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Veröffentlicht am 30.12.2021

Krimineller historischer Serienauftakt zum Thema „Frauenbewegung 1910 in Hamburg“

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)
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Anno 1910-, Anne Fitzpatrick, Ärztin aus London kehrt Hals über Kopf in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück. Auch dort gilt ihr ganzes Wirken der Wohltätigkeit und dem Einsatz für die Rechte der Frauen. Doch ...

Anno 1910-, Anne Fitzpatrick, Ärztin aus London kehrt Hals über Kopf in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück. Auch dort gilt ihr ganzes Wirken der Wohltätigkeit und dem Einsatz für die Rechte der Frauen. Doch als sie ein Frauenhaus in Hafennähe eröffnen will, überschlagen sich die Ereignisse. Sie begegnet dort zum ersten Mal der ambitionierten Pastorentochter Helene Curtius, die auf ihrem Weg zur Eröffnungsfeier zufällig im Hafenbecken eine schrecklich zugerichtete Frauenleiche entdeckt. Als Kommissar Berthold Rheydt zu ermitteln beginnt, wird bald klar, hier ist ein Serientäter am Werk, der Frauen verabscheut und er scheint sein Augenmerk auf Anne zu richten!

Der historische Roman „Die Hafenärztin - ein Leben für die Freiheit der Frauen“ von Autorin Henrike Engel ist der erste Teil einer Serie, die sich mit den Anfängen der Frauenbewegung und ihre engagierten Mitglieder in Hamburg beschäftigt. Die Autorin zeigt einen interessanten Einblick in die Rollen der Frauen zur Kaiserzeit um 1910. Es ist der Beginn neuen Denkens, eine Generation, die aufbegehrt, sich den Männern und Vätern nicht mehr unterordnen wollen, die mitreden und auch das Wahlrecht fordern. Zu dieser Konstellation gesellt sich eine grausame Mordserie, die dem Roman eine zusätzliche Dimension verleiht. Die historischen Frauen-Porträts sind sehr gelungen und werden spannungsvoll mit kriminellen Abläufen kombiniert. Dazu kommt ein lebhafter, fesselnder Schreibstil und macht damit die Geschichte zu einem Pageturner.
Am Ende wird das Geheimnis nur teilweise gelöst, aber das haben Serien so an sich;). Man freut sich auf alle Fälle schon auf Fortsetzung!

Mein Fazit:
Ein ungemein spannendes Werk, mit einem unglaublich interessanten Thema. Die Lektüre macht Freude und macht neugierig auf weitere verborgene Geheimnisse der Hauptprotagonistin, deren Familiengeschichte und Identität auch nach über 400 Seiten noch etliche Rätsel aufgibt:).

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Unterhaltsamer Cold Case-Fall mit überraschenden Wendungen

Auf verlorenen Wegen
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Die erfolgreiche Berliner Ermittler-Gang rund um Jan Tommen, muss ihrem Hacker Max zu Hilfe eilen. Der ist bei seinem Urlaub auf Rügen in Schwierigkeiten geraten. Bei Recherchen zu Cold Case Fällen hat ...

Die erfolgreiche Berliner Ermittler-Gang rund um Jan Tommen, muss ihrem Hacker Max zu Hilfe eilen. Der ist bei seinem Urlaub auf Rügen in Schwierigkeiten geraten. Bei Recherchen zu Cold Case Fällen hat Max dort Aufsehen erregt und wird selbst zum Gejagten der Polizei. Dieser Altfall, wird dort aber plötzlich aktueller denn je, denn kurz darauf geschieht erneut ein Mord auf der Insel.

Der Krimi-Thriller mit dem Titel “Auf verlorenen Wegen” von Autor Alexander Hartung ist schon der 8. Jan-Tommen-Fall in Folge und führt das spezielle Ermittler-Team dieses Mal auf die Insel Rügen. Dort beginnt ein verzwicktes Puzzlespiel, das die Freunde 20 Jahre in die Vergangenheit führt. Haben die damals verschwunden Jugendlichen etwas mit dem aktuellen Morden zu tun? Der Autor führt seine Leser ziemlich aufs Glatteis und am Ende ist alles ganz anders als man meint!

Mein Fazit:
Der Krimi bietet wirklich spannendes Rätselraten und einen rasanten Verlauf, letztlich war ich aber von der Auflösung ziemlich überrascht und irritiert, da ich wirklich völlig falsch lag!

