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Veröffentlicht am 14.06.2024

Spannung, die sich Stück für Stück steigert

Wenn sie lügt
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Goran kehrt nach 20 Jahren wieder nach Waldesroda zurück. Die Geschehnisse von damals haben ihn nie losgelassen, haben zum Teil auch dazu geführt, dass er seine Heimat über Nacht verlassen und alle seine ...

Goran kehrt nach 20 Jahren wieder nach Waldesroda zurück. Die Geschehnisse von damals haben ihn nie losgelassen, haben zum Teil auch dazu geführt, dass er seine Heimat über Nacht verlassen und alle seine Freunde zurückgelassen hat.

Was ist vor 20 Jahren passiert? Sie waren damals eine perfekte Clique. Das änderte sich abrupt, als Norah eine Beziehung mit dem vier Jahre älteren David begann. Plötzlich veränderte sich die Freundschaft, alles drohte auseinanderzubrechen. Als Norah sich von David trennte, eskalierte die Situation. David ermordete auf einem Parkplatz ein junges Liebespaar und Norah war von nun an die ehemalige Freundin des Killers.

Jetzt ist Goran wieder da und erfährt, dass Norah Briefe von David erhält. Briefe, von denen sie sich massiv bedroht fühlt. Keiner will ihr glauben, denn David ist doch damals auf der Flucht vor der Polizei in der Ostsee ertrunken.

Als Goran Kontakt mit den anderen der Clique aufnimmt, merkt er schnell, dass alle Freunde von damals Geheimnisse verbergen. Auch er selbst hatte ja keinem verraten, warum er plötzlich so schnell, über Nacht verschwunden war.

Linus Geschke schafft es in diesem Thriller die Geheimnisse Stück für Stück aufzudecken. Das Ganze erfolgt so wohldosiert, dass man eigentlich kaum eine Wahl hat und immer weiterlesen muss. Die Spannung, die dadurch entsteht ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Freunde Gorans, die sich ihre damaligen Lügen, natürlich nur in kleinen Dosen entlocken lassen, sind selbst über die Entwicklung der damaligen Geschehnisse erstaunt.

Zum Ende hin kam dann der Gedanke bei mir auf, jetzt weiß ich es… Aber natürlich legt der Autor noch gekonnt eine Schippe drauf und alles ist im Grunde anders, als gedacht.

Hut ab für diesen atemberaubenden, spannenden Thriller, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe.

Von mir gibt es eine unbedingte, ja ausdrückliche Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Wirklich spannend

Der Sturm: Verachtet
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Kann man das Buch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen? Man kann, denn die Autorin verschafft während des Lesens einen guten Überblick über bereits Geschehenes.

Aber es macht einfach viel mehr Spaß die ...

Kann man das Buch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen? Man kann, denn die Autorin verschafft während des Lesens einen guten Überblick über bereits Geschehenes.

Aber es macht einfach viel mehr Spaß die Vorgängerbücher bzw. den ersten Teil des Sturms zu kennen. Dann ist man bereits mit den Protagonisten vertraut und weiß um die wichtigsten Geschehnisse.

Denn es ist wirklich viel passiert. Der Fund der beiden Skelette an der Steilküste, die durch den Sturm freigelegt wurden, beschäftigt das Team um Mascha Krieger und Tom Engelhardt noch immer. Durch den Ehering der Frau gelingt es ihnen schließlich zumindest deren Identität zu ermitteln. Der Fund einer CD bei den beiden Opfern mit vermeintlicher Musik gibt weitere Rätsel auf. Es dauert lange, bis es gelingt die verschlüsselten Dateien lesbar zu machen. Doch dann erscheint alles in einem völlig anderen Licht. Alles ist sehr rätselhaft und immer, wenn die Kommissare denken, sie kommen der Lösung des Falls ein Stückchen näher, passiert wieder etwas völlig Unerwartetes und die Auflösung aller Geschehnisse rückt in weite Ferne.

Ein weiterer rätselhafter Aspekt ist das Verschwinden von Kira, einer jungen, dynamischen Kriminalkommissarin, die sich durch ihre Art immer wieder in den Vordergrund spielen möchte. Alle sind im ersten Moment froh, dass sie endlich weg ist und es dauert lange, bis das Ermittlerteam merkt, dass Kira gar nicht freiwillig verschwunden ist, sondern entführt wurde.

Aufgrund der vielen offenen Baustellen mit denen die Ermittler kämpfen ist es nur klar, dass die Aufklärung aller Vorkommnisse nicht allein in diesen Band passen. Das wird hoffentlich im nächsten Band passieren, der im Sommer erscheinen wird und auf den ich jetzt schon gespannt bin.

Gerade die Vielseitigkeit der Ereignisse, die vielen Wendungen mit denen beim Lesen nicht rechnen konnte, dass macht diesen Thriller so lesenswert. Dazu kommen die sympathischen Ermittler, die einem von Buch zu Buch mehr ans Herz wachsen.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 23.04.2024

Famiiengeschichten

True Colors – Das Geheimnis der Schwestern
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Im ersten Moment erscheint die Familie von Winona, Vivi Ann und Aurora unglaublich. Ihr Zusammenhalt nach dem frühen Tod der Mutter wurde dadurch noch stärker. Und doch, wenn man hinter die Fassaden blickt, ...

Im ersten Moment erscheint die Familie von Winona, Vivi Ann und Aurora unglaublich. Ihr Zusammenhalt nach dem frühen Tod der Mutter wurde dadurch noch stärker. Und doch, wenn man hinter die Fassaden blickt, kann man kleine Risse erkennen.

Winona ist eine erfolgreiche Unternehmerin und Rechtsanwältin, aber vom Aussehen eher unscheinbar. Vivi Ann ist die Schwester, die alle Blicke auf sich zieht. Aber an einer Partnersuche fürs Leben ist sie nicht interessiert. Sie kümmert sich um die Farm, um ihren Vater und ist die beste Reiterin in der Umgebung. Aurora ist glückliche Mutter von Zwillingen und verheiratet.

Doch was führt dazu, dass sich diese scheinbar glückliche Familie so entzweit?

Neid ist etwas ganz Furchtbares. Winona hatte schon immer das Gefühl im Schatten ihrer Schwestern zu stehen. Als Luke, ein alter Freund aus der Schulzeit auftaucht, ist es um sie geschehen. Für sie war er damals schon die große Liebe. Doch Luke hat nur Augen für Vivi Ann. Und ab dem Moment merkt man schon als Leser hier kommt einiges auf uns zu. Wie und wozu sich das ganze entwickelt, das sollte schon jeder selbst lesen. Dabei ist es auch spannend zu beobachten, ob die Familie wieder zu ihren alten Werten zurückfindet. Aber lest selbst – es lohnt sich jedem Fall.

Das war endlich mal wieder ein grandioses Buch über eine Familie, in dem ich richtiggehend versunken bin. Einige Charaktere faszinierten mich, andere von ihnen erschreckten mich. Aber trotzdem habe ich mich von diesem Buch wunderbar unterhalten gefühlt.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 23.04.2024

Familie ist alles

Meeresfriedhof
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Was haben der Untergang eines Hurtigrutenschiffes während des 2. Weltkriegs in Norwegen mit der Familiengeschichte der Falcks zu tun? Im Grunde alles. Dieses norwegische Schiff wurde 1940 von einer englischen ...

Was haben der Untergang eines Hurtigrutenschiffes während des 2. Weltkriegs in Norwegen mit der Familiengeschichte der Falcks zu tun? Im Grunde alles. Dieses norwegische Schiff wurde 1940 von einer englischen Mine getroffen und sank mit deutschen Soldaten und norwegischen Zivilisten an Bord. Vera Falck, die Ehefrau des Unternehmers und Schiffsreeders Thor Falck war mit ihrem Mann ebenfalls an Bord und kann sich und ihren kleinen Sohn Olav retten. Ihr Mann verliert dabei sein Leben.

Fünfundsiebzig Jahre später erschüttert der Selbstmord von Vera Falck die gesamte Unternehmerfamilie. Vor allem für ihre Enkelin Sasha ist dieser Selbstmord ein enormer Schicksalsschlag. Aber es kommt noch schlimmer, denn das Testament von Vera ist plötzlich verschwunden. Und da gibt es neben dem Zweig um Olav Falck ja auch noch den verarmten Teil der Familie Falck, die bisher immer leer ausgingen.

Als ich mich für dieses Buch entschied, war ich von einer Familiengeschichte ausgegangen. Meeresfriedhof ist jedoch weit mehr. Es ist ein Buch voller Geheimnisse, die Suche nach dem Testament nimmt einen großen Teil des Buches ein. Aber es gibt auch immer wieder Geschehnisse im nahen Osten, die auch in diesem Buch eine Rolle spielen.

Sehr lesenswert und auch spannend sind die Geschehnisse um den Untergang des Schiffes. Auch die Intrigen innerhalb der Familie sind durchaus lesenswert. Und doch macht dieses Hin und Herspringen zwischen den einzelnen Handlungsschauplätzen das Lesen nicht immer einfach. Es gab auch Momente, bei denen ich anfänglich überhaupt nicht verstand, warum die Nebenpersonen plötzlich in Kurdistan agieren.

Letztlich löst sich zum großen Teil alles auf. Überraschend ist vor allem das Ende. Das fand ich durchaus gelungen. Da es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, ist die Geschichte an der einen oder anderen Stelle noch nicht zu Ende erzählt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Unglaublich spannend

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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Art Meyer und Nele Tschaikowski sind die etwas anderen Ermittler. Art, der Unangepasste ermittelt im Team mit Nele, der Nichte des Polizeipräsidenten. Aber beide zusammen sind ein gutes, eingespieltes ...

Art Meyer und Nele Tschaikowski sind die etwas anderen Ermittler. Art, der Unangepasste ermittelt im Team mit Nele, der Nichte des Polizeipräsidenten. Aber beide zusammen sind ein gutes, eingespieltes Team.
Auch der neue Fall zu dem sie gerufen werden hat es in sich. Der Fund einer toten Frau ist mit ihrem Kopfschmuck, einem Hirschgeweih, zu einem bizarren Geschöpf arrangiert worden. Schnell wird das Opfer erkannt. Es ist Charlotte Tempel, eine anerkannte Wohltäterin, die für ihr gemeinnütziges Engagement gerade erneut für den Hirschpreis nominiert wurde.

Der Verdacht fällt recht schnell auf ihre rebellische, unberechenbare Tochter Leo. Art Meyer ist davon nicht überzeugt. Der Fund einer weiteren Leiche scheint ihm Recht zu geben. Auch diese Tote war für den Hirschpreis nominiert. Haben die Todesfälle etwas mit der Preisverleihung zu tun?

Alles ist rätselhaft und auch der Autor tut alles dafür, dass es so bleibt. Er konfrontiert uns als Leser mit der Geschichte einer jungen Frau. Doch was hat das alles mit den Todesfällen zu tun?

Marc Raabe schafft es in brillanter Weise die Atmosphäre seiner Schauplätze lebendig werden zu lassen und baut gleich zu Beginn eine unglaubliche und atemberaubende Spannung auf, die er bis zum Schluss aufrechterhalten kann. Die Charaktere sind kantig und liebenswert zugleich.

Sein Schreibstil ist flüssig, die Dialoge sind ansprechend – beides erleichtert das Lesen ungemein. Der Autor schreibt in einem guten Tempo, so dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag.
Ich habe in diesem Jahr schon einige Thriller gelesen, aber dieser hier gehörte für mich zu den Top 5. Einfach nur genial und somit gibt es von mir ganz klar eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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