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Veröffentlicht am 10.01.2021

Konnte mich leider nicht so überzeugen wie seine Vorgänger

Mister Bodyguard
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Zander Shaw wagt in Los Angeles einen neuen Anfang und wird als Bodyguard von Aloha Carmichael engagiert. Sofort stimmt die Chemie zwischen den beiden und sie kommen sich immer näher. Und doch darf Zander ...

Zander Shaw wagt in Los Angeles einen neuen Anfang und wird als Bodyguard von Aloha Carmichael engagiert. Sofort stimmt die Chemie zwischen den beiden und sie kommen sich immer näher. Und doch darf Zander ihr nicht näher kommen, denn er ist immer noch ihr Bodyguard..

Aloha Carmichael mochte ich von Beginn an eigentlich recht gerne. Sie steht schon seit klein auf im Rampenlicht, hat bei einer Disney-Show mitgemacht und gibt jetzt Konzerte. Sie ist selbstbewusst, hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen und ist vor allem auch sehr liebevoll im Umgang mit ihren Fans und Mitmenschen. Allerdings merkt man ihr auch an, wie sie teilweise unter dem harten Showbusiness leidet. Sie fühlt sich manchmal sehr eingeengt und würde alles für ein normales Leben tun, dass sie nie kennenlernen durfte. Obwohl es ihr schwer fällt ihren Mitmenschen schnell zu vertrauen, öffnet sie sich doch immer mehr und lässt einen Blick hinter ihre perfekte Bühnenmaske zu.
Zander Shaw ist ein Fitnesstrainer aus Seattle. Nach dem Ende einer Beziehung hält ihn nichts mehr in Seattle und er wagt in Los Angeles als Bodyguard einen Neuanfang. Ich mochte Zander in den Vorgängerbänden schon total gerne, aber hier hat er nochmal richtig gezeigt, was in ihm steckt. Er ist charmant, humorvoll und einfach ein herzensguter Mensch. Vor allem ist er durch seine mitfühlende Art immer für seine Mitmenschen da und geht in seiner Rolle als Bodyguard richtig auf, denn er entwickelt einen richtigen Beschützerinstinkt gegenüber Aloha. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir Zander manchmal etwas zu aufgesetzt und übertrieben gewirkt hat.
Zwischen den beiden war von Beginn an eine gewisse Anziehung spürbar und doch hat sich die Beziehung in einem authentischen Tempo entwickelt. Mir hat es vor allem gefallen, wie die beiden sich immer gegenseitig aus der Reserve gelockt haben, einen lockeren Umgang gepflegt haben und dabei nicht sofort aufs Ganze gegangen sind.

"Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass wir eine unkomplizierte, echte Freundschaft aufbauen können, wenn wir die ganze Zeit diese absurde sexuelle Spannung zwischen uns spüren? Wenn du jetzt ein Feuerzeug anmachen würdest, würden wir explodieren." (Seite 71)

Nebencharaktere gab es in diesem Band auch wieder einige. Zum einen war die gesamte Morgan-Familie wieder mit von der Partie - auch mit für meinen Geschmack etwas zu wenigen Szenen. Vor allem Keane, Zanders bester Freund war mir wieder total sympathisch. Ich liebe diese Bromance zwischen den beiden einfach. Aber nicht nur die Morgans sind einfach toll, sondern auch Zanders Mutter und seine Schwester. Sie sind fast ebenso verrückt und liebevoll wie der Morgan-Clan. Auch Barry, Alohas vorheriger Bodyguard und enger Verbündeter, war mir total sympathisch. Er ist sehr freundlich, manchmal etwas autoritär und doch will er nur das Beste für Aloha. Ganz anders sah es da mit Alohas Mutter aus. Sie mochte ich wirklich gar nicht und konnte ihr Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

Nachdem ich die True Lovers-Reihe 2019 für mich entdeckt habe und letztes Jahr dann irgendwie aus den Augen verloren habe, hat mich vor ein paar Tagen die Lust gepackt und ich habe mir den vierten Teil der Reihe von meinem SUB geschnappt. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil von Lauren Rowe lässt sich gewohnt angenehm und flüssig lesen. Vor allem aber ist er wieder total humorvoll, aber auch gleichermaßen gefühlvoll, was mir sehr gut gefallen hat. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Zanders und Alohas Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt erhalten hat. Allerdings muss ich sagen, dass die Euphorie nach dem gelungenen Einstieg etwas abgeflaut ist. Denn obwohl die US-Autorin wieder eine gute Mischung aus emotionalen, humorvollen, erotischen und auch tiefgründigen Szenen findet, gab es doch die ein oder andere langatmige Stelle. Dagegen wurden mir manche Themen etwas zu schnell abgehandelt, was etwas schade war. Mein großer Kritikpunkt sind aber die letzten 100 Seiten, denn diese haben mir das Buch doch etwas sehr kaputt gemacht. Meiner Meinung nach gab es einfach viel zu viel Drama, was es gar nicht gebraucht hätte und auch die ein oder andere Entwicklung war für mich nicht so ganz nachvollziehbar.

Das Cover des Buches ist wie auch schon die anderen Teile der Reihe sehr schlicht gehalten, aber wirkt doch edel und fügt sich gut in das Gesamtbild der Reihe ein. Schön finde ich auch, dass sich die Innengestaltung mit der Rose weiter durch das Buch zieht.

Insgesamt konnte mich der vierte Band der True Lovers-Reihe leider nicht so wirklich überzeugend. Zwar war die Geschichte von Aloha und Zander gewohnt humorvoll, emotional und auch an einigen Stellen tiefgründig, aber es gab meiner Meinung nach auch viel zu viel Drama.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2020

Das Buch hat alles, was ich an den Büchern von Karen M. McManus so liebe!

The Cousins
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Milly, Aubrey und Jonah sind erstaunt, als sie einen Brief von ihrer Großmutter Mildred Margaret Story erhalten und diese sie auf Cape Cod einlädt. Denn sie haben Mildred nie kennengelernt und die Familienverhältnisse ...

Milly, Aubrey und Jonah sind erstaunt, als sie einen Brief von ihrer Großmutter Mildred Margaret Story erhalten und diese sie auf Cape Cod einlädt. Denn sie haben Mildred nie kennengelernt und die Familienverhältnisse der Storys sind alles andere als rosig. Dennoch nehmen sie die Einladung an den Sommer auf der Insel zu verbringen und decken dabei jede Menge Familiengeheimnisse auf..

Milly ist ein wahres It-Girl aus New York. Sie ist sehr selbstbewusst und teilweise auch humorvoll. Mit ihren Aussagen und ihrem Verhalten schlägt sie gerne mal über die Stränge und verletzt dabei ihre Mitmenschen, aber trotzdem muss man sie einfach gerne haben. Vor allem hat es mir gefallen, dass sie sich selbst treu bleibt.
Aubrey ist das komplette Gegenteil von Milly. Die Schülerin aus Oregon schwimmt für ihr Leben gerne, ist eher zurückhaltend und hat mit jeder Menge Familienproblemen zu kämpfen. Auch mit ihrem Freund läuft es nicht so ganz rund, worüber sich Aubrey jede Menge Gedanken macht. Sie wirkt manchmal einfach so sehr unsicher und man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen. Trotzdem hat sie eine richtig tolle Entwicklung durchgemacht und immer selbstsicherer geworden.
Jonah wirkt auf den ersten Blick sehr mysteriös und auch irgendwie seltsam. Er hält sich eher im Hintergrund und will am liebsten gar nichts mit den anderen beiden zu tun haben. Dennoch blüht er nach und nach auf und fördert das ein oder andere Geheimnis zu Tage. Je mehr man ihn kennenlernt, desto besser kann man ihn und sein Verhalten verstehen.
Schnell wird klar, dass die drei unterschiedlicher nicht sein könnten und obwohl sie sich seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen haben, entwickeln sie sich doch zu einem unschlagbaren Team. Ich mochte die Dynamik zwischen Milly, Aubrey und Jonah einfach total gerne und das machen für mich die Bücher von Karen M. McManus auch ein Stück weit aus.

Noch während ich es ausspreche, wird mir klar, dass ich Aubrey, Jonah und mich tatsächlich als Einheit betrachte; eine seltsame kleine Schicksalsgemeinschaft, die in eine Sache verwickelt ist, die nur wir drei verstehen können. (Seite 227)

Neben Milly, Aubrey und Jonah gibt es natürlich noch einige andere Charaktere. Unter anderem lernt man die Millys Mutter Allisson, Aubreys Vater Adam, Jonahs Vater Anders und Onkel Archer kennen, aber auch Mildred. Ich muss sagen, dass ich die Familie Story die ganze Zeit nicht so einschätzen konnte.

Dem Erscheinungstermin von The Cousins habe ich wochenlang entgegen gefiebert, denn ich habe die Jugendthriller von Karen M. McManus zwar erst dieses Jahr für mich entdeckt, aber es konnte mich bisher jedes ihrer Bücher überzeugen. Der Einstieg in die Geschichte rund um Milly, Aubrey und Jonah ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil von der Autorin ist nicht nur locker leicht, sondern auch sehr bildhaft. Dabei wird die Geschichte, wie man es von Karen M. McManus gewohnt ist, wieder abwechselnd aus der Perspektive der drei Hauptprotagonisten erzählt. So ist man nicht nur dem Familiengeheimnis gemeinsam mit Aubrey, Milly und Jonah auf die Schliche gekommen, sondern konnte die Protagonisten auch nochmal besser kennenlernen. Mir hat dabei das Setting auf Cape Cod richtig gut gefallen und ich habe nur so mit den drei mit gefiebert. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse oder Intrigen aufgedeckt, es kommt zu der ein oder anderen unvorhersehbaren Wendung und der Spannungsbogen bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Besonders ist dabei, dass es auch immer wieder Kapitel gibt, die die Geschehnisse auf der Insel aus dem Jahr 1996 aus Sicht von Millys Mutter Allisson erzählen. So erhält man nochmal ganz andere Einblicke in die Familiengeschichte von den Storys und ich habe bis zum Ende mit gerätselt. Die Auflösung gegen Ende fand ich sehr gelungen und vor allem eins: spannend. Ich habe einfach so sehr mit gefiebert und wusste gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Danach wurde es zum Glück etwas ruhiger, aber wer glaubt, dass die Geschichte damit ihren runden Abschluss gefunden hat, hat weit gefehlt. Irgendwie hoffe ich ja auf eine Fortsetzung rund um die Story-Familie!

Die Geheimnisse der Storys haben etwas an sich, das sie für ihre Träger gefährlich macht. Sie schleichen sich ins Herz und in die Seele und graben sich dort so tief ein, dass die Vorstellung, sie ans Tageslicht zu holen, sich anfühlt, als würde man dadurch einen Teil von sich selbst verlieren. (Seite 331)

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut. Es ist zwar schlicht gestaltet, aber trotzdem ein richtiger Hingucker. Vor allem finde ich es toll, dass alle Cover von Karen M. McManus in einem ähnlichen Stil gestaltet sind und man diese sofort mit diesen tollen Geschichten in Verbindung bringt.

Insgesamt konnte mich Karen M. McManus mit The Cousins wieder total überzeugen. Das Buch hatte alles, was ich an ihren Büchern so liebe: einen spannenden Plot mit jeder Menge Geheimnisse und Wendungen, aber auch einzigartige Charaktere, die trotzdem perfekt harmonieren. Dafür gibt es von mir 5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2020

Ein wunderschönes, aber auch berührendes und fast schon kitschiges Buch für die Vorweihnachtszeit

Der Zauber der Schneeflocken
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Seit dem Tod ihres Mannes verbindet Leni die Weihnachtszeit mit diesem Verlust. Dem wollen ihre Zwillingsschwester Marie und ihre beste Freundin entgegen wirken und so haben sie Leni einen Adventskalender ...

Seit dem Tod ihres Mannes verbindet Leni die Weihnachtszeit mit diesem Verlust. Dem wollen ihre Zwillingsschwester Marie und ihre beste Freundin entgegen wirken und so haben sie Leni einen Adventskalender mit 24 Aufgaben erstellt, wodurch Leni wieder zurück ins Leben finden soll. Aber nicht nur Marie und Emma unterstützen sie, sondern auch ihr Nachbar Erik..

