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Veröffentlicht am 15.11.2018

Wie auf Eis..

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Ich habe von Jennifer Snow zuvor nichts gelesen, und ich bin nach einem etwas schweren Einstieg auf den ersten Seiten dann in das Buch und die Story gerutscht, wie auf Eis.

Der Anfang ist zunächst voll ...

Ich habe von Jennifer Snow zuvor nichts gelesen, und ich bin nach einem etwas schweren Einstieg auf den ersten Seiten dann in das Buch und die Story gerutscht, wie auf Eis.

Der Anfang ist zunächst voll von Personenbeschreibungen und Rückblenden in indirekter Form. Es mag eine meinem Privatleben geschuldete Sache gewesen sein, weswegen ich zunächst länger brauchte in das Buch zu finden. Daher lasse ich es zwar in der Bewertung aus, möchte es aber hier erwähnen.

Abigail Jansen, Mutter der kleinen Dani (9) befindet sich gerade mitten in der Scheidung von Dean, dem Hockeystar, der einst mit ihr in Glenwood Falls lebte. Sie wohnt jetzt wieder dort bei ihren Eltern und versucht, wieder Fuss in ihrer alten Heimatstadt zu fassen.
Doch das ist weder emotional leicht, noch wird es in kürzester Zeit unkomplizierter, denn sie ist bzw war für die Leute ihrer Vergangenheit die "Superstar - Spielerfrau", was auch zutrifft.
So muss Abby erstmal wieder zeigen, wer sie eigentlich war und ist.

Inmitten dieser "Selbstwiederfindung" trifft sie Jackson Westmore, den sie von früher kennt, und der jetzt: 1.Trainer der Eishockeymannschaft an gerade der Schule ist, an der sie 2. gerade einen Job bekommen hat, 3. auf die ihre Tocher geht. Und, zu schlimmer letzt: 4. ist er auch noch ein Freund ihres Noch-Ehemannes Dean.

Die Beiden kamen ohnehin schon nicht gut miteinander aus, und nun kehrt Abi auch noch unter gegebenen Umständen zurück, und muss so nahe mit Jackson leben, arbeiten umgehen und sprechen, denn Dani möchte gerne in der Schule Hockey spielen.

Oh, Graus, man ahnt schon, was auf Abi zukommt... oder vielleicht auch nicht?
Abi wusste und weiß eigentlich nicht, warm Jackson sie früher nie mochte. Und nun begleiten wir Leser sie durch diese kleine Reise, in der sie Jackson, gewissermassen, unter die Lupe nimmt – und er sie. Was war damal passiert? Warum schien es, als mochten sie einander nie?

Und dies Lesen wir hier wirklich genau, denn Jennifer Snow hat aus der Sich beider geschrieben, so dass wir die wechselseitigen Gedanken der beiden mitbekommen.
So etwas liebe ich persönlich sehr, weil man direkt mitfiebern kann, und denken kann: 'Oh nein, das denkt er/sie nicht so wie du glaubst. Einen Schritt weiter links und dann trefft ihr euch in der Mitte, OH NEIN, schon wieder aneinander vorbei...'

Und darin besteht ein Teil der Spannung: dieser Tanz umeinander, bei dem man wartet, dass sie sich dann endlich verstehen, und sich nicht jeder nur etwas zusammen reimt.
Und diese unausgesprochenen Dialoge, machen es so spannend, aber es wird nie in die länge gezogen oder gezwungen spannend gemacht. Es ergibt sich einfach aus dem menschlichen Denken der beiden.

Und dieses Denken und Fühlen sagt uns Lesern: da ist eigentlcih keine wirklich Abneigung, sie haben ja beide Herzklopfen....

Vielleicht SPOILER Abschnitt (Hihihi)!!!

