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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2021

Ein düsterer Fantasyroman

Todessamen
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Inhalt

Jessie lebt seit ihrer Geburt in Grubingen - einer sehr besonderen Gemeinte - welche umgeben ist vom gefährlichen Grubinger Forst. Jessie ist als Waise aufgewachsen, und das einzige was sie von ...

Inhalt

Jessie lebt seit ihrer Geburt in Grubingen - einer sehr besonderen Gemeinte - welche umgeben ist vom gefährlichen Grubinger Forst. Jessie ist als Waise aufgewachsen, und das einzige was sie von ihren Eltern noch hat ist eine alte Ausgabe von "Alice im Wunderland". Diese Geschichte ist für Jessie ein Rückzugsort und lässt sie träumen. Durch ihre Vorstellungskraft hatte sie als Kind einen imaginären Freund: Sam. Über die Jahre hatte sie ihn jedoch vergessen, bis er eines Tages wieder auftaucht und sie ihm in den Grubinger Forst und in eine fremde Welt folgt.

Meinung

Neben dem richtig tollen, mystischen Cover ist vor allem der Ideenreichtum der Geschichte sehr positiv zu erwähnen. Es gibt immer wieder eine unterwartete Wendung oder einen Ausflug in die Vergangenheit was der Geschichte Schwung gibt und all die Ideen der Autorin ihren Platz finden.

Jessie wurde sehr gut beschrieben und man wird auch in ihre - doch sehr komplexe und schmerzhafte - Gefühlswelt mitgenommen. Im Laufe des Buches wird auch immer mehr ihre Vergangenheit beleuchtet und somit versteht man immer besser warum sie so geworden ist, wie sie jetzt ist. Trotzdem wurde ich nicht ganz warm mit ihr als Person, auch wenn ich mich über die beschriebene Tiefe von Jessie nur lobend äussern kann.

Die diversen Beschreibungen der Autorin sind sicher nicht für jedermann. Man wusste manchmal gar nicht ob etwas real ist, ein Traum oder in der Vorstellung existiert und schwankt somit ständig zwischen der Realität und Wahn/Psycho/Träume. Zudem wird mehrmals detailliert geschildert wie Menschen aufgeschlitzt werden. Dies alles kommt Hand in Hand mit diversen Erwähnungen von anderen Geschichten von denen ich fast keine kannte - weil sie in das gleiche Genre gehen und ich normalerweise keine Horror oder Psycho-Geschichten lese. Somit war es für mich einfach zu krass, weil es zu detailliert geschildert wurde. Ich konnte die Geschichte wegen den grausigen Szenen manchmal gar nicht geniessen.

Fazit

Ein düsterer Fantasyroman den ich Lesern empfehlen kann, die auch vor der einen oder anderen gruseligen Szene nicht zurückschrecken. Für mich war es deswegen nicht das passende Genre, insgesamt jedoch eine ideenreiche Geschichte die sich flüssig lesen lässt.

3.5/5 Sterne

Bewertung mit Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Eine tolle Geschichte, die mir viel Freude bereitet hat, durch die geringe Seitenanzahl aber einiges an Tiefe einbüsst

numina WELTENSPRUNG
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Inhalt

Mara hat an ihrem Geburtstag plötzlich ein seltsames Zeichen am Ringfinger. Dass ihre Tante so komisch darauf reagiert merkt sie zwar, nimmt es aber nur unterschwellig war. Als sie plötzlich verreisen ...

Inhalt

Mara hat an ihrem Geburtstag plötzlich ein seltsames Zeichen am Ringfinger. Dass ihre Tante so komisch darauf reagiert merkt sie zwar, nimmt es aber nur unterschwellig war. Als sie plötzlich verreisen und Mara sich verfolgt fühlt passieren einige Dinge gleichzeitig und sie lernt eine Welt kennen, die ihr bisher unbekannt war...

Meinung

Das Cover mit der Prägung ist ein echter Hingucker und von sehr guter Qualität. Es macht einem jedes Mal Freude, dieses Buch in die Hand zu nehmen!

Das Buch ist mit seinen 216 Seiten eher dünn. Zum Glück steigt man nach einer kurzen Einleitung mit Kennenlernen der wichtigsten Personen sofort ins Geschehen ein. So hat die Geschichte auch einen konstanten Spannungsbogen, welcher leider auch zulasten der Tiefe der Charaktere und Beschreibung der Welten ging. Es wirkt insgesamt etwas hektisch und plötzlich wenn ich mir mehr Zeit gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz hat es mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen und ich hatte viel Spass beim Lesen.

Am Schluss ist das Buch leider ganz und gar nicht in sich geschlossen, es wirkt eher, als wäre der Schluss einfach vergessen gegangen. Natürlich muss nicht alles aufgelöst werden, wenn noch ein nächster Band kommt, aber hier fühlt es sich für mich unfertig an. Zudem steht beim Klappentext oder auf dem Cover nirgends, dass es nur der erste Band ist und man diesen eigentlich nicht einzeln lesen kann.

Fazit

Eine tolle Geschichte, die mir viel Freude und einiges an Grinsen bereitet hat. Durch die geringe Seitenanzahl ist es definitiv auch etwas für Lesemuffel und wer Fantasy und Götter mag ist hier am richtigen Ort. Als Schattenseite zu erwähnen sind lediglich die fehlende Tiefe sowie der abrupte Abbruch am Ende des Buches ohne sinnvollen Schluss. Dazu ist zu erwähnen, dass dies nur der erste Teil einer Reihe ist, das jedoch nirgends ersichtlich ist.

4/5 Sterne

Bewertung mit Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2020

Spannender Klimathriller mit Tiefgang

CO2 - Welt ohne Morgen
2

Inhalt
Zwölf Kinder aus zwölf Nationen nehmen zusammen an einem Camp teil, in dem es um Klimaschutz geht. Doch dann werden sie entführt und den Nationen gedroht: Wird den Forderungen nicht Folge geleistet, ...

Inhalt
Zwölf Kinder aus zwölf Nationen nehmen zusammen an einem Camp teil, in dem es um Klimaschutz geht. Doch dann werden sie entführt und den Nationen gedroht: Wird den Forderungen nicht Folge geleistet, stirbt jede Woche ein weiteres Kind.

Meinung
Ein Thriller mit einem hochaktuellen Thema. Ich hatte mich darauf gefreut, jedoch beim Lesen des Buches gemerkt, dass ich langsam müde bin ständig die gleichen Diskussionen über das Klima zu führen und vor allem von dramatischen Auftritten. Nichtsdestotrotz war das Buch sehr spannend geschrieben und viel tiefgründiger als erwartet.

Während der Geschichte gibt es sehr oft Perspektivenwechsel und man springt zwischen verschiedenen Orten, Personen und auch Zeiten hin- und her. Einerseits trägt das zur Spannung bei, und vor allem die Beschreibungen von 2040 haben mir gefallen, anderseits wars mir einfach zu viel, bzw. zu abgehakt.

Was mich begeistert hat waren die vielen unterschiedlichen Personen mit den verschiedene Motiven. Das hatte ich anfangs gar nicht gedacht und es hat das Buch sehr bereichert. Vielleicht können wir ja auch hier alle etwas davon lernen, dass es verschiedene Menschen mit verschiedenen Prioritäten gibt und man diese auch akzeptieren muss und eine gemeinsame Lösung finden.

Fazit
Ein unterhaltsamer Thriller mit mehr Tiefgang als erwartet und einer Vielfalt an Personen, Motiven, Handlungen. Für mich persönlich waren es ein wenig zu viele Perspektivenwechsel und ich habe beim Lesen gemerkt, dass ich so extreme Menschen einfach nicht mag wie sie im Buch beschrieben wurden. Das hat für mich ein wenig den Schwung genommen bis dann in der Mitte wieder Spannung generiert wurde. Alles in allem kann ich diesen Thriller allen empfehlen, die sich gerne mit dem Klimawandel auseinandersetzen, aber auch sonst breit interessiert sind.

4/5 Sterne
Bewertung mit Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 13.12.2020

Ein etwas anderes Buch, das mit seiner ganz eigenen Art überzeugt

Tiger
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Klappentext
Für Frieda, eine englische Primatenforscherin, sind Tiger nichts als wilde Tiere, ihr fremd in ihrer rohen Aggression. Aber seit sie in einem kleinen Zoo in Devon arbeitet, begegnet sie den ...

Klappentext
Für Frieda, eine englische Primatenforscherin, sind Tiger nichts als wilde Tiere, ihr fremd in ihrer rohen Aggression. Aber seit sie in einem kleinen Zoo in Devon arbeitet, begegnet sie den Wildkatzen täglich. Nach und nach beginnt sie sich für das Wesen der Tiger zu interessieren; dann, sie zu verstehen, und schließlich, sie zu lieben. Durch sie lernt sie einen Teil von sich selbst neu zu entdecken und begibt sich auf eine Reise, die sie bis nach Sibirien führt, wo ihr eigenes Schicksal sich mit dem von Tomas, einem einsamen Mann in den Wäldern der Taiga, der kleinen Sina, einem wilden Mädchen, und dem der Tiger auf überraschende Weise verbinden wird. Eine lyrische, abenteuerliche, sinnliche, schlicht gewaltige Geschichte von einem Mann, einer Frau und einem Kind, deren heimlich miteinander verknüpfte Leben tief im Zeichen des Tigers stehen.

Meinung
Das Hardcover mit dem Tiger-Look ist ein echter Hingucker und passt perfekt zum Buch.

Die Geschichte selbst ist in vier Teile gegliedert: Frieda, Tomas, Edit und Tiger. Frieda ist ein vielschichtiger Charakter mit vielen Problemen und Abhängigkeiten. Dies wurde gekonnt erzählt, hat mich anfangs aber fast ein bisschen runtergezogen wegen den vielen Problemen. Lange wusste ich nicht genau in welche Richtung sich das Buch bewegt und wohin die Geschichte führt. Nachdem plötzlich völlig zusammenhangslos zu Tomas Geschichte gewechselt wurde und danach zu Edit, war ich verwirrt. Zwar war es spannend aber erst gegen Ende merkt man, was für eine Abhängigkeit die drei Handlungsstränge haben.

Die Autorin konnte mich mit ihren Beschreibungen an die verschiedenen Orte entführen und vor allem die Taiga hat es mir sehr angetan. Vieles wird unbeschönigt erzählt und hätte es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht. Die Sicht als Tiger hat mir nicht so gefallen, denn ich glaube nicht dass wir wissen, was im Kopf eines Tigers vorgeht. Zudem waren diese Erzählungen Wiederholungen von dem, was man schon weiss. Man hätte sie getrost weglassen können.

Der Stellenwert des Tigers selbst hat mir in der Geschichte sehr gut gefallen. Es wurden ganz unterschiedliche Ansichten über Tiger behandelt und mir wurde neu bewusst, dass es Menschen gibt, die ihr ganzes Leben für den Schutz der Tiger einsetzen und dafür ein Leben in relativer Armut, Abgeschiedenheit und Kälte in Kauf nehmen. Wahnsinn!

Fazit
Ein etwas anderes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich darauf einlassen will. Die Erzählung ist wegen den verschiedenen Handlungssträngen anders als von anderen Büchern gewohnt. Auch die erste Protagonistin, deren innere Zerbrochenheit ausführlich beschrieben wurde, ist nicht für jedermann. Mich konnte dieses Buch fesseln und ich kann es voll und ganz weiterempfehlen an alle, die nicht nur Mainstream lesen möchten.

4/5 Sterne
Bewertung mit Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Ein guter Mix aus unterhaltsamem Krimi, winterlichem Landleben und tollen Protagonisten

Leise rieselt der Tod
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Inhalt
Weihnachten alleine zu verbringen kommt für Jennifer genauso wenig in Frage wie die naheliegenden Alternativen. Deshalb besucht sie spontan Tom in seinem neuen Haus, wo dieser als Landarzt eine ...

Inhalt
Weihnachten alleine zu verbringen kommt für Jennifer genauso wenig in Frage wie die naheliegenden Alternativen. Deshalb besucht sie spontan Tom in seinem neuen Haus, wo dieser als Landarzt eine neue Praxis aufmachen will. Wie immer kommt es anders als erwartet und Toms Familie meldet sich für einen Besuch an. Doch dann stirbt eine Frau auf Toms Grundstück und Jennifer lässt dieser Mord nicht mehr los. Sie versucht mehr Informationen zu erhalten und nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen währenddem Weihnachten immer näher rückt...

Meinung
Das Taschenbuch hat ein wunderbares Cover und die Schrift ist leicht hervorgehoben. Der Titel passt gut, er vereint Krimi, Winter und Weihnachten perfekt. Dass es auf dem Cover gerade schneit ist natürlich ebenfalls sehr passend. Das Rot springt einem sofort ins Auge und es wäre ein Buch, das mir in der Buchhandlung sofort ins Auge springt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt. Es war professionell und ausgewogen, ein Buch das man in einem Rutsch lesen kann oder aber auch über mehrere Wochen verteilt.

Die Geschichte konnte mich ebenfalls überzeugen. Der Mordfall, die ganzen Vorbereitungen für den Besuch von Toms Familie und die sonstigen Erlebnisse sind gut eingeflochten. So kann man die Protagonisten Jennifer und Tom besser kennenlernen aber auch dem Krimi mitfiebern, und nebenher die winterliche Atmosphäre im Dorf miterleben. Es war unterhaltsam und schön und ich habe mich mittendrin gefühlt.

Fazit
Ein richtiger Weihnachtskrimi, den ich jedem empfehlen kann der weihnachtliche Geschichten mag. Neben dem Mordfall wird auch Wert gelegt auf die Protagonisten selbst, die winterliche Landschaft und das Landleben, deshalb ist es nicht nur etwas für Krimifans.

4.5/5 Sterne
Bewertung mit Buch aus einer Buchverlosung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere