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Veröffentlicht am 07.06.2021

Ein Roman, der Fernweh weckt und mit einem atemberaubenden Setting punktet

Zwei Wochen & Alles
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Sommer, Sonne, Dolce Vita und die ganz große Liebe?
Maja Overbeck hat mich mit ihrem Roman von der ersten Seite an begeistert, zum lachen gebracht und so tief fühlen lassen.

Das fängt schon bei ihrem ...

Sommer, Sonne, Dolce Vita und die ganz große Liebe?
Maja Overbeck hat mich mit ihrem Roman von der ersten Seite an begeistert, zum lachen gebracht und so tief fühlen lassen.

Das fängt schon bei ihrem Schreibstil an, der einfach so wunderbar leicht, atmosphärisch und einnehmend ist.
Man fühlt sich wie von einer Blase umfangen, die man freiwillig niemals mehr verlassen möchte.
Juli und Ruben sind zwei großartige Charaktere, die mich mitten ins Herz getroffen haben. Zwei Menschen, die so viel gemeinsam haben. Sich mit Selbstzweifeln herumplagen und versucht sind an der Vergangenheit festzuhalten.
Ein Aspekt, den ich wunderbar nachempfinden kann, der aber auch Rückschritt bedeutet.
Wie einfach es doch wäre, einfach alles so zu lassen, wie es ist.
Wie verführerisch und doch so falsch, weil es die eigene Persönlichkeit untergräbt und damit schwach und angreifbar macht.
Juli und Ruben haben so viel mehr verdient.
Kein Rückschritt, sondern Veränderung.
Ich mochte ihre Entwicklung unglaublich gern. Auch wenn sie mich manchmal förmlich in den Wahnsinn getrieben haben.
Immer diese Missverständnisse und unnötigen Konflikte, die komplett an meinem Nervenkostüm gezerrt haben. Aber es hat sie auch authentischer und perfekter gemacht.
Es hat die wahren Werte in Ihren Persönlichkeiten noch mehr hervorgehoben.
Ich liebe ihre Eigenheiten, ihre Spontanität und ihre Leidenschaft.
Ihre Herzensgüte, ihre Loyalität und letztendlich auch ihr unkontrollierbares Wesen.
Das sie einfach alles hinterfragt haben, sich aber trotzdem mental lösen konnten und erkannt haben, dass sie so viel mehr sind.
Ihre Hintergründe haben mich tief beschäftigt. Denn es zeigt, dass sie ein völlig anderen Blickwinkel auf ihr Leben hatten.

Aber jetzt ist Dolce Vita angesagt und wenn nicht jetzt etwas ändern, wann dann?
Ich hab beide vom ersten Moment an gemocht. Weil sie beide mit etwas zu kämpfen hatten, sich eine Auszeit verschaffen.
Und trotz der negativen Erfahrungen niemals den Glauben an die Liebe verloren haben. Sie entfalten sich, fangen an zu leben und kosten von der süßesten Frucht der Welt.
Doch ist es nur für den Urlaub gedacht oder ist mehr möglich?
Sie erkennen, dass sie einfach mehr sind, als Ihnen bewusst ist. Das diese Erfahrungen sie stärker und mutiger machen.
Das sie nicht in der Vergangenheit leben, sondern endlich nach vorne schauen müssen.
Das Liebe einfach das großartigste Gefühl der Welt ist und es vielleicht Zeit für einen Neuanfang ist.

Ich mochte diese Story so unfassbar gern.
Voller Leichtigkeit, Humor und Emotionalität.
Man fühlt sich gehalten, umsorgt, beschützt.
Luna und Nick haben diese Story mit Humor erfüllt, aber gleichzeitig wurde ersichtlich, wie sehr auch sie ihr Päckchen zu tragen haben.
Maja Overbeck bindet ernste Themen ein, die dem Ganzen einen tragenden Beigeschmack verliehen haben.
So viel Schmerz ,Angst und Wut.
Teilweise ist man einfach nur sprachlos, was sich hier herauskristallisiert. Besonders wenn man dabei an das Umfeld denkt, das unweigerlich mit involviert wird.
Das Egoismus und Arroganz so anmaßend und zerstörerisch sein können.
Sehr einfühlsam und dennoch eindringlich öffnet die Autorin Juli und Ruben die Augen.
Was aber nicht heißt, dass es einfach so weggewischt werden kann.
Zuviel ist passiert, zu tief wurde es verankert.
Ein Kokon aus dem man nicht so einfach ausbrechen kann.
Es fühlt sich so schwer und bittersüß an.

Juli und Ruben machen eine Entwicklung durch, die mir einfach so gut gefallen hat.
Dabei ist dieser Roman nicht unbedingt wendungsreich.
Er punktet vor allem mit einer unglaublich großen Wohlfühlatmosphäre. Mit den wunderbaren Beschreibungen des Settings wird Fernweh ausgelöst.
Ich liebe diese Geschichte einfach, weil die täglichen Stürme sich auf Juli und Ruben übertragen. Man aber dieses Gefühl von Leichtigkeit erfährt, das nur im Urlaub so intensiv hervortreten kann.
Ein absolutes Wohlfühlbuch, das stetig fesselt und mitreißt und Werte mit auf den Weg gibt.
Es geht darum ,endlich loszulassen, damit sich etwas verändern kann und man sich entfalten und endlich man selbst sein kann.

Fazit:
Maja Overbeck hat mit “Zwei Wochen und alles” einen wunderschönen, atmosphärischen und emotionalen Roman zu Papier gebracht, der unglaublich mitreißend und fesselnd ist.
Eine sanfte Lovestory verbunden mit ernsten Themen,macht das Ganze so viel gehaltvoller und vielseitiger.
Ein Roman, der Fernweh weckt und mit einem atemberaubenden Setting punktet.
Ich bin verzaubert und hingerissen.
Denn es geht um Loslassen, Ankommen und einfach darum, man selbst sein zu können.

Veröffentlicht am 06.06.2021

Ernst, beklemmend, aber gleichzeitig so voller Hoffnung, Wut, Angst und Verzweiflung

Only One Letter
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Puh also die Only One Reihe von Anne Goldberg stellt schon etwas sehr spezielles dar. Band 1 hab ich wirklich geliebt.
Band 2 ist dagegen wie eine 180 Grad Wendung.
Ich muss dazu sagen, es ist eine komplett ...

Puh also die Only One Reihe von Anne Goldberg stellt schon etwas sehr spezielles dar. Band 1 hab ich wirklich geliebt.
Band 2 ist dagegen wie eine 180 Grad Wendung.
Ich muss dazu sagen, es ist eine komplett andere Story ,es lässt sich absolut mit nichts vergleichen, was ich in dieser Hinsicht bereits gelesen habe.
Und es ist definitiv kein Buch, dass man nebenher lesen kann. Dafür ist es einfach zu schwermütig, zu tragend und intensiv.
Also nehmt euch unbedingt Zeit dafür.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder unglaublich einnehmend, aber auch sehr fordernd und intensiv.
Die Atmosphäre hat sie sehr gut eingefangen. Denn sie ist düster, beklemmend und man spürt einfach diese Schwere und Melancholie in jeder einzelnen Zeile.
Ich empfand Liz und Nate als sehr speziell. Sie sind sehr schwierig, weil ihr Hintergrund sie sehr verändert und geprägt hat. Die Leichtigkeit ist verschwunden. Es wurde Platz gemacht für Trauer, Wut und Angst.
Das Temperament das beide in sich tragen, sieht man nicht kommen, es überfällt einen unkontrolliert und mit voller Wucht.
Und trotzdem ist gerade Nate hier der ruhige Pol, der auf irgendeine Art und Weise alles erdet. Er fängt Liz auf ,aber gleichzeitig tut Liz das auch für Nate. Aber auf eine andere Art und Weise. Und das fand ich einfach wahnsinnig bewundernswert.
Beide haben auf mich einen sehr verlorenen und einsamen Eindruck gemacht. Teilweise hatte ich das Gefühl, sie zerbrechen unter der Last der Ereignisse. Sie zerbrechen dabei jedes Mal ein Stückchen mehr.
Dadurch das man Liz’ Perspektive erfährt, kann man zu ihr ein sehr viel tieferes Verhältnis, als zu Nate aufbauen. Weil man wirklich spürt, was sie fühlt und was sie antreibt.
Wie sehr sie innerlich zerrissen ist und stetig zu kämpfen hat. Bei Nate kann man vieles erahnen, aber mir fehlte einfach ein intensiverer und tiefgreifender Blick in seine Persönlichkeit.
Beide sind verschlossen und die Mauern werden stetig höher, dabei spürt man den drohenden Urknall, der sich irgendwann Luft macht. Und er kommt, mit so einer Geschwindigkeit, dass man förmlich sprachlos und erschüttert ist.
Ich mochte die beiden wahnsinnig gern. Weil sie anders waren, mit Ecken und Kanten.
Weil sie wissen, wie sich Wut und Angst anfühlen.
Weil sie trotz allem ihren Humor nicht verloren haben, der das Ganze immer wieder aufgelockert und erträglich gemacht hat.
Daneben erhält man auch einen sehr guten Einblick auf ihr Umfeld und versteht teilweise, warum sie sind, wie sie eben sind.

In die Story selbst kam ich nur schwer herein. Es ist so dunkel und bedrohlich, dass ich nicht wusste, wo es mich hinführen würde.
Nach und nach konnten sich auch die leisen und ernsten Töne entfalten und ich verstand, mit welch tragenden Ereignissen ,ich mich auseinandersetzen musste.
Es ist keinesfalls einfach, denn man erlebt stetig ,wie sie damit umgehen und der jeweils andere ,versucht denjenigen zu halten und zu erden.
Und die ganze Zeit hatte ich so einen dicken Kloß im Hals. Es fühlte sich wie Trauer und Hoffnungslosigkeit an. Es fühlte sich an, als würde man etwas verlieren, als hätte es kein Bestand.
Liz’ verarbeitet die ganzen Ereignisse mit und für Nate zum einen in einem Notizbuch und zum anderen erlebt man die Gegenwart aus ihrer Sicht.
Erlebt die Kämpfe und inneren Stürme.
Erlebt, wie sich Hoffnung und Verzweiflung immer wieder die Hand reichen, ohne Chance auf Erlösung.
Die Spannung ist dabei eher unterschwellig spürbar und es geht ruhig und eindringlich vonstatten.
Als ich dieses Buch beendet habe, hatte ich das Gefühl in der Luft zu hängen. Als würde etwas fehlen. Als wäre der entscheidende Punkt nicht hervorgetreten.
Ich kann es nicht klar benennen, aber es ist dennoch da.

Anne Goldberg setzt sich hier mit sehr schwerwiegenden Themen auseinander, die wirklich verdammt nahe gehen. Besonders bei Nate hatte ich das Gefühl, innerlich zu zerbrechen und nicht mehr atmen zu können.
So viel Schwere und Trauer. So viel Angst und Unsicherheit.
Ein Erlebnis, das den ganzen Menschen unwiderruflich verändert und quasi umdreht.
Wie lässt sich so etwas ertragen?
Wie lebt man damit noch? Wie sich aus dieser lähmenden Trauer lösen?
Ich finde keine Worte dafür.
Es ist beängstigend, weil es in eine tiefe Abwärtsspirale münden kann, aus der es kein Entkommen mehr gibt.
Und dennoch finde ich, dass die Autorin die entscheidenden Umbrüche sehr gut offenbart hat und gleichzeitig zeigt sie eine Verbindung auf, die von Halten und Hoffnung spricht und damit eine ganz besondere Ebene erreicht.

Eine sehr interessante und vor allem tiefgreifende Story, die mich stetig beschäftigt hat.

Fazit:
"Only One Letter ” ist eine Geschichte, die sich nur schwer in Worte fassen lässt.
Ernst, beklemmend, aber gleichzeitig so voller Hoffnung, Wut, Angst und Verzweiflung.
Liz’ und Nates Story ist anders als erwartet.
Schwermütig, melancholisch und so unfassbar traurig und erschütternd zugleich.
Anne Goldberg befasst sich mit Themen, die zum nachdenken anregen und zeigen, wie sehr die inneren Umbrüche den kompletten Menschen verändern und dabei verloren und zerbrochen zurücklassen.
Ein sehr interessantes, aber auch schweres Werk, das man keinesfalls nebenbei lesen kann. Das aber unglaublich beeindruckend und intensiv ist. Und definitiv nachhallt.

Veröffentlicht am 05.06.2021

Ich liebe dieses Buch. Parkers und Rhys Story ist so humorvoll,erfrischend und frech.

Forever and ever
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Als ich das gemeinsame Werk von Kristen Callihan und Samantha Young gesehen hab, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Und so ging es auch direkt damit los.
Wenn die beiden Autorinnen zusammentreffen, kann ...

Als ich das gemeinsame Werk von Kristen Callihan und Samantha Young gesehen hab, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Und so ging es auch direkt damit los.
Wenn die beiden Autorinnen zusammentreffen, kann es nur ordentlich scheppern. Und wie es das tut. Mein Gott, ich vergöttere beide Autorinnen und hoffe so sehr, es bleibt nicht bei diesem einen Werk.

Den Schreibstil empfand ich als ungemein einnehmend und bildhaft.
Sie schreiben so locker und leicht, dass man quasi durch die Seiten fliegt.
Ich hatte so unglaublichen Spaß. Es ist eins dieser Bücher, die ich hätte ewig lesen können.
So humorvoll, erfrischend und herzzerreißend zugleich.
Angefangen bei den Charakteren, die so wahnsinnig gut ausgearbeitet sind und immer mehr ans Herz wachsen.
Dabei treffen hier Welten aufeinander.
Es knallt nicht nur ordentlich, es ist heiß, verdammt emotional und bei den Dialogen dachte ich teilweise, ich brech ab vor Lachen.
Die Chemie zwischen Parker und Rhys ist so elektrisierend ,einzigartig und einfach gehaltvoll.
Parker ist ziemlich verschlossen, sanft und hält sich eher im Hintergrund. Sie mag ungern Aufmerksamkeit auf sich lenken und man spürt einfach, dass sie Narben auf der Seele trägt, die dringend heilen müssen.
Ihr schmerzlicher Hintergrund ging mir wirklich nahe und ich konnte mich so verdammt gut in sie hineinversetzen.
Rhys ist dagegen ein völlig anderes Kaliber.
Laut, provokant, sexy und geheimnisvoll.
Seine Mauern sind verdammt hoch und undurchdringlich. Doch man spürt, dass da einfach mehr ist.
Das da viel Wut, Unsicherheit und Verletzlichkeit dahinter verborgen liegt und nichts möchte man mehr, als dies alles freizulegen.
Doch können Parker und Rhys sich gegenseitig heilen oder ist es doch nur ein Deal auf Zeit?
Auch die anderen Protagonisten mochte ich wahnsinnig gern. Angefangen bei Dean bis zu Parkers Eltern. Man fühlt sich geerdet ,gehalten und das bedeutet einfach so unglaublich viel.
Auch die Antagonisten sind verdammt gut ausgearbeitet.
Die Abgründe und die Perfidität sowie maßlose Arroganz dahinter werden verdammt gut klar gemacht.
Insgesamt alle sehr authentisch und absolut lebendig, so das man sie wirklich spüren und erleben kann.

