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Venatrix

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Veröffentlicht am 15.08.2019

Eine gelungene Fortsetzung

Zeit aus Glas
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Krefeld 1938/39 - Familie Meyer ist, wie alle anderen jüdischen Familien im Deutschen Reich, von Sanktionen und Willkür der Nazis betroffen. In der Progromnacht wird ihr liebevoll und gediegen eingerichtetes ...

Krefeld 1938/39 - Familie Meyer ist, wie alle anderen jüdischen Familien im Deutschen Reich, von Sanktionen und Willkür der Nazis betroffen. In der Progromnacht wird ihr liebevoll und gediegen eingerichtetes Haus verwüstet. Zum Glück ist kein Familienmitglied zu Schaden gekommen. Nach wie vor glauben die meisten Juden, dass der „Spuk“ bald vorbei sein würde. Nur wenige, verfügen über Verbindungen ins rettende Ausland.

Nur Ruth, inzwischen 17 Jahre alt, beginnt sich ernsthaft über eine Flucht aus Deutschland Gedanken zu machen. Es gibt die Möglichkeit als Haushaltshilfe nach England zu gehen. Als sich die Gelegenheit bietet, bewirbt sie sich heimlich um eine solche Stelle. England scheint ohnehin (neben Palästina), die Rettung zu sein. Tausende jüdische Kinder werden nach England evakuiert. Auch Ilse, die jüngere Tochter, könnte es mit ihren 14 Jahren gerade noch in dieses Programm schaffen. Doch die Familie will unbedingt zusammenbleiben und die Trennung von den Töchtern würde besonders der depressiven Mutter schwerfallen.

Meine Meinung:

„Zeit aus Glas“ ist der zweite Band der Trilogie rund um die jüdische Familie Meyer aus Krefeld. Wie schon im ersten Band „Jahre aus Seide“ schildert die Autorin die Lebensumstände jüdischer Familien in Deutschland. Nur jetzt 1938/39 haben sich die Verhältnisse dramatisch verschlechtert. Wir Leser kennen die Geschichte und wissen was den Familien noch bevorstehen wird. Daher ist es manchmal schwierig, das Buch zu lesen, denn manchmal habe ich das Gefühl, die Protagonisten beuteln und drängen zu müssen. Daher scheint die Handlung nicht voran zu kommen. Doch das täuscht meiner Ansicht nach.

Der Schreibstil wirkt hin und wieder ausufernd, sich im kleinsten Detail verlierend. Doch diese genau winzigen Bruchstücke machen diesen zweiten Teil für mich lesenswert. Obwohl ist mich intensiv mit dieser Zeit auseinandergesetzt habe, erfahre ich noch immer etwas Neues. Zum Beispiel wusste ich bislang nicht, dass die von den Nazis zerstörten Häuser binnen zwei Wochen von ihren Eigentümern wieder instand gesetzt werden mussten, bevor man sie arisiert hat. Dass die jüdischen Familien „Entschädigungen“ zahlen mussten, dass die Nazis ihren Besitz zerstörten, das war mir bekannt. Auch das englische Familien in Deutschland (oder ganz Europa?) Haushaltshilfen gesucht haben, war mir unbekannt.

Gut sind die Gewissenskonflikte von Ruth herausgearbeitet. Einerseits will sie ihre Familie nicht im Stich lassen, andererseits will sie weg aus Deutschland. Wie schon im ersten Band (in dem es mich ziemlich gestört hat) ist Ruth für ihr Alter ein wenig zu abgeklärt, zu erwachsen. Jetzt mit 17 ist dieser Charakterzug weiter ausgebaut, aber diesmal stimmig. In dem „Machtvakuum“ innerhalb der Familie scheint Ruth zu sein, die die Zeichen der Zeit erkennt - vielleicht auch nur instinktiv. Gut, Vater Karl hat immerhin einige Vermögenswerte mit Hilfe seines früheren Chauffeurs außer Landes schaffen können. Trotzdem glaubt er im Innersten seines Herzen nicht daran, dass sie Deutschland verlassen müssen. Erst mit seiner Verhaftung wird der Familie bewusst, wie gefährlich die Lage wirklich ist.

Manchen Lesern wird es vielleicht unglaubwürdig vorkommen, dass Ruth auf ihrer Reise nach England viel kleine oder größere Unterstützung erhält. Dies ist die Geschichte einer Überlebenden. Die vielen tragischen Schicksale, die auf dem Weg ins Exil ihrer wenigen Habe beraubt oder doch noch aus dem Zug geholt wurden, ist hier nicht das Thema, wird aber in den Ängsten, die Ruth plagen angedeutet.

Schmunzeln musste ich über die irrationalen Handlungen, die vor allem Mutter Martha setzt: Ruth mit elf Koffern (also eigentlich sind es ja nur neun) voller Bett- und Tischwäsche, also quasi mit der „Aussteuer“, nach England reisen zu lassen, mutet schon ein wenig skurril an. Gewundert habe ich mich, dass Ruth ihr Fahrrad so lange behalten durfte. Soweit ich weiß, wurden alle Fortbewegungsmittel von den Nazis beschlagnahmt. Aber, vielleicht war das ein wenig später.

Wie schon im ersten Teil, ist das Nachwort sehr aufschlussreich, da es die Fakten und Fiktion aufschlüsselt.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung der Familiengeschichte, für die ich gerne 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Hat mich nicht vollends überzeugt

Als wir im Regen tanzten
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Dieses Buch ist der zweite Band, der die Geschwister Felice, Willi und Ille zur Nieden nun im Berlin von 1928 begleitet. Im ersten Band „Was wir zu hoffen wagten“ erleben wir die Zeit vor Ausbruch des ...

Dieses Buch ist der zweite Band, der die Geschwister Felice, Willi und Ille zur Nieden nun im Berlin von 1928 begleitet. Im ersten Band „Was wir zu hoffen wagten“ erleben wir die Zeit vor Ausbruch des Ersten Krieges und die Zeit unmittelbar danach.

Felice ist die erfolgreiche Anwältin, Willi ein gefeierter Regisseur und Ille, die ja als Gattenmörderin verurteilt worden ist, findet sich kaum in der neuen Welt zurecht. Illes Kinder wachsen gemeinsam mit jenen von Felice und Quintus auf.

Willi hat seine große Liebe Recha geheiratet. Doch während er nach wie vor einem „perfekten“ Film nachjagt, bekommt seine jüdische Frau, Schauspielerin, den immer stärker werdenden Antisemitismus hautnah zu spüren.

Die gesamte (Groß)Familie scheint auseinander zu brechen, als Ille in Gernot einen neuen Partner zu finden glaubt, und ihre Kinder von Felice wegholen will. In beinahe halsbrecherischen Aktionen kämpft Felice darum, ihre Pflegekinder zu behalten.

Meine Meinung:

Michaela Saalfeld ist es stellenweise gut gelungen die Stimmung in Deutschland einzufangen: Da ist zum Beispiel die scheinbare Normalität, in der die Menschen leben, aber auch der Tanz auf dem Vulkan (man steht ja kurz vor dem Börsencrash) und den heraufdäuenden schwarzen Wolken des immer stärker werdenden Antisemitismus. Als Leser kennt man ja die richtige Weltgeschichte und weiß daher, was sich so abspielen wird.

Die Charaktere haben sich seit dem ersten Band anders entwickelt als gedacht. So schlittert die toughe Anwältin Felice als es darum geht, dass Ille ihre Töchter wieder zu sich nehmen will, in ein emotionales Chaos, das sie ziemlich irrational agieren lässt.

Recha wünscht sich ein Kind, aber anstatt mit Willi darüber zu reden, verbeißen sich beide sprachlos in ihren Beruf. Doch für die jüdische Recha wird es immer schwieriger, Rollen zu bekommen und das liegt nicht nur daran, dass der Tonfilm dem Stummfilm starke Konkurrenz macht. Willi selbst versucht aus dem Schatten seines in Ypern gefallenen Freundes Wolfgang Vanselow herauszutreten und hetzt einer Vision nach.

Am besten hat mir noch Quintus gefallen, der sich, obwohl fast wie ein Statist wirkend, als Fels in der Brandung entpuppt.

Der Schreibstil ist detailverliebt, manchmal ausufernd und hemmt dadurch den Fortgang der Handlung. Hier wäre ein strategischer Eingriff seitens Lektorat vermutlich hilfreich gewesen, die vielen Verzweigungen der Familiensaga ein wenig zu kürzen.

Gut gefallen hat mir, dass der Titel, der als Zitat in unterschiedlichen Varianten, sich mehrfach im Buch wiederfindet. Auch der Besuch des Schuhgeschäftes „Salamander“ hat mich schmunzeln lassen. Sonst hat mir das Lokalkolorit von Berlin um 1928/29 ein wenig gefehlt.

Es steht die Ankündigung der Autorin im Raum, einen dritten Teil zu schreiben. Der wird, so befürchte ich, eine Zessur in der Familiengeschichte bedeuten. Wir wissen ja, was nach 1933 in Deutschland bzw. auf der ganzen Welt passiert ist.

Fazit:

So ganz hat mich der zweite Teil nicht überzeugt. 3 Sterne kann ich dennoch vergeben.

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Veröffentlicht am 11.08.2019

Jedes Buch beginnt mit dem ersten Satz ...

Romane schreiben
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Viele von uns träumen, einen Roman zu schreiben. Am besten gleich einen Bestseller wie Ken Follet oder Dan Brown.
Dieses Kompendium gibt Tipps, wie man seinem Traum näher kommen kann.

Das Buch behandelt ...

Viele von uns träumen, einen Roman zu schreiben. Am besten gleich einen Bestseller wie Ken Follet oder Dan Brown.
Dieses Kompendium gibt Tipps, wie man seinem Traum näher kommen kann.

Das Buch behandelt so wichtige Elemente wie Dramaturgie, Perspektiven, Dialoge, Plausibilität, Textformen, Humor und als schier unerschöpfliches Thema: „Katastrophen im Text“.

Zu guter Letzt gehen die Autoren der Frage nach „Wie finde ich einen Verlag?“, Mit oder ohne Agent? Oder doch Self-Publishing?


Meine Meinung:

Schreibratgeber gibt es wie Sand am Meer. Was hat mich bewogen diesen zu lesen?

Zum ersten, sind die beiden Autoren Gründer der „Leondinger Akademie für Literatur“ und zum zweiten ist das Buch kompakt und beleuchtet Stolperfallen, die in anderen Schreibratgebern nicht so dezidiert vorkommen.

Der dritte Grund dieses Buch zu lesen, liegt darin, dass es auf die Besonderheiten auf dem österreichischen Buch- und Verlagsmarkt Rücksicht nimmt. Das beginnt bei den sprachlichen Unterschieden und endet bei der Höhe einer Auflage.

Worin liegt nun der Nutzen dieses Ratgebers?
Das ist auf den ersten Blick nicht ganz einfach zu beantworten.

Die Autoren legen eher Wert auf gehobene Literatur. Wer also daran denkt, einen belletristischen, leicht lesbaren Roman zu schreiben, wird mit so manchem Rat nicht ganz glücklich werden.

Im Kapitel „Katastrophen im Text“ wird an Hand von Bespielen erklärt, wie eng die Gratwanderung zwischen „Kitsch“ und „Literatur“ ist und wie leicht man vom Weg des sprachlich gelungenen Textes abgleiten kann.