Ich spoiler ja nicht, in dem ich nur noch sage: und dann kommt auch noch , wenn sie sich dann doch endlich näher kommen, etwas dazwischen, was einen schon fast aufschreiben läßt: NEIIIIIIN! Dean hat auch so seine sich auf Abi und Jackson auswirkende Präsenz in der Geschichte! Argh Situations Alarm!
Ich spoiler dann nur noch, dass wir ja einen Liebesroman haben und am Ende alles Gute wird ;)

Vielleicht SPOILER ENDE


Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn ich mochte die Sprache, die ganze Idee, und vor allem, dass es sich bei um eine normale junge Frau und Mutter handelt und nicht um eine, sagen wir, recht modebewusste Großstadt Lady, mir immer genug Kleingeld, von jedem bemocht und eigentlich keinen Problemen, die mir oft zu gekünstelt sind, bevor sie wieder auf dem Boden der wirklichen Welt landen. Mit Abi konnte ich mich ( bis auf das Mutter sein und das mein Ex kein Hockeystar war) sehr gut identifizieren.

Das Buch war spannend und kurzweilig, wenn man das bei einer Liebesgeschichte so nennen kann. Und auch wenn ich ahnen konnte, wie es ausgeht, ist es ein so schöner Schmöker, dass ich ihn nochmal lesen würde. Ebenso gerne auch weitere solcher Ideen von Jennifer Snow.


Ich bedanke mich bei der Lesejury und dem Lyx Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat.


© printbookaholic Stephanie Jones

Veröffentlicht am 10.11.2018

Im Grunde mein Erstes

Hallo, hier bin ich!
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Mit diesem Buch habe ich das Lesen gelernt!!!
Es war nicht in der Grundschule.

Dieses kleine dünne Buch lag bei uns, als mein Bruder in der Mache war und ich habe es immer wieder genommen, um die Bilder ...

Mit diesem Buch habe ich das Lesen gelernt!!!
Es war nicht in der Grundschule.

Dieses kleine dünne Buch lag bei uns, als mein Bruder in der Mache war und ich habe es immer wieder genommen, um die Bilder bzw recht einfachen Strichzeichungen eines wachsenden Babys anzuschauen. Diese Bilder befinden sich auf fast jeder zweiten Seite und sehen eher wie ein Comic aus. Das Baby hat, wie auf dem Cover zu sehen, sogar sehr schnell ein Gesicht.

Die Erläuterungen auf der jeweils gegenüber liegenden Seite zum Verlauf der Schwangerschaft sind so einfach erklärt und nicht wissenschaftlich ausgedrückt, dass ich sie als Kind beim Vorlesen schon verstanden habe.

Dieses Buch ist so gesagt nicht nur informativ vorbereitend für die werdenden Mütter, sondern auch unterhaltsam und niedlich.

Ich würde es fast eine 80er Jahre Graphic Novel nennen. Zeitweise gibt es auch Sprechblasen beim Baby. Wenn werdende Mütter Schwierigkeiten haben, einem Kind das werden des Bruders oder Schwester zu erklären, sind die süssen Bilder wirklich Hilfreich und unterhaltsam.

Einen Stern Abzug gibt es nur, weil es schon etwas älter ist und minimale wissenschaftliche Neuerungen oder medizinische Erkenntnisse fehlen könnten, aber an sich ist es so gehalten, wie es die Natur nunmal vorgegeben hat.


Zum nostalgischen Teil: durch das Vorlesen und Mitlesen, habe ich das Lesen gelernt. Ich habe verstanden, dass der Haufen Zeichen irgendwie Sinn ergeben muss und habe dann alles, was gleich aussah 8 also die Buchstaben) mit bunten Stiften markiert und immer wieder genervt: wie hört sich der an und wie der, und das Puzzle begann. Meine Oma und Mama haben etwas gelitten denke ich.


Anmerkung:
Ich habe dieses Buch auch später und letztes Jahr gelesen.


© printbookaholic Stephanie Jones

Veröffentlicht am 03.10.2018

Und der Bus kam nicht....FREUDE

Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt
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Ich finde dieses „Bilderbuch“ wunderbar.

Als Kind vom Land, dort aufgewachsen und gelebt kann ich einfach sagen: YES!
Es handelt sich zwar im Buch um eine 200 Kilometer entfernte Gegend, als die, aus ...

Ich finde dieses „Bilderbuch“ wunderbar.

Als Kind vom Land, dort aufgewachsen und gelebt kann ich einfach sagen: YES!
Es handelt sich zwar im Buch um eine 200 Kilometer entfernte Gegend, als die, aus der ich stamme, aber es ist wirklich so, bis auf ein paar Benennungen, wie es bebildert und beschrieben ist.
Den einen Stern habe ich ledigleich abgezogen, da auf dem Land nicht zum „Ausgleich“ mehr gesoffen wird. Ich habe es bis heute nicht so extrem oft erlebt oder beobachtet. Aber ja, die Art und Weise wie man es dann doch tut, wird auf die unterschiedlichsten und blümerantesten Arten zum Anlass genommen. Ja, letztens und zwischendrin passiert es schon, aber, nur für „Aussenstehende“: es wird nicht jeden 2ten Tage gesoffen ? Dennoch, Anlässe wie z.B. eine Leiter holen und betrunken, ohne Leiter nach Hause gehen, das kommt vor. Denn auf dem Land reden die Nachbarn noch miteinander…und dabei entsteht dann eben mal eine kleiner „Sit in“ mit gastfreundlicher „Verköstigung“.
Ich möchte hiermit nur ausdrücken, dass Stadtleute die das Buch lesen, nicht denken, wir wären gnadenlose oder gar berufsmäßige Dauer – Säufer ? Die Alkoholresistenz liegt wahrscheinlich höher als bei Leuten aus der Stadt… hab ich 13 Jahre erprobt, und das kommt hin. Bisher hat mich noch kein Stadter geschafft.
Zurück zum Buch:
Schon der Titel sprach es aus und zog mich an.
Wenn der Schulbus nicht kam, war man in der Schule gleich entschuldigt. Keiner macht einen Aufstand. Und viele andere „beschriebene“ Dinge werden auf dem Land nicht so ernst genommen. Andere dafür schon, die Spaß am Leben bringen und anderswo entweder als KOMISCH oder unbedeutend daher kommen.
Ich habe dieses Buch für mich genommen. Und ich werde es an meine Jetzt – Stadtfreunde verschenken, als Beleg für meine zahlreichen Geschichten und auch Erzählungen, in denen immer wieder genau die Dinge einfloßen, wie sie IM BUCHE STEHEN. Ich habe jetzt einen Beweis.
Es ist ein Buch zum Erinnern und auch zum verschenken, um andere teilhaben zu lassen.
Es ist witzig und für “ Aussenstehende“ trotzdem zu verstehen.
Weitestgehend, denn wieso man z.B. Eier auf einem Spaten überm Feuer brät, kann man nur 100 Prozentig nachvollziehen, wenn man es schon gemacht hat: es ist einfach das Landleben:
Man macht sich nicht so viel Kopf um Konventionen oder Design.
Und man ist, wie ich es bemerken konnte, auch immernoch stolz darauf, eine richtige schon fast schnodderige Kindheit / Jugend gehabt zu haben. Ohne viel Schnick Schnack Glücklich. Und auch als Erwachsener weiß man zu schätzen, dass nicht nur Natur auf dem land zu finden ist. Sondern Leben. Einfach drauf los Leben.
Ich bedanke mich bei Randomhouse und dem Heyne Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat.

© printbookaholic Stephanie Jones

Veröffentlicht am 29.09.2018

Familie ist schön...

Straus Park
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Zunächst muss ich anmerken, dass mir diese Rezension nicht leicht fällt, da das Buch, auch wenn dünn, für mich sehr komplex und „reichhaltig“ ist. Der Schreibstil ist zu erwähnen, da dieser für mich eine ...

