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Veröffentlicht am 13.11.2025

Glaube, Liebe, Hoffnung

In den Scherben das Licht
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Glaube, Liebe, Hoffnung... diesen Titel habe ich für meine Bewertung gewählt, weil genau diese Worte so auch in diesem Buch geschrieben sind und das finde ich unheimlich treffend. Dieser Roman erzählt ...

Glaube, Liebe, Hoffnung... diesen Titel habe ich für meine Bewertung gewählt, weil genau diese Worte so auch in diesem Buch geschrieben sind und das finde ich unheimlich treffend. Dieser Roman erzählt von 1946 bis 1955 in Hamburg. Eine sehr spannende Zeit und das was sich in dieser Zeit getan hat, hat die Autorin sehr gut wiedergegeben. Am Ende des Buches ist ein Stadtplan, der Hamburg im Jahr 1946 zeigt, die Plätze, an denen dieser Roman erzählt sind gut sichtbar gekennzeichnet. Die Hauptpersonen sind Friede, Gert und Gisela. Das Buch beginnt, als der Krieg schon mehr als ein Jahr vergangen ist, aber ein normales Leben scheint in weiter Ferne. Noch immer leben die Menschen in den Trümmern und Hunger bzw. wie kommt man an Lebensmittel ist ein überlebenswichtiges Thema.

Ich finde es sehr authentisch geschrieben, ich konnte mich sehr in das so schwere Leben der damaligen Zeit hineinversetzen.

Durch Zufall ist Gisela zum Haus von Friede gekommen, das Obergeschoss ist ausgebombt, Friede lebt im Erdgeschoss und Gert einem Jungen, den sie nicht kannte, hat sie den Keller zum Wohnen zu Verfügung gestellt. Gisela, selbst ein junges Mädchen und völlig auf sich allein gestellt hat das Glück, dass sie bei Gert unterkommen kann. Daraus ergibt sich eine sehr besondere Wohngemeinschaft. Gert und Gisela geben die Hoffnung nicht auf, dass sie noch jemanden aus der Familie lebend ausfindig machen können.

Ein lesenswertes Buch, das in einer sehr spannenden Zeit erzählt.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Typisch Henssler

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Die Überschrift 'typisch Henssler' trifft es finde ich ziemlich genau. Wer schon andere Kochbücher von ihm kennt weiß was ich meine.

Zunächst einmal möchte ich schreiben, dass ich das Format für ein Kochbuch ...

Die Überschrift 'typisch Henssler' trifft es finde ich ziemlich genau. Wer schon andere Kochbücher von ihm kennt weiß was ich meine.

Zunächst einmal möchte ich schreiben, dass ich das Format für ein Kochbuch sehr gut finde. Auch die 240 Seiten sind reell, aber auch nicht überladen.
Ebenso finde ich die Idee die Rezepte nach den jeweiligen Mahlzeiten (morgens, mittags, abends) aufzuteilen sehr gut. Wobei ich jetzt gerade die Mittags- und Abendrezepte nicht so 'streng' sehe. Für mich sind Mittagsrezepte genauso etwas wie die Abendrezepte auch etwas für eine Mittagsmahlzeit wären.

Am Anfang des Buches ist ein Verzeichnis, welche Rezepte es für welche Mahlzeiten gibt. Die Rezepte sind jeweils auf der linken Buchseite und rechts ist ein schönes Foto von der zubereiteten Mahlzeit. Die Fotos sind sehr geschmackvoll gestaltet.

Ob ich jetzt unbedingt ein Rezept für das perfekte Spiegelei oder eine nordische Stulle brauche sei mal dahingestellt. Ich finde oft die Idee für die jeweilige Mahlzeit schon wertvoll. Hier hat mich dieses Kochbuch tatsächlich auf die Idee gebracht mal wieder eine Mahlzeit mit einem Spiegelei zu gestalten.

Die meisten Rezepte kommen mit einer überschaubaren Anzahl von Zutaten aus. Die Angabe der Zubereitungszeit kommt bei mir auch in diesem Buch wieder nicht hin, ich brauche doch deutlich länger, als das was angegeben ist. Stört mich nicht wirklich, gehört aber hier mit angemerkt.

Fazit: typisch Henssler und eine schöne Geschenkidee.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Ein großartiger zweiter Teil!

Der Friesenhof
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Dieses ist ein großartiger zweiter Teil aus der Reihe vom Friesenhof von Fenja Lüders. Man kann diesen zweiten Teil auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesen, weil das bis dahin Geschehene gut ...

Dieses ist ein großartiger zweiter Teil aus der Reihe vom Friesenhof von Fenja Lüders. Man kann diesen zweiten Teil auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesen, weil das bis dahin Geschehene gut am Anfang von diesem Buch zusammengefasst wird. Aber die Bücher von Fenja Lüders sind so schön zu lesen, da würde ich selber nicht auf das Leseerlebnis vom ersten Teil verzichten wollen. Als geht auch ohne ersten Teil, aber mit finde ich einfach wertvoller.