Nachdem die 35-jährige Leni an Heiligabend vor zwei Jahren ihren geliebten Ehemann verloren hat, ist sie noch sehr in ihrer Trauer gefangen. Vor allem zur Weihnachtszeit, die die Journalistin früher so geliebt hat, zieht sie sich von ihren Liebsten zurück und möchte am liebsten alleine sein. Angetrieben durch die Aufgaben in ihrem Adventskalender kämpft sie sich Stück für Stück ins Leben zurück, überwindet Rückschläge und findet zu ihrer alten Stärke zurück. Im Grunde genommen ist Leni nämlich eine total herzliche und auch humorvolle Person, die man einfach gern haben muss.
Erik mochte ich von Beginn an sehr gerne. Er arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses und man merkt ihm total an, wie sehr er seinen Job liebt. Obwohl Erik auf den ersten Blick eher ruhig und zurückhaltend wirkt, konnte er mich doch durch seine mitfühlende, aber auch humorvolle Art überzeugen. Vor allem hat es mir gefallen, wie er Leni bei den Aufgaben für ihren Adventskalender unterstützt hat, ohne sie zu drängen.
Die Beziehung zwischen den beiden hat sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo entwickelt und ich fand es einfach so schön mit anzusehen, wie die beiden immer mehr zueinander gefunden haben.

Ich lächelte, Erik lächelte zurück, und da war er wieder - einer der Momente, in denen ich das Gefühl nicht los wurde, dass uns doch mehr als reine Freundschaft verband. (Seite 236)

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch eher weniger, aber das finde ich auch nicht schlimm. Lenis Zwillingsschwester Marie mochte ich total gerne, denn auch sie hat Leni immer unterstützt. Dagegen konnte ich Lenis beste Freundin Emma manchmal nicht so ganz einschätzen, obwohl sie bestimmt nur das Beste für Leni wollte. Neben den beiden lernt man noch Lenis Schwiegermutter Cornelia und den Pfarrer der Gemeinde kennen und die beiden waren mir so sympathisch.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Vor allem der Prolog war einfach total emotional, sodass schon auf den ersten paar Seiten die ersten Tränen bei mir geflossen sind. Auch danach war die Stimmung erstmal etwas bedrückend, was aber genau zu Lenis Geschichte gepasst hat. Dennoch war der Schreibstil von Holy Baker von Beginn an locker leicht und sehr bildhaft, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. An manchen Tagen hätte ich gerne mehr Kapitel gelesen, aber da ich das Buch als Adventskalender gelesen habe, war das nicht möglich.
Die Idee mit dem Adventskalender zur Trauerbewältigung wurde meiner Meinung nach sehr gelungen umgesetzt. Die Aufgaben waren richtig toll gewählt und so konnte man Lenis Entwicklung, die teilweise auch mit Rückschritten verbunden war, sehr gut mitverfolgen. Dadurch, dass die Geschichte aus Lenis Sicht erzählt wurde, hatte man einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und konnte ihre Emotionen hautnah miterleben. Dadurch wurde die Geschichte meiner Meinung nach nochmal authentischer und auch emotionaler, denn ich habe mit ihr mit gefiebert, gelacht und auch das ein oder andere Tränchen verdrückt. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende, denn dies ging mir einen Ticken zu schnell, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Du sollst ihn nicht vergessen, und das wirst du auch nie, aber du kannst nicht dein ganzes Leben nach deiner Trauer ausrichten. Genau das wollen wir dir mit dem Adventskalender klarmachen. (Seite 137)

Besonders gut hat mir übrigens gefallen, dass die Geschichte in Heidelberg spielt. Die Stadt ist einer meiner liebsten Städte in Deutschland und ich bin fast jedes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Gerade deshalb hatte ich die dargestellten Begebenheiten fast bildlich vor Augen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin ebenfalls gelungen eine gewisse Weihnachtsstimmung aufzubauen, die zwar manchmal etwas kitschig war, aber trotzdem einfach wunderschön.

Das Cover finde ich ganz schön und für die Weihnachtszeit passend gestaltet. Vor allem gefällt es mir, dass es eine tolle Verbindung zu der Geschichte herstellt.