Zunächst muss ich anmerken, dass mir diese Rezension nicht leicht fällt, da das Buch, auch wenn dünn, für mich sehr komplex und „reichhaltig“ ist. Der Schreibstil ist zu erwähnen, da dieser für mich eine Menge dazu beigetragen hat, wie ich das Buch gelesen und verstanden habe. Er ist einfach aber dennoch nie ein Wort zuviel, oder gar hat der Autor ausschmückende Sätze benutzt, um einen irrelevanten Zustand wie das Wetter zu beschreiben. Ich habe bei Beginn des Buches erst an Paul Auster gedacht. Jeder Satz bringt die Handlung voran, die einem die Familiengeschichte näher bringt, und die Einblick in die Psyche des Charakters Amos Grossmans gibt. Wobei man nichts direkt beschrieben bekommt wie, welche „Macken“ er genau hat, sondern die ausschlaggebenden Teile des Verhaltens und Handelns sind beschrieben, um zu bemerken, wie der Charakter tickt. Innerlich oder zusammen mit Freunden, Studienkollegen und nicht zuletzt im Umgang mit Frauen und der Liebe. In diesem Buch geht es um einen Menschen, seine Familiengeschichte, sein Liebesleben, sein Leben, durchwachsen von der Vergangenheit seiner Familie. Was seine Familienmitglieder einmal getan haben, fällt nun auf sein Leben zurück, beeinflusst es nachhaltig. Man bekommt Einblicke in die Familie, die so ausschlaggebend für Amos ist, dass man eigentlich das Verwunderte Augenbrauen hochziehen am Anfang des Buches vergisst. Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile, es fängt in der Vergangenheit der Familie und Amosˋ an und kommt in der Gegenwart an. Die Kapitel springen leicht in der Zeit und sind benannt nach Wichtigen Orten und Namen von Menschen, die in der Vergangenheit der Familie aber auch in Amos Vergangenheit für sein Leben eine wichtige Rolle gespielt haben und die noch tun, sowie die Orte, die wichtig waren und gegenwärtig sind. Amos ist Erbe des Familienunternehmens durch Unfall. Er bricht sein Studium ab und lässt sich durchs Leben treiben. Er trifft auf Julie, eine Kunsthistorikerin. Eine Liebesbeziehung, zum scheitern verurteilt, beginnt. Doch da beider Familien in der Vergangenheit schon miteinander zu tun hatten, geschäftlich, privat, menschlich will ich mal ausdrücken, und Julie durch ihre historischen Nachforschungen den Vorkommnissen näher kommt, können sich beide auch nicht dem Einfluss dieser immer noch präsenten negativ behafteten Familiengeschichte erwähren. Der Leser bekommt vom Autor keine Wertung über Amos oder sein Handeln und Denken mitgegeben. P.B. gronda schreibt so neutral, dass ich einige Tage länger für diese Rezension gebraucht habe, da das Buch noch nachwirkt. Nicht wegen Tragik, sondern weil man beginnt, moralische Werte und Gefühle, die wechselseitig aber verknüpft sind zu überdenken. Ich zumindest. Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Buch eine Geschichte ist, die einen über Werte und Familie nachdenken lässt und wie man selbst die Vergangenheit voriger Generationen direkt ausbaden muss, und wie man als Individuum und seinem Leben damit umgehen muss, um das eigene Leben trotzdem leben zu können, oder eben auch nicht. Ich bedanke mich bei Randomhouse und dem btb Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat. © printbookaholic Stephanie Jones

Veröffentlicht am 29.09.2018

Wer hoch fliegt kann tief fallen

Wenn Prinzen fallen
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Ich bin hin und her gerissen, das muss ich wirklich vorweg nehmen. Ich habe den Film "Wolf of Wall Street" gesehen und mich dadurch viel mit dem Thema beschäftigt. Und ich war sehr gespannt auf ...


Ich bin hin und her gerissen, das muss ich wirklich vorweg nehmen.

Ich habe den Film "Wolf of Wall Street" gesehen und mich dadurch viel mit dem Thema beschäftigt.

