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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2021

Ein unerwarteter zweiter Frühling

Sylt auf unserer Haut
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Es ist nicht so einfach eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, deshalb halte ich mich etwas allgemein.
Es gefällt mir gut, dass aus den unterschiedlichen Sichtweisen der ...

Es ist nicht so einfach eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, deshalb halte ich mich etwas allgemein.
Es gefällt mir gut, dass aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere erzählt wird, so bekommt man einen detaillierten Einblick in ihre persönlichen Gefühle und Sichtweisen. Der Schreibstil und die Ausdruckweise sind angenehm und die Kapitel haben eine ideale Länge, sodass Abwechslung geboten ist. Die Charaktere hingegen könnten unterschiedlicher nicht sein und wecken mal mehr, mal weniger Sympathien. So lernt man auf der Sylt Reise Maya und ihren Ehemann, sowie seinen Arbeitskollegen und dessen Begleitung kennen. Maya ist ein emotionaler Typ, der manchmal etwas zu gutherzig und naiv wirkt. Ihr Mann Robert ist das komplette Gegenteil und könnte unsympathischer nicht sein. Er ist treulos, versnobt, unehrlich und oberflächlich. Bernd wiederum hat eine offene und verrückte Art, die teilweise etwas proletenhaft rüberkommt. Doch im Gegensatz zu seinem Arbeitskollegen Robert ist er ein warmherziger Mensch.
Das ganze Buch über hatte ich das Gefühl nicht sicher sein zu können, welchen Ausgang die Story nimmt und somit wurde ich durchgehend gut unterhalten. Die Geschichte war gespickt mit Humor, Drama und auch etwas Erotik. Auch emotional wurde man mitgenommen und hat bis zum Schluss um ein Happy End gebangt.
Als Fan der Insel Sylt gefielen mir die Erwähnungen verschiedener Orte, die leicht wiederzuerkennen waren. Ich freue mich nach diesem Buch bereits auf weitere Erzählungen von der Insel. Zudem muss ich als junge Frau sagen, dass dieses Buch nicht nur für LeserInnen ü50 lesenswert ist.
Eine Leseempfehlung meinerseits, denn das Buch lädt nicht nur zum Mitfiebern ein, sondern auch auf eine schöne gedankliche Urlaubsreise, die zurzeit anders nicht möglich ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Eine ‚Hommage‘ auf die Bienen

Dancing with Bees
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Wenn man sich vorher nicht für Bienen interessiert hat, dann wird das Interesse spätestens beim Lesen dieses Buches geweckt.
Liebevoll erzählt die Autorin, wie sie ihren Blick auf die Natur um sich herum ...

Wenn man sich vorher nicht für Bienen interessiert hat, dann wird das Interesse spätestens beim Lesen dieses Buches geweckt.
Liebevoll erzählt die Autorin, wie sie ihren Blick auf die Natur um sich herum geschärft hat und was sie dabei wahrgenommen und gelernt hat. Es werden einem viele Informationen geboten, wie z.B. die Organisation eines Bienenstaats, was für das Überleben dieser Tiere relevant ist und auch die Bezeichnung vieler Pflanzen und Bienen. So macht das Buch auch einen kleinen Exkurs in die Taxonomie und erklärt sie verständlich für Laien. Es ist ein Buch, bei dem man sich Zeit zum Lesen nehmen muss, da es stellenweise recht anspruchsvoll und mit Wissen geladen ist. Auch, wenn das Buch angenehm geschrieben ist, scheint es gelegentlich etwas langatmig und manche Erzählung wird ausgiebig bzw. wiederholend berichtet. Neben den zahlreichen Informationen bekommt man zudem Einblicke in das Privatleben der Autorin, die auch emotionale Phasen beinhalten. Das Buch hat durch die Hingabe der Autorin und dem privaten Aspekt einen herzerwärmend Effekt. Als Manko empfinde ich noch das Fehlen von Fotografien der beschriebenen Beobachtungen, die häufig erwähnt werden. Allerdings gleichen die schönen Illustrationen dies zum Teil aus.
Alles in Allem nimmt man aus diesem liebevoll und umweltschonend gestalteten Buch einiges mit. Seine Umgebung nimmt man bereits nach den ersten Seiten mit anderen Augen wahr. Man wird in neue Welten entführt und beginnt zu beobachten was um einen herum passiert. Neben dem Gefühl die Bienen besser (oder überhaupt) unterscheiden zu können, lernt man nützliches Wissen über weitere Bewohner unserer Welt, ob Pflanze oder Vogel. Die Erzählungen regen zum Nachdenken an, wie man die Umwelt bzw. den Garten bienenfreundlicher gestalten kann und stecken an, das Verhalten der Autorin nachzuahmen. Man beginnt aufmerksamer durch die Welt zu gehen und schult somit seine Beobachtungsgabe. Die Neugierde wird durch dieses Buch geweckt und neben dem Gang nach draußen verschlingt man wissbegierig die Informationen aus dem Buch, die einen zu weiteren Recherchen animieren.
Die Liebe der Autorin zu den Bienen und der Natur ist ansteckend und ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mehr über die kleinen Bestäuber erfahren oder/und auch sein Gefühl für die Natur wecken/stärken möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Lucy Foley lädt wieder ein…

Sommernacht
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Nach dem (meiner Meinung nach) weniger gelungenen Buch ‚Neuschnee‘ war ich etwas skeptisch, ob mir diese Geschichte besser gefallen wird, doch ich wurde positiv überrascht. Im Kontrast zu Lucy Foleys erstem ...

