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Youko-sachi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2019

emotionales Highlight

Alles okay
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Fangen wir erstmal mit dem Design an - Das Titelbild ist sehr ansprechend. Es zeigt die Protagonistin in ihrer eigenen kleinen Welt, in der sie sich verloren hat. Die Welt, die sich in ihrem Zimmer befindet. ...

Fangen wir erstmal mit dem Design an - Das Titelbild ist sehr ansprechend. Es zeigt die Protagonistin in ihrer eigenen kleinen Welt, in der sie sich verloren hat. Die Welt, die sich in ihrem Zimmer befindet. Die sanften Farben wecken einen beruhigenden Eindruck und zeitgleich wirkt für mich die "pinke" Hervorhebung wie der Lichtblick in ihrer düsteren, kleinen Welt und symbolisiert für mich auch zeitgleich, dass sie sich von ihrem kleinem Einzelgänger leben trennt und zurück in das richtige Leben tritt. Und auch in dem Buch findet man immer wieder schöne, kleinere Details. Auf dem Buchinnendeckel, sieht man eine kleine, liebevoll dargestellte, Landschaft und auch die Kapitel werden ein klein wenig verspielt vorgestellt.
Der Schreibstil von Nina LaCour ist schlichtweg schön. Man beginnt zu lesen und ist sofort emotional in der Protagonistin Marin drin. Die Seiten fliegen nur so und ruckzuck hat man das Buch auch schon durch, weil es sich so flüssig lesen lässt. Jedes Kapitel bringt einem näher an den Charakter und immer weiter in die Geschichte, sodass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.
Durch die emotionale Bindung, die man zu der Protagonistin Marin aufbaut, färbt die Melancholie dieser auf den Leser langsam sogar über und erst zum Ende hin ziehen sich langsam die dunklen Wolken zurück und so auch bei dem Leser. Das "Happy End" war relativ klein eingebaut, aber in meiner Hinsicht hat genau das, perfekt gepasst.
Am interessantesten für mich war vor allem die Beziehung zwischen Mabel und Marin, da durch Mabel eine Verbindung zwischen dem alten und des aktuellen Leben entsteht, die Marin in große Verwirrung bringt.
Ein positiver Aspekt war auch, dass trotz einiger Rückblenden, die dem Leser einen Einblick in Marin selbst zeigt, bleibt genügend Raum für eigene Ideen und Gedanken zu Marin.
Das Buch war für mich eine gelungene Abwechslung, eine schöne Geschichte, die zeigt, wie ein junges Mädchen aus Trauer und Einsamkeit zurück zur Hoffnung und zum Leben findet.

Instagram: @Leselotus

Veröffentlicht am 12.07.2019

gewaltiger Auftakt

Die Krone der Elemente
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Ich muss gestehen, dass mich das Buch nicht durch das Cover angesprochen hat, es war der Klappentext, der mich so neugierig gemacht hat.
Fangen wir erstmal mit dem Schreibstil an. Ins besonders der flüssige ...

Ich muss gestehen, dass mich das Buch nicht durch das Cover angesprochen hat, es war der Klappentext, der mich so neugierig gemacht hat.
Fangen wir erstmal mit dem Schreibstil an. Ins besonders der flüssige Schreibstil hat mir geholfen, leicht in die Geschichte einzufinden und vor allem war die Art so einnehmend, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Es hat mich gefesselt und immer wieder neue, neugierige Fragen aufgeworfen, sodass ich einfach weiterlesen musste. Hinzukommt, dass trotz der mittelalterlichen Szene kein altertümliches Gerede stattfindet! Genauso wenig der heutige „Jugendslang“, was mir persönlich sehr gefällt
Die Geschichte an sich spielt einer mittelalterlichen Atmosphäre, was man auch an den Handlungen der Charaktere spüren kann. Was mir aufgefallen ist, ist die Komplexität der Geschichte, der Welt und der Personen. Matthias Oden hat zwar darauf geachtet, bestimmte Dinge zu erwähnen, wie sie im Mittelalter üblich waren, aber konnte auch Dinge miteinbringen, die total natürlich wirkten. Als Beispiel ist in dem Buch das Geschlecht für den Soldatenberuf oder die Herrscherstelle nicht von Bedeutung. Außerdem mag ich den Hauch von Magie, der mit in der Geschichte liegt, genauso wie Religion.
Man erlebt den Fortgang der Geschichte aus der Sicht verschiedenster Personen, was dem Buch noch ein wenig mehr Leben einhaucht. Und auch wenn die Namen zu beginn sehrr schwer und ungewöhnlich sind, gewöhnt man sich glücklicherweise im Laufe des Buches dran.
Die Handlung an sich – abwechslungsruhig, emotional, ruhig und so vielschichtig! Ich war positiv überrascht von den ganzen Drehungen in dem Buch. Es wurden so viele Emotionnen hervorgerufen – Wut, Trauer, Verzweiflung, sogar Angst. Meine Nerven lagen an manchen Stellen komplett blank!
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses gewaltigen Auftaktes!