Dadurch das man die Perspektiven von Parker und Rhys erlebt, bekommen sie verdammt viel Tiefe und Ausdruck.
Ich hab sie so sehr gefühlt und mit Ihnen gelitten.
Ich bin fast zerbrochen an dem Schmerz und der inneren Zerrissenheit dahinter.
Denn die beiden sind so unglaublich tolle Charaktere, dass man alles schlechte von Ihnen nehmen möchte.
Die Grundidee dahinter ist nichts Neues. Aber die beiden Autorinnen bringen das mit so viel Charme und Witz rüber, dass man komplett hin und weg ist.
Darüber hinaus punkten sie auch mit ernsten Themen, was für tragende Elemente sorgt.
Es geht um Verlust, Trauma und das Gefühl zu haben, nicht mehr weitermachen zu können. Und dazu spürt man einfach wie sehr sie unter ihrer Trauer und Angst leiden.
Es ist nicht schlimm, so viel Schmerz zuzulassen. Es zeugt von Stärke und Mut und man begreift einfach, was für ein großer Einschnitt es in ihrem Leben bedeutet.
Parker und Rhys wachsen füreinander und miteinander und das ist einfach so verdammt gut spürbar.

Ich liebe diese Story einfach so sehr.
Ich hab gelacht, gelitten und es fühlte sich einfach nach so viel und so perfekt an.
Die Dialoge sind frech, charmant und einfach witzig.
Die Intensität zwischen den beiden unglaublich gut spürbar. Aber dennoch nähern sie sich leise, fast sanft an.
Es spricht von Liebe, Sehnsucht und Hoffnung.
Doch die Konflikte nehmen nicht ab, wodurch es immer wieder kräftig knallt. Ich habe es geliebt wie sehr sie sich gehalten und beschützt haben.
Wie groß Loyalität, Vertrauen und Stärke vertreten waren.
Insgesamt ist es in meinen Augen absolut perfekt und ich wünsche mir einfach, dass wir noch einen weiteren Band bekommen.
Denn Potential ist definitiv da. Für mich ein absolutes Highlight.

Fazit:
Mit “Forever and Ever” haben Kristen Callihan und Samantha Young bewiesen, was für großartige Autorinnen sie nicht nur im Einzelpack sind.
Parkers und Rhys Story ist so humorvoll,erfrischend und frech.
Heiß, geheimnisvoll, voller Schmerz und Intensität.
Ein Roman über Liebe, Loyalität und Vertrauen.
Eine Story die aufzeigt, dass du aufgefangen wirst und nicht an deiner Vergangenheit zerbrechen musst.
Es ist nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.
Ich hab es so sehr gefühlt, gelacht und einfach diese Wow Momente gespürt.
Ich hoffe so sehr auf einen zweiten Band.
Denn dieser emotionale, tragende und humorvolle Roman ist einfach nur perfekt und fühlt sich so verdammt gut an.
Definitiv ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 05.06.2021

ein sehr rasanter, kurzweiliger, aber sehr spannender Thriller, der zwar etwas vorhersehbar ist, aber mit exzellenten Ermittlungen punktet.

Dein böses Herz
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"Dein böses Herz ” von Paul Buderath ist ein Thriller, der mich schon vom Klappentext her unglaublich angesprochen hat.

Der Schreibstil ist sehr einnehmend und fließend, wodurch ich relativ schnell in ...

"Dein böses Herz ” von Paul Buderath ist ein Thriller, der mich schon vom Klappentext her unglaublich angesprochen hat.

Der Schreibstil ist sehr einnehmend und fließend, wodurch ich relativ schnell in der Story verschwunden war.
Der Prolog hat mich sofort neugierig gemacht, wodurch ich diesen Thriller in einem Zug verschlungen habe.
Wozu auch die sehr kurzen Kapitel beigetragen haben.
Interessant fand ich hier die Perspektiven, weil es die Vermutung nahelegt, dass es sich um eine Reihe handeln könnte.
Was ich ziemlich gut finden würde, weil Sandra eine großartige Protagonistin ist, die mir sofort ans Herz gewachsen ist.
Das ganze Ermittlerteam könnte unterschiedlicher kaum sein und wirkt gerade dadurch sehr vielseitig und authentisch.
Daneben erhalten wir auch andere Perspektiven , die interessant gestaltet sind und das Ganze facettenreicher machten.
Insgesamt kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und ihre Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen.
Von der emotionalen Seite her hat jedoch Sandra den meisten Eindruck auf mich gemacht, vielleicht weil man viel aus ihrem Leben erfährt. Sie nicht unbedingt die typische Ermittlerin ist und darüber hinaus über reichlich Ecken und Kanten verfügt.
Sie sich als Frau, in ihrem beruflichen Umfeld immer wieder beweisen muss.