Und ich war sehr gespannt auf dieses Buch.

Ich bin nicht enttäuscht, aber der Sprachstil hat mir gar nicht gefallen. Ich habe mich nie wirklich an die derbe Ausdrucksweise bzw die Weise, der permanenten Selbstdarstellung gewöhnen können. Ich weiß, dass es bei den Jungs von der Wall Street der 80er irgendwie dazu gehört, sich selbst am besten zu finden. Der Erfolg gab ihnen immer Recht. Aber ich konnte es nicht wirklich flüssig lesen, ohne immer wieder eine Pause zu brauchen.

Natürlich versetzt einen die Erzählweise in die Person, und man weiß, wie exzentrisch und selbst verliebt sie teilweise ins Extreme ist. Aber als Normalo würde man sich mit so einem Menschen entweder gar nicht unterhalten oder nicht lange.

Dennoch, und das war auch mein einziger Bewertungsabzug relevante Kritikpunkt, wenn man es so nennen kann, denn andererseits gehört der Stil zum Ausdruck des Buches: Es ist zeitgeschichtlich, biographisch, menschlich und die Wallstreet betreffend interessant und lehrreich.  Ich bin mir nur nicht sicher, ob es nur an mir liegt oder es wirklich zu extrem war. Etwas weniger Beweihräucherung des Selbst hätte dem Charakter keinen Abbruch getan und wäre genauso authentisch gewesen mit einer Prise weniger. Darum habe ich mich entschieden, doch einen Stern abzuziehen.



Spoilerfreie Beschreibung:

Rooney, unser Protagonist, ist wie Viele, arm dran, hat mit Kunst keinen Erfolg und landet dann an der Wall Street. Als Trader wird er schnell erfolgreich und schon geht die Exzentrik los. Er lebt und lebt sich aus, bis er, wie viele Mitstreiter, fällt. Und dies immer wieder. Es tut einem als Leser leid, auch wenn man manchmal denkt: Mensch, muss das sein? Was machst du, Rooney? Und obwohl man das nächste Straucheln beim Lesen quasi schon kommen sieht, sieht es Rooney in seiner Wall Street Trader Welt nicht. Man kann ihn zwischendrin wirklich nicht leiden oder gar verstehen und im nächsten Kapitel hat man Mitleid und vergibt ihm wieder.

Sein Leben scheint reich, aber dennoch arm und man fragt sich, wie lange das noch gut geht. Er ist ein wahres Stehaufmännchen.

Die oft persönlichen Ereignisse und Schicksalsschläge fernab der Wall Street, fordern Rooney wirklich alles ab und auch Reichtum hilft ihm dabei nicht weiter. Es geht oft um Sex und Drogen, wie sich jeder Leser denken kann. Fragen an sich selbst und Entscheidungen, die Rooney trifft, hinterfragt man selbst und wünscht sich, er möge sich anders entschieden haben.

Alles was Rooney erlebt und denkt, springt in dem Buch in der Zeit. Es wird nicht wie in einem Tagebuch chronologisch erzählt. So das Buch schon mit einem Rückblick.

Insgesamt ist das Buch sehr gefühlsbetont erzählt. Wie schon gesagt, zieht einen genau das immer weiter, denn es ist nicht nur eine oberflächliche Biographie. Und es ist sehr aussagekräftig, auch wenn es sich um ein dünnes Buch handelt. Trotz der manchmal ausschweifenden, sich wiederholenden gefühlsbetonten Reden, ist es trotzdem reichhaltig den Charakter Rooneys betreffend. Jeder Leser wird den Charakter aber anders wahrnehmen, je nachdem wie sehr man sich mit Entscheidungen identifizieren kann, denn es klappt nicht immer nur schwarz oder weiss, Ja oder Nein abzuwägen.

Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der wirklich etwas weiter in die Psyche eines Traders aus den 80ern an der Wall Street eintauchen möchte. 



Ich bedanke mich bei Randomhouse und dem btb Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat.

© printbookaholic