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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2021

(Angehende) Lehrer sind schon ein komisches Volk...

Klugscheißer Supreme
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Ein fröhlich, auffälliges Cover mit einem Titel, der eine humorvolle Geschichte verspricht.
Dieses Versprechen wird definitiv gehalten. Dazu tragen nicht nur der humorvolle Schreibstil und die facettenreichen ...

Ein fröhlich, auffälliges Cover mit einem Titel, der eine humorvolle Geschichte verspricht.
Dieses Versprechen wird definitiv gehalten. Dazu tragen nicht nur der humorvolle Schreibstil und die facettenreichen Charaktere bei, sondern auch die knappen Definitionen interessanter Wortneuschöpfungen, die besonders Silbenklatscher begeistern wird. Trotz der humorvollen Darstellung sind die Geschehnisse rund um den Referendar Timo realistisch geschildert. Als (angehender) Lehrer hat man es nicht unbedingt leicht, doch Timo glänzt durch seine Kreativität, Schlagfertigkeit und Zielstrebigkeit. Im privaten Bereich läuft es auch nicht rund und so wird Timo mit einem Hindernis nach dem nächsten konfrontiert. Dabei begleiten in seine guten Freunde und auch neue ArbeitskollegInnen. Doch nicht jeder ist ihm wohlgesonnen und aufrichtig. Wird Timo trotz aller Widrigkeiten sein Referendariat erfolgreich absolvieren und kommt in seinem Privatleben alles ins Lot?
Der dritte Teil rund um das Leben eines Klugscheißers bietet Drama, Witz und eine kleine Wissensauffrischung. So konnte auch ich noch ein paar Dinge aus Timos Deutschunterricht mitnehmen. Das Buch lässt sich problemlos unabhängig der ersten Teile lesen, da die wichtigsten Eckdaten vermittelt werden. Dennoch wird dabei die Neugierde auf die Vorgeschichte geweckt.
Insgesamt liefert das Buch Anregungen für den Schulalltag, realitätsnahe Unterhaltung und viel Training für die Lachmuskeln. Ein Buch ideal für Beschäftigte im Schuldienst, aber auch für jeden, der aufmunternde Literatur mag.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Etwas Lokalkolorit, Humor und ein skurriler Todesfall

Der war schon tot
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Das Cover zeigt den schlichten Kreideumriss einer Leiche und fällt besonders durch den griftgrünen Titel mit der lapidaren Aussage "Der war schon tot" auf.
Genau so humorvoll, locker und ironisch ist auch ...

Das Cover zeigt den schlichten Kreideumriss einer Leiche und fällt besonders durch den griftgrünen Titel mit der lapidaren Aussage "Der war schon tot" auf.
Genau so humorvoll, locker und ironisch ist auch der Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen, was auch den nicht zu langen Kapiteln geschuldet ist. Für einen zeitlich einzuordnenden Ablauf der Geschehnisse findet man am Kapitelanfang einen entsprechenden Zeitstempel. So lassen sich Lukas' Ermittlungsschritte gut nachvollziehen. Da der Fall lediglich auf den ersten Blick klar zu sein scheint und bei genaueren Nachforschungen immer mysteriösere Züge annimmt, wird der auf Happy Eiland lebende Lukas durch seine Campingplatz-SOKO unterstützt.
Die bunte Truppe der Dauercamper ist vielseitig und jede Figur bringt passende Qualitäten mit, die der Auflösung des Falls dienlich sind. Auch, wenn Lukas als ehemaliger Polizist und nun aktiver Privatermittler, sehr aufgeweckt, clever und motiviert ist, kann etwas Unterstützung nie schaden. So ist er auch auf die Hilfe von weniger freundlichen Charakteren, wie z.B. seine Exfrau, angewiesen. Durch Lukas' direkte, provokante und offene Art weiß er allerdings auch mit schwierigen Gesprächspartnern umzugehen. Als Ausgleich zu seiner Berufung versucht er sich mit seiner Freundin Linda ein schönes Leben aufzubauen, das leider nicht immer nach seiner Vorstellung verläuft. Linda weiß was sie will und vorallem, was sie nicht will. So sind die beiden starken Charaktere zur Kompromissbereitschaft gezwungen. Das Privatleben von Lukas bietet einen unterhaltsamen Nebenschauplatz, bei der er sich nicht nur mit der verflossenen und aktuellen Liebschaft rumplagen muss, sondern auch mit den Konflikten seines Sohnes.
Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, das nicht nur zum Miträtseln über Hintergründe und Tatverdächtige einlädt, sondern ebenso zum Schmunzeln und zu einer kleinen Reise an den wunderschönen Niederrhein.