Fenja Lüders ist wieder ein sehr lesenswerter Roman gelungen. Der Schreibstil ist wunderschön, leicht und verständlich und man kann wunderschön in die Geschichte eintauchen. Weiter ist der Schreibstil so nah und mitfühlend, dass ich an der ein oder anderen Stelle doch auch feuchte Augen bekommen habe.

Zudem hat das Formular ein sehr angenehmes Format und eine angenehme Schriftgröße was bei mir auch mit zur Lesefreude beigetragen hat.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht so viel verraten, das darf sich gerne jeder selber erlesen. Nur soviel: es sind tolle und starke Charaktere. Dieser Roman erzählt in den 1950iger Jahren in Ostfriesland, wo so einiges und auch die Sicht- und Denkweisen noch andere waren. Hier konnte ich wunderbar in die längst vergangene Zeit eintauchen.

Ich spreche hier meine eindeutige Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Ein toller zweiter Teil

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
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Dieses ist zweite Teil der Frauen vom Rosenhag. Es ist eine zweiteilige Reihe, die in diesem Buch ihren Abschluss findet. Oft empfinde ich es bei Mehrteilern so, dass es nicht zwingend erforderlich ist ...

Dieses ist zweite Teil der Frauen vom Rosenhag. Es ist eine zweiteilige Reihe, die in diesem Buch ihren Abschluss findet. Oft empfinde ich es bei Mehrteilern so, dass es nicht zwingend erforderlich ist die vorherigen Bände zu kennen. Hier empfehle ich auf jeden Fall, wenn man den ersten Teil noch nicht kennt, diesen vorher zu lesen. So manches war ich wichtig empfinde könnte sonst nicht erkannt werden und das wäre sehr schade.

Corina Bomann hat einen wunderbaren Schreibstil, leicht verständlich und mit einer großartigen Ausdruckskraft. Die Bücher von ihr haben mir bislang immer eine große Lesefreude bereitet - so wie auch hier.

Die Kapitel werden aus der Perspektive von von 4 unterschiedlichen Personen erzählt, dadurch ergibt sich ein wunderschönes sehr rundes Bild der gesamten Geschichte..

Im Mittelpunkt steht die Freundschaft von Marlene und Liv. Schon sehr besonders, dass diese beiden Frauen, die so unterschiedlich sind so angefreundet haben. Das Rodenhag ist ihre Vision: sie möchten Frauen die Hilfe brauchen ein zu Hause geben. Ein zu Hause, was ihnen an anderer Stelle verwehrt bleibt.

Für diesen wunderschönen Roman gebe ich meine klare Leseempfehlung - aber bitte vorher den ersten Teil lesen!

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ein großartiges Finale dieser wunderschönen Trilogie

Blankenese - Zwei Familien
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Dieses ist nun der letzte Teil der wunderschönen Trilogie, die über einige so ereignisreiche Jahrzehnte erzählt. Interessant sicherlich die Frage, ob man diesen Teil auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile ...

Dieses ist nun der letzte Teil der wunderschönen Trilogie, die über einige so ereignisreiche Jahrzehnte erzählt. Interessant sicherlich die Frage, ob man diesen Teil auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile lesen kann. Das kann man ganz bestimmt. Aber ich finde es gerade schön, wenn man die Personen, die Familienereignisse und die persönlichen Geschichten der Figuren über mehrere Bücher begleiten darf. Es ist dann immer wieder ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich freue mich dann immer sehr auf 'bekannte Personen' zu treffen.

Sehr wertvoll finde ich das Personenverzeichnis am Anfang des Buches.

In diesem Buch lesen wir von Ulrike, die sich im Erwachsenwerden schwer mit Identifizierung ihrer Eltern und der Reederei getan hat. Für sie war es wichtig, dass sie ihren eigenen Weg geht. Ihr Weg hat sie zunächst nach Berlin geführt und da war Ende der 1960iger ordentlich was los. Wie sich Ulrike entwickelt hat hat mir beim Lesen große Freude bereitet.

Als weitere Hauptrolle haben wir von Sabine gelesen, die Schwester von Ulrike. Immer irgendwie im Schatten der Familie. Mehr mag ich gar nicht schreiben, ich fürchte, dass ich sonst zuviel verrate.

Die Geschichte um Kurt, der für die Bundesanwaltschaft arbeitet, war für mich der Erzählstrang, der mich am wenigsten begeistert hat. Aber zum Ende ergibt sich ein großartiges Finale - spannend wie ein Krimi.

Was mich hier sehr begeistert hat ist die so sehr genaue Recherche der tatsächlichen Ereignisse, die sich zu der Zeit ereignet haben. Die Anschläge der RAF spielen eine Rolle und auch das Attentat bei den Olympischen Spielen in München ist mit eingebunden.

Gerade diese Details machen diesen Roman so wertvoll.

Ich finde es an dieser Stelle unheimlich traurig, dass diese Trilogie nun zu Ende ist und hoffe, dass ich sehr bald wieder in eine Familiengeschichte von Michaela Grünig eintauchen kann!

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