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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2018

Mein Herz ist übergegangen

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Zusammenfassung:
Corey Callahan sitzt seit einem schweren Sportunfall im Rollstuhl. Doch sie will sich davon nicht ihr Leben bestimmen lassen. Außerdem will sie aus dem überbehüteten Nest entfliehen. ...

Zusammenfassung:
Corey Callahan sitzt seit einem schweren Sportunfall im Rollstuhl. Doch sie will sich davon nicht ihr Leben bestimmen lassen. Außerdem will sie aus dem überbehüteten Nest entfliehen. Also startet Sie ihr Studium am renommierten Harkness College. Dort trifft sie im behindertengerechten Studentenwohnheim auf den unglaublich attraktiven Hartley.
Hartley ist der einzige, der sie ganz normal behandelt und den Rollstuhl - der eigentlich nicht zu übersehen ist - anscheinend nicht wahrnimmt.
Bald schon gehen Coreys Gefühle für Hartley über die einer Freundschaft hinaus. Aber sie verbirgt ihre Gefühle ihm gegenüber, denn er hat eine wunderschöne und reiche Freundin. Dagegen hat sie ihn ihrem Rollstuhl doch so wie so keine Chance, oder?

Meine Gedanken:
Das Cover mit seinen Blüten ist wunderschön, auch wenn es über die Geschichte selbst nichts preisgibt. Alle Cover der Serie haben dasselbe Design, nur dass die Blumen immer eine andere Farbe haben.
"The Ivy Years - Bevor wir fallen" ist der erste Band eine mindestens 5 1/2 Bändigen Reihe. Auf der Homepage von Bastei Lübbe - LYX wurden bis jetzt die Cover der ersten 3 1/2 Bände vorgestellt.
Warum 5 1/2 bzw. 3 1/2 Bände? Die Reihe beinhaltet eine Novelle, welche zwischen Band 2 und 3 angesiedelt ist. Diese wird voraussichtlich nur als E-Book bei LYX erscheinen.
"The Ivy Years - Bevor wir fallen" ist sehr schön flüssig geschrieben. Die Story ist in der Ich-Perspektive aus Coreys und Hartleys Sicht geschrieben.
Corey war - in ihrem alten Leben - eine talentierte und erfolgreiche Eishockeyspielerin. Doch bei einem schweren Unfall hat sie sich eine Rückenmarksverletzung zugezogen und ist seit dem auf einen Rollstuhl angewiesen.
Ihre Eltern sind seit dem Überfürsorglich, was Corey aber verrückt macht.
Sie entschließt sich, trotz ihrer Behinderung und aller Widrigkeiten, an ihre Wunschuniversität - Harkeness College - zu gehen.
Sie fühlt sich nicht mehr wie sich selbst, eher wie eine minderwertige und unattraktive Version ihres früheren Ichs. Doch durch die Freundschaft zu Hartley entwickelt sie nach und nach den Ehrgeiz sich nicht in ihr Schicksal fallen zu lassen, sondern das Beste aus ihren Leben zu machen.
Hartley ist in Eishockey Team am Harkness College, doch durch seinen zweifachen Beinbruch ist an Hockey erst einmal nicht zu denken.
Seine wunderschöne und reiche Freundin, Stacia ist für ein Auslandssemester in Frankreich.
Er versteht sich auf Anhieb blendend mit Corey und sie wird nach und nach zu seiner wichtigsten Bezugsperson. Sie verbringen jede freie Minute mit einander und spielen liebend gerne ihr gemeinsames Lieblingsspiel RealStix - ein Eishockey Spiel - zusammen.
Immer Wieder wird taucht Coreys imaginäre Hoffnungsfee auf, welche ihr ermutigend zuflüstert. Es hat jedes Mal Spaß gemacht von der Hoffnungsfee zu lesen.

Fazit:
Es hat einfach richtig viel Spaß gemacht, die Geschichte um Corey und Hartley zu lesen. Es gab viel Spannung und Gefühle die einem das Herz übergehen lassen. Schon nach wenigen Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
"The Ivy Years - bevor wir fallen" war mein erster Sarina Bowen Roman, aber es wird bestimmt nicht mein letzter sein.