Alles in allem ist Der Zauber der Schneeflocken ein tolles Buch für die Vorweihnachtszeit. Vor allem aber ist die Geschichte von Leni nicht nur wunderschön, sondern auch sehr berührend und fast schon einen Ticken zu kitschig. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2020

Etwas schwächer als "Silver Crown", aber dennoch eine gelungene Fortsetzung

Golden Throne - Forbidden Royals
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Diese Rezension könnte Spoiler erhalten, da es sich um den zweiten Band der Forbidden Royals-Reihe von Julie Johnson handelt!

Anfang Oktober habe ich mit Silver Crown mein erstes Buch von Julie Johnson ...

Diese Rezension könnte Spoiler erhalten, da es sich um den zweiten Band der Forbidden Royals-Reihe von Julie Johnson handelt!

Anfang Oktober habe ich mit Silver Crown mein erstes Buch von Julie Johnson gelesen und mir war sofort klar, dass ich diese Reihe weiter verfolgen muss. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dann endlich den zweiten Band Golden Throne in meinen Händen halten konnte. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, weil es nochmal einen kleinen und teilweise auch emotionalen Rückblick zu den Geschehnissen aus Band 1 gab. Außerdem konnte mich der Schreibstil von Julie Johnson sofort wieder in den Bann ziehen, denn er lässt sich wieder sehr angenehm lesen und ist absolut fesselnd. Dabei wird auch der zweite Band komplett aus Emilias Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält.
Allerdings muss ich sagen, dass meine anfängliche Euphorie im Laufe der Geschichte etwas abgeflaut ist, denn die erste Hälfte des Buches war teilweise etwas langatmig. Man begleitet Emilia hauptsächlich bei ihrem neuen Alltag als Prinzessin, was auf der einen Seite schon spannend war, aber auf der anderen Seite hatte ich einfach etwas andere Erwartungen an das Buch. Vor allem die Momente mit Carter haben mir total gefehlt, was sich zum Glück in der zweiten Hälfte des Buches etwas gebessert hat. Die Geschichte hat nach und nach immer mehr Fahrt aufgenommen und ich habe nur so mit Emilia mit gefiebert. Vor allem gegen Ende haben sich die Ereignisse nochmal richtig überschlagen und ich war teilweise richtig schockiert, was in Caerleon vor sich geht. Vor allem konnte ich hier auch richtig mit Emilia mitfühlen und die bedrückende Stimmung war schon fast greifbar für mich. Wie schon Band 1 endet auch Golden Throne mit einem fiesen Cliffhanger und ich bin schon richtig gespannt, was mich in Diamond Empire erwartet.

Seit man mir diese Krone auf den Kopf gestülpt hat, wollen mich die meisten Leute, denen ich begegne, entweder auf ein Podest stellen, eine Marionette aus mir machen oder sich einfach nur vor mir verstecken. (Position 809)

Emilia war mir ja schon im ersten Band total sympathisch und dieser Eindruck hat sich nur nochmal verstärkt. Zwar hat sie zu Beginn sehr bedrückt gewirkt und sich vor allem im Schloss gefangen gefühlt, aber nach und nach findet sie immer mehr zu ihrer alten Stärke zurück. Sie ist auf der einen Seite immer noch sehr schlagfertig, humorvoll und will ihren Willen durchsetzen, aber auf der anderen Seite fängt sie auch an sich mit ihren Aufgaben als Prinzessin zu arrangieren. Vor allem ihr Verhalten gegenüber den Bürgern von Caerleon hat mir unglaublich gut gefallen, denn sie zeigt hier offen und ehrlich ihre Gefühle und man fühlt sich ihr einfach total nah. Meiner Meinung nach ist die Entwicklung von Emilia sehr authentisch.
Mit Carter gab es in diesem Band leider eher wenige Szenen, wodurch er teilweise immer noch sehr geheimnisvoll wirkt. Manchmal hatte er immer noch seine arroganten Momente, aber oftmals konnte man einen guten Blick hinter diese Fassade erhaschen. Denn Carter präsentiert auch immer wieder seine einfühlsame, mitfühlende und auch unterstützende Art. Außerdem stellt er seine Gefühle immer wieder offen zur Schau, wodurch er unglaublich sympathisch gewirkt hat.
Leider gab es, wie schon erwähnt, eher wenige Momente zwischen den beiden, aber diese waren dafür umso gefühlvoller und auch schmerzhafter. Man spürt immer wieder dieses ganz besondere Knistern und die Verbindung zwischen den beiden, wobei hier mittlerweile auch jede Menge verletzte Gefühle im Spiel sind. Ich bin ich auf jeden Fall gespannt, wie sich diese Beziehung weiterentwickelt.

