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Whale_in_the_Clouds

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2025

Venedig im Zeichen der Engel

Rückkehr der Engel (Extended Version)
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Moon hat die Rückkehr der Engel als Kind miterlebt. Doch die mystischen Wesen sind nicht die erhoffte Erlösung, sondern versklaven und töten Menschen ohne jegliche Rücksicht. Als erst ihr Vater umgebracht ...

Moon hat die Rückkehr der Engel als Kind miterlebt. Doch die mystischen Wesen sind nicht die erhoffte Erlösung, sondern versklaven und töten Menschen ohne jegliche Rücksicht. Als erst ihr Vater umgebracht wird und dann noch ihre Mutter verschwindet, muss Moon alleine für ihre Geschwister sorgen. Angesichts der Ungerechtigkeiten kann die junge und etwas hitzköpfige Frau jedoch leider einmal zu viel nicht den Mund halten und erhält so unfreiwillig die Aufmerksamkeit der Engel. Ein Spiel voller Geheimnisse und Gefahren entflicht sich und nicht nur Moon muss entscheiden, was sie bereit ist zu riskieren.

Das Buch ist fast vollständig aus der Perspektive von Moon geschrieben, abgesehen von den kurzen Abschnitten aus der Sicht von Lucifer, die in dieser Ausgabe neu dazugekommen sind. Ich mochte seine Abschnitte, auch wenn ich finde, dass sie ein bisschen Spannung aus dem Buch nehmen.

Der Schreibstil ist einfach mitreißend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war mehrfach versucht vorzublättern um endlich zu wissen, was geschieht. Besonders gut hat mir tatsächlich die große Schrift in dem Buch gefallen, dadurch war es für mich noch angenehmer zu lesen.

Moon ist eine tolle Protagonistin. Sie gibt alles, hat eine hohe Opferbereitschaft und weiß auch, dass sie sich irgendwann noch um Kopf und Kragen reden wird, kann das aber einfach nicht abstellen. Sie ist nicht perfekt und genau das mag ich an ihr. Ihre Ecken und Kanten machen sie einfach nahbarer.

Totales Highlight ist die Kulisse des Buches. Venedig wird toll beschrieben, ich habe direkt Lust, meinen nächsten Urlaub dahin zu buchen, auch wenn das Buch eher in einem düsteren Venedig spielt, kommt doch das Gefühl der Stadt toll rüber.

Insgesamt war das Buch ein Highlight für mich und der fiese Cliffhanger hat dafür gesorgt, dass ich direkt den 2. Teil zur Hand haben und anfangen musste.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Noch nicht ganz tot

Not Quite Dead Yet
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Margaret, genannt Jet, ist tot. Naja, fast. Nachdem ihr jemand in ihrem eigenen Wohnzimmer den Kopf eingeschlagen hat, wacht sie im Krankenhaus auf. Scheinbar ohne Schäden, doch ein Knochen hat sich gelöst ...

Margaret, genannt Jet, ist tot. Naja, fast. Nachdem ihr jemand in ihrem eigenen Wohnzimmer den Kopf eingeschlagen hat, wacht sie im Krankenhaus auf. Scheinbar ohne Schäden, doch ein Knochen hat sich gelöst und wird innerhalb der nächsten sieben Tage dafür sorgen, dass ein Aneurisma entsteht, was Jet am Ende umbringen wird. So nutzt sie die verbliebenen Tage um sich die Suche nach ihrem Mörder zu machen, denn ihr Vorteil ist: Tot ist sie noch nicht!

Das Buch ist aus der Perspektive von Jet geschrieben, einer jungen Frau, die alles andere als einfach ist. Sie ist zynisch, ironisch, teils unfair, aber kämpft dafür herauszufinden, wer sie umgebracht hat... haben wird? Oder so ähnlich. Auf jeden Fall findet sie immer mehr Geheimnisse, die sie mehr als nur die letzten Tage hinterfragen lassen, sondern Abgründe zeigen, die ich so nicht erwartet hatte.

Die Autorin schreibt super flüssig, was mir richtig gut gefallen hat. Es wird nichts beschönigt und der Zustand von Jet nicht romantisiert. Genau das macht für mich einen Großteil des Buches aus, denn trotz der wirklich spannenden Suche nach ihrem Mörder muss Jet sich auch mit sich selbs auseinandersetzen. Diese Gratwanderung zwischen Thriller und Spannung aber auch Selbstreflexion und Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens schafft die Autorin auf wirklich überragende Art.