Veröffentlicht am 11.05.2018

Ein gelungener und spannender Abschluss der Dilogie

Der Schwarze Thron 2 - Die Königin
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Zusammenfassung:
Drei Schwestern, drei Königinnen, nur eine kann den schwarzen Thron besteigen.
Die Erste hat die stärkste Gabe, will ihre Schwestern aber nicht ermorden.
Die Zweite muss Ihre wahre Gabe ...

Zusammenfassung:
Drei Schwestern, drei Königinnen, nur eine kann den schwarzen Thron besteigen.
Die Erste hat die stärkste Gabe, will ihre Schwestern aber nicht ermorden.
Die Zweite muss Ihre wahre Gabe geheim halten.
Die Dritte ist von den Toten wiedergekehrt, will sich Rächen und den Thron erobern.
Meine Gedanken:
Das Cover von "Die Königin" ergänzt das Cover zu "Die Schwestern" aneinander gelegt ergeben Sie eine komplette Krone. Auch hier sind die Details wieder wunderschön und passen perfekt zur Geschichte.
Der schwarze Thron ist eine Dilogie von Kendare Blake. Die Königin ist der zweite und letzte Band.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben. Hauptsächlich wechselt die Sicht zwischen den drei Schwestern, Katharine, Arsinoe und Mirabella. Es wird zum Teil aber auch zu deren engsten Vertrauten und Freunden gewechselt.
Die Kapitel tragen immer den aktuellen Aufenthaltsort als Titel.
Die Kapitel sind meistens sehr kurz gehalten. Manchmal nur 5-8 Seiten (im eBook). Wer also immer nur mal kurz lesen kann, aber nicht mitten im Kapitel aufhören will, ist mit dieser Serie perfekt ausgestattet.
Zur besseren Orientierung ist dem Buch eine Karte von Fennbirn beigelegt - ich liebe Karten in Büchern!
Die drei Schwestern haben sich im ersten Band schon sehr stark und unterschiedlich entwickelt. Es bleibt auf jeden Fall weiterhin spannend. Bis zu Letzt weiß man nicht, welche Königin den Thron besteigen wird und ob es überhaupt eine neue Königin für Fennbirn geben wird.
Katharine ist, nachdem sie von ihrem Liebsten, Pietyr, in die Brecciaspalte gestoßen wurde, von den Totgeglaubten zurückgekehrt. Ihr Wille ist stärker denn je, sie hat Rache an Jenen geschworen, die gegen sie sind oder ihr den Thron streitig machen wollen.
Vor dem Sturz war sie gepeinigt von den Vergiftungen, nun scheint ihr das Gift nichts mehr auszumachen und sie kann kaum genug davon bekommen.
Sie schreckt vor nichts zurück, um ihr Ziel - die Krone zu erhalten - zu erreichen. Selbst Nathalia, das Oberhaupt des Arron Clans, fürchtet sich zeitweise vor Katharine, da sie sich so stark verändert hat.
Nachdem Arsinoe mit ihren Bären so einen starken Auftritt im ersten Band auf dem Beltane Fest hingelegt hatte, ist ihr ganzes Dorf plötzlich auf ihrer Seite. Jeder will ihren vermeintlichen großen Familiaris sehen.
Sie muss ihr Geheimnis, dass der Bär nie ihr Familiaris war und auch nicht mehr an ihrer Seite ist hüten, genauso wie das Geheimnis, dass sie gar keine Naturbegabte, sondern eine Giftmischerin ist.
Mirabella erinnert sich an ihre Kindheit - was sie eigentlich nicht können sollte - und damit an all die schönen Momente mit ihren Schwestern als sie noch gemeinsam in der schwarzen Kate lebten. Sie erträgt den Gedanken einfach nicht, gegen ihre Schwestern kämpfen und sogar töten zu müssen.

