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Veröffentlicht am 17.08.2025

Tolle Idee, die jedoch an der Umsetzung scheitert

Hello Stranger
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Nach einer Gehirn-OP wacht Sadie im Krankenhaus auf und kann plötzlich keine Gesichter mehr erkennen – und das als Porträtmalerin, die gerade erst als Finalistin für einen renommierten Porträtwettbewerb ...

Nach einer Gehirn-OP wacht Sadie im Krankenhaus auf und kann plötzlich keine Gesichter mehr erkennen – und das als Porträtmalerin, die gerade erst als Finalistin für einen renommierten Porträtwettbewerb ausgewählt wurde. Ein wahrer Albtraum für Sadie – und eine spannende Ausgangssituation für einen Roman. 👩‍🎨

Tatsächlich hatte ich vor "Hello Stranger" von Katherine Center noch nie etwas von Gesichtsblindheit gehört, und das, obwohl rund zwei Prozent der Bevölkerung davon betroffen sind und keine Gesichter erkennen können – umso wichtiger, auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll, weshalb ich leicht in die Story hineingekommen bin. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Sadie, die im Laufe des Buch einiges erlebt. Leider bin ich mit ihr aber nicht wirklich warmgeworden. Und das, obwohl ich wirklich mit ihr mitgefühlt habe, weil sie in ihrem Leben schon so viel durchmachen musste.

Dennoch empfand ich Sadie als eine sehr anstrengende Protagonistin, die recht ichbezogen und naiv ist. Ich konnte ihr Verhalten so oft überhaupt nicht nachvollziehen und habe beim Lesen so oft den Kopf geschüttelt. Vor allem ihre fast schon fanatischen Zukunftsfantasien mit Dr. Addison haben mich an den Rand der Verzweiflung getrieben. 🙈 Und auch ihre Vorurteile und ihr anfängliches Verhalten gegenüber Joe fand ich unmöglich.

Generell werden im Laufe der Story zu viele Themen angesprochen, die zum Teil zwar wirklich interessant sind (wie zum Beispiel ihr langjähriger Konflikt mit ihrem Vater), die aber zu oberflächlich thematisiert werden und zu schnell aufgelöst werden und damit sehr konstruiert wirken.

Insgesamt liegt "Hello Stranger" eine tolle Idee zugrunde, deren Umsetzung mir aber leider nicht gefallen hat. Trotz ein paar schöner Momente war mir die Story zu überladen mit Problemen, Konflikten und Misskommunikation, und das eigentliche Thema rund um die Gesichtsblindheit geriet komplett in den Hintergrund. Sehr schade. 😕

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Spannender Thriller

Eine von uns
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Die Vorstellung, mit jemandem wie Mary unter einem Dach zu leben, ist wirklich der Horror. Das dachte ich mir die ganze Zeit, als ich "Eine von uns" von Samantha Hayes gelesen habe. Die Haushälterin von ...

Die Vorstellung, mit jemandem wie Mary unter einem Dach zu leben, ist wirklich der Horror. Das dachte ich mir die ganze Zeit, als ich "Eine von uns" von Samantha Hayes gelesen habe. Die Haushälterin von Ginas Freundin Annie, bei der Gina samt ihrer Familie unterkommt, nachdem ihr Haus abgebrannt ist, ist so unheimlich, dass es mir beim Lesen einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt hat.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Bereits im Prolog hatte ich so eine Gänsehaut, weil ich es so schrecklich fand zu lesen, was der 15-jährigen Sara damals passiert ist. Der flüssige und atmosphärische Schreibstil hat zudem dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Gina und Mary, was mir gut gefallen hat, da man dadurch in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden eintaucht und mehr über sie erfährt. Zudem gibt es immer wieder Rückblenden, die die "Freundschaft" von Gina, Annie, Laura und Sara beleuchten und auf die verhängnisvolle Nacht von Saras Verschwinden hinarbeiten.

Und auch wenn die Story für mich durchweg spannend war und ich mitgefiebert und mitgerätselt habe, fand ich Ginas Verhalten zu oft viel zu naiv und nicht wirklich nachvollziehbar. Und auch wenn die Auflösung einige Überraschungen und Plot Twists bereithielt, die ich nicht habe kommen sehen, war mir einiges davon zu konstruiert. Das waren einfach ein paar Zufälle zu viel für meinen Geschmack.

Dennoch hat mich "Eine von uns" bestens unterhalten und ich hatte beim Lesen durchgehend ein beklemmendes Gefühl. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 🙂

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Tolle Formel 1 Romance

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Als Kind habe ich es geliebt, jeden Sonntag zusammen mit meinem Vater Formel 1-Rennen zu schauen.
Deswegen habe ich mich total auf "Crushing Souls" von Carolin Wahl gefreut, nachdem ich gelesen hatte, ...

Als Kind habe ich es geliebt, jeden Sonntag zusammen mit meinem Vater Formel 1-Rennen zu schauen.
Deswegen habe ich mich total auf "Crushing Souls" von Carolin Wahl gefreut, nachdem ich gelesen hatte, dass Formel 1 so eine große Rolle spielt. 😍🏎

Auf der ersten Seite geht es schon rasant los, als Duncan auf der Rennstrecke fährt und man als Leser direkt mit dabei ist. Die Formel 1-Thematik ist so gut umgesetzt und ich fand es so faszinierend, mehr über den Rennsport zu erfahren und zusammem mit Fiona und Duncan für die Rennen um die Welt zu reisen.

Wahls Schreibstil ist flüssig und so angenehm, weshalb ich so gut durch das Buch gekommen bin und es gar nicht mehr weglegen wollte.
Die Geschichte wird sehr bildhaft und authentisch aus abwechselnd aus Sicht von Fiona und Damian erzählt, die mir beide sofort sympathisch waren. Ich habe es geliebt, mehr über die beiden, ihre Vergangenheit und auch die Gründe, warum sie sich nicht ausstehen können, zu erfahren.

Das Knistern und die Spannung zwischen den beiden war für mich von Anfang an zu spüren – und ich konnte es kaum erwarten, bis sie sich näher kommen. Es gab dann auch wirklich so viele schöne Momente zwischen den beiden, aber mir ging es dann am Ende zu schnell und natürlich musste es auch noch Miscommunication geben, die in meinen Augen einfach total unnötig war. 😫

Insgesamt ist "Crushing Souls" aber ein unfassbar schöner Auftakt der Driven Dreams-Dilogie, der definitiv Lust auf mehr macht. Ich bin so gespannt, wie es mit Aurora und Adrian weitergeht, nachdem es in "Crushing Souls" bereits ein einschneidendes Erlebnis zwischen den beiden gab. 😱

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Der Funke wollte leider nicht überspringen

Lonely Hearts Club. Healing
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Ich liebe die Romance-Bücher des GU Verlags, da sie Mental Health-Themen aufgreifen und diese sensibel und authentisch behandeln. Auf "Lonely Hearts Club" von Nasanin Kamani hatte ich mich sehr gefreut, ...

Ich liebe die Romance-Bücher des GU Verlags, da sie Mental Health-Themen aufgreifen und diese sensibel und authentisch behandeln. Auf "Lonely Hearts Club" von Nasanin Kamani hatte ich mich sehr gefreut, da mich der Klappentext und die Idee rund um den Club aus Gleichgesinnten mit mentalen Problemen sehr angesprochen hat. Leider wollte der Funke dieses Mal aber nicht auf mich überspringen.

Dabei hat mir der Einstieg echt gut gefallen. Direkt zu Beginn der Story werden wir Leser Zeuge davon, wie Clara ihren Klinikaufenthalt abbricht und wieder zurück nach Paris flüchtet, um sich nicht ihren Problemen stellen zu müssen. Der Weg zur mentalen Gesundheit ist nicht geradlinig, sondern oftmals steinig und mit Umwegen. Das fand ich sehr gut und realistisch dargestellt.

Weniger authentisch haben sich hingegen einige der Dialoge für mich angefühlt. Ich mochte den Schreibstil eigentlich, da er flüssig und angenehm zu lesen war – allerdings waren mir die Dialoge zu gewollt poetisch angehaucht, was nicht wirklich zum jungen Alter der Protagonisten gepasst hat und auf mich oftmals etwas "geschwollen" gewirkt hat.

Generell muss ich auch leider sagen, dass ich weder mit Clara noch mit Milly wirklich warm geworden bin. Ich fand es gut, dass die Story abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird, um so Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu bekommen. Dennoch sind für mich beide recht blass geblieben. Zudem war die Kommunikation zwischen den beiden recht oberflächlich und ich habe die Gefühle zwischen ihnen einfach nicht gespürt. Sehr schade.

"Lonely Hearts Club" liegt eine tolle Idee zugrunde und ich mochte den Mental Health-Aspekt sehr gerne. Leider wurde das Potenzial für mich aber nicht wirklich ausgeschöpft und die Story ist zu oberflächlich geblieben.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Spannender Auftakt

Der Trailer
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Camping ist leider so überhaupt nicht meins. Auf "Der Trailer" von Linus Geschke und Camp Donkerbloem habe ich mich aber dennoch gefreut. Denn mit "Wenn sie lügt" habe ich letztes Jahr meinen ersten Thriller ...

Camping ist leider so überhaupt nicht meins. Auf "Der Trailer" von Linus Geschke und Camp Donkerbloem habe ich mich aber dennoch gefreut. Denn mit "Wenn sie lügt" habe ich letztes Jahr meinen ersten Thriller von Geschke gelesen und war total begeistert davon.

Geschkes Schreibstil ist flüssig, einnehmend und atmosphärisch, weshalb ich ab der ersten Seite mitten im Geschehen war. Vor allem die Rückblenden zu Lisas Verschwinden haben dafür gesorgt, dass mir ein Schauer nach dem anderen den Rücken heruntergelaufen ist, und Camp Donkerbloem wird so bildhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst dort zu sein.

Sehr gefallen haben mir auch die toll ausgearbeiteten Charaktere, die alle recht sonderbar und auf den ersten Blick wenig sympathisch sind. Dennoch sind mir Frieda, Wout, Kathinka und Tayfun schnell ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert.

Allerdings sind es auch die vielen verschiedenen Perspektiven, aus denen die Story erzählt wird, und die diversen Settings, die mich in der ersten Hälfte etwas gestört haben. Durch die vielen Perspektiv- und Szenenwechsel blieb die Spannung für mich etwas auf der Strecke, wodurch ich die Story an manchen Stellen als etwas langatmig empfunden habe. In der zweiten Hälfte wurde dies aber viel besser, und das Ende mit seinen Plot Twists habe ich so nicht kommen sehen. 😱

Mit "Der Trailer" liefert Linus Geschke einen spannenden Auftakt der Donkerbloem-Trilogie, der Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt, wie es in Band 2 weitergeht – vor allem auch nach dem Hinweis im Nachwort, dass man sich nicht zu sehr an die Protagonisten gewöhnen sollte. 😱

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