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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Krankenhaus? Klar zum Lachen!

Staying Alive
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"Staying Alive" hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin nimmt uns mit in eine Welt, die oft als grau, hektisch oder sogar bedrückend dargestellt wird – und schafft es, genau dort unglaublich ...

"Staying Alive" hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin nimmt uns mit in eine Welt, die oft als grau, hektisch oder sogar bedrückend dargestellt wird – und schafft es, genau dort unglaublich viel Humor, Menschlichkeit und Lebensfreude unterzubringen. Sie erzählt vom Alltag auf Station mit einem Augenzwinkern, ohne dabei die ernsten Seiten komplett auszublenden. Was mir besonders gefallen hat, sind die vielen kleinen Alltagssituationen: Die skurrilen, manchmal peinlichen, aber immer liebenswerten Begegnungen mit Patient:innen, die überforderten Kolleg:innen, die Nachtschichten, in denen alles schiefläuft – das alles ist so lebensnah beschrieben, dass man ständig mitfühlt und oft einfach lachen muss. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich dachte: „Ja, genauso ist es wirklich!“ Das Krankenhaus-Feeling kommt absolut authentisch rüber. Man riecht fast das Desinfektionsmittel, hört das Piepen der Monitore und spürt die Müdigkeit am Ende einer viel zu langen Schicht. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Liebesgeschichte bleibt etwas blass. Es gibt schöne Ansätze und berührende Momente, aber irgendwie fehlte mir da ein bisschen mehr Tiefe oder Raum zur Entwicklung. Da hätte ich gern noch mehr mitgefühlt. Trotzdem überwiegt ganz klar meine Begeisterung. Die Autorin bringt so viel Leichtigkeit und Charme in diese Geschichte, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. "Staying Alive" ist witzig, ehrlich und warmherzig – und zeigt, dass selbst im stressigsten Klinikalltag Platz für Humor, Mitgefühl und ein bisschen Chaos ist. Ein echtes Wohlfühlbuch mit Herz – nicht nur für Menschen aus dem Gesundheitswesen!

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Magie, Masken und tödliches Verlangen

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine ...

Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine Welt, in der nichts sicher ist – außer der ständigen Bedrohung durch Macht, Verrat und verbotene Magie.

Emelin ist eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt: mutig, wütend, klug und doch verletzlich. Als sie beim Wirken verbotener Magie vom tödlichsten aller Fae erwischt wird, rechnet man mit ihrem Ende – aber stattdessen beginnt eine komplexe Verbindung zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Figuren: der Rebellin mit Macht, die nicht gebunden ist – und dem stummen Henker, der mehr Geheimnisse verbirgt, als sein Ruf vermuten lässt.

Die Chemie zwischen Emelin und Creon ist intensiv und voller Spannung. Was als taktisches Spiel beginnt – eine gespielte Beziehung zur Tarnung – wird langsam zu etwas Echtem. Doch die Gefahr lauert überall: in den Gängen des Hofes, in den Blicken der Königin, und in den Zweifeln, ob aus Hass und Pflicht wirklich Nähe entstehen kann.

Der Weltenbau ist faszinierend, magisch und dabei nie überladen. Die Fae-Kultur, die verbotene Magie, die Intrigen am Hof – alles fühlt sich glaubhaft, gefährlich und fremdartig an. Und mittendrin zwei Figuren, die nicht retten wollen, sondern müssen – nicht für Ruhm, sondern fürs Überleben.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Der Sommer der verlorenen Blumen

Noch fünfzig Sommer mehr
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Eleni’s Geschichte hat mich tief berührt. Die warmen Sommer in der Bretagne, das Meer, der Garten – all das wird so lebendig beschrieben, dass man sich direkt dorthin träumen kann. Besonders schön ist, ...

Eleni’s Geschichte hat mich tief berührt. Die warmen Sommer in der Bretagne, das Meer, der Garten – all das wird so lebendig beschrieben, dass man sich direkt dorthin träumen kann. Besonders schön ist, wie die Autorin Elenis Schmerz und Trauer über den Verlust von Théo einfühlsam zeigt, ohne dabei zu schwer oder erdrückend zu werden.