Die Spannung steigert sich im Buch immer und immer weiter. Den Schwestern werden immer neue Hindernisse in den Weg gelegt. Es folgt eine unerwartete und nervenaufreibende Wendung nach der anderen.
Man überlegt selbst, welche Lösung es geben könnte, damit die Schwestern sich nicht gegenseitig ermorden müssen.
Man wechselt von Herzklopfen zu Trauer, von Nervosität zu Wut. Es war wirklich ein Wechselbad der Gefühle.
Was etwas stört ist, dass jedes Mal, wenn etwas Action aufkommt, diese wieder durch Politik und Machtspiele unterbunden wird. Richtige, aufregende und längere Kampfszenen gibt es nicht wirklich in dem Buch.
Fazit:
Der schwarze Thron - Die Königin war ein gelungener und spannender Abschluss. Es hat Spaß gemacht in die Riten und Gebräuche von Fennbirn abzutauchen. Ich habe mit und um die Königinnen gefiebert. (Fast) alle Charaktere sind eine sehr schnell ans Herz gewachsen und man wünscht sich für alle ein Happy End.

Veröffentlicht am 06.05.2018

fesselnder Fantasy Roman, ganz ohne Fabelwesen

Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern
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Zusammenfassung:
Auf der Insel Fennbirn leben die Drillinge Katharine, Arsinoe und Mirabella. Sie sind Königinnen und alle drei sind Anwärterinnen auf den schwarzen Thron. Doch nur eine wird am Ende auf ...

Zusammenfassung:
Auf der Insel Fennbirn leben die Drillinge Katharine, Arsinoe und Mirabella. Sie sind Königinnen und alle drei sind Anwärterinnen auf den schwarzen Thron. Doch nur eine wird am Ende auf dem Thron sitzen.
Jede Königin wird von einer anderen, hoch angesehenen Familie aufgezogen und in ihrer Gabe - Giftmischer, Naturbegabte und Elementwander - unterrichtet.
Ihr Ziel ist es jeweils die anderen beiden Königinnen im Jahr des Aufstiegs zu ermorden um selbst den schwarzen Thron zu besteigen.

Meine Gedanken:
Das Cover ist wunderschön und voller Details - Bären, Raben, Schlangen und mehr. Und wenn man die Geschichte erst gelesen hat, dann versteht man erst so richtig, wie gut das Cover zur Geschichte passt.

Der schwarze Thron ist eine Dilogie von Kendare Blake. Die Schwestern ist der erste der beiden Bände.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben. Hauptsächlich wechselt die Sicht zwischen den drei Schwestern, Katharine, Arsinoe und Mirabella. Es wird zum Teil aber auch zu derren engsten Vertrauten und Freunden gewechselt.
Die Kapitel tragen immer den aktuellen Aufenthaltsort als Titel.
Zur besseren Orientierung ist dem Buch eine Karte von Fennbirn beigelegt - ich liebe Karten in Büchern!

Alle drei Königinnen haben einen sehr unterschiedlichen Charakter und man überlegt sich ständig, welcher der Königinnen man es am meisten gönnt, den Thron zu besteigen. Bei mir hat es auch sehr häufig gewechselt, wem ich den Thron am meisten wünsche.
Eines haben aber alle Königinnen gemeinsam, Sie alle haben schwarze Haare, schwarze Augen und werden immer in schwarz gekleidet.

Katharine ist eine Giftmischerin, aber ihre Gabe ist kaum, wenn überhaupt vorhanden. Durch die ständigen Vergiftungen, welchen sie unterzogen wird ist sie klein, dünn, blass und schwach.
Besonders sie kleine Schwester Ihrer Ziehmutter, triezt sie ständig und übertreibt es schon fast mit den Giftbehandlungen.

Auch Arsinoe, eine Naturbegabte kann nicht auf ihre Gabe zurückgreifen. Eigentlich sollte Sie schon längst ein Tier - einen Familiaris - herbeigerufen haben und Pflanzen problemlos wachsen lassen können.
Der Familiaris ist eine Erweiterung eines Naturbegabten, beide sind eigenständig und doch lebenslang verbunden.
Ihre beste Freundin und Ziehschwester, Jules, ist die stärkste Naturbegabte seit vielen Jahren. Ihr Familiaris ist die Berglöwin Camden.

