Cover-Bild The Book Eaters
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Dark
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 25.07.2025
  • ISBN: 9783751783965
Sunyi Dean

The Book Eaters

Wie viele Menschen würdest du opfern, um dein Kind zu retten? Ein düsterer Fantasy-Roman
Axel Franken (Übersetzer)

In den Mooren Yorkshires lebt eine geheime Gruppe von Menschen, für die Bücher Nahrung sind, die alles verschlingen, was darin steht. Devon gehört dazu - bis ihr Sohn mit einer dunkleren Art von Hunger geboren wird: nicht nach den Geschichten in Büchern, sondern nach denen in den Köpfen der Menschen. Er ist ein 'Seelenfresser', eine 'Abart', die meist schon bei der Geburt gnadenlos getötet wird. Doch Devon schwört ihn zu retten und flieht mit ihm in die Welt der Menschen, verfolgt vom eigenen Clan und seinen schrecklichen Handlangern, den ‘Rittern’. Um zu überleben, ist sie gezwungen, schlimme Dinge zu tun. Hoffnung verspricht nur ein mysteriöser zweiter Clan. Doch die Hoffnung trügt ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Book Eaters

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In den Mooren Yorkshires lebt ein geheimer Clan, dessen Mitglieder Bücher wie Nahrung verschlingen. Als Devon einen Sohn mit einem gefährlichen Hunger nach den Gedanken lebender Menschen zur Welt bringt, ...

In den Mooren Yorkshires lebt ein geheimer Clan, dessen Mitglieder Bücher wie Nahrung verschlingen. Als Devon einen Sohn mit einem gefährlichen Hunger nach den Gedanken lebender Menschen zur Welt bringt, wird er zur gejagten „Abart“. Um ihn zu retten, flieht sie vor ihrem Clan und dessen grausamen „Rittern“ in die Menschenwelt, wo sie zu verzweifelten Taten gezwungen ist. Ein zweiter, mysteriöser Clan scheint Hoffnung zu bieten – doch diese erweist sich als trügerisch.

Das Leben der Buchesser ist geprägt von strengen Regeln, patriarchaler Kontrolle und der gnadenlosen Ausbeutung der wenigen Frauen, die zu arrangierten Ehen und raschen Schwangerschaften gezwungen werden. Hier hat das Gefühl Ähnlichkeit zu Handmaidstale zu lesen… Die Geschichte zeigt hier klar das männliche Bild als grausam und brutal da, was übergeordnet allem steht. Trotz allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn man die „Geschichte“ schon irgendwie her kennt.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Eine Mutter würde alles tun

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Eine grundlegende sehr spannende und interessante Geschichte.
Eine Frau verloren zwischen archiaischen Traditionen, Gewalt, Angst und der unbändigen Liebe für ihre Kinde.r

Wir begleiten Devon auf einem ...

Eine grundlegende sehr spannende und interessante Geschichte.
Eine Frau verloren zwischen archiaischen Traditionen, Gewalt, Angst und der unbändigen Liebe für ihre Kinde.r

Wir begleiten Devon auf einem harten Weg, der herausführt aus ständiger Isolation und Gehirnwäsche um ihren Sohn vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren. Eine Mutter die alles einsetzt was sie hat und Wege geht, die die meisten sich nicht trauen.

Das setting der Buchesser gefällt mir hut und auch die zeitweise "derbe" Sprache passt zum Inhalt.

Ich hab es tatsächlich ganz gerne gelesen und fand den Wechsel zwischen der jungen und der Erwachsenen Devon ganz schön als Stilmittel.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Verstörender Buchgenuss

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Der Roman The Book Eaters von Sunyi Dean spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt man Teile aus der Vergangenheit, Devons Kindheit, ihre erste erzwungene Eheschließung, die Geburt ihrer Tochter und ...

Der Roman The Book Eaters von Sunyi Dean spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt man Teile aus der Vergangenheit, Devons Kindheit, ihre erste erzwungene Eheschließung, die Geburt ihrer Tochter und deren Verlust. In der Gegenwart erlebt man Devon als Mutter, die für ihren Sohn Cai über alle Grenzen der Moral hinausgeht, auf der Suche nach einem anderen Familenclan und einem Nahrungersatzmitteilung namens 'Erlösung". Das Buch spart nicht an brutalen und blutigen Szenen. Der Untertitel " wie viele Menschen würdest du opfern um dein Kind zu retten " ist hierbei ernst gemeint. Praktisch jeder Protagonisten ist ein Monster. Auch Devon, aufgrund Ausweglosigkeit und verdrehter Mutterliebe. Das Setting ist modern, auch wenn der Lebensstil der Familien, besonders der Fairweathers hoffnungslos antiquiert ist. Mädchen werden weltfremd erzogen, mit Märchenbüchern gefüttert und aus Gründen des Fortbestandes der Familien mehrfach verheiratet. Ausgeprägter Patriachisums, Tradition und die Reduktion der weiblichen Buchesserinnen auf ihre Funktion als Mutter-Braut bestimmen die Familien. Gerade der Fantasy-Hintergrund zu Buchessern und Seelenfresser fand ich fesselnd. Mich hat es tatsächlich gereizt zu erfahren, wie sich die kleine Devon aus der Vergangenheit entwickelt und welchen Plan sie für sich und ihren Sohn hat. Insgesamt fand ich das Buch spannend, an einigen Stellen aber tatsächlich etwas zu brutal und verstörend.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Düster, verstörend, berührend

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Devon wurde als Buchesserin geboren und wird nun als Frau allein auf ihre Gebärfähigkeit reduziert. Ihre Kindheit verbrachte sie privilegiert wie eine Prinzessin, doch mit dem Erwachsenwerden offenbart ...

Devon wurde als Buchesserin geboren und wird nun als Frau allein auf ihre Gebärfähigkeit reduziert. Ihre Kindheit verbrachte sie privilegiert wie eine Prinzessin, doch mit dem Erwachsenwerden offenbart sich die grausame Wahrheit: Sie wird als Gebärende von Clan zu Clan geschickt, darf ihre Kinder nicht behalten und verliert zunehmend die Kontrolle über ihr eigenes Leben.

Das Buch beginnt eher ruhig. Im ersten Drittel wird die Welt der Buchesser vorgestellt und einige Situationen geschildert, deren Bedeutung und wirkliches Ausmaß sich erst später erschließen. Mir fiel es zuerst schwer, in die Geschichte zu finden, da es erst einmal wenig Spannung gab und man noch nicht die Zusammenhänge erahnen konnte. Die Handlung nimmt jedoch spürbar an Fahrt auf, als Devon älter wird und ihr zweites Kind als sogenannter Gedankenesser geboren wird – ein Schicksal, das in dieser Gesellschaft entweder Versklavung oder Tod bedeutet. Um ihren Sohn zu retten, benötigt Devon „Erlösung“ - ein Mittel, um den Gedankenesser-Zwang zu unterdrücken. Oder ihr Sohn muss förmlich das Gehirn aus Menschen saugen, um zu überleben, was sie immer wieder an die Grenzen ihrer Macht bringt.

Devons Entwicklung zur Mutter, die buchstäblich alles opfert, um ihr Kind zu retten, ist beklemmend und beeindruckend zugleich. Sie selbst muss zum Monster werden, um nicht ein Opfer zu bleiben. Dabei gelingt es der Autorin, den inneren Konflikt der Protagonistin greifbar zu machen und Mitgefühl zu wecken, ohne zu beschönigen.

