Ein Buch das unter die Haut geht!
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104Nach dem Zweiten Weltkrieg wird mitten in Deutschland ein Junge gefunden, der nichts über sich und seine Herkunft weiss. Hartmut wächst in einem streng geführten katholischen Kinderheim auf, wo Ordnung ...
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird mitten in Deutschland ein Junge gefunden, der nichts über sich und seine Herkunft weiss. Hartmut wächst in einem streng geführten katholischen Kinderheim auf, wo Ordnung und Zucht den Alltag bestimmen. In Margret, einer älteren Kriegswaisen, findet er eine sanfte Stütze, behutsam, beharrlich und zugleich stark.
Die beiden Protagonisten bilden ein unsichtbares Band, das ihnen Halt gibt, auch wenn die Welt um sie herum zerfällt. Ihre Bitte um Nähe wird zu einem stillen Versprechen: Wir bleiben zusammen. Gleichzeitig sehnen sie sich nach Normalität, die durch die Narben der Vergangenheit hindurch leuchtet. Gemeinsam bewältigen sie Trauer, Schuldgefühle und die Frage, wie viel Nähe Heilung braucht.
Die Erzählung wird zu einem intimen Gespräch mit der Vergangenheit, sondern mit feinem Gespür für Nuancen berührt. Langfristige Folgen der Erlebnisse werden durch stille Beobachtungen, kleine Gesten und das beharrliche Zusammenhalten sichtbar.
Inhaltlich bleibt die Geschichte trotz schmerzlicher Themen warm, getragen von der Loyalität zwischen Hartmut und Margret. Es geht um Verlust, Trauer und die beharrliche Suche nach Nähe, auch jenseits der Schatten der Vergangenheit.