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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Gruselige Atmosphäre

House of Rayne
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Anstatt in den Flitterwochen zu sein, flieht Salem, nachdem ihr Verlobter sie verlassen hat, auf eine abgelegene Insel und trifft dort auf die geheimnisvolle Rayne, die das Bed and Breakfast leitet, in ...

Anstatt in den Flitterwochen zu sein, flieht Salem, nachdem ihr Verlobter sie verlassen hat, auf eine abgelegene Insel und trifft dort auf die geheimnisvolle Rayne, die das Bed and Breakfast leitet, in dem sie sich einquartiert hat. Schon bald wird klar, dass irgendetwas mit der Insel nicht stimmt.

Die Liebesgeschichte wollte ich wirklich mögen, aber irgendwie ging es mir in dem Bereich man vielen Stellen zu schnell und es hat sich auch vieles wiederholt - klar, die Protagonistinnen haben das ganze Buch über mit ihren Problemen zu kämpfen und am Ende schaffen sie es, diese zu überwinden, aber ein bisschen mehr Entwicklung zwischendrin, wäre gut gewesen. Salem und Rayne als Charaktere waren zwar vielversprechend, aber es wurde nicht viel daraus gemacht, für mich war da nicht besonders viel Tiefe. Da hat es nichtmal geholfen, dass das Buch abwechselnd aus ihrer beider Perspektiven erzählt ist - vielleicht wäre es besser gewesen hier nur bei Salems Perspektive zu bleiben, auch um noch etwas mehr Spannung in die Geschichte zu bringen. Die Romance kam für mich überhaupt nicht durch und die spicy Szenen waren teilweise an etwas unpassenden Stellen in der Geschichte.
Die gruselige Atmosphäre ist hingegen bei mir schon angekommen und das hat mir auch gefallen, aber leider ist die Auflösung eigentlich ungefähr genau das, woran man als erstes denkt, und auch der Schluss hatte keine Überraschungen - für ein Horrorbuch hätte ich mir da deutlich mehr Horror oder wenigstens noch einen Twist gewünscht.

Insgesamt bin ich etwas zwiegespalten, weil ich das Buch so gerne mögen wollte, es mich aber einfach nicht wirklich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Eine berührende Geschichte

Wolkenschwer
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Wolkenschwer ist ein berührendes Buch über das Abschied nehmen, über Erinnerungen, und die Verbundenheit innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen einer demenzkranken Mutter und ...

Wolkenschwer ist ein berührendes Buch über das Abschied nehmen, über Erinnerungen, und die Verbundenheit innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen einer demenzkranken Mutter und ihrer Tochter, die versucht den langsamen Verlust zu verarbeiten und zugleich an gemeinsamen Erinnerungen festzuhalten.
Durch viele Rückblenden wird nach und nach das Leben der beiden sichtbarer, während in der Gegenwart die Erinnerungen verblassen.
Besonders gut finde ich die Darstellung der Mutter-Tochter-Beziehung. Man findet sich darin wieder, obwohl natürlich jeder anderes erlebt hat. Es wirkt ehrlich erzählt, die unbequemen Seiten werden nicht versteckt.
Trotz der Schwere des Themas, kommen aber auch immer wieder Wärme und sogar Humor durch. Besonders die Kommentare von Felix und das Wienerische der Mutter haben mir gut gefallen. Letzteres klingt eben auch einfach vertraut und nach Zuhause. Besonders gut ist es natürlich, wenn man die Umgebung kennt, um die es in dem Buch geht, aber notwendig ist das natürlich nicht.
Den Epilog fand ich auch sehr gelungen, denn so gibt es einen fröhlicheren Abschluss.
Insgesamt ist Wolkenschwer ein sehr berührendes Buch über Erinnerungen, Abschied nehmen und die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Faszinierend, aber eher für Erwachsene

Die Spur der Vertrauten
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In einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat und die Instinkte das Leben bestimmen, stoßen Goliath und Claire auf das Verschwinden mehrerer Schüler - das niemanden außer ihnen zu interessieren ...

In einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat und die Instinkte das Leben bestimmen, stoßen Goliath und Claire auf das Verschwinden mehrerer Schüler - das niemanden außer ihnen zu interessieren scheint.
Das Buch wurde als Kinder/Jugendbuch eingestuft wird, was ich ein wenig komisch finde, da es durch die Themen, die es behandelt, wenn überhaupt nur für ältere Kinder oder eben Erwachsene in Frage kommt - die Empfehlung ab 14 finde ich etwas jung. Zumal es auch über 600 Seiten hat.
Der Schreibstil hat mich am Anfang nicht so mitgerissen, aber man gewöhnt sich doch recht schnell dran. Allerdings ist der Schreibstil eben auch eher was für Erwachsene.
Das Buch ist in zwei größere Abschnitte geteilt, was die Spannungskurve ein bisschen ungewöhnlich macht, aber bis auf ein paar Längen in der Mitte, fand ich das Buch schon recht spannend.
Die Charaktere sind interessant und vorallem die Welt, in der das Buch spielt - hier wird gar nicht so viel explizit erklärt, aber das macht es nicht weniger interessant. Vieles muss man sich selbst zusammenreimen, auch das Ende ist sehr offen.

Ich würde das Buch jetzt nicht für Kinder empfehlen, aber ich fand es auf jeden Fall nicht schlecht - es war interessant und mal was anderes.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Auflösung eher schwach

The Final Wife
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Ein Mann wird ermordet. Seine Ehefrau ruft die Polizei und gesteht die Tat direkt - aber ist sie tatsächlich die Schuldige oder gab es noch andere, die seinen Tod wollten?
Seine Exfrau, die er einfach ...

Ein Mann wird ermordet. Seine Ehefrau ruft die Polizei und gesteht die Tat direkt - aber ist sie tatsächlich die Schuldige oder gab es noch andere, die seinen Tod wollten?
Seine Exfrau, die er einfach ersetzt hat, zum Beispiel?
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sowohl aus der der Verdächtigen, als auch aus der der Ermittlerin. Das hat mir gut gefallen, und die Kapitel sind auch meist nicht so lang, daher ließ sich das Buch sehr gut lesen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber eventuell könnte es mit den gleichen Ermittlern noch andere Fälle geben.
Das Buch an sich fand ich gut geschrieben und die meiste Zeit war es auch relativ spannend - nur zwischdrin hat es sich mal ein bisschen gezogen.
Die ganze Geschichte um die Hauptermittlerin fand ich irgendwie zu klischeehaft und ausgelutscht, aber glücklicherweise spielt sie auch nur eine kleine Rolle. Die Auflösung fand ich eher schwach, es war fast so, wie ich es mir am Anfang gedacht hatte.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber die Auflösung und die Hauptermittlerin haben es für mich leider etwas runtergezogen.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Eine schöne Liebesgeschichte

Juniper Hill | Die Edens 2 |
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Ich habe die Horbuchversion gehört.

Memphis tritt eine Stelle als Zimmermädchen im Eloise Inn an, aber da sie in der Stadt keine Wohnung gefunden hat, kommen sie und ihr neugeborener Sohn bei Knox, dem ...

Ich habe die Horbuchversion gehört.

Memphis tritt eine Stelle als Zimmermädchen im Eloise Inn an, aber da sie in der Stadt keine Wohnung gefunden hat, kommen sie und ihr neugeborener Sohn bei Knox, dem Bruder ihrer neuen Chefin, unter. Knox und Memphis haben beide Dinge erlebt, über die sie nicht gerne sprechen, fühlen sich aber direkt zueinander hingezogen.

Den ersten Band kannte ich nicht, aber die Geschichte ist in sich abgeschlossen und man konnte auch ohne Vorkenntnisse gut folgen. Es geht anscheinend in jedem Band um eines der Eden-Geschwister.
Die Geschichte entwickelt sich erst ein bisschen langsamer, bei Knox und Memphis ist es aber schon irgendwie Liebe auf den ersten Blick, deshalb fand ich es eigentlich sehr gut, dass es nicht sofort alles so schnell ging.
Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren. Memphis ist eine starke Protagonistin und Knox hilft ihr wieder Stabilität in ihr Leben zu bringen. Die spicy Szenen hätten für mich jetzt aber nicht unbedingt sein müssen.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, besonders die Charaktere fand ich toll, auch wenn man Männer wie Knox in der Realität wohl eher seltener findet.

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