Veröffentlicht am 06.07.2019

emotionales Highlight

Zwei in Solo
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Dieses Buch hat mich emotional komplett zerstört! Im positiven Sinne! Schon lange hatte ich kein Buch mehr, dass mich so "abhängig" von sich gemacht hat. Die Charaktere waren zum Niederknien, ich habe ...

Dieses Buch hat mich emotional komplett zerstört! Im positiven Sinne! Schon lange hatte ich kein Buch mehr, dass mich so "abhängig" von sich gemacht hat. Die Charaktere waren zum Niederknien, ich habe mit ihnen gefühlt, mit ihnen gelitten, gehofft, geweint, gelacht und gezweifelt. Und das ist nur ein kleiner Teil der ganzen Emotionen, die ich während des Lesens durchlebt habe. Am Ende des Buches war ich so aufgelöst, weil es zu Ende war, dass ich nicht wusste, was ich mit mir anfangen soll.
Durch die Geschichte habe ich so viele Emotionen auf einen Schlag erlebt, dass ich erstmal eine Woche Genesung brauche! Man entdeckt zeitgleich unglaublich viele Seiten, Gedanken und Gefühle in sich, von denen man keine Ahnung hatte, dass das Buch allein dafür schon seine Sterne verdient hat.
Aber wir sollten auch auf keinen Fall den Schreibstil vergessen! Das Buch wurde kein einziges Mal langatmig, der Schreibstil ist wundervoll flüssig und lässt es gar nicht erst zu, dass man das Buch aus der Hand legt! Jeder Gedanke ist so leicht zu verstehen und jede Handlung nachzuvollziehen, als wäre man selbst mit dabei. Fazit: Das Buch war für mich ein absolutes Jahreshighlight und eine wundervolle Geschichte, die ich jedem empfehlen kann!

Veröffentlicht am 30.05.2019

Monoton

Crazy Rich Asians
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Vorab, und das scheinen einige andere Leser nicht verstanden zu haben, geht es in dem Buch nur! um verrückt reiche Asiaten! Es geht nicht um durchgedrehte Asiaten, die zufällig auch reich sind, sondern ...

Vorab, und das scheinen einige andere Leser nicht verstanden zu haben, geht es in dem Buch nur! um verrückt reiche Asiaten! Es geht nicht um durchgedrehte Asiaten, die zufällig auch reich sind, sondern nur um den immensen Reichtum dieser.
Leider, sehr zu meiner Enttäuschung im Übrigen, hat mir das Buch allerdings nicht so sehr gefallen, wie einigen anderen. Während ich immer wieder davon gehört habe, dass das Buch einiges an lustigen Stellen beinhalten solle, habe ich nur selten wirklich lachen können. Hier und da wurde mir höchstens mal ein Schmunzeln abgerungen. Die kompletten 500 Seiten beziehen sich nämlich nur auf eine vielfältige Beschreibung allerlei Luxusgüter. Von Häusern und Kleidungen, über Speisen und Getränke, zu verschiedensten Accessoires und Kunststücken.
Eben diese Beschreibungen waren es auch, die mir während dem Lesen durchgängig das Gefühl gegeben haben, dass der Autor einmal mehr klar machen wollte, dass dieses Buch wirklich nur von Menschen handelt, die unfassbar reich sind und sich demnach das Beste, Feinste, Teuerste und Luxuriöseste von allem kaufen können. Durch das ständige Hervorheben von den einzelnen Marken und Luxusgütern hat sich, meiner Meinung, das Buch dann sehr gezogen. Nach nicht einmal der Hälfte hatte ich keine Lust mehr und habe mich durch das Buch geqüält, in der Hoffnung, dass es zumindest zum Ende hin einen Lichtblick gibt. Den gab es nur - leider - nicht. Vielleicht liegt es jetzt einfach an meinem Lesegeschmack, vielleicht auch an meinem Alter, dass mir das Buch nicht gefallen hat - passiert ja nicht selten, dass einem ein Buch erst ab einem bestimmten Alter gefällt - aber für mich war das Buch dieses Mal ein Flop. Ich bin froh, dass ich es mir nicht gekauft habe, denn 22 EUR für so eine Geschichte, wären mir zu schade gewesen. Vielleicht ist hier auch einfach der Film besser als das Buch, da ja sehr vielen Leuten der Film gefallen hat. Egal, welchen Grund es auch gehabt haben mag, das Buch bekommt von mir höchstens 2/5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Bessere Historik als Krimi

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Und nun zum Roman an sich! Zu Beginn muss ich sagen, dass es eine Mischung zwischen Krimi und Biografie ist, so ein Buch habe ich vorher noch nie gelesen, dementsprechend ist es von der Originalität natürlich ...

Und nun zum Roman an sich! Zu Beginn muss ich sagen, dass es eine Mischung zwischen Krimi und Biografie ist, so ein Buch habe ich vorher noch nie gelesen, dementsprechend ist es von der Originalität natürlich bisher wirklich gut gelungen.
In dem Roman springen wir zwischen zwei verschiedenen Zeitebenen hin und her. In der ersten Zeitebene ca. 1890-1900 dreht es sich alles um Arthur Conan Doyle, der Erschaffer Sherlock Holmes, der diesen nur noch verachtet. Doyle ist nicht nur äußerst genervt von dem Ruhm der Holmes umgibt, auch der Fakt, dass man ihn selbst nicht mehr als Autoren ansieht und ihn damit Sherlock unterordnet. Kurzerhand bringt Doyle Sherlock um, unwissend, was für schwere Nachwirkungen dies haben wird. Doyle wird von Menschen auf offener Straße angefeindet und schlussendlich findet auch eine Briefbombe ihren Weg zu Doyle. Doch diesen Interessiert lediglich der Begleitbrief, der über einen Mord im East End, den Scotland Yard nicht zu interessieren scheint. Um sich selbst seines Könnens zu erweisen, macht er sich mit einem befreundetem Autor, Bram Stoker auf die Suche nach dem Mörder, unwissend, was alles dahinter steckt.
Die zweite Zeitebene, die wir hier betreten, befindet sich im Jahr 2010 und handelt um eine Vereinigung von Sherlock-Fans. Durch ein ungewöhnliches Ereignis findet ein Mitglied und Sherlock-Experte der Gruppe. Alex Cale, das verschollene Tagebuch Doyles. In diesem ist die Zeitspanne von Doyles Tod und dessen Auferstehung aufgeschrieben, allerdings wurde er vor seinem Vortrag ermordet. Von dem Tagebuch selbst sind dann keine Spuren mehr zu finden und es scheint erneut verschwunden zu sein.
Dann kommt Harold White ins Bild, der der festen Überzeugung ist, dass er das Tagebuch finden und den Mord an Alex Cale aufklären zu können. Durch die Journalistin Sarah Lindsey erhält er dabei die finanzielle Unterstützung, um in Übersee nach dem Urenkel Doyles zu suchen.
Beide Zeitstränge sind hier schön getrennt und beide haben auch ihren eigenen Spannungsaufbau, da man zum einen nicht nur London 1900 kennenlernt und es einfach eine schöne bzw. interessante Atmosphäre zu sein scheint, sondern auch noch auf eine interessante Schnitzeljagt von Harold und Sarah mitgekommen auf der Suche nach dem Tagebuch und weiteren Hinweisen.
Obwohl mich das Buch anfangs echt gepackt hat, hat es mit der Zeit für mich an Interesse verloren. Es gab keine größeren Schock- bzw. Überraschungsmomente, es Die beiden Handlungsstränge sind sauber getrennt und haben (mehr oder weniger) ihren eigenen Reiz, vor allem, was die Atmosphäre im „ Conan Doyle-Strang“ angeht. Einerseits London zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, mit seinen dunklen Gassen und den zwielichtigen Gestalten, sicherlich von besonderem Reiz für all diejenigen, die die heutige Metropole jenseits der Touristenpfade kennen. Andererseits die Schnitzeljagd von Harold und Sarah nach dem verschwundenen Tagebuch im Stile eines Dan Brown. Allerdings konnte mich diese Erzählebene nicht wirklich packen, das war mir zu konventionell heruntergeschrieben, sehr beliebig und ohne größere Überraschungsmomente. Allerdings, und das muss ich gestehen, denke ich, dass der Roman besser funktionieren würde, wenn er nur als Historik-Roman eingeordnet werden würde. Schon allein dadurch, dass Graham Moore sich zu der Zeit damals spürbar informiert hat und dadurch auch viele sehr bekannte Persönlichkeiten mit hinein genommen hat, zum Beispiel Bram Stoker oder Oscar Wilde.
Persönlich hat es mir leider auch nur auf der historischen Zeitebene gefallen, da ich es auch recht konventionell geschrieben finde und es mich an manchen Stellen nur sehr schwer überzeugen konnte, weiterzulesen.
Natürlich kann es auch einfach nur am Genre liegen, dass es nicht so meins war, da ich mehr auf Krimis an sich stehe (also ungemischt mit Historik), aber gerade da es sich um eine Holmes Geschichte handelt, war ich Feuer und Flamme und war dann dementsprechend etwas enttäuscht.