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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2025

Wundervolle Lektüre, insbesondere auch für Katzenliebhaber

Die Katze, die nach Weisheit sucht
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Wir begleiten eine Katze bei ihrer Suche nach Frieden, innerer Ruhe und dem Sinn im Leben. Als sie von einer sagenumwobenen alten Kiefer erfährt, bei der man unendliche Weisheit erlangen soll, wenn man ...

Wir begleiten eine Katze bei ihrer Suche nach Frieden, innerer Ruhe und dem Sinn im Leben. Als sie von einer sagenumwobenen alten Kiefer erfährt, bei der man unendliche Weisheit erlangen soll, wenn man in ihren Ästen sitzt, macht sie sich auf die Reise dorthin. Unterwegs trifft sie einige Tiere: unter anderem einen sorgenvollen Affen, eine Schildkröte, die ihren Lebensmut verloren hat, einen Tiger, der mit seiner Wut kämpft. All diesen Persönlichkeiten hilft sie anhand von kurzen (Zen-) Geschichten oder einfach durch ein offenes Ohr weiter.

🐱

Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen asiatisch angehauchten Illustrationen, welche die Atmosphäre perfekt einfangen und durch bezaubernde Darstellungen der Tiere begeistern. Unsere Katze als Protagonistin ist dabei allgegenwärtig, was ich natürlich besonders toll finde.

🤩

James Norbury hält jede Menge Weisheiten und bedeutsame Botschaften für uns bereit. Diese sind inspirierend, mutmachend und regen zum Nachdenken an. Spiritualität, insbesondere der Buddhismus sowie fernöstliche Mythologie spielen ebenfalls eine große Rolle. Es geht um Akzeptanz, den Zauber und die Wertschätzung jedes Augenblicks. Manchmal ist nicht nur der Weg das Ziel, sondern auch die Gefährten, die uns begleiten. Zweifel und Rückschläge gehören ebenso zum Leben dazu, wichtig ist, dass wir nicht aufgeben.

❤️

Eine wundervolle Lektüre für alle Altersgruppen, insbesondere auch für Katzenliebhaber bestens geeignet. Perfekt als Geschenk oder zum Selberlesen.

🥰

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Klappentext leider irreführend. Wenig Cozyness, stattdessen deutlich ernster als erwartet

Der verschwundene Buchladen
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Vom Klappentext her habe ich definitiv etwas anderes erwartet. Und zwar ein gemütliches Wohlfühlbuch voller Magie und Bücherliebe. Das Buch ist zwar mysteriös und übernatürlich angehaucht, es geht auch ...

Vom Klappentext her habe ich definitiv etwas anderes erwartet. Und zwar ein gemütliches Wohlfühlbuch voller Magie und Bücherliebe. Das Buch ist zwar mysteriös und übernatürlich angehaucht, es geht auch theoretisch um einen Buchladen - beziehungsweise die Suche nach demselbigen - und zumindest zwei der drei Protagonist:innen lieben Bücher. Dennoch ist die Geschichte viel ernster als gedacht und es stehen eigentlich eher andere Themen im Vordergrund.

🤔

Wir lernen Opaline kennen, die gleich zwei Weltkriege miterlebt hat. Ihr Bruder versucht sie in eine Zwangsehe zu bugsieren, denn seiner Meinung nach besteht der einzige Sinn ihres Lebens darin zu heiraten und Kinder zu gebären. Doch sie wünscht sich ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Und so lässt sie alles hinter sich, um sich diesen Traum zu erfüllen. Im Verlauf erfahren wir, was ihr widerfahren ist und das ist wirklich heftig. Das Frauenbild und auch ihre Rechte waren damals ganz anders, das zeigt sich hier deutlich. Haarsträubend und herzzerreißend.

😱

Auch Marthas Geschichte ist schrecklich. Sie hat es endlich geschafft ihrem gewalttätigen Ehemann zu entkommen und findet Zuflucht bei Madame Bowden, einer älteren Dame, die sich letztendlich zu meinem Lieblingscharakter entwickelt hat. Dort arbeitet sie als Haushälterin. Plötzlich geschehen in dem Haus allerdings einige sehr merkwürdige Dinge.

