefunden und beide Seiten stehen zunächst einmal sehr ratlos dar.
Getrieben von seinem Ehrgeiz will Priest unbedingt herausfinden was es mit den Morden auf sich hat und begibt sich gemeinsam mit Kollegin Georgie Someday auf die Suche nach Spuren. So spannend sich diese Ermittlungsarbeit auch lesen lässt, hat mich das Team doch mehr an zwei Detektive und keineswegs an einen Anwalt und seine Gehilfin bzw. Kollegin erinnert. Überhaupt wurde für mich Priests Beruf doch sehr links liegen gelassen. Ich hätte mehr Einblicke in die Arbeit eines Anwalts vermutet als ein Katz-und-Maus-Spiel ala Sherlock Holmes. Das aber nur als kleine Kritik am Rande.

Eine äußerst spannende Figur war für mich der Bruder von Priest, der in der geschlossenen Psychiatrie einsitzt, da er ein verurteilter Serienkiller ist. Seine Gedankengänge helfen dem Fall oft weiter und insgesamt war er eine faszinierende Persönlichkeit. Ich hätte gerne mehr von ihm gesehen.
Die Rolle der Journalistin war mir teilweise zu vorhersehbar und klischeehaft und ihre Person konnte ich überhaupt nicht leiden.

Häufige Szenenwechsel und einzelne Cliffhanger sorgen für Dynamik und Spannung, aber so ganz konnte der Funken bei mir nicht überspringen. Der Thriller liest sich durchaus gut, aber mir hat das Gewisse etwas gefehlt. Auch das Ende selbst war doch recht platt und wenig überraschend in den einzelnen Szenen. Hier hätte ich mich über eine große Überraschung oder einen unerwarteten Ausgang gefreut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Im Zeichen der Mohnblume

Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin
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Die Fantasywelt ist kulturell und historisch stark an China und Japan angelehnt. Es gibt zwei verfeindete Länder, bei denen der Krieg kurz bevor steht. Die Menschen leben in Angst, Schrecken und verzweifelter ...

Die Fantasywelt ist kulturell und historisch stark an China und Japan angelehnt. Es gibt zwei verfeindete Länder, bei denen der Krieg kurz bevor steht. Die Menschen leben in Angst, Schrecken und verzweifelter Armut und insgesamt ist die Atmosphäre düster und grausam.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des jungen Waisenmädchens Rin. Durch extrem starken Ehrgeiz und Fleiß hat sie es nach Sinegard geschafft und konnte ihrem alten Leben entfliehen. Doch auf dem Eliteakademie verläuft nichts so wie sie es erwartet hat. Auch hier sieht Rin sich starker Ablehnung, Hohn und Spott ausgesetzt. Die junge Waisin hat mich mehrmals beeindruckt und ich war mitunter geschockt was sie alles bereit ist zu opfern, nur um ihren Platz in der Akademie zu halten. Mit der Zeit wird sie immer rücksichtsloser und scheint vor nichts zurückzuschrecken, um ihre Ziele zu erreichen. Aber bei allem was sie erlebt, ist das wohl nicht sehr verwunderlich.

Ab der zweiten Hälfte wandelt sich die Geschichte stark und man erlebt mit Rin und ihren Kameraden die schlimmsten Seiten des Krieges. Mord, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Folter. Die Autorin beschreibt diese Szenen äußerst bildhaft und detailreich und ich war überrascht ob der Brutalität, damit gerechnet hatte ich in diesem Buch überhaupt nicht. An dieser Stelle möchte ich auch all jene warnen, die mit Themen wie Selbstverletzung und Drogen Schwierigkeiten haben, da diese auch behandelt werden.

Leider hat die Handlung ab hier stark abgebaut. Die magie der Geschichte, die mich in den ersten Kapiteln in ihren Bann gezogen hat, war komplett verflogen und zurück blieben nur Brutalität und Tod. Auch Rins Wandlung hat mich nicht überzeugt und für mich wurden die letzten Kapitel sehr zäh zu lesen. Ich war am Ende dann doch froh, die letzte Seite geschafft zu haben. Etwas enttäuschend, bei so einem fulminanten Start den das Buch hingelegt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2020

Unschuldig

Unschuldig
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Die Geschichte beginnt die ersten rund 100 Seiten eher ruhig und man wird nach und nach mit allen Figuren und deren Leben bekannt gemacht. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Samantah, die zunächst ...

Die Geschichte beginnt die ersten rund 100 Seiten eher ruhig und man wird nach und nach mit allen Figuren und deren Leben bekannt gemacht. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Samantah, die zunächst eine Doku über den verurteilten Mörder sieht, von seiner Unschuld überzeugt ist und sich letztendlich sogar in ihn verliebt. Sie und viele andere Menschen in Foren und auch direkt vor Ort versuchen einfach alles Menschenmögliche um Dennis aus dem Gefängnis zu bekommen. Es wird jeder noch so kleinen Spur nachgegangen, die die Polizei viele Jahre zuvor evtl. zu wenig beachtet hat.
Für mich war es faszinierend zu beobachten wie viel Energie die ganzen Menschen da hineingesteckt haben um einem vermeintlich Fremden zu helfen.

Auch bei Sam nimmt es immer größere Ausmaße an und sie wirkt bisweilen regelrecht besessen von Dennis und seiner Geschichte. So wirklich warm wurde ich mit ihr nicht, da sie mir oftmals zu naiv gehandelt hat und keinen sehr intelligenten Eindruck auf mich machte. Das klingt so fast schon ein wenig fies, aber besser kann ich es gerade echt nicht beschreiben.

Wie im Klappentext bereits erwähnt, kommt Dennis frei. Da dachte ich, dass es losgehen würde, er sich seltsam verhält und man die Zweifel von Sam zu spüren bekommt. Stattdessen geht es erst einmal mit Alltagsbeschreibungen weiter und man bekommt sehr sehr sehr detaillierte Einblicke in seinen neuen Alltag. Erst ganz langsam kristallisieren sich Probleme heraus. Mir war das etwas zu zäh, ich hätte mir mehr Action gewünscht, mehr Drama und einfach auch mehr Tempo.

Das Ende war teils vorhersehbar, teils aber auch überraschend, eine gute Mischung würde ich sagen. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und es sich ließ sich zügig lesen, aber vom Hocker gerissen hat es mich dann doch nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Wolves

Wolves – Die Jagd beginnt
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Eigentlich ist der Fall ziemlich eindeutig. Eine Leiche in einem von innen verriegelten Raum, erschossen mit der eigenen Waffe. Ziemlich simpel. Zu simpel wenn es nach der Meinung von Wolf geht. Er kann ...

Eigentlich ist der Fall ziemlich eindeutig. Eine Leiche in einem von innen verriegelten Raum, erschossen mit der eigenen Waffe. Ziemlich simpel. Zu simpel wenn es nach der Meinung von Wolf geht. Er kann es einfach nicht glauben, dass sein langjähriger Freund sich selbst gerichtet haben soll. Daher setzt er alles daran die Ermittlungen voran zutreiben und die Wahrheit herauszufinden.

Wolf scheint Probleme magisch anzuziehen, denn bereits kurz nach dem Leichenfund hat er schon wieder einiges zu bewältigen. Dabei treibt er sein gesamtes Umfeld regelmäßig in den Wahnsinn.
Emily Baxter war schwierig für mich dieses Mal. Ihr ständiges Hin und Her zwischen zwei Männern ergibt überhaupt keinen Sinn und bereits wenige Tage nach dem Geschlechtsverkehr schon von einer Schwangerschaft zu erfahren hat die Sache dann zu sehr überreizt. Da hatte ich von dem Autor doch mehr erwartet.
Während ich Wolf und Emily noch gut in Erinnerung hatte, hat mir der Name "Rouche" gar nichts gesagt. Ich hatte keine Ahnung mehr um wen es sich hier handelt, da die vorangegangen Bände doch schon ein Weilchen her sind. Rückblenden fehlen komplett und so fiel es mir schwer diesen Charakter einordnen zu können.

Zu Beginn nimmt die Story rasant Fahrt auf, die jedoch leider ab der Mitte wieder abflaut. Das Ende selbst ist nicht halb so dramatisch oder spannend wie es hätte sein können. Cliffhanger, überraschende Wendungen, all das habe ich doch etwas vermisst. Ich war mir relativ bald darüber im Klaren wer der Täter ist und auch das mögliche Motiv ist nicht schwer zu erahnen. Da wurde etwas Potenzial verschenkt.

Es gibt eine Zeitsprünge, die die Geschichte gut voran bringen und für Abwechslung sorgen. Allerdings verliert sich durch sie auch ein wenig der rote Faden und das macht die gesamte Geschichte so durchwachsen.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2020

Eisige Dornen

Eisige Dornen
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Bei "Eisige Dornen" handelt es sich um den vierten Band der Nathalie Svensson - Reihe. Man kann sämtliche Teile jedoch unabhängig voneinander lesen. Die ersten drei Bände mochte ich extrem gerne und daher ...

Bei "Eisige Dornen" handelt es sich um den vierten Band der Nathalie Svensson - Reihe. Man kann sämtliche Teile jedoch unabhängig voneinander lesen. Die ersten drei Bände mochte ich extrem gerne und daher musste dieses neue Buch natürlich auch sofort bei mir einziehen.

Ein Fußballstar stirbt, eine blaue Rose in den Händen. Selbstmord? Der kann schnell ausgeschlossen werden, nachdem es weitere Opfer gibt, ebenfalls mit einer Rose in ihren Händen. Doch wo ist die Verbindung? Für Nathalie und ihre Kollegen beginnt die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Hier habe ich wieder einmal gemerkt, dass ich froh bin keinen solchen Job zu haben, es wäre mir zu frustrierend. Zig Ideen, Spuren und Indizien und einfach kein Ziel in Sicht. Mich würde es wahnsinnig machen und ich bewundere die Ermittler sehr nicht die Geduld zu verlieren.

Die Geschichte spielt überwiegend in der Gegenwart, aber es gibt auch ein paar Einblicke in die Vergangenheit. So erhält man einen sehr guten Gesamtüberblick und kann die Situation einiger Charaktere besser nachvollziehen.
Leider gibt es ungefähr in der Mitte des Buches ein paar Längen, die meine Lesefreude etwas ausgebremst haben. Hier wäre etwas weniger eindeutig mehr gewesen, denn ich hatte bei zwei Kapiteln große Lust ein paar Seiten weiterzublättern. Danach wurde es aber wieder besser.

Jonas Moström hat wieder einen sehr überzeugenden, spannenden und vor allen Dingen auch logischen Thriller verfasst. Vor allem die Auflösung des Falls war sehr überraschend und mal etwas Anderes, wenn auch nichts vollkommen Neues. Mich hat es aber dennoch überrascht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere