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Veröffentlicht am 24.04.2025

Wer suchet der findet und wer anklopft dem wird aufgetan

Das Alle-über-Gott-Projekt
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In diesem Roman entführt die Autorin die Leser in die 1990er Jahre. Ich hatte lebhafte Bilder von Telefonzellen, Telefonbüchern und Telefonkarten. Auch erinnerte ich mich an die Zeit als ich mit meinen ...

In diesem Roman entführt die Autorin die Leser in die 1990er Jahre. Ich hatte lebhafte Bilder von Telefonzellen, Telefonbüchern und Telefonkarten. Auch erinnerte ich mich an die Zeit als ich mit meinen Brüdern gemeinsam wöchentlich die Stadtzeitung meiner Heimatstadt verteilte.

Mia, eigentlich Milkaw, kam nach Deutschland, um mit ihrer Familie vereint zu werden. Doch statt ihre Familie zu finden - fand sie Gott. Völlig unwissend was Glauben heißt, nahm sie alles wörtlich und glaubt kindlich. Geprägt war ihre Kindheit von traumatischen Erlebnissen: Sie erlebte sowohl körperlichen als auch geistigen Missbrauch. Trotz allem war sie vertrauensvoll – fast naiv – und zugleich tief misstrauisch.

Kalle ist ein junger Theologie-Student, der für ein Praktikum in einen Teil Bayerns eingeteilt wurde, der als geistlich tot gilt. Viele seiner Vorgänger haben das Praktikum dort vorzeitig beendet. In der Rolle, für Mia ein geistlicher Lehrer zu sein, fühlt er sich überfordert. Besonders Mias kindliche Erlebnisse schockieren ihn zutiefst. Dennoch wächst in ihm der Wunsch, mehr für sie zu sein.

Die Autorin schreibt in einem verständlichen, flüssigen und leicht lesbaren Stil. Szenen und Landschaften sind so gut beschrieben, dass man sie sich mühelos vorstellen kann.

Insgesamt ist es ein sehr tolles Buch, das sich für mich anfangs jedoch schwer lesen ließ. Besonders mit Mias Wechselhaftigkeit tat ich mich zunächst schwer. Richtig fesselnd wurde das Buch für mich ab dem Moment, als Kalle und Mia sich persönlich begegnen. Mias Kindheit ist schwer zu ertragen und für mich kaum vorstellbar – im Gegensatz zu ihr habe ich Gott für mein behütetes Leben zu danken.

Christina hat es wunderbar geschafft, die Suche nach Gott zu beschreiben und zu zeigen, was der Glaube im Leben eines Menschen bewirken kann. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Bevor man spricht sollte man nachdenken ob man sich selbst mit seiner Aussage wohlfühlt

Einander verstehen lernen
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ERST DENKEN, DANN REDEN …
Diesen Satz habe ich schon oft gehört – doch erst durch dieses Buch wurde mir wirklich bewusst, was er bedeutet.

Denkst du darüber nach, wie das, was du sagst, bei deinem Gegenüber ...

ERST DENKEN, DANN REDEN …
Diesen Satz habe ich schon oft gehört – doch erst durch dieses Buch wurde mir wirklich bewusst, was er bedeutet.

Denkst du darüber nach, wie das, was du sagst, bei deinem Gegenüber ankommt? Fühlst du dich mit dem, was du sagst, wohl?

Diese und ähnliche Fragen beleuchtet Elisabeth Haag in ihrem Buch. Sie beschäftigt sich dabei nicht nur mit Sprache und Kommunikation, sondern auch mit Themen wie Gefühlen, Gedanken, Empathie und Entschleunigung.

Ihren Schreibstil empfand ich als angenehm und gut lesbar. Allerdings wurde mein Lesefluss gelegentlich durch einige wissenschaftliche Begriffe wie „Kohärenz“ oder „diametral“ unterbrochen. In solchen Momenten musste ich oft zum Handy greifen, um die Begriffe nachzuschlagen und besser zu verstehen.

Dennoch konnte ich persönlich viel aus dem Buch mitnehmen. Besonders hängen geblieben ist bei mir die Erkenntnis, dass wir Menschen dazu neigen, vorschnell zu interpretieren – anstatt zunächst einfach zu beobachten. Auch der Gedanke, dass man sich beim Bitten über den tatsächlichen Anspruch hinter der Bitte im Klaren sein sollte, hat mich sehr angesprochen.

Elisabeth erklärt anschaulich, was den Menschen und seine Sprache ausmacht. Sie zeigt auf, dass ein liebevoller Umgang mit anderen nur möglich ist, wenn man mit sich selbst im Reinen ist und sich selbst wertschätzt. Auch das aktive Zuhören wird thematisiert – eine Fähigkeit, die man erlernen kann und die für gelingende zwischenmenschliche Beziehungen essenziell ist.

Im Rahmen meines Studiums habe ich bereits das Konzept der gewaltfreien Kommunikation im Konfliktmanagement kennengelernt. Daher hat mich das Buch – sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf Titel und Klappentext – nicht enttäuscht. Ich finde es sehr wertvoll. Wer gerne Sachbücher mit einem etwas gehobeneren sprachlichen Niveau liest, wird in diesem Buch viele hilfreiche Impulse entdecken.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Ein schöner humorvoller Roman mit Tiefgang

Ein Stiefel kommt selten allein
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Ein Buch von Karen Witemeyer? Kaufe ich blind. Ihre Geschichten gehören für mich einfach ins Regal – und auf die Leseliste. Sie hat ein echtes Talent dafür, Romane zu schreiben, die mitten ins Herz treffen. ...

Ein Buch von Karen Witemeyer? Kaufe ich blind. Ihre Geschichten gehören für mich einfach ins Regal – und auf die Leseliste. Sie hat ein echtes Talent dafür, Romane zu schreiben, die mitten ins Herz treffen. Humor, Romantik, Charme, eine Prise Ernst und natürlich der Glaube – bei ihr ist alles drin. Ihre Hauptfiguren sind so sympathisch, dass man sie am liebsten persönlich kennenlernen würde. Und ihre Beschreibungen des Lebens im 19. Jahrhundert? So lebendig, dass ich beim Lesen manchmal vergesse, dass ich nicht tatsächlich in einem Korsett auf einer staubigen Veranda sitze.

Schon beim Titel dieses Buches musste ich sofort an das Sprichwort „Ein Unglück kommt selten allein“ denken – und ganz ehrlich: Passt wie die Faust aufs Auge. Oder besser gesagt: wie der verlorene Stiefel zur Geschichte.

Auf der Suche nach Gerechtigkeit bricht Asher bei einem Rinderbaron ein um Beweise zu sammeln, dass seine Familie zu Unrecht aus ihrem Zuhause geworfen wurde. Blöd nur, dass er erwischt wird – und bei der Flucht einen seiner Stiefel verliert. Cinderella lässt grüßen!
Samantha, die Tochter des besagten Rinderbarons, findet den einsamen Stiefel. Und da der „Dieb“ kurz zuvor ihren kleinen Bruder vor dem Ertrinken gerettet hat, kann sie sich einfach nicht vorstellen, dass er ein schlechter Mensch ist. Sie macht sich auf die Suche nach ihm – nicht mit dem Glas-Schuh, sondern mit einem Cowboy-Stiefel. Ob sie ihn findet? Tja, das wird natürlich nicht verraten.

Diese Geschichte bietet genau die richtige Mischung aus Gefühl, Spannung und einem Augenzwinkern. Wer christliche Liebesromane mit Herz und Humor mag, wird dieses Buch lieben!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Familiengeheimnisse und Versöhnung

Das Haus am Ende der Welt
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Wow. Mir fehlen die Worte für dieses Buch. Katrin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte vollkommen in den Bann zu ziehen. Einmal eingetaucht, konnte ich kaum aufhören zu lesen. Fesselnd und gefühlvoll ...

Wow. Mir fehlen die Worte für dieses Buch. Katrin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte vollkommen in den Bann zu ziehen. Einmal eingetaucht, konnte ich kaum aufhören zu lesen. Fesselnd und gefühlvoll erzählt sie die Geschichte von Mai und Henning.

Mai hat einen schweren Reitunfall erlitten, lag wochenlang im Koma – und als sie schließlich erwacht, ist nichts mehr wie zuvor. Sie ist nicht mehr dieselbe. In ihr brodelt Schmerz und Wut, die ich beim Lesen förmlich spüren konnte. Ihre Gefühle waren für mich absolut nachvollziehbar.
Henning hingegen war mit Mais Verhalten völlig überfordert, konnte es nicht begreifen – und reagierte oft überfürsorglich. Doch dann verschwindet Mai plötzlich spurlos.
Was ist passiert? Wo ist sie hin?

Die Suche nach ihr führt Henning schließlich nach Finnland, nachdem er einen rätselhaften Anruf erhält. Ohne zu zögern macht er sich auf den Weg – und stößt dort auf ein Geheimnis, das alles verändert. Ein Geheimnis, das sich entfaltet wie die Büchse der Pandora und mich beim Lesen fassungslos zurückgelassen hat. Gleichzeitig zwingt es Henning, sich seiner eigenen Vergangenheit zu stellen.

Katrin zeigt mit diesem Buch eindrucksvoll, wie wichtig es ist, über Verluste, familiäre Geheimnisse und die Wahrheit zu sprechen.
Es ist kein Buch, das laut schreit – aber eines, das tief unter die Haut geht. Ich kann es von Herzen empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Ein Kinderkrimi über Mut, Zusammenhalt und ein großes Geheimnis

Der Schrazelschatz
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Ein mitreißender Kinderkrimi in leicht verständlicher Sprache – perfekt für junge Leser! Als Erwachsene musste ich über die gelegentlichen Dialektsätze schmunzeln, die dem Buch eine besondere Note verleihen. ...

Ein mitreißender Kinderkrimi in leicht verständlicher Sprache – perfekt für junge Leser! Als Erwachsene musste ich über die gelegentlichen Dialektsätze schmunzeln, die dem Buch eine besondere Note verleihen. Die schwarz-weißen Illustrationen helfen dabei, die Geschichte noch besser nachzuvollziehen und sich in die Abenteuer der drei Hauptfiguren hineinzuversetzen.

Gemeinsam mit Bene, Anton und Leni begeben sich die Leser auf eine aufregende Suche nach einem Dieb und einem geheimnisvollen Schatz. Bene, ein energiegeladener Achtjähriger, und sein älterer Bruder Anton, ein besonnener und wissbegieriger Elfjähriger, sind ein unschlagbares Team. An ihrer Seite steht Leni, Benes beste Freundin und Klassenkameradin, mit der er so manches Abenteuer erlebt.

Die Geschichte steckt voller spannender Botschaften: Vorurteile hinterfragen, über sich selbst hinauswachsen, Hilfe annehmen, Zusammenhalt zeigen und Vertrauen in Gott haben. All das wird geschickt in die Handlung eingebunden, sodass die jungen Leser nicht nur mitfiebern, sondern auch wertvolle Lektionen fürs Leben mitnehmen.

Kinder, die gerne spannende Bücher lesen, werden mit diesem Buch eine wunderbare Lesezeit haben!

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