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Veröffentlicht am 19.09.2020

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The truth about magic – Gedichte und Notizen
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Nachdem ich Band 1 der Gedichte und Notizen Sammlung von Atticus vor ein paar Monaten gehört hatte, habe ich mich sehr auf The truth about magic gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich hatte mir damals ...

Nachdem ich Band 1 der Gedichte und Notizen Sammlung von Atticus vor ein paar Monaten gehört hatte, habe ich mich sehr auf The truth about magic gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich hatte mir damals dann auch gleich das Buch dazu geholt, da es so schön gestaltet ist. So auch hier.

Die Aufmachung ist wirklich toll. Alleine schon das wunderschöne Cover, welches das Buch so gut einfängt, magisch, frei und wild. Und auch innerhalb des Buches gibt es viele schwarzweiß Bilder zu den jeweiligen Versen. Die Fotos untermalen den Text sehr schön und sind für sich alleine schon klasse.

Unterteilt sind die Gedichte in verschiedene Kategorien, welche oben in der Ecke dezent angemerkt werden. So gibt es Gedichte und Notizen aus den Bereichen Youth, Love, Adventure, Her, Darkness, Words und Stars. Ich muss gestehen, mir haben nicht alle gleich gut gefallen, wobei dies meckern auf hohen Niveau ist. Vielleicht würde ich es auch anders sehen, wenn ich Paris einmal besucht hätte und mich auch in die Stadt verliebt hätte, wie Atticus es anscheinend hat.

Davon abgesehen fand ich die Texte sehr schön. Manchmal sind es nur ein paar Wörter, gerade einmal zwei Sätze, aber sie treffen tief. Da sie es genau auf den Punkt bringen. Atticus kann vortrefflich mit Worten umgehen und ich finde, der Übersetzer hat hier auch tolle Arbeit geleistet. Hin und wieder gibt es nämlich auch die original Gedichte zu lesen. Was ich gelungen und interessant fand.

Man hat dieses Buch zwar schnell durchgelesen, aber man schlägt es sicherlich immer mal wieder auf, um einige Verse zu lesen. So geht es zumindest mir. Ich finde es eignet sich super als Geschenk, aber auch für einen selber. Und dies auch, wenn man kein großer Fan von Gedichten ist, Stichwort Schultrauma, weil man seitenlange Gedichte auswendig lernen musste.

Fazit:
Wunderschön, die Texte wie die Gestaltung.
Diese Sammlung an Gedichten und Notizen ist etwas ganz besonderes.
Die Wörter gehen tief und treffen ins Herz.
Für einen selbst oder zum Verschenken.
Auch für Menschen, die es sonst nicht so mit Poesie haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 19.09.2020

Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern

Sam Wu – Hat KEINE Angst vor Geistern
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Sam Wu Hat KEINE Angst vor Geistern ist Band 1 der Reihe, in dieser geht es um Sam Wu und wie er seine Ängste überwindet, die er natürlich gar nicht hat. Die Reihe ist für LeserInnen ab 6 Jahren.

Gleich ...

Sam Wu Hat KEINE Angst vor Geistern ist Band 1 der Reihe, in dieser geht es um Sam Wu und wie er seine Ängste überwindet, die er natürlich gar nicht hat. Die Reihe ist für LeserInnen ab 6 Jahren.

Gleich zu Beginn fällt die schöne Gestaltung auf, es gibt einige Illustrationen von Nathan Reed die das Buch dynamisch gestalten. Einzelne Szenen werden mit kleinen Zeichnungen untermalt und so wird die Geschichte gleich viel lebendiger. Außerdem wechselt die Schriftgröße und manche Seiten sind schwarz. Eine wirklich sehr tolle Gestaltung.

Die Geschichte hat mir auch gefallen. Wir begleiten Sam Wu, dem leider ein Missgeschick passiert und deswegen will er nicht mehr in die Schule. Ein anderer Junge unterstellt ihm nun nämlich ein Angsthase zu sein. Sam Wu möchte nun beweisen, dass er vor überhaupt nichts Angst hat. So passt es ja gut, dass er anscheinend einen Geist im Haus hat.

Zunächst fand ich es schön, wie die Freundschaft zwischen Sam, Zoe und Anton dargestellt wurde. Man merkt, die drei sind ein tolles Team und sie nehmen auch aufeinander Rücksicht und auf die unterschiedlichen Eigenschaften des jeweils anderen.