Die dritte Schwester, Mirabella ist unglaublich stark. Schon in jungen Jahren konnte sie ohne große Anstrengungen die Elemente kontrollieren. Stürme und Blitze liebt sie am meisten.
Aufgrund ihrer großen Stärke hat sich der Tempel und seine Priesterinnen auf ihre Seite gestellt, obwohl sie eigentlich Parteilos bleiben sollten.

Auf Fennbirn sind die Frauen das "starke" Geschlecht. Jede wichtige Position wird von einer Frau eingenommen.
Es wird an eine Göttin geglaubt, welche die Insel, die Gaben und die Königinnen erschaffen haben soll.
Die Königinnen sind immer Drillinge - selten sogar Vierlinge - und immer weiblich.
Das Tempel Oberhaupt ist die Hohepriesterin Luca.
Und auch jedes hohe Haus wird von einer Frau geführt.

Fazit:
Der schwarze Thron - Die Schwestern war ein unglaublich fesselnder Fantasy Roman, ganz ohne Fabelwesel, aber dafür mit umso mehr Spannung, unvorhersehbaren Wendungen und drei liebenswerten Königinnen.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Dunkel, fesselnd und spannend

Herz aus Schatten
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Zusammenfassung:
Kayla wurde als Bändigerin geboren, aber eigentlich will sie genau das nicht sein. Sie ist nicht mutig, hat Angst vor den Monstern und ganz besonders hat sie Angst vor der Verantwortung ...

Zusammenfassung:
Kayla wurde als Bändigerin geboren, aber eigentlich will sie genau das nicht sein. Sie ist nicht mutig, hat Angst vor den Monstern und ganz besonders hat sie Angst vor der Verantwortung Praha gegenüber.
Im Hintergrund hilft sie heimlich dabei, dass sich die Bürger selbst gegen die Monster schützen können, damit sie von ihrer Bürde, eine Bändigerin zu sein, erlöst werden kann.
Aber bis es soweit ist, hat sie keine andere Möglichkeit, sie muss sich mit einem Monster verbinden und mit diesem gegen andere, ungezähmte Monster kämpfen um ihre Heimatstadt zu schützen.
Als sie, mit den anderen neuen Bändigern in den Alten Tempel der Bändiger im dunklen Wald geht, verbindet sich ein Schattenwolf mit ihr. Von nun an spürt sie ständig seine Dunkelheit und muss dafür sorgen, dass das Monster unter Kontrolle bleibt.
Doch Lilek, ihr Schattenwolf, ist mehr als nur das, er ist nicht nur er Monster, er ist auch ein junger Mann.
Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir so gut. Die junge Frau und der Wolf, sie sind miteinander verbunden, sie sind im Kopf des jeweils anderen. Es passt einfach so gut zu der Geschichte.
Der Roman ist in der ersten Person aus Kaylas Sicht geschrieben. Es gibt ein paar wenige kurze Kapitel, welche aus der Sicht des Monsters geschrieben werden. Diese sind in der dritten Person geschrieben.
Kayla ist eine kleine Rebellin. Sie ist eine Bändigerin, wurde als solche Geboren und gehört zur stärksten Bändiger-Familie Praha's. Eigentlich sollte sie stolz sein, aber diese Last, die das Bändiger Sein für Kayla mit sich bringt scheint sie zu erdrücken.
Sie möchte kein Monster haben, doch sie ist froh, dass Lilek ihr Monster geworden ist. Sie entwickelt eine Bindung zu dem Schattenwolf, welche über die einer Bändiger-Monster-Verbindung hinausgeht. Zu Beginn hat sie schreckliche Angst vor ihm, aber nach und nach lernt sie, ihm zu vertrauen und entwickelt schnell eine Sympathie für ihn. Sie möchte ihn nicht, wie ein Monster, in einen kleinen Käfig sperren, sie wünscht sich für Lilek ein schöneres Leben.
Mit vielen kleinen und größeren Gesten rebelliert sie gegen das Bändiger sein. Sie entwickelt Ideen für Waffen, mit denen jeder Monster töten kann, auch Nicht-Bändiger. Sie schwänzt den Unterricht, in welchem sie lernen soll, ihr Monster zu beherrschen. Sie lässt ihr Monster in ihrem Zimmer schlafen, anstatt wie es Vorschrift ist, in seinem Stall.
Lilek ist ein besonderer Schattenwolf, er scheint zu verstehen, was Kayla zu ihm sagt. Nicht nur die Befehle, welche Sie ihm über die Dunkelheit hinweg erteilt, sondern auch, wenn sie einfach mit ihm spricht. Er fängt an, ihr zu vertrauen und sie wird ihm nach und nach immer wichtiger.
Entgegen seiner Natur beschützt er sie vor einem Dunkelweber, statt sich über ein wehrloste Opfer her zu machen und dessen Fleisch und Blut zu verzehren.
Als Kayla ihn in ihrem Zimmer schlafen lässt, verwandelt er ist in den jungen Mann zurück, welcher er einst war.

Es gibt viele Parteien - die Bändiger, die wilde Jagd, die Bürger, die Politiker. Kayla steht zwischen den Stühlen. Sie will keine Bändigerin sein, sie will den anderen Bändigern und der Akademie aber auch nicht schaden. Sie steht aber auch nicht mehr voll und ganz hinter deren Entscheidungen. Sie ist sich aber auch nicht sicher, ob die wilde Jagd besser ist als die Bändiger. Zu Beginn scheint es so, aber auch die wilde Jagd hat eine Einstellung welche sie nicht voll und ganz gutheißen kann.
Kayla ist immer wieder hin und her gerissen und muss lernen ihren eigenen Weg zu gehen in einer ihr eigentlich vorgegebenen Rolle.

Es gibt immer wieder unglaublich spannende und unvorhersehbare Wendungen. Man fiebert bei Lesen selbst die ganze Zeit mit.
Nach und nach erfährt man mehr über die Geheimnisse der einzelnen Parteien.
Fazit:
Wenn man einmal angefangen hat „Herz aus Schatten“ zu lesen, der will das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man schwebt ständig zwischen "Ich will nicht, dass das Buch jemals endet" und "Ich muss wissen, wie es ausgeht".
Laura Kneidl ist mit diesem Buch ein spannender und fesselnder Fantasy Roman gelungen, welcher einen in die Dunkelheit entführt.

Veröffentlicht am 15.03.2018

Das stille Mädchen, dessen Worte so unglaublich laut sind.

Die Stille meiner Worte
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Zusammenfassung:
Hannah hat ihre Zwillingsschwester Izzy verloren und mit ihr Ihre Stimme. Seit ihre Schwester gestorben ist, wissen Ihre Worte nicht mehr, wie sie zur Sprache werden sollen.
Ihre Eltern ...

Zusammenfassung:
Hannah hat ihre Zwillingsschwester Izzy verloren und mit ihr Ihre Stimme. Seit ihre Schwester gestorben ist, wissen Ihre Worte nicht mehr, wie sie zur Sprache werden sollen.
Ihre Eltern sind verzweifelt und wissen nicht mehr, wie Sie ihrer Tochter weiterhin helfen sollen. Nach einiger Zeit beschließen Sie, dass es für Hannah gut wäre auf die Sankt Anna Schule zu gehen. Dies ist eine Schule speziell für Schüler die ein "Päckchen" zu tragen haben, wie auch immer dieses aussieht.
Zu Beginn gehen alle neuen Schüler in ein Camp. Hannah ist alles andere als begeistert, aber ohne ihre Stimme kann sie sich nicht dagegen wehren und ergibt sich in ihr Schicksal, aber sie schirmt sich von allen ab. Sie wüsste auch nicht, wie sie Kontakt aufnehmen sollte.
Im Camp lernt Sie, unter anderem, Levi kennen. Es ist sein letztes Jahr auf Sankt Anna.
Levi wird nach und nach zu Hannahs Anker und er lernt sie zu verstehen.

