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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Toxische Beziehungen

Die Insel meiner Schwester
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Die beiden Halbschwestern Nia und Mirjam lernen sich in diesem in Schweden spielenden Roman erst mit vierzehn Jahren kennen, es entwickeln sich aber sofort starke Bande und sie werden zu besten Freundinnen. ...

Die beiden Halbschwestern Nia und Mirjam lernen sich in diesem in Schweden spielenden Roman erst mit vierzehn Jahren kennen, es entwickeln sich aber sofort starke Bande und sie werden zu besten Freundinnen. Später verliert sich der Kontakt aber immer mehr und öfters, auch weil Mirjam ihren zu Gewalttaten neigenden Schwager nicht mag. Unerwartet wird Mirjam von Nia zu deren vierzigstem Geburtstag auf eine Schäreninsel eingeladen, auf der sie oft die Sommer ihrer Kindheit verbracht haben. Ebenso unerwartet tauchen dort sowohl alte Freunde als auch Nias Eheman auf, die Geschehnisse schaukeln sich allmählich hoch...
Die Geschichte würde ich als eine Mischung aus Familiengeschichte und Psychodrama bezeichnen, bei der man zu Beginn noch nicht genau weiss worauf sie hinausläuft. Die Autorin versteht es sehr gut, den Spannungsbogen immer weiter zu steigern, dabei sind für mich neben den Charakteren auch die Beschreibungen von Umgebung und eines aufziehenden Unwetters sehr gut gelungen. Der Plot löst sich in einem furiosen Finale auf, das für mich am Ende dann doch etwas zu viel von Action-Krimi hatte, die der Roman in dieser Intensität für mich nicht nötig gehabt hätte.
Alles in allem aber eine interessante und lesensenwerte Story, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Eine Reise zu sich selbst

Drei Tage im Schnee
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Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen ...

Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen namens Sophie, die ihr beibringt, wie man auch Freude an den kleinen Dingen des Lebens und der Natur finden kann. Die beiden haben viel Freude im Umgang miteinander und Sophie beginnt allmählich, in sich zu gehen und ihren bisherigen Alltagsverlauf zu reflektieren.

Die Geschichte hat mich gerade jetzt zur Winterzeit und bei leichtem Schneefall draussen vor der Tür begeistern können. Ein kleines Mädchen muss der gestressten berufstätigen Erwachsenen den Spiegel vorhalten, was wirklich wichtig ist im Leben und das es auch noch etwas Anderes abseits von Handy und E-mails gibt. Eine wunderbare Erzählung wie eine warme Umarmung im Alltag, die einen auch als Leser wieder richtig erden kann!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Dramatische Silvesterfeier

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum
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Wir schreiben den Silvesterabend 2018 in einem kleinen schwedischen Ort. Während sich die Eltern auf den Weg zur Feier bei Freunden machen, bereitet die 17jährige Tochter zusammen mit ihrer besten Freundin ...

Wir schreiben den Silvesterabend 2018 in einem kleinen schwedischen Ort. Während sich die Eltern auf den Weg zur Feier bei Freunden machen, bereitet die 17jährige Tochter zusammen mit ihrer besten Freundin daheim eine Party vor, zu der weitere junge Leute eingeladen sind. Keiner ahnt, wie die Silvesternacht noch enden wird, schließlich wird einer der jungen Leute am Ende der Nacht vermisst werden...

Diese spannende Geschichte ist für mich eine Mischung aus Thriller, Psychodrama und Familiengeschichte. In angenehm kurzen Kapiteln erfahren wir in der Ich-Form abwechselnd aus der Sicht dreier Erwachsener, was sich hier wohl abgespielt haben mag. Dabei gibt es auch einige wenige Rückblenden in die Vergangenheit. Lange bleibt offen, was in dieser Nacht überhaupt geschehen ist, bis sich die Fäden, insbesondere auch die Verstrickungen zwischen den Personen, immer weiter entwirren. Sehr spannend gemacht, da ich nie genau wusste, wessen Aussage ich hier vertrauen konnte, mit der Auflösung hatte ich am Ende nicht gerechnet.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Von Müttern und Töchtern

Niemands Töchter
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Wir lesen die Geschichte von Marie und Gabriele - zwei Mütter - sowie Isabell und Alma - zwei Töchter. Die Handlung zieht sich von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart und wird in angenehm kurzen Kapiteln ...

Wir lesen die Geschichte von Marie und Gabriele - zwei Mütter - sowie Isabell und Alma - zwei Töchter. Die Handlung zieht sich von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart und wird in angenehm kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht einer der Protagonistinnen erzählt.
Man ahnt schon teilweise, wie die Schicksale der vier Frauen zusammenhängen, die Entwicklung dazu und eine Überlegung, ob und wie sich insbesondere die beiden jungen Frauen einmal begegnen werden, fand ich sehr spannend und treffend beschrieben. Es gibt Zeitsprünge bei den einzelnen Kapiteln, die einem immer wieder die ein oder andere Erklärung abgeben und mit denen ich gut zurechtgekommen bin, nachdem ich mir dann immer mal wieder das jeweilige Alter der Frauen vor Augen gehalten habe.
Der sehr klare und flüssige Schreibstil und die anschauliche Beschreibung der vier Frauen mit ihren Wünschen, Träumen und Gedanken hat mich tief in die Geschichte hineingezogen. Alle hatten es auf ihre Art nicht einfach im Leben, vor allem hatten alle vier ein nicht einfaches oder gar kein Verhältnis zu ihren Müttern, so dass ich überwiegend Verständnis für ihr jeweiligen Handeln aufbringen konnte.
Der Autorin ist hier eine tolle und einfühlsame Geschichte gelungen, die ich für alles Lesegenerationen empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Tilly ermittelt wieder!

Der Tod wischt mit
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Es handelt sich um den zweiten Fall rund um Tilly Blich, die eine Reinigungsfirma betreibt, im "Nebenjob" bei ihrer Tätigkeit aber gerne mal über die ein oder andere Leiche stolpert und da auch nichts ...

Es handelt sich um den zweiten Fall rund um Tilly Blich, die eine Reinigungsfirma betreibt, im "Nebenjob" bei ihrer Tätigkeit aber gerne mal über die ein oder andere Leiche stolpert und da auch nichts der etwas zu langsamen örtlichen Polizei überlässt, sondern lieber gleich selbst in die "Ermittlungen" einsteigt. Diesmal hat es den Direktor der örtlichen Schule erwischt, der sich offenbar in seinem Leben nicht nur Freunde gemacht hat.

Wie immer stehen Tilly bei ihren Recherchen die altbewährten Mitarbeiter Gerdy und Leon zur Seite, heimlicher Star ist für mich jedoch der süsse, aber verfressen Basset-Welpe Muffin, der die eh schon unterhaltsame Geschichte noch zusätzlich auflockert. Der Autor hat es geschickt verstanden, im Laufe der Handlung zahlreiche falsche Fährten zu legen, die dann aber allmählich wieder verworfen werden mussten, um uns in einem furiosen Finale einen für mich überraschenden, aber im Nachhinein doch folgerichtigen Täter zu präsentieren. So liebe ich Krimis: Cosy, aber dennoch spannend. Ein kleiner Punkt Abzug für zwei doch etwas zu übertriebene Szenen am Ende, die ich gerne etwas leichtgängiger gelöst hätte. Dennoch freue ich mich sehr auf einen weiteren Fall für Tilly, auch ihr Privatleben wird hierbei nicht ganz uninteressant sein.

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