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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2020

Leider ziemlich enttäuschend

Gut gegen Nordwind
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Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme das Buch zu lesen. Eine falsch versendete E-Mail soll das Leben von Leo und Emma durcheinander würfeln, denn aus dieser E-Mail sollte ...

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme das Buch zu lesen. Eine falsch versendete E-Mail soll das Leben von Leo und Emma durcheinander würfeln, denn aus dieser E-Mail sollte eine ausschweifende Bekanntschaft entstehen. Eine Bekanntschaft, die vielleicht sogar mehr wird? Würde Emma ihre Familie dafür auf's Spiel setzen? Fragen, die mich während dem Lesen immer wieder antrieben, weiterzulesen, obwohl ich den Schreibstil nicht sonderlich gut fand.

Zunächst musste ich mich daran gewöhnen, dass das Buch lediglich aus hintereinander versendeten E-Mails besteht und es keine festen Kapitel gibt. Am Anfang empfand ich das auch als sehr abwechslungsreich. Doch gegen Ende oder in Phasen, in denen die E-Mails teils sehr kurz waren, kam es mir furchtbar anstrengend vor.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Wer dieses Buch nicht liest, wird auch nichts verpassen. Gute Ansätze, schlechte Umsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe

Deutsches Haus
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Lange stand ich vor dem Buch, bevor ich es gekauft habe. Kann es mir wirklich gefallen? Historisch angehauchte Bücher habe ich bislang noch nie gelesen. Der Buchhändler merkte wohl mein Hadern und kam ...

Lange stand ich vor dem Buch, bevor ich es gekauft habe. Kann es mir wirklich gefallen? Historisch angehauchte Bücher habe ich bislang noch nie gelesen. Der Buchhändler merkte wohl mein Hadern und kam auf mich zu: "Dieses Buch kann ich ihnen definitiv ans Herz legen. Es wird ihnen gefallen."

Und er sollte Recht behalten. Drei Handlungsstränge beherrschen das Buch: Familie, Arbeit, Liebe.
Man könnte zwar meinen, dass das etwas viel für ein Buch ist - doch die Autorin hat es geschafft, diese Themen gut miteinander zu verknüpfen. Nicht nur, dass mir als Frankfurterin viele Plätze sehr bekannt waren und es interessant war, wie sich die Stadt seit den 1960er Jahren verändert hat. Das Buch hat mich auch sehr beeindruckt in der Aufarbeitung von damaligen Problemen, gesellschaftlichen Normen und Hindernissen. Ich, geboren 1991, wusste beispielsweise viele Dinge nicht, die die Rolle der Frau betreffen und im Roman verdeutlicht werden.

Außerdem wird mit dem Auschwitz-Prozess ein wichtiges historisches Ereignis in Frankfurt aufgearbeitet. Ich hatte zwar erwartet, dass dieser noch mehr im Vordergrund steht, wurde aber dafür von einigen anderen Themen, die im Verlauf der Geschichte thematisiert werden, überrascht. Die Darstellung der Erlebnisse aus der NS-Zeit waren ergreifend und empfand ich auch nicht als überspitzt. Im Gegenteil - die Autorin hat eine gute Balance aus Information und Unterhaltung gefunden, was anhand der traurigen und harten "Grundlage" sicherlich nicht ganz einfach war und ist.

Fazit: Ein toller Roman, den ich absolut jedem empfehlen kann. Die Mischung der Themen ist gelungen, die Erzählung mitreißend und die Aufarbeitung der thematisierten Konflikte der damaligen Zeit super spannend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Tolle Protagonisten, packende Wendung

Das Atelier in Paris
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Musso ist für mich die Entdeckung 2019. Ich kannte ihn als Autor bis zu einem Zufallskauf noch gar nicht und bin froh, ihn entdeckt zu haben.

"Das Atelier in Paris" war mein drittes Buch, das ich von ...

Musso ist für mich die Entdeckung 2019. Ich kannte ihn als Autor bis zu einem Zufallskauf noch gar nicht und bin froh, ihn entdeckt zu haben.

"Das Atelier in Paris" war mein drittes Buch, das ich von ihm gelesen habe und ich bereue keine einzige Seite. Durch einen dummen Zufall kommen ein Theaterschriftstellerin und eine ehemalige Ermittlerin zusammen. Zunächst begeben sie sich auf die Suche nach verschwundenen Werken eines Künstlers - doch die Wendung der Geschichte hat so vermutlich kein einziger Leser erwartet.

Da ich nicht zu viel verraten will: Diese Wendung hat es in sich! Für mich ein klassicher Musso, denn die Kombination aus Liebe, Spannung und starken Charakteren sind für mich einzigartig. Es macht sehr viel Spaß das Buch zu lesen und ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen.

Meine Empfehlung: Vorab "Das Mädchen aus Brookyln" lesen. Die Protagonistin ist in beiden Büchern die gleiche, sodass einige Querverweise und Eigenheiten der Protagonistin definitiv besser zu verstehen sind. Es ist keine Voraussetzung und sicherlich auch kein Zwang, denn die Handlung wird jeder auch so verstehen. Ich habe mich aber sehr gefreut, dass ich das andere Buch schon kannte und so auch einige Andeutungen verstanden habe, die sonst untergegangen wären.

Fazit: Ein typischer Musso. Tolles Buch, das meinen Erwartungen mehr als gerecht geworden ist. Die unerwartete Wendung in der Geschichte hat die Spannung noch einmal deutlich erhöht, sodass ich die letzten 100 Seiten am Stück durchlesen musste.

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