"Wie früher auf Wattpad..."
Crazy Hot SummerKennt ihr noch Wattpad?
Wattpad war das Ding in meiner Jugend.
Ich habe so viel Zeit auf diesem Portal verbracht und eine Geschichte nach der anderen verschlungen.
Dabei verliefen ca. 90 % der Geschichte, ...
Kennt ihr noch Wattpad?
Wattpad war das Ding in meiner Jugend.
Ich habe so viel Zeit auf diesem Portal verbracht und eine Geschichte nach der anderen verschlungen.
Dabei verliefen ca. 90 % der Geschichte, die ich gelesen habe, nachdem gleichen Schema und das hatte ich beim Lesen dieses Romans ebenfalls.
Ich hatte das Gefühl wieder 14 zu sein und eine Wattpad-Geschichte zu lesen.
Diese Aussage kann man interpretieren wie man will, aber leider meine ich es eher negativ als positiv.
„Crazy Hot Summer“ ist ein Sommerroman durch und durch.
Die Strandtage, die Housepartys, das Strandhaus und das Setting in Malibu – einfach alles steht für Sommer, Sonne, Sonnenschein.
Nicht nur deswegen, sondern auch wegen des Schreibstils bin ich schnell durch die Seiten geflogen.
Der Schreibstil ist einfach, keine verschachtelten Sätze oder komplizierten Fremdwörter, sondern einfacher Satzbau und die Unterhaltungen sind oft umgangssprachlich.
Das Buch ist knapp 300 Seiten dick und für das was alles in diesem Roman passiert bei weitem nicht dick genug.
Und genau das hat mich gestört.
Wie früher wird jedes Geschehnis schnell abgehandelt.
Im Roman kann gar keine Tiefe entstehen, wenn man von einem Problem ins nächste rutscht, dieses schnell gelöst oder auf magische Art von alleine verschwindet und die Charakterentwicklung quasi nicht existiert.
In den ersten Kapiteln wusste ich folgendes: Harper und Caden können sich nicht leiden, Warum? Keine Ahnung.
Dies löst sich relativ schnell auf und der Grund dafür ist absolut kindisch.
Dann erfährt man, dass beide ein Geheimnis haben, von dem niemand was wissen soll.
Diese werden natürlich enthüllt und halten mehr oder weniger eine Überraschung bereit.
Durch die oberflächlich/schnelle Abhandlung der Themen, hat man Harpers Vergangenheit leider nicht die Tiefe gegeben, die sie verdient hätte.
Die Wette ist absolut irrelevant für die Handlung.
Es wäre alles so passiert, auch ohne Wette.
Die Handlung läuft gefühlt nur von Party zu Party.
Und das eigentlich große Problem, das Caden und Harper das ganze Buch über beschäftigt, wird mit einem „wir haben es schon immer geahnt“ in nicht mal zwei Seiten aus der Welt geschafft.
Schade, dass man Probleme im echten Leben nicht immer so leicht lösen kann …