Aber er schaut auf mich herunter, als würde er ertrinken und als wäre ich die Luft, die er zum Atmen braucht. Und ich schaue zu ihm hinauf, als... als... Als wäre er die Sterne am Nachthimmel, die mich durch die Dunkelheit führen. (Position 2563)

Aber nicht nur mit Emilia und Carter gab es ein Wiedersehen, sondern auch mit verschiedenen Nebencharakteren. Vor allem Chloe hat einmal mehr gezeigt, was für ein toller Charakter sie ist, denn sie ist immer für Emilia da und lockert die Geschichte mit ihren humorvollen Sprüchen immer wieder auf. Auch Lady Morrell und den Pressesprecher Simms habe ich so langsam richtig in mein Herz geschlossen. Octavia hingegen kann ich nach wie vor nicht leiden. Neben dem Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren lernt man auch ein paar neue kennen. Hier waren mir vor allem Galizia und Riggs, Emilias neue Leibwächter, mir von Beginn an sympathisch und ich kann voll und ganz verstehen, warum sie nicht mehr für Bane arbeiten möchten. Vor allem Galizia mit ihrer geheimnisvollen, aber doch humorvollen Art mochte ich total gerne.

Das Cover des Buches ist wieder eher schlicht gehalten, aber dennoch wunderschön! Ich bin mir sicher, dass die drei Teile wunderschön nebeneinander aussehen werden.

Insgesamt ist Golden Throne meiner Meinung nach etwas schwächer als der 1. Band, aber dennoch eine gelungene Fortsetzung. Vor allem aber macht die Geschichte total Lust auf den 3. Band, denn es sind definitiv noch einige Fragen offen und ich bin gespannt, ob Emilia letztendlich ihr Happy End bekommt. Deshalb gebe ich dem 2. Band 4/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2020

Konnte mich nicht so ganz überzeugen

Don't LOVE me
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Kenzie macht sich mit ihrem Campingbus auf den Weg nach Schottland, denn dort soll sie ein Praktikum für ihr Designstudium absolvieren. Zuerst ist sie nicht begeistert ihre Ferien in der Heimatstadt ihrer ...

Kenzie macht sich mit ihrem Campingbus auf den Weg nach Schottland, denn dort soll sie ein Praktikum für ihr Designstudium absolvieren. Zuerst ist sie nicht begeistert ihre Ferien in der Heimatstadt ihrer Mutter zu verbringen, doch dann trifft sie auf Lyall, den jungen Erben der Luxushotelkette. Auch Lyall ist nicht gerade begeistert in Kilmore zu sein und doch muss er es tun, um seine Zukunft in der Familie zu sichern. Doch kann er Kenzie widerstehen?

Kenzie Stayton war mir von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie vor allem zu Beginn manchmal noch sehr in der Trauer um ihre Mutter gefangen war und sich am liebsten gar nicht von ihren Schwestern und ihrem Vater trennen möchte, ist sie doch eine starke Persönlichkeit. Sie handelt oftmals sehr selbstlos, ist humorvoll und stets für andere da. Sie möchte Innendesign studieren und man merkt ihr richtig an, wie sehr sie dafür brennt und hart dafür arbeitet. Leider muss ich auch sagen, dass manche Gedankengänge - vor allem gegen Ende der Geschichte - für mich nicht so ganz nachvollziehbar waren und sie dadurch manchmal etwas naiv gewirkt hat.
Von Lyall Henderson erhält man am Anfang der Geschichte ein ganz bestimmtes Bild, denn der junge Architekturstudent ist nach den Ereignissen vor drei Jahren in Kilmore nicht wirklich beliebt. Allerdings will dieses gezeichnete Bild nicht so ganz mit dem Lyall übereinstimmen, den man gemeinsam mit Kenzie kennen lernt. Denn im Grunde genommen versteckt sich hinter seiner teils arroganten Maske ein weicher Kern. Lyall ist die meiste Zeit über charmant, mitfühlend und humorvoll. Außerdem trägt er jede Menge Schuldgefühle mit sich herum, die er stets zu verstecken versucht. Dennoch zeigt er auch ab und zu die Seite, die man von den ganzen Erzählungen erwarten würde.
Die Beziehung zwischen den beiden hat sich für meinen Geschmack etwas zu schnell entwickelt, obwohl schon eine bestimmte körperliche Anziehung vorhanden war. Leider sind die Gefühle dennoch nicht so ganz bei mir angekommen und nicht nur das ganze Hin und Her, sondern auch die ganzen Anspielungen auf Stolz und Vorurteil waren auf Dauer etwas nervig.