Dieser Thriller ist relativ komplex und der Autor geht dabei rasant zu Werke.
Manchmal fast schneller, als man gucken kann.
Für mich war es relativ schnell offensichtlich worauf das Ganze hinausläuft, dennoch gelang es ihm mit gut platzierten Wendungen, für einige Überraschungen zu sorgen, die ich anfangs nicht vermutet habe.
Es entwickelt eine Dimension, in dem klar wurde, dass es um mehr als Rache geht.
Es geht um Obsession, fast manisch, krankhaftes Verhalten, es hat einen Ursprung, der alles in einem völlig neuem Licht erscheinen lässt und deswegen teilweise auch sehr erschüttert.
Die Hintergründe werden sehr gut durchleuchtet, dennoch fehlte mir der Ursprung des Ganzen.
Wodurch dieses Verhalten erklärt werden kann.
Denn diese tiefe Tragik, die Empathielosigkeit und das daraus resultierende manisch, fast krankhafte Verhalten, war für mich bis zum Schluss zu nebulös. Zu unausgereift.

Die zwischenmenschlichen Aspekte hebt der Autor sehr gut in Sandras Umfeld hervor.
Ich mochte sie einfach so unglaublich gern.
Ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke und das sie allem strotzt.
Daneben wird sehr gut klar gemacht, was Gewaltverbrechen für das Umfeld der Opfer bedeutet und das dieses völlig verquer wahrgenommen werden kann.
Insgesamt ein leichter,aber dennoch spannender und vielschichtiger Thriller für zwischendurch.
Ich hoffe, wir bekommen noch mehr von Sandra und ihrem Team zu lesen.

Fazit:
"Dein böses Herz ” von Paul Buderath ist ein Thriller, der mit fast manisch, krankhaften Zügen einhergeht und sich zu einer wahren Obsession ausweitet.
Sandra, Ermittlerin in diesem Thriller, konnte mich am meisten begeistern, weil sie allem strotzt ,was sich ihr entgegenstellt.
Insgesamt ein sehr rasanter, kurzweiliger, aber sehr spannender Thriller, der zwar etwas vorhersehbar ist, aber mit exzellenten Ermittlungen punktet.
Bitte mehr von Sandra und ihrem Team.

Veröffentlicht am 05.06.2021

Eine Liebesgeschichte, die zwar mit Klischees behaftet ist, sich aber gleichzeitig so wahnsinnig gut anfühlt

Kissing in the Rain
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Ich liebe ja die Redwood Reihe der Autorin, daher habe ich mich auch unglaublich auf ihren neuen Stand Alone gefreut.
Denn dieser versprach Herzflattern, eine bittersüße Liebesgeschichte und vor allem ...

Ich liebe ja die Redwood Reihe der Autorin, daher habe ich mich auch unglaublich auf ihren neuen Stand Alone gefreut.
Denn dieser versprach Herzflattern, eine bittersüße Liebesgeschichte und vor allem Wohlfühlatmosphäre.
Und genau das, hat man in meinen Augen auch bekommen.
Eine humorvolle, spritzige und emotionale Story, die zu Herzen geht.