Die Handlung ist schnell, aber sie muss ja auch in maximal sieben Tage passen. Die Suche nach dem Mörder ist klar im Vordergrund, aber auch die weiteren Geheimnisse, die zutage treten sind interessant und viele Wendungen habe ich wirklich nicht vorhergesehen.

Mein Highlight des Buches ist definitiv die schonungslose Art der Autorin, alles am Ende zusammenzuführen. Mehr sage ich dazu aber nicht! Von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Toughe Köchin trifft Sportler

Wild Side
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Nachdem Tabithas Schwester ihrer Drogensucht erlegen ist, ist für sie ganz klar: Sie wird alles für ihren kleinen Neffen tun! Denn er soll sicher und liebevoll aufwachsen. Da passt ihr gar nicht in den ...

Nachdem Tabithas Schwester ihrer Drogensucht erlegen ist, ist für sie ganz klar: Sie wird alles für ihren kleinen Neffen tun! Denn er soll sicher und liebevoll aufwachsen. Da passt ihr gar nicht in den Kram, dass der Vermieter ihrer Schwester, Rhys Dupris, plötzlich mit einem Testament vor ihr steht, das ihn zum Vormund für Milo macht. Exakt der Vermieter, der ihre Schwester rausgeschmissen und so in den sicheren Tod getrieben hat. Doch Tabitha muss ihren Hass hintenanstellen, um für Milo das beste zu tun, denn Rhys ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint.

Das Buch ist wechselnd aus der Sicht von Tabitha und Rhys geschrieben, die beide viele Geheimnisse voreinander haben. Tabitha ist tough, teilweise etwas zu harsch, aber das passt zu ihrer Vergangenheit und ihrer Art wie eine Löwenmutter für die zu kämpfen, die ihr wichtig sind. Rhys ist dagegen eher still, nicht so getrieben von Wut und Hass, sondern einfühlsam auf eine Art, die ihm selbst sogar schadet. Er ist so lieb, zeigt es aber nicht, aus Angst verletzt zu werden.

Der Schreibstil ist wie gewohnt super angenehm zu lesen, die Dialoge sind witzig und der Spice gut und in diesem Band auch nicht zu übertrieben. Die Charakterentwicklung steht definitiv im Vordergrund, was mir gut gefallen hat.

Die Handlung basiert vor allem darauf, dass sowohl Tabitha als auch Rhys das Beste für Milo wollen, leider dabei aber oft nicht wirklich miteinander reden. Rhys aus Angst verletzt zu werden, Tabitha aus Wut und weil sie teilweise ein bisschen sehr voreingenommen ist. Ich bin nicht der größte Fan von Miscommunication als Trope, daher war ich froh, als die Protagonisten endlich vernünftig angefangen haben miteinander zu reden.

Insgesamt hat die Autorin es wieder geschafft die cozy Kleinstadt mit ihren wundervollen Bewohnern mit Drama, Liebe, Freundschaft, Spice und viel Gefühl zu verknüpfen. Ein gelungenes Gesamtwerk, das mir viel Spaß beim Lesen gemacht hat.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Forschung, Geheimnisse und Drachen

Funken – The Secrets of Dracon Rock
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Alyssa liebt die Forschung, auch wenn sie sich lieber auf Gargoyle-Forschung spezialisiert hätte, anstatt mit Drachenschuppen zu Materialbeschichtungen zu experimentieren. Dazu kommt, dass ihr Vorgesetzter ...

Alyssa liebt die Forschung, auch wenn sie sich lieber auf Gargoyle-Forschung spezialisiert hätte, anstatt mit Drachenschuppen zu Materialbeschichtungen zu experimentieren. Dazu kommt, dass ihr Vorgesetzter ein ziemlicher Arsch ist und sie quasi zwingt, ihr Leben im Labor zu verbringen. Dabei trifft sie auf Rowan, einen Drachenreiter, der ihr auf offener Straße bei einem Angriff das Leben gerettet hat und ihr näher kommt, als sie jemals zulassen dürfte. Denn Alyssa hat ein Geheimnis: Ihr Vater ist nicht bei einem Gargoyle-Angriff gestorben, sondern von Drachen getötet worden und daher hasst sie die Drachen mehr als alles andere, was diese jedoch niemals erfahren dürfen.