Zitat S. 35:

„»Ich war mal eine Prinzessin, musst du wissen.« Ihr Spiegelbild runzelte zweifelnd die Stirn. Die Prinzessinnen in den Büchern, die sie gelesen hatte, waren hübsche, zarte Geschöpfe, und die wenigsten von ihnen waren eins fünfundachtzig große Mörderinnen mit einer Vorliebe für kurz geschorenes Haar und Lederjacken. Merkwürdig war das.„

Frauen und "Gedankenesser" sind in dieser Welt entmenschlicht und unterdrückt. Doch Devon fügt sich nicht. Die letzte Wendung verleiht der Geschichte Tiefe und macht das Ende emotional und spannend zugleich.

Insgesamt ein verstörender, aber fesselnder Debütroman, der nachhallt und - nach anfänglichen Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden - doch noch überzeugen konnte.

Fazit: Ein düsterer Fantasyroman über weibliche Selbstbestimmung, systematische Unterdrückung und den Mut, sich zu wehren. Teils verstörend, teils berührend – aber in jedem Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen – düster, besonders, aber nicht ganz meins.

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Schon der Titel klingt wie ein dunkles Märchen – und genau so beginnt es auch. In The Book Eaters lebt eine uralte, verborgene Gesellschaft von Wesen, die keine Nahrung brauchen, sondern Geschichten essen. ...

Schon der Titel klingt wie ein dunkles Märchen – und genau so beginnt es auch. In The Book Eaters lebt eine uralte, verborgene Gesellschaft von Wesen, die keine Nahrung brauchen, sondern Geschichten essen. Bücher sind ihr Brot, Worte ihr Blut. Allein diese Idee ist so genial, dass sie sofort fesselt – düster, originell und unheimlich poetisch.

Im Mittelpunkt steht Devon, eine der wenigen Frauen ihrer Art. Sie wächst abgeschottet in einem patriarchalischen Clan auf, in dem Märchen und Rittergeschichten als Erziehungsmethode dienen – und Freiheit ein Fremdwort ist. Doch Devon ist anders. Als Mutter eines Sohnes, der nicht Bücher, sondern Gehirne verschlingen muss, gerät sie in einen moralischen und existenziellen Kampf. Zwischen Liebe, Schuld und Überleben bleibt sie eine tragische Figur, die immer wieder versucht, das Richtige zu tun – in einer Welt, die ihr keine Wahl lässt.

Die Handlung selbst ist allerdings… tricky. Die Zeitsprünge sind zahlreich und sprunghaft, fast wie lose Seiten in einem alten Buch, die jemand durcheinandergebracht hat. Mal befindet man sich in Devons Kindheit, dann wieder mitten in ihrer Flucht mit dem Sohn – ohne klare Orientierung. Gerade im Hörbuch, wo man nicht einfach zurückblättern kann, wird das schnell anstrengend. Ich musste öfter gedanklich innehalten, um überhaupt zu wissen, wo ich gerade bin.

Trotzdem: Die Atmosphäre ist großartig. Dunkel, beklemmend, manchmal fast gothic. Die Erzählung hat etwas von einer düsteren Parabel über Kontrolle, Mutterliebe und das Machtspiel zwischen Wissen und Glauben. Und die Idee – Wesen, die Geschichten essen, statt sie zu erzählen – ist einfach faszinierend.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz fesseln. Die Handlung zieht sich stellenweise, und die emotionale Tiefe verliert sich zwischen all den Zeitsprüngen und Perspektivwechseln. Ich hatte oft das Gefühl, das Potenzial des Romans liegt direkt vor mir – ich kann es sehen, riechen, fast schmecken – aber irgendwie greife ich immer daneben.

Mein Fazit:

The Book Eaters ist kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil – es ist originell, klug und atmosphärisch dicht. Aber die Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert volle Konzentration. Wer sich auf das Chaos der Zeitebenen einlassen kann, wird mit einer einzigartigen, dunklen Geschichte belohnt. Für mich persönlich war’s leider mehr Kopfzerbrechen als Gänsehaut – aber das liegt eindeutig an meinem Geschmack, nicht an der Idee selbst.

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