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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Sechs Freunde, ein Geheimnis und kein Entkommen

Five Survive
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Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. ...

Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird auf die Gruppe geschossen, sobald sie den Bus verlassen. Über ein Funkgerät teilt der Schütze ihnen mit, dass er sie erst gehen lässt, wenn einer von ihnen sein Geheimnis preisgibt.

Durch den angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Vor allem zu Beginn ist das Tempo hoch und es passiert so einiges. Im Verlauf der Handlung bleibt die Spannung nicht durchgehend konstant, was ich allerdings nicht unbedingt als negativ empfunden habe, da so Raum für die Charakterentwicklung bleibt. Gerade gegen Ende zieht die Spannung dann noch einmal deutlich an und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.
Mit Red ist der Autorin außerdem eine interessante Erzählerin gelungen, deren besondere Sichtweise der Geschichte eine eigene Note verleiht. Auch die Dynamik zwischen den sechs Freunden fand ich gelungen, insbesondere wie sich ihr Verhalten und ihre Beziehungen unter dem zunehmenden Druck verändern. Dazu kommt eine durchgehend düstere Atmosphäre, die gut zur Handlung passt und die Bedrohung jederzeit spürbar macht.

Ein spannender Thriller mit starker Atmosphäre, interessanter Erzählerin und einem packenden Finale. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

Wiederholungen und Ungereimtheiten

Frostblumen in den Highlands
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Notfallchirurgin Zara Khan zieht für einen Neuanfang in die schottischen Highlands. Dort soll sie das Team der Glencoe Mountain Rescue unterstützen. Allerdings hat sie nicht mit dem attraktiven, grummeligen ...

Notfallchirurgin Zara Khan zieht für einen Neuanfang in die schottischen Highlands. Dort soll sie das Team der Glencoe Mountain Rescue unterstützen. Allerdings hat sie nicht mit dem attraktiven, grummeligen Einsatzleiter Duncan gerechnet, der ihre Gefühle auf den Kopf stellt.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte starten konnte. Besonders das Setting hat mir sehr gefallen und war für mich ein Grund, die Geschichte lesen zu wollen. Leider enden hier auch größtenteils die positiven Aspekte. Zara war zunächst noch sympathisch, doch im Verlauf der Handlung hat sich dieser Eindruck stark verändert. Immer wieder beharrt sie stur auf ihrer Meinung, ohne die Auswirkungen ihres Handelns zu bedenken. Obwohl sie eigentlich eine erwachsene, selbstbewusste Frau sein soll, wirkt ihr Verhalten häufig wie das eines Teenagers. Hinzu kommt, dass sie Duncan nach nur einer Begegnung ihm diese immer wieder vorhält und ihn für alles verantwortlich macht, obwohl sie selbst der eigentliche Auslöser war. Von ihrem Verhalten während des Schneesturms will ich gar nicht anfangen.
Duncan mochte ich deutlich lieber, allerdings fehlt ihm über die gesamte Geschichte hinweg Tiefe. Zudem wiederholen sich Situationen und teilweise ganze Unterhaltungen mehrfach, was das Lesevergnügen schmälert. Teilweise liegt das daran, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird, doch vieles wirkt unnötig doppelt. Manchmal scheint es, als hätten die Charaktere vergessen, was vorher geschehen ist und das sollte einfach nicht passieren. Auch sonst fallen mehrere Ungereimtheiten auf, die den Lesefluss deutlich stören.

Unsympathische Protagonistin, Wiederholungen und Ungereimtheiten stören den Lesefluss. Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Der große Bruder des besten Freundes

Making Waves
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Schon seit Jahren ist Alex in den großen Bruder seines besten Freundes Bailey verliebt. Fast genauso lange sind die beiden Brüder allerdings zerstritten. Immer wieder versucht Alex, zwischen ihnen zu vermitteln, ...

Schon seit Jahren ist Alex in den großen Bruder seines besten Freundes Bailey verliebt. Fast genauso lange sind die beiden Brüder allerdings zerstritten. Immer wieder versucht Alex, zwischen ihnen zu vermitteln, doch Bailey lässt sich davon nicht abbringen. Nun studieren alle drei am selben College und für Alex wird es zunehmend schwieriger, die Anziehung zu Romy weiter zu verdrängen.

Dank des angenehmen Schreibstils bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Besonders gefallen hat mir, dass aus beiden Perspektiven erzählt wird, da man sich so besser in die beiden Protagonisten hineinversetzen kann. Da die Geschichte der beiden allerdings schon lange vor dem eigentlichen Buch beginnt, bleibt der Spannungsbogen insgesamt eher flach. Statt großer Konflikte erwartet einen hier vor allem eine süße Wohlfühlgeschichte.
Nichtsdestotrotz geben Alex und Romy ein sehr stimmiges Paar ab und es war schön, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich Stück für Stück näherkommen. Mit Bailey hatte ich dagegen so meine Schwierigkeiten. Er verhält sich oft wie ein verzogenes Kind, und seine anhaltende Ablehnung gegenüber seinem Bruder war für mich nur schwer nachvollziehbar. Umso besser, dass er im Laufe der Geschichte erkennt, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist, und beginnt, an sich zu arbeiten.

Eine ruhige, süße Liebesgeschichte mit Wohlfühlcharakter, die vor allem von der Dynamik zwischen den Figuren lebt. Auch wenn der Spannungsbogen eher flach bleibt, überzeugt das Buch durch seinen angenehmen Schreibstil und sympathische Hauptfiguren.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Gefangen in einem grausamen System

To Cage a Wild Bird
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Das Leben in Dividium folgt strengen Regeln und wer dagegen verstößt, landet im brutalen Gefängnis Endlock. Dort haben wohlhabende Bürger die Möglichkeit, Jagd auf die Gefangenen zu machen und sie zu töten. ...

Das Leben in Dividium folgt strengen Regeln und wer dagegen verstößt, landet im brutalen Gefängnis Endlock. Dort haben wohlhabende Bürger die Möglichkeit, Jagd auf die Gefangenen zu machen und sie zu töten. Raven selbst gehört zu denen, die Verbrecher aufspüren und nach Endlock bringen. Doch als ausgerechnet ihr Bruder verhaftet wird, setzt sie alles daran, selbst in das Gefängnis zu gelangen, um ihn zu befreien. Ausgerechnet der junge Wachmann Vale scheint ihre einzige Hilfe zu sein, aber kann sie ihm wirklich vertrauen?

Der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Seite an begeistert, sodass ich direkt mitten in der Geschichte war. Raven ist eine vielschichtige Protagonistin, die in ihrem jungen Leben bereits einiges durchmachen musste. Es war spannend zu verfolgen, wie sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt und langsam erkennt, dass Vertrauen und Zusammenarbeit manchmal der bessere Weg sind. Mit Vale bekommt sie einen interessanten Gegenpart, der nicht nur durch unerwartete Unterstützung überzeugt, sondern auch mehr als ein Geheimnis mit sich herumträgt. Dazu kommen die sehr unterschiedlichen Nebencharaktere, die alle auf ihre eigene Weise zur Geschichte beitragen. Lediglich beim Worldbuilding hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Zwar gelingt es der Autorin, eine düstere und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, doch ein genaueres Verständnis für die Welt von Dividium und ihre Regeln hätte das Gesamtbild für mich noch abgerundet. Das Ende ist dafür gut gelungen und macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

Eine spannende Dystopie mit einer starken Protagonistin, einer düsteren Grundidee und interessanten Nebencharakteren. Trotz kleiner Schwächen im Worldbuilding kann ich die Geschichte nur weiterempfehlen und würde ihr 4,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Zwischen Göttern und Titanen

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Kaum hat Lyra das Crucible überstanden, steht sie bereits vor der nächsten Herausforderung. Statt Persephone aus dem Tartaros zu befreien, werden die beiden unfreiwillig dort eingesperrt. Nun muss Lyra ...

Kaum hat Lyra das Crucible überstanden, steht sie bereits vor der nächsten Herausforderung. Statt Persephone aus dem Tartaros zu befreien, werden die beiden unfreiwillig dort eingesperrt. Nun muss Lyra einen Weg finden, sich selbst und Persephone zu befreien, ohne dabei die Titanen entkommen zu lassen, und vor allem, bevor Hades auf die Idee kommt, die Welt für sie niederzubrennen.

Dank des angenehmen Schreibstils der Autorin bin ich direkt wieder gut in die Geschichte hineingekommen. Lyra mochte ich bereits im ersten Teil, doch dieses Mal konnte sie mich sogar noch mehr von sich überzeugen. Ihre Entwicklung ist wirklich beeindruckend, und es hat mir sehr gefallen zu beobachten, wie sie zunehmend zu einer starken und selbstbewussten jungen Frau heranwächst. Mit jedem neuen Wissen beginnt sie, ihre Umgebung und die bestehenden Strukturen zu hinterfragen und sich ein eigenes Bild zu machen. Die Handlung ist durchgehend spannend und wartet mit vielen unerwarteten Wendungen auf, sodass beim Lesen zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und fügen sich stimmig in die Geschichte ein. Der Cliffhanger am Ende macht definitiv neugierig darauf, wie es im nächsten Teil weitergehen wird.

Ein durchweg spannender und überzeugender zweiter Teil mit einer starken Protagonistin, vielen unerwarteten Wendungen und einem Ende, das große Vorfreude auf die Fortsetzung weckt.

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