Als ich ihn entgegennahm, streiften ihre Finger meine und wir hielten beide inne. Ich sah sie an, sie erwiderte den Blick - und da war er wieder, dieser Sog, der uns zueinander zog. (Seite 150)

Neben Kenzie und Lyall lernt man noch einige andere Charaktere kennen. Vor allem Kenzies liebevolle und teilweise etwas chaotische Familie war mir total sympathisch und man hat total gemerkt, wie gut der Zusammenhalt zwischen ihnen ist. Auch Lyalls engste Vertraute, seine Schwester Edina und sein Cousin Finley, mochte ich echt gerne, denn auch sie sind immer für Lyall da. Ganz anders sah es da mit Drew, Kenzies Kumpel und Sohn von Paula, aus, denn ihn konnte ich nicht so ganz einschätzen. Genau so ging es mir auch mit Lyalls restlicher Familie und ich bin gespannt, wie sich hier alles weiter entwickelt.

Der Schreibstil von Lena Kiefer hat mir richtig gut gefallen, denn er ist locker leicht und lässt sich sehr angenehm lesen. Gerade zu Beginn konnte mich das Buch noch richtig in den Bann ziehen, weil ich total mit Kenzie mit gefiebert habe und ihre Gefühle nach der Ankunft in Kilmore sehr gut nachvollziehen konnte. Leider muss ich sagen, dass diese anfängliche Euphorie doch nach und nach immer mehr abgeflaut ist, denn obwohl es einige Spannungsmomente gab, hat sich die Geschichte an manchen Stellen doch etwas gezogen. Auch das ganze Hin und Her zwischen Kenzie und Lyall war mir auf Dauer etwas zu nervig. Vor allem aber haben mich die Gefühle leider nicht so ganz erreicht, was ich sehr schade finde. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Kenzies und Lyalls Sicht erzählt, wodurch man eigentlich einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt erhält.
Das Ende des Buches ging mir dann teilweise einen Ticken zu schnell und trotzdem macht der Cliffhanger auch Lust auf mehr, denn man möchte definitiv wissen, wie es mit Kenzie und Lyall weiter geht. Allerdings muss ich auch sagen, dass es hier definitiv eine Triggerwarnung gebraucht hätte, denn die behandelten Themen sind teilweise wirklich nicht ohne!
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte in Schottland gespielt hat. Allerdings finde ich, dass man das Setting besser hätte einbinden können. Dagegen gut integriert war meiner Meinung nach die Geschichte rund um Lyalls Familie, denn die ganzen Geheimnisse und Intrigen haben der Geschichte nochmal einen besonderen Touch gegeben.

Und noch viel wichtiger als das: Ich würde nie etwas an den Strukturen ändern können, die nicht nur mich an unsichtbare Ketten legten - an Ketten aus Vorschriften, Regeln und Entscheidungen gegen die Vernunft und jedes Gefühl. Jemand musste sie sprengen. Ich musste sie sprengen. (Seite 67)

Das Cover ist leider nicht so meins, denn weder die Farbgestaltung noch das Mutter gefällt mir so richtig. Trotzdem finde ich es toll, dass sich das Design durch die einzelnen Kapitel zieht.

Insgesamt ist Don't Love Me ein eher mittelmäßiger Auftakt der neuen Reihe von Lena Kiefer, der mich leider nicht so ganz abholen konnte. Trotzdem werde ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Kenzie und Lyall weiter geht. Band 1 bekommt von mir 3/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere