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Veröffentlicht am 12.06.2025

Spannender Fall für das Tiger-Team

Tiger-Team – Der kleine Gruselladen
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Das Tiger-Team ist zurück, und mit ihm ein neuer und spannender Fall. In Thomas Brezinas "Ein Fall für dich und das Tiger-Team: Der kleine Gruselladen" landet Luks Tante Larissa nach dem Besuch eines seltsamen ...

Das Tiger-Team ist zurück, und mit ihm ein neuer und spannender Fall. In Thomas Brezinas "Ein Fall für dich und das Tiger-Team: Der kleine Gruselladen" landet Luks Tante Larissa nach dem Besuch eines seltsamen Geschäfts im Krankenhaus. Irgendetwas Schlimmes scheint ihr zugestoßen zu sein, denn sie ist total apathisch und reagiert auf nichts und niemanden. Also macht sich das Tiger-Team an die Ermittlungen.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen, da man direkt im Geschehen ist. Luks Telefonat mit seiner Tante wird durch einen schrillen Schrei unterbrochen – und die Leser sind mitten im neuesten Fall des Tiger-Teams. Brezinas Schreibstil ist flüssig, kindgerecht und dennoch mitreißend, die Kapitel sind kurz und knackig. Hinzu kommen eine große Schrift und schöne Illustrationen von Pablo Tambuscio, weshalb das Buch ideal für Kinder im Grundschulalter ist.

Und das Beste: Am Ende eines jeden Kapitels erwarten die Leser knifflige Rätsel, die durch genaues Untersuchen der Illustrationen gelöst werden können. Dadurch wird man als Leser aktiv in die Story miteinbezogen und hilft als viertes Mitglied des Tiger-Teams dabei, den Fall zu lösen, was viel Spaß mit sich bringt. Die richtigen Antworten können mit dem beiligenden Detektiv-Decoder entschlüsselt werden.

Ich liebe die Freundschaft der drei Tiger sehr. Biggi, Luk und Patrick sind so tolle und liebenswerte Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Dennoch sind sie beste Freunde und halten wie Pech und Schwefel zusammen. Und es sind ihre Unterschiede, die sie zu so einem tollen Team machen, da sie sich dadurch perfekt ergänzen.

Mich konnte das Tiger-Team vor mehr als 25 für das Lesen begeistern, deshalb hat die Reihe einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Ich freue mich so, dass die Kids heutzutage wieder gemeinsam mit Biggi, Luk und Patrick knifflige Fälle lösen können. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Eine nostalgische Coming-of-Age-Story

Das Leben fing im Sommer an
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ICQ, Schwimmbad-Pommes, der erste Kuss und die Fußball-WM in Deutschland: In seinem Debütroman "Das Leben fing im Sommer an" katapultiert Christoph Kramer die Leser ins Jahr 2006 zurück und zeigt auf unterhaltsame ...

ICQ, Schwimmbad-Pommes, der erste Kuss und die Fußball-WM in Deutschland: In seinem Debütroman "Das Leben fing im Sommer an" katapultiert Christoph Kramer die Leser ins Jahr 2006 zurück und zeigt auf unterhaltsame Weise, wie sich der 15-jährige Protagonist Chris Kramer mit den typischen Problemen eines Teenies herumschlägt.

Der Großteil der Story spielt an drei Tagen rund um den letzten Schultag. Und auch wenn drei Tage nicht viel erscheinen, passiert doch ganz schön viel. Freunde, Familie, Fußball, Mädchen: Chris' Leben verändert, und nicht alles verändert sich zum Besseren. So erfährt er direkt zu Beginn der Geschichte, dass er nach neun Jahren bei Bayer 04 Leberkusen aus der Jugendmannschaft fliegt. Außerdem denkt er an Mädchen und den ersten Kuss, ist aber gleichzeitig aufgrund seiner Akne auch sehr unsicher.

Kramers Schreibstil ist locker, jugendlich und authentisch, und ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln — mal, weil es einfach unterhaltsam war, Chris beim Erwachsenwerden und Erfahrungensammeln zu begleiten, aber auch, weil mich so viel an meine eigene Jugend erinnert hat. Und ich habe festgestellt, dass ich nach all den Jahren tatsächlich noch meine ICQ-Nummer auswendig weiß. 😅🤭

Während die Story sich anfangs noch recht langsam entwickelt, überschlagen sich die Ereignisse irgendwann. Und auch wenn ich mich unterhalten gefühlt habe, hat die Handlung dadurch etwas an Realitätsnähe und Authentizität verloren und Chris war nicht mehr ganz so greifbar. Das Ende war dann aber wieder echt toll. 🙂

Insgesamt ist "Das Leben fing im Sommer an" ein unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman, der beim Lesen auf jeden Fall nostalgische Gefühle hervorruft.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Ruhig und gefühlvoll

Blooming Hope
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Ruhig, sanft, gefühlvoll: Das sind nur drei Adjektive, die mir zu "Blooming Hope", dem Auftakt der neuen Rose Garden-Reihe von Sara West, einfallen. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Schreibstil ...

Ruhig, sanft, gefühlvoll: Das sind nur drei Adjektive, die mir zu "Blooming Hope", dem Auftakt der neuen Rose Garden-Reihe von Sara West, einfallen. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Schreibstil so zart und feinfühlig ist und das sich gleichzeitig so flüssig lesen ließ.

Erzählt wird die Story aus Sicht der beiden Protagonisten Thea und Max, die mir beide von Anfang an sehr sympathisch waren. Gleichzeitig merkt man aber auch sofort, dass die beiden eine gewisse Traurigkeit umgibt – weshalb mir der Dual POV besonders gut gefallen hat, da man als Leser so in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintaucht und sie besser versteht.