Manches Rüstzeug eines angehenden Autors wird hier einfach vorausgesetzt und daher eher kurz gehalten: z.B. die korrekte Handhabung von Syntax, Orthografie, Zeitformen usw.. Oder den ehernen Willen seine Geschichte zu Papier zu bringen oder die Zeit zum Schreiben erübrigen. Das, ist dann genau der Knackpunkt, an dem Neo-Schreiber verzweifeln. Der normale Alltag, mit Beruf und Familie, erlaubt oft nicht, sich eingehend und ausschließlich mit seinem Roman zu beschäftigen. An anderer Stelle wird eingeräumt, dass die wenigsten (österreichischer) Autoren nur vom Schreiben leben können.

Gut gefallen mir die „nützlichen Adressen“ und „weiterführende Literatur“ im Anhang. Einige davon, wie. z.B. die „Autorenwelt“ kenne ich bereits.

Fazit:

Dieser Ratgeber wendet sich eher an Autoren, die „gehobene“ Literatur schreiben (wollen). Einige Tipps bzw. Anmerkungen sind allerdings auch für alle Schreiberlinge nützlich. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 11.08.2019

AUsflug in das kaiserliche WIen

Morphium, Mokka, Mördergeschichten
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In 13 kurzen Kriminalgeschichten, wovon die meisten auf einer wahren Begebenheit beruhen, lässt Autor Gerhard Loibelsberger seinen Kult-Kieberer Joseph Maria Nechyba auftreten.
Den Beginn macht die Sage ...

In 13 kurzen Kriminalgeschichten, wovon die meisten auf einer wahren Begebenheit beruhen, lässt Autor Gerhard Loibelsberger seinen Kult-Kieberer Joseph Maria Nechyba auftreten.
Den Beginn macht die Sage vom „Gespenst vom Kadoltsberg“, in dem der pfiffige dreizehnjährige Nechyba, „seinen“ ersten Mord aufklärt. Das ist allerdings eher der Neugierde geschuldet, die Leiche der Lanner-Oma aus der Nähe zu betrachten.

In den anderen zwölf Geschichten begegnen wir vielen, die Rang und Namen in der Donaumonarchie haben. Es wimmelt nur von Erzherzögen und Erzherzoginnen, von Generälen und anderen historischen Personen, die am Beginn des Buches akribisch aufgelistet sind.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr amüsant, durchzogen vom Wiener Schmäh sowie vielen Ausdrücken, die wohl für Nicht-Wiener eine gewisse Schwierigkeit darstellen und den Lesefluss unterbrechen könnten. Doch keine Angst! Am Ende gibt es ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen.

Die Charaktere sind authentisch und spiegeln die damalige Zeit wieder, legen noch ein gewisse Gemütlichkeit an den Tag und Nechyba selbst ist äußerst sympathisch mit seiner urigen Art. Für seine historischen Krimis hat der Autor tief in den Annalen und Akten der Wiener Sicherheitspolizei gegraben. Manchen wird, vor allem im Lichte der aktuellen Diskussionen um Polizeigewalt, die Überführung von Tätern mittels Prügel statt mit ausreichende Beweisführung ekelhaft vorkommen. Ist aber Tatsache.

Fazit:

Für Fans des Kult-Ermittlers aus dem kaiserlichen Wien ein nettes Geschenk. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Ein tolles Sachbuch für HUndefreunde und solche, die es noch werden wollen

Guter Hund, böser Hund
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Ich muss gleich vorausschicken, dass ich, sobald mir Hund samt Herrl oder Frauerl entgegenkommen, lieber die Straßenseite wechsle. Habe ich doch mehrere unangenehme Begegnungen mit Hunden und ihren Besitzern ...

Ich muss gleich vorausschicken, dass ich, sobald mir Hund samt Herrl oder Frauerl entgegenkommen, lieber die Straßenseite wechsle. Habe ich doch mehrere unangenehme Begegnungen mit Hunden und ihren Besitzern gehabt. Das beleidigte „er tut eh nix“, mancher Hundebesitzer kann ich schon nicht mehr hören. Allerdings können die Hunde in den seltensten Fällen etwas für ihr Verhalten. Es ist meistens das andere Ende der Leine, das sich auffällig benimmt.

Das Beispiel des kleinen Waris, der von einem Rottweiler tödlich verletzt wurde, zeigt der Autor, was alles passieren kann, wenn der Mensch versagt.

Jochen Stadler beschreibt in diesem Buch, was bei der Hundehaltung alles so richtig schief gehen kann, wenn man seinem Tier so richtig zeigen will „wer der Herr im Hause ist“.
Hundeerziehung hat viel mit Konsequenz zu tun, weniger mit Machtausübung. Leider ist vor allem in der Großstadt dies vielen Hundebesitzern nicht bewusst. So kommt es auch immer wieder vor, dass Menschen mit einem ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex einen der berüchtigten Listenhunden halten, um wenigstens durch den Hund vermeintlichen Respekt zu erhalten.

Wer einen Hund in sein Leben aufnimmt, muss damit rechnen, dass hier lebenslanges Training und Achtsamkeit nötig ist.

Der Autor geht mit unseriösen Züchtern, die er „Vermehrer“ nennt, genaus hart ins Gericht, wie mit Stadtregierungen, die einige Hunderassen auf die Verbotsliste setzen und andere nicht. So führt der allseits beliebte Deutsche Schäferhund die Statistik der Bisswunden an, ist aber kein „Listenhund“, Rottweiler, Pitbull etc. jedoch schon. In einigen Ländern wie Dänemark ist man von diesen „Listenhundenverboten“ wieder abgekommen, weil es das Verbot einzelner Hunderassen zu keiner Reduktion von Bissverletzungen geführt hat. Leider gibt es keine ausreichend fundierten Statistiken, die „bisswütige“ Rassen von sanftmütigen unterscheiden, da nur jene Fälle aktenkundig werden, die in ärztlicher Behandlung waren. Diejenigen, die sich nach einem Hundebiss mit Jod und Pflaster selbst versorgen, sind nicht erfasst. Die überwiegende Anzahl von Hundebissen erfolgt außerdem nicht von fremden Hunden, sondern vom eigenen.

Um die Körpersprache eines Hundes lesen zu können, bedarf es ein wenig Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. Unklare Ansagen irritieren einen Hund zutiefst. Er wird nicht verstehen, warum er einen Einbrecher verjagen darf, aber den Briefträger nicht.

Interessant sind die Erklärungen und die Verhaltensregeln, die der Autor seinen Lesern mitgibt. Manches sagt einem zwar der Hausverstand, doch der scheint bei einigen Menschen nicht gar so gut ausgeprägt zu sein.

So ist Kindern jedenfalls zu erklären, dass sie (eigene oder fremde) Hunde weder sekkieren noch beim Fressen stören dürfen. Jeder Hund wird seinen Fressnapf verteidigen. Videos, in denen Hund und Kind aus der selben Schüssel (fr)essen, sind eine tödliche Verharmlosung.

Der Schreibstil ist sachlich, fundiert und enthält dennoch ein wenig Humor, der den Lesen zum Schmunzeln verleitet.

Jochen Stadler ist Biologe und schreibt als Wissenschaftsjournalist für verschiedene österr. Medien. Er arbeitet bei der Österreichischen Hundewasserrettung mit Hunden unterschiedlichster Rassen und bildet seine Flat-Coated-Retriever-Hündin Kleo zum Rettungshund zu Wasser und zu Lande aus.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, erweitert es doch den Horizont. Hundeliebhaberin werde ich auch in Zukunft keine werden, aber vielleicht muss ich nicht jedes Mal die Straßenseite wechseln, sondern nur jedes zweite Mal. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.