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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2018

Ganz nett

The One Best Man (Love and Order 1)
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Victoria hat eine fiese Scheidung hinter sich und versucht ihr Leben gemeinsam mit ihrer Tochter Jade neu aufzubauen. Zuallererst damit, dass sie ihren Abschluss nachholt. Den Männern hat sie abgeschworen, ...

Victoria hat eine fiese Scheidung hinter sich und versucht ihr Leben gemeinsam mit ihrer Tochter Jade neu aufzubauen. Zuallererst damit, dass sie ihren Abschluss nachholt. Den Männern hat sie abgeschworen, besonders solchen, die auch noch Anwälte sind. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Heimat ausgerechnet auf Reed, der nicht nur Anwalt ist, sondern auch noch ein alter Freund und Trauzeuge ihres Exmannes.

Ich brauchte eine Weile, bis ich mit Victoria als Protagonistin warm geworden bin, sehr lange fand ich ihr Verhalten nervig und unnötig unfreundlich, insbesondere Reed gegenüber, der sich von Anfang an als wahrer Gentleman erweist. Dann aber finden beide zueinander und die Lovestory ist ganz nett beschrieben, jedoch ohne große Gefühle oder gar Tiefgang. Ein paar übliche Beziehungsprobleme, die es den beiden schwer machen sollen, werden eingebaut, jedoch sind diese doch eher harmlos.
Die Kinder Jade und Henry sind sehr liebenswert beschrieben, auch das Verhältnis von Mutter und Tochter zueinander.

Die Story entwickelt sich meiner Meinung nach irgendwie zäh, ich habe einige Kapitel gebraucht, bis ich richtig drin war. In der Mitte war sie dann sehr angenehm und unterhaltsam, das Ende wiederum kam mir viel zu schnell, was wohl auch an der kleinen Seitenzahl liegt. Das Buch war ganz plötzlich zu Ende, um genau zu sein bei 89%, die restlichen Seiten des eBooks sind gefüllt mit Danksagungen und Leseproben.

Dies ist das zweite Buch des Autorenduos Piper Rayne, das ich bisher gelesen habe (zuvor "The Bartender") und mein vorheriger Eindruck bestätigt sich hier aufs Neue. Die Grundidee ähnelt sich: ein netter, auf den ersten Blick perfekter Mann bettelt beinahe darum, dass die missmutige, zickige Frau ihn beachtet und sich auf ihn einlässt. Ihre Gründe, sich so zu wehren, sind dagegen nicht so wirklich nachvollziehbar.

Die Story ist ist ganz nett, leider nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie ist stellenweise unterhaltsam, das sicherlich, aber dennoch insgesamt relativ flach. 100 Seiten mehr und etwas mehr Drama hätten der Geschichte noch gut getan. Der Schreibstil ist sehr einfach, umgangssprachlich und manchmal fast schon flapsig, aber irgendwie auch passend zum Stil der Autorinnen.

Insgesamt eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, die man aber vermutlich sehr schnell schon wieder vergessen hat.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Wunderschön und berührend

Das Leuchten unserer Träume
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Sophie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, der ihr gesamtes Leben beeinflusst. Sie verschließt sich und lässt sich nicht auf Beziehungen ein. Doch dann ändert sich ihr Leben ganz plötzlich ...

Sophie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, der ihr gesamtes Leben beeinflusst. Sie verschließt sich und lässt sich nicht auf Beziehungen ein. Doch dann ändert sich ihr Leben ganz plötzlich erneut. Durch ein Unglück ist sie im Feuer gefangen, ein Fremder kann sie aus ihrer Wohnung retten. Es beginnt eine wunderschöne Freundschaft, die jedoch schon sehr bald mehr zu werden scheint.

Die beiden Hauptfiguren Sophie und Ben sind unglaublich sympathisch und facettenreich beschrieben. Atkins hat ein Händchen dafür, interessante Charaktere zu entwickeln, die auch noch wunderbar miteinander harmonieren. Wie sich die Beziehung zwischen den beiden nach einem solch tragischen Unfall entwickelt, ist einfach nur schön und berührend, zu jeder Zeit authentisch und niemals kitschig oder überzogen. Sehr bald schon merkt man als Leser natürlich, dass Ben Geheimnisse mit sich trägt. In welche Richtung diese gehen, kann man ebenso erahnen. Dennoch bleibt es bis zur Auflösung spannend.

Die Autorin hat liebenswerte Nebencharaktere eingebaut, die prima in die Handlung passen und gleichzeitig dazu beitragen, dass Sophie sich innerhalb der Story weiter entwickelt. Insgesamt ist es schön mitzuerleben, wie sie ihre Sichtweisen verändert.

Der Schreibstil ist gewohnt gut und angenehm zu lesen, Atkins gelingt es, die Worte unglaublich emotional aufs Papier zu bringen.
Insgesamt ist dieses Buch einfach nur berührend, herzergreifend und auch erschütternd. Wie gewohnt bekommen wir auch hier ein typisches Atkins-Ende, bei dem ich auf jeden Fall einige Taschentücher gebraucht habe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 25.09.2018

Gefühlvolle Geschichte

Mitten im Sturm
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"Mitten im Sturm" ist sozusagen ein Spin-Off der dreiteiligen Reihe um Julia und Jeremy ("Bis du wieder atmen kannst"). Es geht hier also um Grace als Protagonistin, die bereits in den anderen Büchern ...

"Mitten im Sturm" ist sozusagen ein Spin-Off der dreiteiligen Reihe um Julia und Jeremy ("Bis du wieder atmen kannst"). Es geht hier also um Grace als Protagonistin, die bereits in den anderen Büchern als Julias beste Freundin vorgestellt wurde, beide teilen eine schwere und schicksalshafte Familiengeschichte.

Vieles haben die Bücher meines Erachtens allerdings nicht gemeinsam, der Sprachstil unterscheidet sich deutlich, er ist viel lockerer und unterhaltsamer, was sicherlich an Grace' flapsiger Art liegt. Das Buch war aber sehr angenehm und flüssig zu lesen.

Grace und Eric werden als interessante Figuren beschrieben, die dennoch sehr gegensätzlich sind. Beide haben so einige Päckchen zu tragen, die Gefühle kommen in dieser Geschichte definitiv nicht zu kurz. Die Entwicklung beider Figuren, insbesondere aber von Grace fand ich gelungen. Die langsam wachsende Liebe zwischen ihnen war auch nachvollziehbar. Jessica Winter gelingt es immer wieder, mit ihren Worten den Leser zu berühren.

An einigen Stellen war mir die Story jedoch zu langwierig, vor allem die vielen Dialoge und Begegnungen mit den Nebenfiguren. Das hätte man sicherlich etwas kürzen können. Außerdem hat mich gestört - aber mit der Meinung stehe ich vermutlich alleine da - dass Julia und Jeremy an einer Stelle des Bucher solch einen großen Platz bekommen haben. Ich fand es nicht passend, schließlich geht es hierbei nicht mehr um diese beiden Figuren, sondern um Grace und Eric. Man merkt, dass die Autorin selbst sehr an den Protagonisten ihrer Reihe hängt und diese hier nochmals in der Form mit einbauen wollte. Dadurch wurde aber die eigenentliche Handlung ausgebremst.

Insgesamt ist dieses Buch dennoch sehr lesenswert, gerade wenn man die anderen Werke von Jessica Winter kennt. Ihre Geschichten sind gewohnt gefühlvoll, ohne überzogen oder kitschig zu werden. Ein besonderer Tipp ist ihr Roman "Wenn du mich sehen könntest", welcher ganz klar mein Favorit ihrer Bücher ist.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Zwischen Lachanfällen und Fassungslosigkeit

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!
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Der Titel des zweiten Teils über Helikoptereltern gibt bereits einen passenden Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.
Zum zweiten Mal befassen sich die Autorinnen Greiner und Padtberg mit diesem Phänomen ...

Der Titel des zweiten Teils über Helikoptereltern gibt bereits einen passenden Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.
Zum zweiten Mal befassen sich die Autorinnen Greiner und Padtberg mit diesem Phänomen - Eltern, die rund um die Uhr um ihre Kinder herumschwirren, um alle möglichen Risiken, Gefahren, Ungerechtigkeiten, etc. bestmöglich von ihnen abzuwehren. Und somit dem Sprössling zu zeigen, dass Mama und Papa sich auf ewig um all deren Belange kümmern. Fördern der Eigenständigkeit, Kreativität, usw? Fehlanzeige.

Genau wie beim Vorgänger "Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag" werden hier Unmengen Anekdoten besagter Helikoptereltern wiedergegeben, und auch hier ist diese Sammlung chronologisch, von der Schwangerschaft, über Kleinkind, Schulkind - sogar bis ins Erwachsenenalter. Außerdem erhält der Leser ebenfalls Einblick in Chatverläufe von Elterngruppen.

Diese Sammlung unfassbarer Geschichten ist so witzig, dass man sich vor Lachen kaum halten kann. Gleichzeitig habe ich mich immer wieder dabei erwischt, dass ich kopfschüttelnd dasaß, fassungslos darüber, auf welche Ideen Helikoptereltern kommen.
Die Autorinnen kommentieren die Anekdoten und führen teilweise auch Studien mit auf, die Hinweise auf die kindliche Entwicklung geben, wenn sie von sogenannten Helikoptereltern erzogen werden. Das ist tatsächlich sehr interessant und sollte wohl einigen zu denken geben. Weiterhin wird das Buch immer wieder durch witzige Comics ergänzt.

Insgesamt ist dieses Buch natürlich unglaublich unterhaltsam und auch als Nicht-Helikopter stellt man womöglich in der ein oder anderen Situation fest, dass man ähnlich handeln würde. Es ist irgendwie auch ein Wechselbad der Gefühle, ständig steht man zwischen Lachanfällen und absoluter Fassungslosigkeit. Da bleibt nur zu hoffen, dass so mancher Helikopter dieses Buch zur Hand nimmt, sich an der ein oder anderen Stelle wiedererkennt und sein Verhalten reflektiert.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Leider nur Durchschnitt

Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker 1)
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Parker führt mit seinen besten Freunden das Unternehmen International Guy, mit dem er Frauen dabei helfen will, sich zu entfalten und ihr Potenzial auszuschöpfen - egal, ob beruflich oder privat.

In ...

Parker führt mit seinen besten Freunden das Unternehmen International Guy, mit dem er Frauen dabei helfen will, sich zu entfalten und ihr Potenzial auszuschöpfen - egal, ob beruflich oder privat.

In Paris trifft er auf Sophie, in New York auf Skyler und in Kopenhagen auf Christina. Parker, der Frauenheld, kann es natürlich nicht lassen, die Beziehungen zu seinen Kundinnen nur auf geschäftlicher Ebene zu halten.

Der Schreibstil ist typisch für die Autorin, unterhaltsam, aber teilweise sehr flach. Dennoch liest sich das Büch recht flüssig.
Die Charaktere in diesem Buch muss man wahrlich mögen. Parker hat ein so riesengroßes Ego, da fällt es einem zunächst schwer, Sympathien für ihn zu entwickeln. Er konnte mich jedoch mit fortschreitender Geschichte immer mehr überzeugen. Besonders die Erzählungen aus seiner Perspektive sind wirklich unterhaltsam.
Von den weiblichen Figuren finde ich nur Skyler interessant, die dazu auch noch Parkers absolute Traumfrau ist.
Parkes beste Freunde hätten ruhig etwas mehr Platz in dem Buch bekommen dürfen.

Was die Handlung betrifft, so bin ich zwiegespalten. Teilweise war die Story wirklich interessant zu lesen, auch die Besonderheiten an den unterschiedlichen Handlungsorten. An anderen Stellen dagegen war sie einfach nur plump und oberflächlich.

Ingesamt bin ich nicht ganz überzeugt von dem Buch. Es ist zwar durchaus unterhaltsam, aber weder Handlung noch Figuren stechen so richtig heraus. Da habe ich aufgrund des Klappentextes deutlich mehr erwartet. Ich stelle außerdem mal wieder fest, dass ich mich mit Audrey Carlan und deren flachen Schreibstil, den ich aus anderen Büchern schon kenne, nicht anfreunden werde. Carlan-Fans werden aber sicherlich auf ihre Kosten kommen.