Der Einstieg fiel mir gleich enorm leicht. Weil Kelly Moran einfach einen unverwechselbaren Schreibstil hat, der mich locker und flockig durch die Seiten geführt hat.
Man trifft hier auf einen bunten Haufen an Charakteren. Verrückt und Katastrophal trifft es wohl verdammt gut. Denn Cams Familie ist schon eine Sache für sich.
Man muss sie nicht alle mögen, tut man auch nicht. Aber man schließt sie irgendwann trotzdem ins Herz.
So eine große Familie zu haben, ist eine verdammt tolle Sache. Denn es ist immer jemand da, der dich hält und dich unterstützt.
Doch in Cams Augen ist ihre Familie eine absolute Katastrophe.
Wenn man dann noch alleine zur Hochzeit der eigenen Schwester gehen soll, gleicht das einem Spießrutenlauf, dem sich Cam unter keinen Umständen aussetzen will.
Zu Recht.
Ich hatte hier eine Person, der hätte ich regelmäßig gern eins überbraten.
Worte sind so machtvoll. Sie können verletzen, dich angreifbar machen und deinen eigenen Wert untergraben.
Diesen Aspekt fand ich tatsächlich ziemlich schlimm, ununterbrochen hab ich mich darüber aufgeregt.
Aber zurück zu Cam.
Ich mochte Cam sofort. Verschlossen, unnahbar, aber auch unglaublich verletzlich. Eine junge Frau, die sich ständig selbst untergräbt und das tut einfach so furchtbar weh.
Cam kann mitunter schon anstrengend sein. Aber so ist Cam. Doch hat man die Fassade erstmal zum Einsturz gebracht, gibt es kein Halten mehr.
Troy empfand ich dagegen als sehr erfrischend und wohltuend. Der perfekte Gegenpart zu Cam.
Er hält sie, wenn es sonst niemand tut.
Er glaubt an sie und gibt ihr Hoffnung.
Zu guter letzt muss ich unbedingt Emily erwähnen. Ich fand die Passagen mit ihr so süß und erfrischend, aber leider war es mir manchmal etwas zu viel des Guten.
Insgesamt sehr authentische Charaktere, die unweigerlich ans Herz wachsen.

Die Story selbst ist einfach sehr humorvoll und erfrischend.
Es gibt verdammt viele Klischees, aber mich haben sie nicht gestört.
Sie sind schön, herzergreifend und bringen die ganze Geschichte viel besser zum Vorschein.
Dadurch das man sowohl Cams ,als auch Troys Perspektive erfährt, lernt man die Menschen dahinter auch sehr gut kennen.
Besonders Troys Hintergrund hat mich dabei wirklich beschäftigt. Dadurch erhält seine ganze Persönlichkeit einen völlig neuen Blickwinkel. Es brachte Werte in ihm zum Vorschein, die man vorher nicht gesehen hat.
Aber auch die anderen Charaktere erzählen eine Geschichte, wodurch vieles nachvollziehbarer ,aber auch tragender wird.

Hier geht es nicht unbedingt nur um eine Liebesgeschichte.
Es geht um Akzeptanz, Weiterentwicklung und zu erkennen, dass man immer genug ist.
Das Fehler den Menschen nicht schwächen, sondern interessanter und vielseitiger machen.
Es geht um Neuanfänge. Denn manchmal ist das alles, was man braucht, um endlich und wahrhaftig anzukommen.
Das Familie alles ist und wir uns diesen Wert einfach vergegenwärtigen sollten.
Ich mochte die Dialoge, die mich immer wieder zum lachen brachten.
Die Konflikte, die dem Ganzen mehr Auftrieb und Dramatik verliehen haben.
Ich mochte die Anziehungskraft zwischen Cam und Troy, denn manchmal sagen Gesten, mehr als Worte es je könnten.
Und vor allem mag ich die Wohlfühlatmosphäre, die mich immer wieder aufgefangen hat.
Es ist keine besonders anspruchsvolle Story. Sie unterhält unglaublich gut, fesselt und man kann einfach so unglaublich mitfühlen.
Perfekt um dem Alltag zu entfielen.

Fazit:
"Kissing in the Rain ” ist eine erfrischende, humorvolle , aber auch bittersüße und emotionale Story, die einfach unglaublich mitreißt und zum lachen bringt.
Ein verrückter und katastrophaler Haufen, der immer wieder Auftrieb gibt und dazwischen zwei Menschen gefangen zwischen Herz und Verstand.
Eine Liebesgeschichte, die zwar mit Klischees behaftet ist, sich aber gleichzeitig so wahnsinnig gut anfühlt.
Es geht um Akzeptanz, Weiterentwicklung, Neuanfänge und zu erkennen, dass man immer genug ist.
Zwar nicht ganz so gut wie Redwood, aber definitiv lesenswert.
Einfach perfekt um dem Alltag zu entfliehen.