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Bewegendes und packendes Frauenschicksal

Die Klänge der Freiheit
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Nürnberg 1943 - die junge Rotkreuzkrankenschwester Inge Gerner hat ihre Ausbildung mit Bestnoten abgeschlossen und träumt von einem Einsatz in Afrika. Doch das Kriegsgeschehen braucht Schwestern an der ...

Nürnberg 1943 - die junge Rotkreuzkrankenschwester Inge Gerner hat ihre Ausbildung mit Bestnoten abgeschlossen und träumt von einem Einsatz in Afrika. Doch das Kriegsgeschehen braucht Schwestern an der Ostfront und so landen Inge und ihre Kameradinnen in einem Lazarett in Charkow. Das Grauen des Krieges wird zum Alltag und die Ernüchterung der jungen Schwestern ist groß, einige können mit dem schrecklichen Leid der Verletzten nicht umgehen, doch Inge wird zu einer geschätzte OP-Schwester und spendet Trost mit ihrem Geigenspiel. Als der leicht verletzte und in sie verliebte Oberstleutnant Heinrich Preuss ihr anbietet, sie mit nach Italien zu nehmen, steht Inge vor einem Gewissenskonflikt: „Soll sie einfach alle hier im Stich lassen?“

Der Kriegsroman „Die Klänge der Freiheit“ von Autorin Tara Haugh, enthält eine sehr bewegende und tragische Geschichte über eine ambitionierte junge Frau, die mit ihrem Einsatz als Krankenschwester Gutes bewirken will. Allerdings steht das DRK in Kriegszeiten unter Kontrolle der deutschen Wehrmacht und ist deren Befehlen ausgesetzt. Inge ist aber eine starke Protagonistin und taktiert geschickt. Sie verdient sich großen Respekt mit ihrem selbstlosen Einsatz.
Die Autorin versteht es gut, die damaligen Stimmungen, Zwiespälte und Meinungen darzustellen ohne zu werten. Jede der Seiten ist zu verstehen in Aktion und Reaktion, das ist wirklich toll gemacht! Auch das Kriegsgeschehen finde ich gut recherchiert, die Entwicklung in Italien fand ich besonders spannend, Bedeutung und Geschichte des Klosters Montecassino war sehr spannend aufbereitet und mir gar nicht bekannt. Das bekannte italienische Partisanen-Lied "Bella Ciao", der Sommerhit 2018, spielt im Buch auch eine kleine Rolle und prägt den Gedanken an Freiheit, so wie im Titel beschrieben.

Mein Fazit:
Bewegend, spannend und unterhaltsam, dieser Roman hat es wirklich in sich! Hat mir wirklich gut gefallen, empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 03.12.2021

Unterhaltsamer Krimi rund um das Thema Honig und Bienen

Goldenes Gift
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Gleich zwei Vorfälle lassen den Luxemburger Starkoch Xavier beginnen zum Thema Honig zu ermitteln. Seine Freundin Valerie wird auf ihrer Geschäftsreise nach Kalifornien zufällig Zeugin eines "Hive Heist". ...

Gleich zwei Vorfälle lassen den Luxemburger Starkoch Xavier beginnen zum Thema Honig zu ermitteln. Seine Freundin Valerie wird auf ihrer Geschäftsreise nach Kalifornien zufällig Zeugin eines "Hive Heist". Auch in Luxemburg kommt es zu Diebstählen von Bienenkörben, nachdem sein Bekannter Pol Schneider, der Stadtimker von Luxemburg, tot auf einem Dach gefunden wird.
Valerie und Xavier beginnen mit Nachforschungen im Honiggeschäft und entdecken Interessantes!

„Goldenes Gift“ von Autor Tom Hillenbrand ist schon der 7. Band einer kulinarischen Krimiserie rund um einen Luxemburger Sternekoch namens Xavier Kieffer. Habe diese Serie soeben erst entdeckt und es war ohne Vorkenntnisse kein Problem dem Fall zu folgen. Dieser Teil widmet sich dem Thema Honig und Bienen, beleuchtet dabei viele aktuelle Probleme, die damit verbunden sind. Ob illegale Honigpanscherei, Beutenraub, Stadtimker, Pestizide und Genmanipulation, es ist eine unglaublich interessante Darstellung dieses Geschäftszweiges mit den geflügelten Tierchen. Xavier und seine Freundin Valerie folgen einigen heißen Spuren, während die Polizei völlig im Dunkeln tappt. Der Autor hat das Thema sehr gut recherchiert und bietet auch einiges an Action, die ich so gar nicht erwartet hatte. Besonders gelungen fand ich auch die Beschreibung von Luxemburg, man bekommt sofort Lust zu verreisen;). Hungrig sollte man den Krimi nicht zur Hand nehmen, denn es wird viel gegessen und so manche Leckereien beschrieben!

Mein Fazit:
Es war toll wieder einmal Luxemburg zu besuchen, auch das Thema Bienen/Honig im Krimi war faszinierend. Es hat mir gefallen diese Krimiserie zu entdecken, in der Kochen, Essen und die Produkte dazu eine große Rolle spielen! Xavier ist ein sympathischer Protagonist (auch wenn er zu viel raucht;) und ich werde mir bei Gelegenheit mal weitere Folgen vornehmen.

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Schöne detaillierte Anleitungen um rund 100 klassische Brötchenvarianten zu backen

Brötchen backen - einfach perfekt
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Schöne Kochbücher sind eine große Leidenschaft von mir, denn ich liebe es neue Rezepte, Zutaten und Techniken auszuprobieren. Mit dem Backen allerdings stehe ich schon immer ein wenig auf Kriegsfuß, deshalb ...

Schöne Kochbücher sind eine große Leidenschaft von mir, denn ich liebe es neue Rezepte, Zutaten und Techniken auszuprobieren. Mit dem Backen allerdings stehe ich schon immer ein wenig auf Kriegsfuß, deshalb hat mich dieses Backbuch „Brötchen backen - einfach perfekt“ von Lutz Geißler sehr interessiert.
Es geht um die Kunst des Brötchenbackens, dessen Geschmack, Technik und Vielfalt. Schon der erste Blick ins Buch ist überwältigend, die Menge der unterschiedlichsten Brötchenauswahl hat mich schier umgehauen! Wow, welch eine Auswahl, dazu all die vielen Varianten, Bilder und Ausführung, man weiß gar nicht welche zuerst ausprobieren;)!
Doch zuvor studierte ich das nötige Wissen dazu, das ausführlichst dargestellt wird. Nach einer Einleitung zur Geschichte des Brötchenbackens werden nötige Utensilien, Grundlagen und Vorgehensweise erläutert und mit detaillierten Fotos dargestellt. Gerade was die Teigarbeit, das Kneten und Ausformen betrifft, sind Bilder eine wirklich große Hilfe. Erklärungen zu den Fachbegriffen, den Ruhezeiten und Abläufen sind auch ein großes Thema. Bevor dann der praktische Teil mit all den Brötchenvarianten beginnt, wird die Anwendung der tabellarischen Anleitung genau erklärt, die ziemlich ausgeklügelt dargestellt und übersichtlich gestaltet ist. Damit hat man sofort den ganzen Zeitaufwand, die Zutaten und den Ablauf im Blick, das ist wirklich praktisch, sobald man den Dreh raus hat! Die Rezepte umfassen mehr die klassischen Brötchenformen mit Weizen und Roggenmehl, wer Vollwert oder besondere Mehlsorten verwenden will, wird im Buch nicht fündig werden.
Das Buch ist optisch wirklich wunderschön, übersichtlich, mit sehr ansprechenden Bildern ausgestaltet, auch das Cover, das Format und die Verarbeitung mit Lesebändchen gefallen mir sehr gut.

Mein Fazit:
Brötchen backen ist wirklich eine Kunst, mit viel Zeitaufwand und Sorgfalt verbunden, das wurde mir beim Studieren und beim Testen der ausgewählten Rezepte klar. Natürlich macht es auch Spaß, kostet aber viel Zeit und Geduld, also nix mit fast Food, das sollte man wissen. Man merkt aber schnell worauf es ankommt, lernt seinen Ofen kennen, denn auch die Backzeit ist ein wichtiger Faktor. Schon mein zweites Backerlebnis hat mich begeistert und kam hier bei den Testessern im Haus gut an. Werde sicherlich noch einige Brötchen ausprobieren, mit viel Zeit und Muße:).

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