Eine geniale Idee, aber die Umsetzung hat Luft nach oben
Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?Fünf Jahre ist es her, dass ihre Freundin Maria spurlos verschwunden ist und zum ersten Mal trifft sich die alte Clique wieder zu einem Krimidinner in der Eiffel. Doch schnell wird allen klar, dass es ...
Fünf Jahre ist es her, dass ihre Freundin Maria spurlos verschwunden ist und zum ersten Mal trifft sich die alte Clique wieder zu einem Krimidinner in der Eiffel. Doch schnell wird allen klar, dass es sich nicht um ein echtes Spiel handelt. Dafür gibt es einfach zu viele Parallelen zwischen dem fiktiven Fall und den Vorkommnissen der damaligen Nacht. Immer mehr Geheimnisse kommen auf den Tisch und niemand weiß wem er noch trauen kann. Ist Maria noch am Leben oder ist einer von ihnen der Mörder?
Durch den angenehmen Schreibstil bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Ich fand die Idee total faszinierend, dass ein Krimidinner als Basis für einen Thriller dienen soll. Daher fand ich auch gerade den Anfang super spannend als die einzelnen Charaktere angefangen haben die Gemeinsamkeiten zwischen der Fiktion und der Realität zu erkennen. Man erfährt das ein oder andere Geheimnis und so bekommt jeder der Anwesenden ein Motiv. Ab der Hälfte ist das Krimi-Dinner allerdings komplett vergessen und die Geschichte besteht fast nur noch aus Rückblenden in die Vergangenheit. War die Geschichte zu Beginn relativ langsam im Tempo, kommt sie hier teilweise fast zum Stillstand. Die selben Situationen werden immer wieder aus allen Perspektiven beleuchtet und man lernt jedes Mal nur wenig Neues dazu. Dazu kommt, dass einem keiner der Anwesenden wirklich sympathisch ist und man dadurch auch nicht mit ihnen mitfiebert. Das Ende hatte nochmal etwas mehr Tempo und einige Wendungen, wobei die auch nur bedingt überraschend waren. Schade, denn in meinen Augen hätte die Geschichte wirklich viel Potential gehabt.
Eine gelungene Idee, deren Umsetzung noch Luft nach oben hat und die ich definitiv nicht als spannenden Thriller bezeichnen würde. Mehr als 2,5 Sterne kann ich daher leider nicht verteilen.