Wie man sich bei dem Titel schon denken kann, spielt auch das Thema Angst eine Rolle und Geister. Welches Kind hatte nicht schon einmal Angst vor Geistern? So auch Sam, ich fand es gut, wie das ganze dann aufgelöst wurde. Und das Thema Angst wird in eine unterhaltsame Geschichte verpackt. Die gut verständlich ist und zur Zielgruppe passt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Mischung aus leichter Unterhaltung, die Gestaltung und dann noch die Geisterbekämpfung haben ein schönes Gesamtpaket abgegeben und ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

Veröffentlicht am 19.09.2020

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Monster und andere schaurige Kreaturen
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Monster und andere schaurige Kreaturen hat mich so richtig positiv überrascht. Ich habe ein Buch über Monster erwartet, ein bisschen über die Entstehung und so und was ich bekommen habe sind total viele ...

Monster und andere schaurige Kreaturen hat mich so richtig positiv überrascht. Ich habe ein Buch über Monster erwartet, ein bisschen über die Entstehung und so und was ich bekommen habe sind total viele interessante Informationen und Fakten.

Zunächst zu der wunderschönen Gestaltung. Das Buch ist durchgängig farbig illustriert und bietet durch sein Format jede Menge Platz für die vielen Zeichnungen, aber auch für den dazugehörigen Text. Die Illustrationen haben mir sehr gefallen, sie passend immer zum Text und untermalen das geschriebene. Außerdem stehen sie öfters für sich bzw. sind Schaubilder. Das Design des Buches ist absolut gelungen und wird nicht nur Kinder ab 10 Jahren begeistern.

Es werden verschiedene Monster behandelt, nämlich: Frankenstein, Dracula, King Kong, Godzilla, Werwölfe, Zombies, Monsterkraken oder Bigfoot. Anhand dieser Monster werden unterschiedliche Informationen an den Leser getragen, was ich genial fand. Wer kennt ihn nicht, den trockenen Unterricht, eigentlich könnte das Thema spannend sein, aber es wird lieblos vermittelt. Da ist dieses Buch eine tolle Ergänzung um Wissen zu vermitteln.

Denn man lernt zum Beispiel etwas über Blut beim Thema Dracula, über Atomkraft bei Godzilla und bei Frankenstein etwas über Elektrizität. Bei all diesen Monstern wird Allgemeinbildung vermittelt, aber auch kleine interessante Informationen, die mir selbst noch neu waren. Oder wusstest du etwa, dass ein italienischer Chirurg schon bald einen Kopf (bei einem lebendigen Menschen) transplantieren möchte, Stichwort Frankenstein. Oder das es Parasiten gibt, die ganz Zombie ähnlich die Kontrolle über andere Tiere übernehmen.

So ist das Buch mit vielen interessanten Dingen gespickt, die immer einen Bezug zum jeweiligen Monster haben. Aber natürlich wird auch der Ursprung des jeweiligen Monsters erklärt und ob dies überhaupt so möglich wäre. Deswegen vielleicht auch etwas für Kinder, die Angst vor Monstern haben, da sie so erfahren, dass diese überhaupt nicht möglich sind bzw. es gar nicht so schlimm wäre, wie uns die Literatur weiß macht.

Fazit:
Von mir eine ganz große Empfehlung für dieses wahnsinnig toll gestaltete Buch, in dem es nicht nur um Monster geht.
Sondern auch noch ganz viel Wissen, interessante Fakten und Informationen vermittelt werden.
Ich wünschte, so was gäbe es in der Schule bzw. würde diese Herangehensweise den jeweiligen Unterricht bestimmt viel spannender gestalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 19.09.2020

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Liane und das Land der Geschichten
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Liane und das Land der Geschichten ist das erste Kinderbuch von Elif Shafak und für LeserInnen ab 8 Jahren.

Wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt, geht es um Geschichten. Liane hasst ihren ...

Liane und das Land der Geschichten ist das erste Kinderbuch von Elif Shafak und für LeserInnen ab 8 Jahren.

Wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt, geht es um Geschichten. Liane hasst ihren Namen und wird seinetwegen in der Schule geärgert. Nun muss auch noch ihr Vater operiert werden und sie zu der Oma, das wird bestimmt Langweilig. Zum Glück liebt Liane das Lesen und mit einem Stapel Bücher ist sie gut gerüstet, doch dann entdeckt sie einen geheimnisvollen Globus und Langweile ist schon bald keine mehr in Sicht.