Die Briefe und Blumen, die Eleni nach und nach erhält, bringen eine zarte Hoffnung und machen neugierig auf die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Boten. Es ist wirklich schön zu sehen, wie Eleni Schritt für Schritt wieder Mut fasst, sich der Welt zu öffnen und das Leben zurückzugewinnen.

Manchmal wirkt die Handlung ein wenig vorhersehbar, aber gerade die Ruhe und Sanftheit in der Erzählweise machen das Buch zu einer schönen, nachdenklichen Lektüre für alle, die Geschichten über Heilung und Neuanfang mögen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zwischen Eis und Emotionen

Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
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Was mich von Anfang an in den Bann gezogen hat, war das Setting: Island als Sehnsuchtsort, als Zuflucht, als Ort des inneren Rückzugs. Die Beschreibung der Landschaft war wunderschön und atmosphärisch ...

Was mich von Anfang an in den Bann gezogen hat, war das Setting: Island als Sehnsuchtsort, als Zuflucht, als Ort des inneren Rückzugs. Die Beschreibung der Landschaft war wunderschön und atmosphärisch – ich konnte die Kälte, die Weite und die Ruhe förmlich spüren. Inmitten dieser Natur entwickelt sich behutsam die Beziehung zwischen Lilly und Aron, die mich mit ihrer leisen, ehrlichen Art sehr berührt hat.

Gerade Arons Verhalten fand ich spannend: Anfangs distanziert, fast kühl, entwickelt er sich zu einer liebevollen, aufmerksamen Bezugsperson. Die Art, wie er sich um Lilly kümmert, ohne sie zu drängen oder zu überfordern, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Ihre Nähe entsteht nicht durch große Worte, sondern durch kleine Gesten – das fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil war flüssig, das Buch hat sich für mich nie gezogen, und ich mochte die ruhige Erzählweise. Der Plottwist am Ende war zwar geschickt inszeniert und wird sicher viele Leser*innen überraschen – mich persönlich hat er leider nicht ganz gepackt. Ich hatte auf eine tiefere emotionale Wucht gehofft, insbesondere beim Konflikt mit Lillys Mutter. Dieses Thema wurde angeschnitten, aber für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und nicht wirklich aufgelöst. Gerade dort hätte ich mir mehr Tiefe und Konfrontation gewünscht.

Obwohl mich die Geschichte bewegt hat, hat sie mich leider nicht zum Weinen gebracht. Vielleicht, weil manche Themen zu vorsichtig angerissen wurden. Es war eine schöne, gefühlvolle Lektüre mit starken Momenten – aber nicht ganz das emotionale Highlight, das ich mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Verbrechen, das Jahrzehnte überdauert – und fesselt

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich ...

„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich war mir unsicher, ob die Geschichte mich wirklich packen würde. Doch dann passiert etwas – und plötzlich konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen und sich mit dem tragischen Doppelmord an Poppy und Danny befassen, sind der absolute Höhepunkt des Buches. Die Autorin schafft es, eine so dichte, düstere Atmosphäre zu erzeugen, dass man förmlich mit den Charakteren atmet. Diese Rückblicke bringen nicht nur das Verbrechen, sondern auch die komplexen Dynamiken der Taylor-Familie in den Fokus. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, und was das Buch besonders macht, sind die unerwarteten Wendungen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen können. Es gibt Momente, in denen man glaubt, alles durchschaut zu haben – nur um dann von einem überraschenden Plot-Twist aus der Bahn geworfen zu werden. Diese Wendungen halten das Tempo hoch und machen die Geschichte bis zum Schluss spannend. Auch wenn der Einstieg nicht sofort fesselt, hat mich „Die unsichtbare Hand“ mit seinen intensiven Rückblenden und den überraschenden Wendungen letztlich völlig in seinen Bann gezogen. Es ist ein Buch, das auf jeden Fall lohnt, zu Ende zu lesen – vor allem für Fans von packenden Familiendramen und mysteriösen Verbrechen.

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