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Veröffentlicht am 14.01.2025

Bereicherung und ein Must-read für Marvel-Nerds

Unnützes Wissen für Marvel-Nerds
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Marvel ist Kult. Die Comics, Filme und Serien begeistern seit Jahrzehnten immer neue Generationen.

Das ich mich absolut NICHT als Marvel-Nerd bezeichnen kann, war mir schon vor der Lektüre dieses Buches ...

Marvel ist Kult. Die Comics, Filme und Serien begeistern seit Jahrzehnten immer neue Generationen.

Das ich mich absolut NICHT als Marvel-Nerd bezeichnen kann, war mir schon vor der Lektüre dieses Buches klar. Ich kenne die meisten Filme und die ein oder andere Serie. Allerdings habe ich noch nie einen der zahlreichen Comics gelesen und fand zugegebenermaßen alles rund um die verschiedenen Universen, Zeitebenen, Charaktere (und so weiter) immer eher kompliziert. Daher hat mich dieses Buch oft (leider) noch mehr verwirrt. Es hat mir deutlich gezeigt, wie unwissend ich diesbezüglich tatsächlich bin. Was aber nicht am Buch selbst, sondern ausschließlich an mir liegt!

Denn für richtige Marvel-Nerds ist dieses garantiert eine wahre Bereicherung und ein Must-read. Es bietet zahlreiche Fakten, Einblicke und Anekdoten rund um beliebte Superheldinnen und finstere Schurkinnen. Grade die Infos zu den mir bekannten Figuren und Filmen/ Serien fand ich natürlich klasse.

Inhaltlich ist das Buch in die einzelnen Jahrzehnte der Comics, das MCU, Spider-Man, die X-Men und die Avengers eingeteilt. Es geht aber auch um die kreativen Schöpfer, rechtliches, Skandale und einiges mehr. Dabei handelt es aber mitnichten um oberflächliches oder gar unnützes Wissen. Man merkt, die Autoren kennen sich aus, alles wirkt gut recherchiert. Sie haben allerlei Fun Facts für uns zusammengetragen, die mal ernst, mal lustig, mal skurril oder gar unglaublich daher kommen. Dabei finden sie eine gute Mischung aus Wissenswertem und Unterhaltung. Ich wette, da ist für jeden Marvel-Nerd etwas dabei, das er oder sie noch nicht wusste. Egal ob als Geschenk oder zum Selberlesen, dies ist eine nette Unterhaltung für Fans.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Düstere und gruselige Adaption des Märchens Rapunzel

Rapunzels finsterer Turm
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Flos bester Freund ist vor kurzem bei einem Autounfall gestorben. Als wäre das nicht schlimm genug, verliert sie auch noch ihren Job und ihre Wohnung. Sie hat schon einige Neuanfänge hinter sich und dennoch ...

Flos bester Freund ist vor kurzem bei einem Autounfall gestorben. Als wäre das nicht schlimm genug, verliert sie auch noch ihren Job und ihre Wohnung. Sie hat schon einige Neuanfänge hinter sich und dennoch fällt ihr dieser besonders schwer. Da klingt die Anzeige des Tanglewood Hotels in Westmill doch direkt noch verlockender: gesucht wird eine Aushilfe, Unterkunft inklusive. Das es sich bei dem Ort um ein Kaff handelt, stört sie nicht. Doch die anfängliche Idylle trügt. Eigenartige Gesänge aus dem Wald und lebhafte Visionen lassen die junge Frau an ihrem Verstand zweifeln. Und trotz allem übt der Wald eine geradezu unheimliche Anziehungskraft auf sie aus. Und dann trifft sie bei einer Wanderung auf Frau Gothel, eine merkwürdige ältere Dame.

Es handelt sich hier um eine düstere und gruselige Adaption des Märchens Rapunzel. Die Parallelen sind natürlich vorhanden, doch die Autorin erschafft etwas völlig neues. Die Atmosphäre ist bedrückend und bedrohlich und kann schon den ein oder anderen Schauer über den Rücken jagen. Dennoch gibt es einige „lichte“ Momente. Denn Westmill und seine Umgebung sind eigentlich wunderschön, sodass man dort eigentlich nichts schlechtes vermuten würde. Die Bewohner:innen sind vielleicht ein bisschen eigen, aber mich hat vor allem Flos grimmiger Nachbar unterhalten. Seine Rolle im Verlauf fand ich auch wirklich toll.

Die Ereignisse werden aus Flos Sicht geschildert und somit erleben wir das ganze Grauen hautnah mit. Oftmals könnte man ihre Entscheidungen hinterfragen, schließlich missachtet sie jede vermeintlich gut gemeinte Warnung. Doch hat sie überhaupt eine Wahl? Trotzdem: nach bestimmten Ereignissen würde ich wahrscheinlich meine Zelte schnellstmöglich wieder abbrechen und das Weite suchen.

Flo tat mir unheimlich Leid, da sie sehr um ihren besten Freund trauert und mit ihm ihre einzige Bezugsperson verloren hat. Sie ist eine treue und starke Person, die sich Gedanken um ihre Mitmenschen macht. Sie macht eine ziemlich große Entwicklung durch und wächst mit ihren Herausforderungen.

Sehr gut gefallen hat mir auch der Epilog, dieser kam nochmal ganz besonders überraschend.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Nordisches Setting, Götter, Magie, Wyvern, Schlachten und eine queere Liebesgeschichte

Lied des ungezähmten Eises - Zorn der Flammen
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Odra Aschetochter ist eine Waise, die keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit hat. Heute lebt sie Dank der Magie des Halbgottes Arul in Sicherheit vor den ungezähmten Wyvern. Doch obwohl Arul sich als ...

Odra Aschetochter ist eine Waise, die keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit hat. Heute lebt sie Dank der Magie des Halbgottes Arul in Sicherheit vor den ungezähmten Wyvern. Doch obwohl Arul sich als Retter aufspielt und als solcher verehrt wird, ist er ebenso grausam und unbarmherzig. Als sie seinen Zorn auf sich zieht, muss Odra fliehen und findet ausgerechnet Schutz bei ihren Feinden. Bald stellt sich heraus, dass sie mit deren Anführerin Ravnarr offenbar mehr verbindet als zunächst angenommen.

Anfangs empfand ich die ganzen Namen, Götter, Orte und Rituale als ganz schön verwirrend. Nach einigen Kapiteln habe ich mich aber daran gewöhnt und es hat mir immer besser gefallen. Dennoch hat die Geschichte ein paar Längen.

Ich mag das nordische und raue Setting sowie das Thema sehr. Spätestens nach der Serie Vikings war ich ein großer Wikinger Fan. Die Atmosphäre ist eher düster, mystisch und bedrohlich. Es wird auch ziemlich blutig und brutal. Odra trifft auf Götter, Sagengestalten und enthüllt eine dunkle Vergangenheit. Ihre Handlungen sind leider nicht immer nachvollziehbar. Sie wirkt daher manchmal etwas unbedacht und impulsiv. Dennoch ist sie eine starke Protagonistin und Kämpferin. Und das, obwohl sie des Tötens eigentlich müde ist.

Mir gefällt, dass es eine queere Liebesgeschichte gibt, die sehr sanft und emotional ist. Außerdem gibt es vor allem im späteren Verlauf den ein oder anderen unerwarteten Twist. Trotzdem finde ich das Ende einerseits ganz schön fragwürdig, andererseits passt es jedoch gut zur Geschichte. Es liest sich für mich halt eigentlich nicht wie ein Einzelband, der das Buch ja angeblich ist, aber okay…

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Winterliche Kulissen, überraschend wenig Drama

A Bookaholic's Winter Dream
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Niklas ist Bestseller-Autor. Zu Beginn seiner Karriere hielt er es für eine geniale Idee, sich hinter einem weiblichen Pseudonym zu verstecken. Leider plagt ihn jetzt eine fiese Schreibblockade, der Albtraum ...

Niklas ist Bestseller-Autor. Zu Beginn seiner Karriere hielt er es für eine geniale Idee, sich hinter einem weiblichen Pseudonym zu verstecken. Leider plagt ihn jetzt eine fiese Schreibblockade, der Albtraum eines jeden Schriftstellers. Er reist nach Salzburg, wo er seine Kindheit verbracht hat. Vielleicht findet er dort endlich Inspiration. Stattdessen stößt er zunächst auf das Foto einer jungen Frau, in der er sofort seine ehemals beste Freundin wiedererkennt. Sobald die beiden aufeinander treffen, brodeln nicht nur die Emotionen auf, sondern auch Niklas Ideen. Die beiden verbringen eine wundervolle Zeit zusammen, wäre da nur nicht sein kleines Geheimnis, welches das junge Glück zerstören könnte.

Wir erleben die Geschichte aus den Perspektiven der Protagonisten. Im Prinzip passen sie perfekt zusammen, nicht umsonst waren sie früher unzertrennlich. Beide lieben Bücher: er schreibt sie, Leni bloggt darüber. Sie lieben Tiere, gutes Essen und sind sympathisch, humorvoll und einfach auf einer Wellenlänge. Es gibt überraschend wenig Drama, auch mal erfrischend. Das Buch wirkt sprachlich etwas „hochgestochen“, ihre Gefühle werden ausführlich beschrieben. Ein bisschen kitschig ist das Ganze schon.

Zudem gibt es zwei Schauplätze: Salzburg und Schweden. In den hohen Norden geht es aber leider erst im letzten Drittel. Die dortigen Erlebnisse sind traumhaft winterlich: eine Fahrt im Polar-Express, eine Übernachtung im spektakulären Eishotel, Nordlichter. Schade, dass es damit erst so spät losgeht und wir davon nicht mehr bekommen.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Kurzweilige Weihnachtslovestory mit Highschooldrama

Love in Winter Wonderland
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Ariel träumt davon auf der Kunsthochschule zu studieren. Doch weil die Studiengebühren extrem hoch sind, braucht sie dringend einen Aushilfsjob. Als sie die Gelegenheit erhält in der kleinen Buchhandlung ...

Ariel träumt davon auf der Kunsthochschule zu studieren. Doch weil die Studiengebühren extrem hoch sind, braucht sie dringend einen Aushilfsjob. Als sie die Gelegenheit erhält in der kleinen Buchhandlung »Wonderland« anzufangen, zögert sie nicht lange. Doch dann der Schock: »Wonderland« steht kurz vor der Schließung. Gemeinsam mit Trey, dem Sohn der Besitzer, schmiedet sie einen Plan, um die Buchhandlung zu retten.

Wir erleben die Ereignisse aus den Perspektiven von Ariel und Trey. So bemerkt man direkt, dass zwischen ihnen eine gewisse Anziehung besteht. Doch Trey hat bereits eine Freundin. Ich mag es nicht, wenn sich Personen in eine bestehende Beziehung hineindrängen. Egal, ob diese gut oder schlecht läuft, egal wie unsympathisch der oder die Partnerin ist. Und ja, Blair ist schrecklich. Trotzdem hinterlässt so ein Verhalten bei den Protagonisten immer erstmal einen faden Beigeschmack bei mir.

Ansonsten mag ich Ariel aber gerne, sie ist kreativ, humorvoll, liest gerne. Und auch Trey ist ein netter Typ, der teilweise allerdings echt unüberlegte Entscheidungen trifft. Bei ihm kann ich überhaupt nicht verstehen, was er überhaupt an Blair findet. Süß waren auch die Interaktionen mit ihren jeweiligen kleinen Brüdern.

Und natürlich mochte ich alles rund um »Wonderland«, Bücher, Malerei oder Social Media. Die Aktionen, die zur Rettung beitragen sollen, fand ich spannend. Es ist toll zu beobachten, wie alle an einem Strang ziehen und wie viel Unterstützung die Familie erhält. Und dennoch geht mir das alles ein bisschen zu einfach. Insgesamt ist es eine kurzweilige Geschichte für zwischendurch, die auf die Weihnachtszeit einstimmt. Ich würde es eher jüngeren Lesenden empfehlen, weil es doch einiges an Highschooldramen gibt

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