🫣

Henry folgt den Spuren eines verschollenen Manuskripts. Das Problem: der Buchladen, wo es sein könnte, ist ebenfalls verschwunden. An der angegebenen Adresse befindet sich lediglich ein leeres Grundstück. Gemeinsam mit Martha begibt er sich auf die Suche nach beiden.

🧐

In der Gegenwart erleben wir die Ereignisse aus Marthas und Henrys Perspektiven, tauchen jedoch immer wieder in die Vergangenheit ein, in der wir Opalines Weg begleiten. Die Verknüpfung ihrer tragischen Schicksale fand ich sehr spannend. Da geht es um häusliche Gewalt, toxische Männlichkeit, Sucht, Selbstbestimmung, Freiheit und Selbstzweifel. Man merkt: alles eher ernüchternd. Trotzdem dreht sich alles irgendwie um den Buchladen und das besagte verschwundene Manuskript. Das Mysterium, welches von ihm ausgeht, zieht direkt in seinen Bann.

😟

Leider wirkt einiges in der Handlung unglaubwürdig, Lösungen kommen manchmal zu einfach daher und es gibt ein paar Zeitsprünge, die einem das Gefühl geben etwas verpasst zu haben. Und wie gesagt: der Klappentext ist ebenfalls irreführend. Cozy Vibes gibt es hier wirklich wenig.

🫢

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Auftakt einer düsteren Romantasy-Dilogie

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Vor 50 Jahren hat die Sonnengöttin und mit ihr das Sonnenlicht das Königreich Asidia verlassen. Ein tödlicher Nebel umgibt seitdem das Land. Hungersnöte und Elend quälen die Menschen. Immer wieder werden ...

Vor 50 Jahren hat die Sonnengöttin und mit ihr das Sonnenlicht das Königreich Asidia verlassen. Ein tödlicher Nebel umgibt seitdem das Land. Hungersnöte und Elend quälen die Menschen. Immer wieder werden Ritter in die verfluchten Lande geschickt, um nach einer Lösung zu suchen und im besten Fall die Göttin wiederzufinden. Die 18-jährige Kiara gilt in ihrem Dorf als verflucht. Doch dann wird sie von Kommandant Jude Maddox für eine gefährliche Mission rekrutiert. Schon bald müssen sie gemeinsam um ihr Überleben kämpfen, während sie gleichzeitig ungeahnte Gefühle füreinander entwickeln und unglaubliche Geheimnisse ans Licht kommen.

⚔️

Es handelt sich um den Auftakt einer düsteren Romantasy-Dilogie. Es geht um Götter, Magie, Lügen, innere Konflikte, Liebe und Selbstliebe. Es wird blutig, brutal und es kommt zu unerwarteten Wendungen. Wir erleben die Ereignisse aus den Perspektiven von Kiara und Jude. Beide sind starke Protagonisten, die einiges zu verbergen haben. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden konnte mich jedoch emotional nicht ganz abholen.

🤨

Leider konnte mich das Worldbuilding ebenfalls nicht komplett überzeugen, da blieb manches ungereimt. Wie konnten die Menschen beispielsweise überleben, wenn es bereits in den ersten Jahren zu Hungersnöten kam, es keine Sonne gibt und sämtliche Pflanzen verdorrt sind? Angeblich leben die Menschen in völliger Dunkelheit, es werden aber immer wieder kräftige Farben beschrieben, das sollte dann ja eigentlich unmöglich sein.

😒

Das Ende macht schon Lust auf mehr, denn es bleiben natürlich viele Fragen offen. Es gibt außerdem einen Cliffhanger, der aber einigermaßen okay ist.

🧗‍♀️

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Eine Tragödie, wundervolles Setting, große Emotionen

The First to Fall
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Als es bei einer Bergtour zu einer Tragödie kommt, zerplatzen Jakobs Zukunftspläne. Er darf das Land nicht verlassen, da er von der Polizei verdächtigt wird. Als wäre das nicht genug, soll er das Alpenchalet ...

Als es bei einer Bergtour zu einer Tragödie kommt, zerplatzen Jakobs Zukunftspläne. Er darf das Land nicht verlassen, da er von der Polizei verdächtigt wird. Als wäre das nicht genug, soll er das Alpenchalet seiner Mutter vor dem Ruin retten - etwas, mit dem er nie viel zu tun haben wollte. Plötzlich taucht Aurora mit ihrem Campervan auf, sie ist frei und tut nur was sie möchte. Jakob weiß gar nicht, wann er sich das letzte Mal so gefühlt hat. Doch die Anziehungskraft zueinander könnte bald auf eine harte Probe gestellt werden, denn Aurora versucht herauszufinden was zum Tod ihrer Schwester geführt hat.

💔

Ich liebe das Setting, welches in den Alpen spielt. Es gibt ein wundervolles Bergpanorama, einen See und grüne Wiesen. Darin eingebettet befindet sich das Hotel von Jakobs Familie. Spannend ist auch die Bergsteiger-Thematik, mit der ich bisher gar keine Berührungspunkte hatte. Außerdem finde ich Auroras Lifestyle toll. Sie hat sich ihren Traum von einem Campervan erfüllt und hat damit zahlreiche Länder bereist und Abenteuer erlebt. An ihrer Seite ist dabei stets ihr Hund Alabaster. Beneidenswert. Doch der Tod ihrer Schwester macht sie verständlicherweise völlig fertig. Dementsprechend haben beide Protagonisten ihr Päckchen zu tragen und es wird sehr emotional.

🥺

Es handelt sich hier um einen Auftakt, der in einem fiesen Cliffhanger endet. Dort gibt es dann auch einen Plottwist, denn ich aber ziemlich lange vorher schon habe kommen sehen, daher war es für mich keine wirkliche Überraschung. Natürlich entwickelt sich noch der ein oder andere Konflikt. In dem Zusammenhang frage ich mich, warum man nicht „einfach“ sofort offen und ehrlich sein kann. Ich bin gespannt wie es in der Fortsetzung weiter geht.

😱

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Sehr unterhaltsam mit urkomischen Charakteren

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Das legendäre Drachenzepter wurde aus der königlichen Schatzkammer entwendet. Und das ausgerechnet kurz vor der Unabhängigkeitsfeier, bei der König Fredlaff samt Zepter vor das Volk treten muss, um seine ...

Das legendäre Drachenzepter wurde aus der königlichen Schatzkammer entwendet. Und das ausgerechnet kurz vor der Unabhängigkeitsfeier, bei der König Fredlaff samt Zepter vor das Volk treten muss, um seine Macht zu demonstrieren. Was steckt dahinter? Ein simpler Diebstahl oder sogar eine politische Intrige? Spurenfinder Elos von Bergen begibt sich mit seinen Kindern Ada und Naru in die Hauptstadt, um den mysteriösen Fall aufzuklären.

🔍

Elos ist ganz schön von sich selbst überzeugt, doch seine Überheblichkeit ist berechtigt. Schließlich hat er fast alle seine Fälle gelöst. Er findet Spuren so schnell und selbstsicher, da können andere nur von träumen. Ada tritt schon gekonnt in seine Fußstapfen, während Naru sich eher mit seinem ausgeprägten Hungergefühl und der nächsten Mahlzeit beschäftigt. Dennoch sind beide neugierig und klug, dabei vielleicht ein wenig tollpatschig und auf eine ulkige Art und Weise vorlaut und frech. Im Zusammenspiel mit ihrem Vater kommt es immer wieder zu absurden Situationen.

🤪

Wir lernen auch noch ein paar andere Spurensucher kennen, die Elos selbstverständlich nicht das Wasser reichen können, was sie nur ungern auf sich sitzen lassen wollen. Es treten zudem ein paar alte Bekannte aus dem Vorgänger auf, was mir sehr gefallen hat. Besonders erwähnenswert ist hier meiner Meinung nach Minna.

🕵️‍♂️

Meine persönliche Empfehlung: hört das Hörbuch! Marc-Uwe Kling erweckt die Charaktere gekonnt zum Leben. Diese Umsetzung macht die Geschichte gleich doppelt so amüsant als sie sowieso schon wäre.

🎧

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