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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Der Sommer der verlorenen Blumen

Noch fünfzig Sommer mehr
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Eleni’s Geschichte hat mich tief berührt. Die warmen Sommer in der Bretagne, das Meer, der Garten – all das wird so lebendig beschrieben, dass man sich direkt dorthin träumen kann. Besonders schön ist, ...

Eleni’s Geschichte hat mich tief berührt. Die warmen Sommer in der Bretagne, das Meer, der Garten – all das wird so lebendig beschrieben, dass man sich direkt dorthin träumen kann. Besonders schön ist, wie die Autorin Elenis Schmerz und Trauer über den Verlust von Théo einfühlsam zeigt, ohne dabei zu schwer oder erdrückend zu werden.

Die Briefe und Blumen, die Eleni nach und nach erhält, bringen eine zarte Hoffnung und machen neugierig auf die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Boten. Es ist wirklich schön zu sehen, wie Eleni Schritt für Schritt wieder Mut fasst, sich der Welt zu öffnen und das Leben zurückzugewinnen.

Manchmal wirkt die Handlung ein wenig vorhersehbar, aber gerade die Ruhe und Sanftheit in der Erzählweise machen das Buch zu einer schönen, nachdenklichen Lektüre für alle, die Geschichten über Heilung und Neuanfang mögen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zwischen Eis und Emotionen

Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
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Was mich von Anfang an in den Bann gezogen hat, war das Setting: Island als Sehnsuchtsort, als Zuflucht, als Ort des inneren Rückzugs. Die Beschreibung der Landschaft war wunderschön und atmosphärisch ...

Was mich von Anfang an in den Bann gezogen hat, war das Setting: Island als Sehnsuchtsort, als Zuflucht, als Ort des inneren Rückzugs. Die Beschreibung der Landschaft war wunderschön und atmosphärisch – ich konnte die Kälte, die Weite und die Ruhe förmlich spüren. Inmitten dieser Natur entwickelt sich behutsam die Beziehung zwischen Lilly und Aron, die mich mit ihrer leisen, ehrlichen Art sehr berührt hat.

Gerade Arons Verhalten fand ich spannend: Anfangs distanziert, fast kühl, entwickelt er sich zu einer liebevollen, aufmerksamen Bezugsperson. Die Art, wie er sich um Lilly kümmert, ohne sie zu drängen oder zu überfordern, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Ihre Nähe entsteht nicht durch große Worte, sondern durch kleine Gesten – das fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil war flüssig, das Buch hat sich für mich nie gezogen, und ich mochte die ruhige Erzählweise. Der Plottwist am Ende war zwar geschickt inszeniert und wird sicher viele Leser*innen überraschen – mich persönlich hat er leider nicht ganz gepackt. Ich hatte auf eine tiefere emotionale Wucht gehofft, insbesondere beim Konflikt mit Lillys Mutter. Dieses Thema wurde angeschnitten, aber für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und nicht wirklich aufgelöst. Gerade dort hätte ich mir mehr Tiefe und Konfrontation gewünscht.

Obwohl mich die Geschichte bewegt hat, hat sie mich leider nicht zum Weinen gebracht. Vielleicht, weil manche Themen zu vorsichtig angerissen wurden. Es war eine schöne, gefühlvolle Lektüre mit starken Momenten – aber nicht ganz das emotionale Highlight, das ich mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Verbrechen, das Jahrzehnte überdauert – und fesselt

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich ...

„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich war mir unsicher, ob die Geschichte mich wirklich packen würde. Doch dann passiert etwas – und plötzlich konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen und sich mit dem tragischen Doppelmord an Poppy und Danny befassen, sind der absolute Höhepunkt des Buches. Die Autorin schafft es, eine so dichte, düstere Atmosphäre zu erzeugen, dass man förmlich mit den Charakteren atmet. Diese Rückblicke bringen nicht nur das Verbrechen, sondern auch die komplexen Dynamiken der Taylor-Familie in den Fokus. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, und was das Buch besonders macht, sind die unerwarteten Wendungen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen können. Es gibt Momente, in denen man glaubt, alles durchschaut zu haben – nur um dann von einem überraschenden Plot-Twist aus der Bahn geworfen zu werden. Diese Wendungen halten das Tempo hoch und machen die Geschichte bis zum Schluss spannend. Auch wenn der Einstieg nicht sofort fesselt, hat mich „Die unsichtbare Hand“ mit seinen intensiven Rückblenden und den überraschenden Wendungen letztlich völlig in seinen Bann gezogen. Es ist ein Buch, das auf jeden Fall lohnt, zu Ende zu lesen – vor allem für Fans von packenden Familiendramen und mysteriösen Verbrechen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zerbrochene Flügel, verborgenes Feuer

A Dance of Lies
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Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die ...

Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die vom König ungerecht behandelt wird und sich nun in einem gefährlichen Spiel zwischen zwei Brüdern wiederfindet – hat mich sofort neugierig gemacht.

Vasalie ist eine beeindruckende Protagonistin: verletzlich, aber auch stark und klug, was sie in der bitteren Welt voller Machtkämpfe und dunkler Geheimnisse überlebenswichtig macht. Die Spannung zwischen ihr, König Illian und seinem Bruder Anton ist spürbar, und die verbotene Liebe bringt zusätzliche emotionale Tiefe ins Spiel.

Die Handlung bietet viele Wendungen und hält die Balance zwischen politischen Intrigen und persönlichen Konflikten gut. Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die inneren Gedanken von Vasalie noch etwas mehr Raum bekommen, um ihre Zerrissenheit und die Schwere ihrer Entscheidungen noch intensiver nachzuempfinden.

Insgesamt ist es eine packende Geschichte voller düsterer Geheimnisse, knisternder Beziehungen und einem gefährlichen Spiel um Macht und Freiheit.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Wie man (vielleicht) die Traumfrau gewinnt

Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster
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Bo Martens ist so ein Typ, den man sofort sympathisch findet – ein bisschen planlos, ein bisschen überfordert, aber mit Herz und einem charmanten Hang zur Selbstironie. Dass er sich in seine Zahnärztin ...

Bo Martens ist so ein Typ, den man sofort sympathisch findet – ein bisschen planlos, ein bisschen überfordert, aber mit Herz und einem charmanten Hang zur Selbstironie. Dass er sich in seine Zahnärztin verliebt (die natürlich absolut außer seiner Liga scheint), macht die Sache nicht gerade leichter. Doch dann kommt Hilfe – und zwar von zwei Seiten: seinem besten Kumpel Jan, der Dating-Tipps mit dem Selbstbewusstsein eines selbsternannten Experten verteilt, und dem wunderbar schrägen Business-Guru Dr. Meermann, der so viele hohle Phrasen raushaut, dass man sich gleichzeitig fragt, wie dieser Mann eine Karriere gemacht hat – und warum seine Sprüche irgendwie doch funktionieren.

Was dieses Buch besonders macht, ist der Stil: locker, witzig, und mit einem guten Gespür für absurde Situationen. Zwischen Bewerbungsgesprächen, Lebenskrisen und dem Plan fürs „perfekte Date“ steckt überraschend viel Alltagswahrheit. Manchmal ist es genau diese Mischung aus Unsicherheit, Mut und ein bisschen Wahnsinn, die man im echten Leben eben auch braucht.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Figuren sind manchmal stark überzeichnet, gerade Dr. Meermann wirkt eher wie eine Karikatur als wie ein Mensch. Aber das passt hier zur Tonalität und bringt zum Lachen – was will man mehr?

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