Das Buch ist aus der Sicht von Alyssa geschrieben, einer jungen Frau, die total in ihrer Forschung aufgeht, gleichzeitig aber leider unter dem noch immer vorherrschenden Chauvinismus in diesem Bereich leidet. Sie ist authentisch und sympathisch dargestellt und ihre Handlungen und Gedanken sind sehr gut nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist fesselnd, insbesondere die Art, wie Alyssa immer wieder zwiegespalten ist zwischen ihren Gefühlen für Rowan, ihrer Liebe zum Fliegen und ihrem Hass auf die Drachen und wie sie Menschen manipulieren. Es könnte repetitiv wirken, ist es allerdings nicht, da sich ihre Gedanken zwar im Kreis drehen, aber immer wieder neue Aspekte hinzukommen.

Der Anteil der Lovestory an der Handlung ist gut ausbalanciert, es nimmt nicht überhand und passt zum Rest der Story. Den Spice hätte es für mich definitiv nicht gebraucht, aber er ist okay beschrieben.

Die Handlung ist wirklich spannend. Mir hat es extrem gut gefallen, dass die Drachen mal nicht die tollen Retter sind und die Forschung der Menschen so wichtig für den Kampf ist, wie die Drachenschuppen als Material.

Der Zwiespalt von Alyssa macht die Geschichte noch deutlich spannender und das Ende ist einfach wirklich gut. Ich habe das Buch extrem gerne gelesen und freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Skuril und nicht ganz überzeugend

The Book Eaters
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Devon lebt von Büchern. Sie isst sie, zum satt werden, aber die Geschichten erfüllen ihr Hirn und sie lernt gleichzeitig alles, was sie jemals gegessen hat, da sie zu einer Gruppe von Buchessern gehört. ...

Devon lebt von Büchern. Sie isst sie, zum satt werden, aber die Geschichten erfüllen ihr Hirn und sie lernt gleichzeitig alles, was sie jemals gegessen hat, da sie zu einer Gruppe von Buchessern gehört. Doch ihr Sohn ist etwas besonderes: Er ernährt sich nicht von Büchern, sondern von den Hirnen von Menschen. Verpönt und gefürchtet bleibt Devon keine Wahl als ihn zu entführen und sich auf die Suche nach dem einzigen Heilmittel zu machen, das gemeinsam mit einer mächtigen Familie von Buchessern verschollen ist.

Das Buch ist aus der Perspektive von Devon erzählt, mit nur kurzen Unterbrechungen anderer Protagonisten. Dabei gibt es immer wieder Sprünge in die Vergangenheit, die immer weiter beleuchtet, wie es zu der Situation kam, in der Devon sich befindet. Devon selbst ist eine Rebellin, aber sie gibt sich auch Mühe, eine gute Mutter zu sein und die Balance zwischen Leben und überleben hinzubekommen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, allerdings ist die Story stellenweise etwas wirr und ich muss sagen, dass mich einzelne Handlungsstränge nicht überzeugt haben.

Die Idee ist wirklich cool, allerdings fand ich einzelne Aspekte ziemlich vorhersehbar und habe mich oft gefragt, ob das denn wirklich so einfach sein kann oder ob es noch einen Haken an der Sache gibt und war dann etwas enttäuscht. Die Jagd von Devon nach dem Heilmittel ist nicht so spannend, wie ich es mir erhofft hatte und die Vergangenheitsschnipsel sind teils repetitiv und einfach etwas schräg. Dazu gibt es eine komische Lovestory, die einfach nicht passt und ganz viele offene Stränge, die keinen Sinn ergeben.

Mir fehlt hier auch eine Triggerwarnung. Ich habe ein düsteres Buch erwartet, aber keine Gesellschaft, in der Frauen auf diese Art unterdrückt werden. Für einige Lesende könnte das massiv unpassend sein, daher fände ich es wirklich angemessen, darauf hinzuweisen.

Ich muss sagen, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Ich hatte mir eine ausgewogene und coole Story erhofft und bin nicht überzeugt. Es war stellenweise unterhaltsam, oft aber zu einfach und ich muss sagen, dass mich weder die Erklärung der Situation noch die Auflösung am Ende noch die Durchführung des Konzepts überzeugen konnten.

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