Meine Gedanken:
Dieses Cover, es ist einfach ein Traum. Es passt perfekt, das Mädchen - Hannah - und der Kater - Mo. Auch die Vögel passt einfach wundervoll dazu, Hannahs Spitzname, welchen Ihre Zwillingsschwester verwendet hatte, war Vögelchen. Ich finde es unglaublich schön, dass alles in unterschiedlichen Blautönen gehalten ist und alles einen Aquarell-Touch hat.

Der Roman ist in der ich-Perspektive aus Hannahs sich geschrieben, manchmal begleiten wir auch Levi und seine Gedanken. Ich mag diese Schreibweise und auch den Wechsel zwischen den Protagonisten unglaublich gerne.

Ich wusste zu Beginn noch gar nicht so recht, in welche Richtung das Buch gehen wird. Aber schon nach den ersten Seiten war mir klar - dieses Buch ist anders, als alle anderen Bücher die ich kenne. Ein Buch, in dem die Protagonistin kein Wort spricht und doch so viel zu sagen hat.

Ava Reed hat viele schwierige Themen in dem Buch angesprochen: Vergewaltigung, Drogenmissbrauch, Anstiftung zum Diebstahl und vieles mehr. Sie hat viele Themen nur kurz angeschnitten, aber sie hat es auf eine angemessene und Gute Art und Weise gemacht. Ich kann mir wirklich vorstellen, welche Grandwanderung das war und dass es nicht leicht war diese Themen in Worte zu packen.
Hannah ist ein unglaublich tiefgründiger Charakter. Sie ist nicht mehr in der Lage zu sprechen, aber in Ihrem Kopf ist es nicht still, niemals. Sie hat viel zu sagen, sie denk über vieles nach. Sie schreibt Izzy viele Briefe, um ihre Gedanken und Worte aus ihrem Kopf zu bekommen. Um ihr diese Briefe, ihre Worte, zu schicken, verbrennt sie diese.
Mit keinem anderen weiß sie, wie sie sich verständigen soll.
Levi ist von Anfang an fasziniert von dem stummen Mädchen. Er will ihre Geschichte kennen, er möchte wissen, wer sie ist. Irgendwann fängt er an, sich Hannah immer wieder vorzustellen, anschließend übernimmt er Hannahs Part und zählt auf, was er über sie weiß. Auf diese Art und Weise ist er der Erste, der ihr auf eine gewisse Art wieder eine Stimme verleiht.
Levi bleibt hartnäckig und ohne sie zu sehr zu bedrängen und so schafft sie es, das erste Mal selbst mit ihm so kommunizieren.
Hannahs großer Halt, und später auch der Halt des ganzen Camps, ist ihr Kater Mo. Sie schmuggelt ihn in das Camp. Früher war er Izzys Kater, seit deren Tod weicht er nicht mehr von Hannahs Seite. Er gibt allen so viel Nähe. Sie fühlen sich einfach wohl in seiner Nähe. Er kritisiert niemanden für seine Vergangenheit, sondern sieht einfach nur den Charakter. Das scheint für mich, für viele eine große Hilfe gewesen zu sein.

Alle Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz, da jeder eine Geschichte hat. Jeder hat etwas erlebt, was niemand Erleben sollte. Gemeinsam kommen sie Stück für Stück zurück in ein möglichst normales Leben und stärken sich gegenseitig.

Fazit:
"Die Stille meiner Worte" ist ein stilles und doch unglaublich lautes Buch. Es wird so viel Erzählt, so tiefgründig.
Hannahs Geschichte ist voller Emotionen, Liebe, Verzweiflung, Hoffnung, Enttäuschung, Selbsthass und ganz viel Freundschaft.
Hannah und Levi packen einen einfach und lassen einen nicht mehr los.