Das Buch hatte für mich ein bisschen etwas von einem Märchen oder einer Fabel, da es viele belehrende Aspekte gab. Aber nicht auf eine unangenehme Weise. So hatte ich nie das Gefühl, dass der Zeigefinger erhoben wurde. Die Botschaften wurden gut in die Geschichte verpackt.

Zentrale Themen sind Fantasie und Umweltschutz. Wie wichtig es ist, gerade bei Kinder, die Fantasie zu fördern z. B. durch Bücher. Dies wird hier besonders durch die Geschichte hervorgehoben, macht sich Liane doch auf den Weg zum 8. Kontinent, dort entstehen nämlich die Geschichten. Das Buch gibt einem viel mit. So auch, dass es keine leichten Wege gibt. Man immer wieder auf Hürden trifft im Leben, die man meistern muss und man danach, auch wenn es schwierig war, an das Ziel kommt und stolz auf sich sein darf.

Untermalt wird die Geschichte mit Illustrationen von Mila Marquis, was die Geschichte besonders für jüngere LeserInnen bestimmt aufpeppt. Am Anfang passiert noch nicht so viel und man lernt zunächst Liane und ihre Familie kennen, erst im Verlauf wird es dann abenteuerlich, Langeweile kam bei mir aber keine auf. Der Schreibstil passt zur Zielgruppe, so sind die Sätze einfach formuliert und leicht verständlich.

Ein schönes Kinderbuch mit vielen Botschaften und Weisheiten. Außerdem ist es ein Plädoyer dafür, die Fantasie nicht zu vernachlässigen und diese gerade bei Kindern anzuregen. Und wie geht das besser als mit einem schönen Buch?

4,5 Sterne

Veröffentlicht am 10.09.2020

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Finale
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Ohne Spoiler zu den Vorgängern

Ich weiß noch genau, wie sehr mich Band 1 damals für sich einnehmen konnte. Und nun war es endlich so weit, das Finale, endlich erfahren wir wie die Geschichte endet und ...

Ohne Spoiler zu den Vorgängern

Ich weiß noch genau, wie sehr mich Band 1 damals für sich einnehmen konnte. Und nun war es endlich so weit, das Finale, endlich erfahren wir wie die Geschichte endet und all diese kleinen Geheimnisse werden aufgedeckt.

In Band 1 ging es um Scarlett und in Band 2 um Tella, da passt es gut, dass hier die Perspektive zwischen den beiden Schwestern wechselt. Ich mochte Scarlett ja lieber, aber hier haben mir beide Protagonistinnen in ihrer Rolle gefallen. Sie haben sich schön ergänzt. Zu den jeweiligen Männern an ihren Seiten möchte ich lieber nichts sagen, Spoiler Gefahr. Aber auch diese haben mir gefallen und waren gut herausgearbeitet, facettenreich und nicht nur schwarzweiß.

Und wo wir bei Farben sind, die Autorin hat einen ganz besonderen Schreibstil. So verknüpft sie Gefühle mit Farben und beschreibt Dinge mit Gerüchen und Geschmacksempfindungen. So etwas habe ich zuvor noch nie gelesen und so macht der Schreibstil das Buch zu etwas ganz besonderen. Aber es erschwert das Lesen auch hin und wieder, sodass man sich darauf einlassen muss.

Das magische Spiel Caraval steht nicht mehr im Fokus, aber trotzdem geht es magisch weiter. Es ist immer noch ein Verwirrspiel und man weiß nicht so recht, wem man trauen soll oder was der Wahrheit entspricht. Die Idee mit den Schicksalsmächten finde ich richtig genial. Und die hatten so etwas schön mysteriöses, aber auch unheimliches an sich. Etwas Vergleichbares hatte ich bis dato noch nicht gelesen, dies in Kombination mit dem besonderen Schreibstil war eine geniale Mischung.

So wusste die Geschichte zu überraschen und es gab ein paar Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Den ganzen Weltenentwurf der Autorin finde ich nach wie vor genial. Ich liebe solch magische Geschichten und die besonderen Beschreibungen tragen zu einem großartigen Kopfkino bei.

Das ganze Gipfelt dann in einem spannenden und emotionalen Showdown, der einem den Atem anhalten lässt. Mir hat das Finale richtig gut gefallen und ich finde die ganze Trilogie magisch, umwerfend und rundherum gelungen.