Nach dem (meiner Meinung nach) weniger gelungenen Buch ‚Neuschnee‘ war ich etwas skeptisch, ob mir diese Geschichte besser gefallen wird, doch ich wurde positiv überrascht. Im Kontrast zu Lucy Foleys erstem Buch dieser Art spielt diese Story im Sommer, doch auch hier braut sich, nicht nur das Wetter betreffend, etwas zusammen. Eine stimmige Kulisse, größtenteils arrogante, oberflächliche und unsympathische Charaktere und ein Opfer, bei dem man hofft, dass es eine/r jener ist, die den Tod mehr verdienen als andere.
Ein Thriller der Spannung, aber auch Emotionen garantiert und viele Geheimnisse birgt, die erst nach und nach zutage kommen. So bekommt man durch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in das Leben und die Gefühlswelt unterschiedlichster Figuren. Eines haben sie jedoch gemeinsam, jeder hütet sein eigenes dunkles Geheimnis. So wecken nur wenige Figuren Sympathien, denn ihre Geheimnisse geben viel über ihren Charakter Preis. Doch die sympathischen Ausnahmen aktivieren zudem die Empathie des Lesers und bereichern somit die Geschichte. Weniger begeistert haben mich allerdings die häufigen sexuellen Handlungen und Erzählungen, durch die das Buch stellenweise eher als Erotik-Thriller durchgegangen wäre. Die unsympathischen Charaktere sehe ich jedoch weniger als Kritikpunkt, da ohne sie die Geschichte nicht stimmig wäre. So ergibt sich insgesamt ein schlüssiges Bild und man fühlt sich von dem Buch gut unterhalten. Zudem hält der Schluss neben der Auflösung, wer nun das Opfer ist, eine Überraschung bereit, die dem ganzen noch etwas Würze verleiht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Drama, Humor, Liebe, Familie, Freunde, Karriere und ein Hund

Die Liebe ist ein dicker Hund
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Ein absolut unsympathischer Ehemann, ein Vater, der es nur gut meint und ein Hund, der einem direkt ans Herz wächst, im Mittelpunkt eine Protagonistin, die versucht alles zu meistern und dabei Hilfe von ...

Ein absolut unsympathischer Ehemann, ein Vater, der es nur gut meint und ein Hund, der einem direkt ans Herz wächst, im Mittelpunkt eine Protagonistin, die versucht alles zu meistern und dabei Hilfe von Nachbarn und Bekannten bekommt und so ihren Weg findet.
Dieses Buch vereint alles und ist zudem noch mit Humor gespickt. Das Lesen macht bereits ab der ersten Seite Spaß, auch wenn die Emotionen stellenweise Achterbahn fahren. Als LeserIn reagiert man dabei manchmal emotionaler als Franzi selbst, die eher rational und gefasst wirkt. In dem Buch begleitet man Franzi auf der Reise zur Eigenständigkeit, nachdem ihr Mann sie im Stich ließ. Dabei lernt sie viele sympathische Menschen kennen, die sie unterstützen und ihr Leben bereichern. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die herzerwärmende Hündin Andromeda, die ihr Mann zurücklässt. So kommen auch HundeliebhaberInnen beim Lesen auf ihre Kosten.
In meinen Augen ist es nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte von Freundschaft, Familie, Kompromissen und der Suche nach sich selbst. Einmal mit dem Lesen begonnen möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 09.04.2021

Inspiriert und motiviert geht’s in den Garten…

Wildes Paradies
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… oder auf den Balkon.
Schon als mich das Buch erreichte war ich von der Haptik angenehm überrascht. Ein Buch, dass durch seine natürliche Aufmachung perfekt zum Inhalt passt. Hinzu kommen schöne Bilder ...

… oder auf den Balkon.
Schon als mich das Buch erreichte war ich von der Haptik angenehm überrascht. Ein Buch, dass durch seine natürliche Aufmachung perfekt zum Inhalt passt. Hinzu kommen schöne Bilder und herausstechende Informationen.
Nach diesem Buch haben mich, neben dem Frühlingsbeginn, die Inhalte direkt in den Garten verschlagen. Der Inhalt ist sehr anregend und schon beim Lesen fing ich in meinem Kopf an zu planen, wie ich mein Garten umgestalten oder erweitern kann, um einen ökologischen Mehrwert zu gewährleisten. Inspiration bietet das Buch ausreichend und es werden viele hilfreiche Tipps gegeben. Diese hätten meiner Meinung nach stellenweise ausführlicher sein können, aber das hätte vermutlich den Rahmen gesprengt. So war es trotz vieler Informationen dennoch nötig ab und an eine Internetsuchmaschine zur Hilfe zu nehmen, da man als Laie nicht mit jeder erwähnten Vogel-, Insekten-, und Pflanzengattung vertraut ist. Doch dies ist auch meine einzige negative Kritik. Das Buch ist nicht nur für die Praxis spannend, sondern man lernt vieles dazu, so z.B. über Böden oder natürliche Kreisläufe. Neben der informellen Seite wird einem auch ein kleiner Einblick in das Leben und die Gefühlswelt der sympathischen Autorin gegeben. Frau Praxmayer versteht es ihre Umwelt und Erfahrungen sehr bildlich zu schildern und so macht das Lesen bereits ab der ersten Seite Spaß.

  • Cover
  • Thema
  • Tipps
  • Aufmachung