Die Chemie zwischen Thea und Max war von Anfang an zu spüren, allerdings entwickelt sich die Story zwischen den beiden sehr langsam – was ich aber äußerst passend und authentisch fand. Denn beide tragen ihr Päckchen mit sich herum und sind eigentlich nicht auf der Suche nach Liebe, sondern wollen sich eher auf sich selbst und ihre Geschwister fokussieren. Wer Slow-Burn-Geschichten mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Besonders gefallen hat mir auch das Setting im Rose Garden, einem kleinen Blumenladen in Toronto. Thea liebt ihre Arbeit dort und ich fand es interessant, mehr über Blumen und ihre unterschiedlichen Bedeutungen zu erfahren. Hinzu kommt, dass die schüchterne Thea mit Rose eine Kollegin hat, die sich um eine Freundschaft mit ihr bemüht und sie nach und nach aus ihrer Schale lockt. 🫶🏼

Was mich hingegen etwas gestört hat, war die lange Geheimnistuerei um Theas Schwester Mia. Das war auf Dauer etwas anstregend – vor allem, weil sich die Zusammenhänge irgendwann recht deutlich abzeichnen und ich die Auflösung dann entsprechend etwas vorhersehbar fand.

Insgesamt ist "Blooming Hope" eine wunderschöne und gefühlvolle Story über Trauer, Hoffnung und Neuanfänge, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe. 🥰🌸

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Queere Lovestory, die zum Nachdenken anregt

Gestern waren wir unendlich
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Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede ...

Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede Menge Emotionen. Die Taschentücher lagen schon bereit – doch leider kamen sie nicht zum Einsatz. 🥲

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mit gut gefallen hat. Während die gegenwärtigen Geschehnisse aus Sicht von Louis erzählt wird, erfahren wir aus der Perspektive von Henry, wie er und Louis sich kennengelernt haben. Ihr erstes Aufeinandertreffen war sehr emotional und ich fand es toll zu sehen, wie die beiden sich näherkommen und das Leben des jeweils Anderen positiv beeinflussen. Einfach schön!

Auch die Story in der Gegenwart hatte so viel emotionales Potenzial, schließlich muss Louis aufgrund der Zeitschleife, in der er festzustecken scheint, den Tod seines geliebten Freundes wieder und wieder miterleben. Die Idee fand ich echt toll. Und auch wenn ich die beiden Protagonisten anfangs echt sehr mochte und ich ihr Kennenlernen total süß fand, war ihre gegenwärtige Beziehung für mich leider nicht wirklich greifbar und ich habe keine wirklichen Gefühle zwischen den beiden gespürt. Denn ihr Streit war für mich total aufgebauscht und ihr gegenwärtiges Verhalten oftmals so kindisch, dass der Funke einfach nicht auf mich überspringen wollte.

Das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen, da es mich überrascht hat. Und auch wenn mich "Gestern waren wir unendlich" emotional nicht wirklich abholen konnte, ist es dennoch ein wunderschön geschriebenes Buch, das wichtige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Plötzlich Vater!

Wild Love
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Ich hatte bisher schon so viel Gutes über Elsie Silver und vor allem ihre Chestnut Springs-Reihe gehört. Mit "Wild Love" habe ich nun mein erstes Buch der Autorin gelesen – und was soll ich sagen? Ich ...

Ich hatte bisher schon so viel Gutes über Elsie Silver und vor allem ihre Chestnut Springs-Reihe gehört. Mit "Wild Love" habe ich nun mein erstes Buch der Autorin gelesen – und was soll ich sagen? Ich war begeistert!

Der Schreibstil ist flüssig und total locker, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Erzählt wird die Story abwechselnd aus Sicht von Ford und Rosie, was mir gut gefallen hat, da man so mehr über die Gefühle und Gedanken beider Protagonisten erfahren hat. Dies war vor allem bei Ford sehr spannend, da er direkt zu Beginn der Geschichte unverhofft Vater einer Teenagerin wird und zudem von Rosies Rückkehr überrascht wird.

Mein Highlight war auf jeden Fall die Storyline zwischen Cora und Ford. Cora ist so ein toller und vielschichtiger Charakter – und für ihre 12 Jahre ist sie auch ganz schön schlagfertig. Und auch wenn sowohl Cora als auch Ford beide von der neuen Situation etwas überfordert sind, entwickeln sie eine so tolle Vater-Tochter-Dynamik, dass mir beim Lesen regelrecht das Herz aufgegangen ist. 🥰🩷

Die Dynamik zwischen Ford und Rosie habe ich zu Beginn hingegen nicht so ganz verstanden. Ford war schon in seiner Jugend in Rosie verliebt und auch Rosie fühlt sich sehr zu Ford hingezogen – aber außer flirten und zahlreichen Kabbeleien passiert lange nicht wirklich viel zwischen den beiden. Dabei fand ich vor allem Rosie und ihr Verhalten oft etwas kindisch und anstrengend. 😬 Umso happier war ich dann, als die beiden sich endlich nähergekommen sind. Und ich fand es auch so schön mitanzusehen, wie Rosie zu einer wichtigen Bezugsperson für Cora, ihre "kleine Gewitterwolke", wird.

Insgesamt ist "Wild Love" ein schönes Buch, das ich vor allem wegen der Single Dad-Storyline geliebt habe. Der Bonusepilog aus Sicht von Cora war zum Abschluss dann auch nochmal besonders emotional. 🥹🩷 Ich freue mich schon sehr darauf, in den Folgebänden der Reihe weitere Single Dads aus Rose Hill kennenzulernen. 🙃

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