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Veröffentlicht am 14.11.2021

Mit Phantasie in eine besonders lebenswerte Zukunft

Stell dir vor ...
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Ein kreativ gestaltetes Cover, das einen Bezug zur Natur mit besonderem Blickwinkel erahnen lässt. Auch beim Aufschlagen des Buchen sieht man, dass jedes Kapitel mit unterschiedlichen Farben eine Sicht ...

Ein kreativ gestaltetes Cover, das einen Bezug zur Natur mit besonderem Blickwinkel erahnen lässt. Auch beim Aufschlagen des Buchen sieht man, dass jedes Kapitel mit unterschiedlichen Farben eine Sicht auf die dahinter liegenden Motive bietet. Nicht nur die Gestaltung, sondern auch die Haptik und Verarbeitung des nachhaltigen Buches überzeugt. Dadurch wächst umso mehr die Neugierde auf den Inhalt.
Gespickt mit vielen Informationen, wissenschaftlichen Fakten und praktischen Modellen liefert das Buch anspruchsvolle Unterhaltung. Gut recherchiert und phantasievoll geschrieben taucht man in die Ideenkiste ein, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen soll. Es werden viele Impulse, aber auch Grundlagen geboten. So erfährt man u.a. welchen Einfluss die Phantasie auf die Entwicklung, Gesundheit, Lehre, Umwelt, Politik und Wirtschaft hat bzw. haben kann. Mit dieser Grundlage wird man dazu angeregt die richtige Fragen zu stellen und phantasievolle Lösungsansätze zu finden. Das Buch stellt dazu beispielhafte Modelle und Konzepte für ein faires Miteinander zu Gunsten der Umwelt, Wirtschaft, Erwachsenen und Kinder vor. Gesucht werden unkonventionelle und kreative Ansätze und Konzepte, die aus etwas Kleinem etwas ganz Großes machen können. Gemeinsam müssen wir uns den Herausforderungen zur Gestaltung einer besseren Umwelt stellen. Auch die Bereitschaft Kompromisse einzugehen ist dabei bedeutsam. Ein Weckruf, den Rob Hopkins mit seinen Worten liebevoll, aber auch eindringlich verpackt.
Insgesamt ist es ein inspirierendes Buch, wie sich bereits nach den ersten Seiten zeigt. In den Kapiteln werden einem Einblicke in die Bewegungen an verschiedenen Orten gegeben. Mithilfe von Tipps, Methoden und Spielen wird man zum Handeln angeregt. Das Buch ist allerdings aufgrund der vielen Informationen hier und da etwas trocken. Auch habe ich mir noch etwas mehr Bezug zur Natur gewünscht. Dennoch ist es ein besonderes Buch, das einen anderen Blickwinkel auf die Welt bietet und den LeserInnen viel mitgibt.
Aktiviert eure Phantasie und lasst uns die Welt gemeinsam zu einem besseren Ort machen.

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Außergewöhnlich, durchweg fesselnd, wahnsinnig spannend

Eis. Kalt. Tot.
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Ein schlichtes Cover, das nahezu idyllisch wirkt und kaum einen Hinweis auf diese packende Story liefert und dennoch zu ihr passt.
Ein Buch, das mich begeistert, wie wenige zuvor. Der Einstieg gelingt ...

Ein schlichtes Cover, das nahezu idyllisch wirkt und kaum einen Hinweis auf diese packende Story liefert und dennoch zu ihr passt.
Ein Buch, das mich begeistert, wie wenige zuvor. Der Einstieg gelingt leicht und man lernt zunächst die Protagonisten kennen. Jesper, Kirsten und Marit bilden ein besonderes Ermittlungstrio, das durch weitere KollegInnen tatkräftig unterstützt wird. Jesper ist neu in Kopenhagen und der hiesigen Dienststelle. Er wirkt auf seine neuen KollegInnen geheimnisvoll und weckt somit Misstrauen. Trotz des schweren Einstiegs zeigt er seine smarte und sympathische Art. Kirsten, seine Vorgesetzte, die das meiste Misstrauen hegt, hat ein temperamentvolles und taffes Wesen. Marit, Kirstens gute Freundin, die als Super-Recognizerin die Ermittlungen unterstützt, scheint eher besonnen und vorsichtig. Die Protagonisten ergänzen sich gut und werden durch die weiteren Charaktere vervollständigt.
Der Schreibstil ist flüssig, sehr bildlich und man fühlt sich als sei man bei diesem kalten nordischen Winter in Dänemark und Grönland mit dabei. Die spannende Erzählung packt einen von der ersten bis zur letzten Seite durch diesen rätselhaften, grausamen und besonderen Fall. Die logische und kreative Ausarbeitung rundet das Ganze ab.
Beschrieben werden die Geschehnisse rund um die einzelnen Figuren, sodass die LeserInnen immer alle Abläufe und die Emotionen jedes Einzelnen im Blick haben. So bietet auch der Täter gelegentliche Einblicke in seine Handlungen, der seine Opfer auf eine ungewöhnliche Art herrichtet und inszeniert.
Ein zusätzliches Rätsel wird durch die Suche nach einem Informationsleck bei der Polizei geboten, das es ebenso zu lösen gilt.
Die Geschichte langweilt zu keiner Zeit und bietet eine neue, kreative und gutausgearbeitete Idee mit interessanten Hintergründen. Bei diesem Buch kann man es kaum erwarten weiterzulesen und so wird man mit einem Finale belohnt, das noch einmal ordentlich an Fahrt aufnimmt.
Von mir gibt es somit eine eindeutige Leseempfehlung. Dieses Buch war eines meiner Highlights in diesem Jahr. Ich bin sehr auf weitere Bücher mit dem gut gemischten Trio gespannt!

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Spannung, bei der man an seine Grenzen stößt

Stadt des Zorns
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Ein Cover im Stil des Vorgängers, dazu eine Farbwahl, die alarmierend wirkt. Das Motiv ist passend gewählt und klärt sich im Laufe des Buches. Die Gefahr, die das Cover ausstrahlt, findet sich in der Story ...

Ein Cover im Stil des Vorgängers, dazu eine Farbwahl, die alarmierend wirkt. Das Motiv ist passend gewählt und klärt sich im Laufe des Buches. Die Gefahr, die das Cover ausstrahlt, findet sich in der Story wieder.
Durch den spannenden Einstieg befindet man sich direkt in der packenden Erzählung. Die Handlung spitzt sich nach und nach immer mehr zu, wirkt dabei jedoch nicht immer realistisch. Unterhalten wird man dennoch.
Allein der Sprachstil ist fesselnd, bildhaft und flüssig. Die Kapitel haben eine angenehm knackige Länge. Unterschiedliche Figuren bieten Abwechslung und auch die Stadt Köln dient als interessante Kulisse.
Die Protagonistin Hannah wirkt bodenständig, bedacht und gefasst, trotz der starken Gefühle, die sie leiten. Ihr guter Freund Kommissar Kappler scheint clever, ist besorgt um Hannah und wirkt empatisch und ebenso sympathisch. Die Truppe, auf die Hannah trifft, ist aus vielen verschiedenen Charakteren zusammengesetzt und bietet somit eine interessante Vielfalt. Gemeinsam versuchen sie dem perfiden Spiel von Janus zu entkommen. Dabei gibt es Szenen, die vielleicht nicht jedem gefallen. Für mich als Tierliebhaberin bin ich nahezu an meine Grenzen gestoßen. So gut mir das Buch zunächst gefiel, so wenig hat mich das letzte Drittel begeistert. Jeden, der kein Fan von Gewalt an und unter Tieren ist, weise ich darauf hin dies im Hinterkopf zu behalten. Ich habe mich schwer getan bei dieser gewissen Szene weiterzulesen. So konnten mich letztendlich nicht alle Rätsel aus diesem überdimensionalen Escape Room begeistern. Der Schluss hält noch eine Überraschung parat, die nach meinen Geschmack etwas zu kitschig für einen Thriller ist.
Insgesamt bietet das Buch jedoch Möglichkeiten zum Miträtseln, brutale, in der Anzahl allerdings überschaubare Tode, etwas Lokalkolorit und eine spannende Story, die man verfilmen könnte. Durch eine gute Grundspannung und steigende Herausforderungen wollte man das Buch kaum aus der Hand legen. Durch meine persönlichen Vorlieben gibt es allerdings Punktabzug.
Dies war der zweite Teil um Janus, der auch unabhängig vom ersten lesbar ist. Da allerdings immer wieder Bezug zum ersten Buch genommen wird und auch Hannahs Verhalten daraus resultiert, denke ich, dass man den ersten Teil 'Raum der Angst' zuvor lesen sollte, was ich allerdings nicht getan habe.
Sofern die Gewalt an Tieren ausgelassen wird, würde ich auch einen eventuellen dritten Teil lesen

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